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Barbara

unregistriert

1

Freitag, 22. Mai 2015, 20:08

Wie brenne ich eine wmv Datei auf DVD ohne Qualitätsverlust?

Da ich selber keinen DVD Brenner habe, habe ich meinen fertigen Film (auf einem USB Stick als WMV Datei, 1920 x 1080, 638 MB, 5 Minuten lang) einem Freund gegeben, damit er diesen (mit Nero) auf DVD brennt.

Nun habe ich mir die DVD (vob Datei, hat nun 218 MB) angeschaut und bin enttäuscht über die Qualität. Das Bild ist unschärfer, der Ton dumpfer, die Bewegungen leicht abgehackt.

Woran kann das liegen? Habe ich den Qualitätsverlust, weil eine DVD nur eine maximale Auflösung von 720x480 hat?

Wäre das Ergebnis besser, wenn ich eine Blue-Ray brennen lassen würde?

Weiß jemand Rat?

pikk

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2

Freitag, 22. Mai 2015, 20:33

Du hast das schon richtig erkannt. Jedes Format ist technisch limitiert. Eine handelsübliche Video-DVD gibt es schlicht nicht mit einer Auflösung von 1920x1080. Blu-Ray wäre eine Alternative, aber warum nicht gleich bei einer Datei bleiben? Die kann man doch heutzutage noch eher als eine Blu-Ray abspielen.

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Barbara

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3

Freitag, 22. Mai 2015, 21:16

Da hast du schon recht. Aber da, wo ich den Film hinschicken möchte, akzeptiert man nur DVD oder Blue-Ray. Und es macht ja kein gutes Bild, wenn ich einen unscharfen Film abgebe...

Was ich mich nur frage: eine gekaufte Spielfilm-DVD ist ja in der Regel gestochen scharf, auch bei älteren Filmen die noch nicht mit der neuesten Technik gedreht wurden. Was für Ausgangsmaterial haben die dann? Oder was machen die anders?

pikk

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4

Freitag, 22. Mai 2015, 22:31

Eine richtig professionell produzierte DVD ist immer ein riesen Aufwand. Da hat man ganz andere Tools und das Bildmaterial wird so manipuliert, dass der Codec voll ausgereizt wird. So ganz genau weiß ich es auch nicht, aber würde man Hollywoodfilme einfach so von einer konsumentenfreundlichen Datei mit Nero auf eine DVD brennen, sähe das auch nicht mehr so schön aus. Das ist also keine Frage von irgendeinem falsch gesetzten Häkchen oder so und als Normalnutzer musst du dich wohl oder übel mit einem relativ bescheidenen Ergebnis abfinden.

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wabu

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5

Freitag, 22. Mai 2015, 22:36

Du kannst bei 5min auch eine "BlueRay" auf einem DVD Rohling erzeugen - viele BlueRay Player spielen das ab.

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Barbara

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6

Freitag, 22. Mai 2015, 22:55

Wenn ich jetzt alles richtig verstanden habe, dann muss ich einfach akzeptieren, das eine selbstgebrannte DVD, die im normalen DVD Player angeschaut wird, nicht die gleiche Qualität haben kann wie mein Ausgangsmaterial mit 1080.

Nun verlangen aber einige Festivals auch als Vorführkopie nur eine DVD. Und wenn ich mir nun die selbstgebrannte DVD auf einer Kinoleinwand vorstelle, wo sie doch an meinem Fernseher schon unscharf ist, dann läuft es mir kalt über den Rücken...(da sind die Kinobesucher ja blind, wenn das Licht wieder angeht!).

Ich werde jetzt also meinen Film auf Blueray brennen, und ansonsten da, wo es möglich ist, eine Filmdatei, entweder als Datenupload oder als USB-Stick, schicken.

Mit der Technik DCP setze ich mich dann lieber erst gar nicht auseinander...

Noch eine letzte Frage: Kann man jede herkömmliche DVD im Blueray-Player abspielen, oder muss sie dafür in einem bestimmten Format gebrannt sein?

Ich danke euch für eure Hilfe!

pikk

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7

Freitag, 22. Mai 2015, 23:08

Auch wenn es paradox klingt, würde die DVD auf einer Leinwand bestimmt besser als auf deinem TV aussehen. Das sind völlig unterschiedliche Arten der Bilderzeugung und bei Beamern fällt es dir nicht so sehr auf, wenn das Bild etwas matschig ist. Kannst also durchaus deine DVD verschicken, aber wenn du nicht riskieren willst, dass die Konkurrenz dir da voraus ist, solltest du natürlich doch lieber noch eine Blu-Ray machen (lassen).

DCP ist jetzt übrigens auch keine Zauberei. Kann man mit ein Bisschen Lesen kostenlos zu Hause machen. Die Files sind dann aber verhältnismäßig groß und viele Festivalbetreiber wollen sowas auch gar nicht mehr haben, da moderne Projektoren auch einfachere Files handeln können. Ein weiterer Nachteil ist, dass man die Dateien zwar am PC erstellen kann, es aber (meines Wissens) keinen kostenlosen Player dafür gibt, also kann es ein ziemliches Glücksspiel sein, die ungetesteten DCP´s zu verschicken.

Eine herkömmliche DVD kannst du ganz sicher in jedem aktuellen Blu-Ray-Player abspielen. Da gibt es nur Probleme, wenn sie nicht herkömmlich ist, aber selbst das kriegen die meisten Geräte heute hin.

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joey23

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8

Samstag, 23. Mai 2015, 00:41

Einen Großteil der gefühlten Schärfe macht auch das Licht und die Tiefenunschärfe aus, die den Vordergrund deutlich vom Hintergrund trennen. Bildqualität besteht aus mehr als nur pixeln. Auch wenn du einen Hollywoodfilm auf noch weniger runterskalierst, sieht der Film noch professionell aus, eben weil Licht und Bildwirkung nicht verloren gehen.
Ich kenne jetzt dein Material nicht, aber es kann durchaus sein, dass das eine große Rolle spielt.

Barbara

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9

Samstag, 23. Mai 2015, 08:13

Zitat

Ich kenne jetzt dein Material nicht, aber es kann durchaus sein, dass das eine große Rolle spielt.
Da magst du sicher recht haben. Das ist dann der "feine" Unterschied zwischen Amateur und Profi. Da, wo ich nie hinkommen werde, arbeite ich doch mit einer 200 Euro Kamera ohne zusätzliche Beleuchtung meist in der Natur und habe auch nur ein einfaches Schneideprogramm, in dem ich gerade mal die "Helligkeit" etwas anpassen kann, von Colorgrading oder sonstigen Feinheiten kann da keine Rede sein.

Nichts desto trotz bin ich ja mit dem Ergebnis zufrieden und nur enttäuscht über den Qualitätsverlust beim Brennen. Und den werde ich in Zukunft vermeiden, indem ich Blue Rays brennen lasse.

Zitat

...also kann es ein ziemliches Glücksspiel sein, die ungetesteten DCP´s zu verschicken.
Eben. So ein Risiko wollte ich nicht eingehen.

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