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1

Dienstag, 12. September 2006, 20:20

Amerikanische Nacht - Frage

Hi,
in meinen Scenen will ich bewusst eine künstliche "Amerikanische Nacht" erzeugen.
Also bei tageslicht drehen und dann umwandeln.

Wenn das schon mal einer erfolgreich gemacht hat,
könnte diese mir bitte sagen wie ich das Bild einstellen muss.
Also Helliigkeit, Konstrast,Farbe, Gamma, Schärfe
usw.
Wie gesagt, ich will bewusst so drehen. :)

Genesis

unregistriert

2

Dienstag, 12. September 2006, 20:52

hi und willkommen im forum^^

soweit ich weiß, bedeutet "amerikanische nacht" lediglich das drehen in der dämmerung.

wenn du also bei gleißendem sonnenlicht filmen willst und dann daraus ein night-to-day, ist es nicht amerikanische nacht^^

ansonsten schau dich mal in der tutorialsektion oder bei den testvideos um, da gibts stuff zu dem thema.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Genesis« (12. September 2006, 20:52)


Burger King

unregistriert

3

Mittwoch, 13. September 2006, 12:19

Guck dir das mal an, ist zwar nichtmehr alles vorhanden, aber weiter unten im Thread stehen evtl. einige Tips für dich.

http://www.amateurfilm-forum.de/thread.p…eadid=3184&sid=

Thom 98

unregistriert

4

Mittwoch, 13. September 2006, 13:35

Es gibt 2 verschiedenen Verfahren: Day for night und Dawn for night.
Beim ersten wird um die Mittagszeit gedreht. ganz wichtig hierbei ist es, dass man nicht bei vollem Sonnenlicht dreht, sondern am besten bei bewölktem Himmel! So hat man keine harten Schatten und bei Änderungen an Heeligkeit, Kontrast etc. erkennt es der Zuschauer als Nacht.
Dieses Verfahren wird als Amerikanische Nacht bezeichnet, da es früher bei Wild-West-Filmen eingesetzt wurde. Da damals der Aufwand am Set sehr groß war und viele Statisten dabei waren, dauerte der Dreh für eine Szenen oft mehrere Tage! Weil man am Drehort auch relativ weit weg von Strom etc war, konnten die rießigen Sets nicht so einfach ausgeleuchtet werden!

Dawn for Night bedeutet, dass man bei Dämmerung dreht. Dabei hat es den großen Nachteil, dass man maximal 1-2 Stunden drehen kann, da es sonst entweder noch zu hell oder schon zu dunkel ist! Ansonsten ist dieses Verfahren für kürzere Szenen viel besser geeigenet als Day for Night!


Bei unserem Film Green Room haben wir in einer Szene auch das Day for Night Verfahren verwendet und sind zu einem realtiv guten Ergebnis gekommen!
Hier das Orginalbild von Judith Fischer, die im Film Kathrin spielt:


Und hier nun das Bild nach der Bearbeitung:

genaue Werte: Helligkeit: -27 - Kontrast: -9 - Farbbalance: Rot: -29 Grün: -14 Blau: +15

Das Ganze ist allerdings noch nicht perfekt. Ich muss nochmal versuche die helleren Bereiche rauszumachen...weiß einer zufällig wie das geht? Sowas wie ein "Helligkeitskey" würde denke ich nciht so gut funktionieren, da sich das ja auch ändert...nya, wenn einer nen Tipp hat, bitte melden^^

Doch zurück zum Day for Night: Wir ahben den Fehler gemacht, den Himmel zu filmen! Ich ging eigentlich davon aus, dass ich den Himmel per Luma-Key mit einem Sternenhimmel ersetzen könnte - hat auch bis zu einem gewissen Grad geklappt, sieht aber nciht ganz so gut aus.

Also: Nie den Himmel filmen

Weiter ist es wichtig darauf zu achten, dass ihr kein Wasser filmt - darin spielgelt sich der Himmel und verrät den Trick. Außerdem sollte man versuchen Objekte in die Szene zu bringen, die "anzeigen", dass es Nacht ist.
So z.B. eine Straßenlerterne, die leuchtet....

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen, racv8!

5

Mittwoch, 13. September 2006, 14:53

danke, damit lässt sich doch schon mal was anfangen.

Zum Thema Himmel: Wozu gibt es Matten ;)

Thom 98

unregistriert

6

Mittwoch, 13. September 2006, 15:04

Klar, aber schonmal ne 1-Min-Szene gerotoscoped?

rEcOvEr

unregistriert

7

Mittwoch, 13. September 2006, 15:20

Ich hab hier mal mit der Magic Bullet Suite versucht den Nachteffekt zu erzeugen:




Einfach bei dem Preset "Night" die Einstellung verändern damits zum Bild auch passt. Die Nacht muss immer sehr farbschwach sein damits auch echt aussieht. Wenn keine Überbeleuchtung, Spiegelung oder Himmel vorhanden ist, kriegt mans recht einfach hin.

HTS_HetH

unregistriert

8

Mittwoch, 13. September 2006, 16:05

Und da wir ja auch alle die Magic Bullet Suit haben ist das natürlich ein Kinderspiel ;)

ueArtemis

unregistriert

9

Mittwoch, 13. September 2006, 16:10

^^
Trotzdem würde, denke ich, eine Senkung der Sättigung und ein leichter Blaustich noch sehr zum "Night"-Eindruck beitragen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ueArtemis« (13. September 2006, 16:11)


rEcOvEr

unregistriert

10

Mittwoch, 13. September 2006, 16:24

Hehe, Ja stimmt, Sorry... ;) Natürlich wie ueArtemis schon gesagt hat, würde eine Senkung der Sättigung + Blaustich fast das gleiche Ergebnis erzielen. Wichtig ist halt, keine Überbeleuchtung bei der Belichtung zu erzeugen. Dann entstehen nämlich weiße Flecken, die dann total in der Day for Night Umwandlung aus dem Bild stechen. Aber auch da könnte man, wie jemand schon angsprochen hatte, einen sogennanten "Weiß-Key" machen mit Hilfe der Luminanz. Diese weißen Bereiche dann einfach abdunkeln, so dass sie nicht mehr auffallen. Aber wie gesagt lieber erst vermeiden.

freezer

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11

Mittwoch, 13. September 2006, 16:25




o Einstellungsebene (Modus: Überlagern) mit Farbton/Sättigung -> Färben Ein / Farbton 216 / Sättigung 41 / Lab-Helligkeit +8
o Einstellungsebene mit Tonwertkorrektur -> Gamma 2,26 / Tonwertumfang 34 - 131
o Originalebene Kopie (Modus: Weiches Licht) mit Weichzeichner -> Stärke 5
o Originalebene
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Der Unaussprechliche

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12

Mittwoch, 13. September 2006, 16:34

Wenn hier jeder seine Versuche postet :)
Hier mit Standart AE 7.0 Funktionen meine Version:

Thom 98

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13

Mittwoch, 13. September 2006, 16:49

Freezer, deins finde ich noch zu hell und außerdem ist es ziehmlich blass...
Bei meinem muss ich nochn bissel blau hinzufügen.

Darth Gelli

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14

Mittwoch, 13. September 2006, 17:44

Ich habe auch ein bisschen gespielt:




Gruß

Blood Angel

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15

Mittwoch, 13. September 2006, 18:02


freezer

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16

Mittwoch, 13. September 2006, 18:41

Zitat

Original von Thom 98
Freezer, deins finde ich noch zu hell und außerdem ist es ziehmlich blass...
Bei meinem muss ich nochn bissel blau hinzufügen.


An Deiner Stelle würde ich es eher zu hell als zu dunkel machen - wenn man nichts mehr im Bild erkennt (und das ist auf den meisten Beispielen hier), dann wirkt das sehr ermüdend auf den Zuschauer.
Aber Du kannst mit meiner Kombination ganz leicht spielen und das ändern, indem Du die Lab-Helligkeit runterschraubst.

Und blass muß eine Nachtaufnahme sein - beobachte doch mal wie Deine Haut im echten Mondlicht aussieht: Ab einer gewissen Dunkelheit schaltet das menschliche Auge auf Schwarz/Weiß-Sehen um, mit einem leichten Touch von Blau. Das Licht ist sehr weich und die Kontraste niedrig.
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Blood Angel

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17

Mittwoch, 13. September 2006, 20:08

Aber wir haben hier keine richtige Nacht. Von der Lichtkonstuktion her müsste man annehmen, dass man zumindest einen bewöklten Mond hat, für eine richtige Nacht sind zu viele Glanzpunkte im Bild. Aus dieser Folgerung heraus ergibt sich ein leichtes Farbbild.

Thom 98

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18

Mittwoch, 13. September 2006, 22:41

Arme Judith...alle nehmen sie für ihre DfN Versuche :-(
Wir wissen nun alle, dass es nicht so sehr schwer ist...und 10 mal das gleiche bei einem Bild zu machen is auch nich das wahre, oder?^^
Danke schonmal an dich, freezer, für die Tipps.

freezer

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19

Mittwoch, 13. September 2006, 23:19

Zitat

Original von Blood Angel
Aber wir haben hier keine richtige Nacht. Von der Lichtkonstuktion her müsste man annehmen, dass man zumindest einen bewöklten Mond hat, für eine richtige Nacht sind zu viele Glanzpunkte im Bild. Aus dieser Folgerung heraus ergibt sich ein leichtes Farbbild.


???

Die Sonne macht genauso wie der Mond immer nur einen Glanzpunkt - ist ja auch nur eine Lichtquelle. Der einzige Unterschied ist, daß der Mond ein riesiger Reflektor ist, der das Licht stärker streut und damit weichere Schatten wirft. Bei bewölktem Himmel hast Du gar keine richtig hellen Stellen, sondern eine diffuse Lichtverteilung mit den Wolken als Aufheller.

Das Bild passt genau für eine Nacht mit Mondlicht - beobachte mal die Realität.

@ Thom

Wichtig ist, daß Du den Kontrast rausnimmst, dadurch werden die hellen Flecken zurückgenommen. Das kannst Du mit der Tonwertkorrektur -> Tonwertumfang erreichen.
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »freezer« (13. September 2006, 23:22)


20

Mittwoch, 13. September 2006, 23:52

Im Zweifelsfalle ist ein guter Anfang, mal Grün und Rot gleichmäßig rauszunehmen und die Blauwerte dann noch etwas zu reduzieren, bis es paßt.
Letztenendes fällt es immer nur dem Filmemacher auf, da er die Original-Aufnahmen zum Vergleich hat, jemand anderes weiß das nicht und nimmt die Beleuchtung als gegeben hin. Also: Warum rennen, wenn man nicht gejagt wird...? Macht es Euch nicht zu schwer, bei einigen der oben gezeigten Bilder merkt man das nicht, wenn man es nicht WEISS!

Ach und Oliver: Willkommen im Forum und Gruß vom Gerry!
Kenn ich Dich am Schluß noch von den zwei letzten Drehterminen von Phoebe Phoenix? (Fürth, Komödie und Nürnberg, K4/MetalBand-Szene) ;-)

Grüßle Purzel

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Purzel« (14. September 2006, 00:01)


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