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Donnerstag, 9. Januar 2014, 12:43

Wie brenne ich MPEG2 (DV-AVI) Material optimal auf Blu-ray?

Hallo zusammen und noch ein frohes neues Jahr!

Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen. Ich bin dabei, meine seit Jahren auf der Festplatte schlummernden riesengroßen DV-AVIs (mit Let's Temp teilw. von S-VHS Kassetten digitalisiert) auf Scheibe zu brennen.
Dabei schwebte mir aufgrund des Standard MPEG2 Formats natürlich DVD als Medium vor.

Allerdings frage ich mich auch, mit welchen Settings ich (bzw. ob überhaupt) ich dieses Material auf eine schöne große Blu-ray Scheibe brennen kann. Hochrechnen auf Full HD wäre ja Blödsinn. Die Bitrate runterschrauben ebenfalls.

Geht es überhaupt, 720x576 Material auf Video Blu-ray zu brennen, ohne Platz zu verschwenden?

Ich hoffe, ihr habt ein paar Tipps für mich. Ich konnte via Google absolut nichts dazu finden.

derron

*Topic verschoben*

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Marcus Gräfe« (9. Januar 2014, 21:17)


Dr_Allcome

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2

Donnerstag, 9. Januar 2014, 17:18

Hallo zusammen und noch ein frohes neues Jahr!

Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen. Ich bin dabei, meine seit Jahren auf der Festplatte schlummernden riesengroßen DV-AVIs (mit Let's Temp teilw. von S-VHS Kassetten digitalisiert) auf Scheibe zu brennen.
Dabei schwebte mir aufgrund des Standard MPEG2 Formats natürlich DVD als Medium vor.

Allerdings frage ich mich auch, mit welchen Settings ich (bzw. ob überhaupt) ich dieses Material auf eine schöne große Blu-ray Scheibe brennen kann. Hochrechnen auf Full HD wäre ja Blödsinn. Die Bitrate runterschrauben ebenfalls.

Geht es überhaupt, 720x576 Material auf Video Blu-ray zu brennen, ohne Platz zu verschwenden?

Ich hoffe, ihr habt ein paar Tipps für mich. Ich konnte via Google absolut nichts dazu finden.

derron


Ja, 720x576 und MPEG-2 werden offiziell unterstützt. Wenn es dir allerdings darum geht möglichst viel Material auf eine Blu-Ray zu bekommen, dann lohnt es sich das ganze als MPEG-4-10 (H.264) neu zu kodieren. Der Qualitätsverlust dürfte je nach Einstellung kaum auffallen, dafür bekommst du aber wesentlich mehr Material auf eine CD. Denn alleine die Dateigröße entscheidet darüber wie viele Minuten du auf eine BR-Disc bekommst.

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Donnerstag, 9. Januar 2014, 17:33


Wenn es dir allerdings darum geht möglichst viel Material auf eine Blu-Ray zu bekommen, dann lohnt es sich das ganze als MPEG-4-10 (H.264) neu zu kodieren.


Ganz genau! Aber ist das Ergebnis mit jedem Blu-Ray Player abspielbar, halte ich damit Spezifikation ein?

Ich arbeite mit Magix Video Deluxe und wie es aussieht, geht der nicht unter HD (720 Pixel) in den erweiterten Einstellungen. :huh:

Dr_Allcome

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4

Donnerstag, 9. Januar 2014, 17:44


Wenn es dir allerdings darum geht möglichst viel Material auf eine Blu-Ray zu bekommen, dann lohnt es sich das ganze als MPEG-4-10 (H.264) neu zu kodieren.


Ganz genau! Aber ist das Ergebnis mit jedem Blu-Ray Player abspielbar, halte ich damit Spezifikation ein?


Ja, sag ich doch. Wird offiziell unterstützt, siehe auch z.B. Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/Blu-ray_Disc#Media_format


Ich arbeite mit Magix Video Deluxe und wie es aussieht, geht der nicht unter HD (720 Pixel) in den erweiterten Einstellungen. :huh:


Magix Video habe ich noch nie benutzt.

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Donnerstag, 9. Januar 2014, 17:57

OK, danke für den Tipp - ich teste es gerade mit den optimalen Qualitätseinstellungen.
Ergebnis ist ein mp4 File. Das heißt, ich müsste das dann mit einem weiteren Authoring Tool auf Blu-Ray brennen. Gibt es da etwas einfaches? ich brauche kein Menü.

Dr_Allcome

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6

Donnerstag, 9. Januar 2014, 18:09

OK, danke für den Tipp - ich teste es gerade mit den optimalen Qualitätseinstellungen.
Ergebnis ist ein mp4 File. Das heißt, ich müsste das dann mit einem weiteren Authoring Tool auf Blu-Ray brennen. Gibt es da etwas einfaches? ich brauche kein Menü.


Ganz so einfach ist es nicht, du solltest es nicht einfach wahllos nach h264 konvertieren. Wenn dein Magix kein spezielles Blu-Ray Profil kennt, dann hast du gute Chancen, dass sich manche Player an der BD verschlucken.

Wenn dein Magix BDAV Transport Streams schreiben kann, dann brauchst du keine spezielle Authoring Software, sondern kannst die Transport Streams einfach in einen Ordner BDMV/STREAM packen und ganz normal als UDF brennen.

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Donnerstag, 9. Januar 2014, 19:53

Ich finde in Magix keine Möglichkeiten für Exportstreams etc. Standardkonform wird scheinbar nur DVD, WMVHD, Blu-Ray Disc und AVCHD angelegt.
Mir ist das alles zu fummelig. Ich merke immer wieder, dass man hier ohne teure Tools wie Adobe Premiere nicht weit genug kommt.
Ich nehme nun einfach DL Rohlinge und splitte mein Material auf mehrere Medien.
Und ich hatte gehofft, endlich meinen Blu-ray Brenner einsetzen zu können..

Dr_Allcome

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8

Donnerstag, 9. Januar 2014, 20:19


... dass man hier ohne teure Tools wie Adobe Premiere nicht weit genug kommt.


Unsinn, das geht alles mit kostenlosen Tools:

1. Kodieren: http://www.x264bluray.com/
2. Muxen: http://forum.doom9.org/showthread.php?t=168539
3. Brennen: http://www.imgburn.com/

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Freitag, 10. Januar 2014, 16:58

... und das ist nicht fummelig??

OK, ich versuch's mal.

Quellmaterial ist DV-AVI Typ2 interlaced

x264:
x264 --crf 22 --bff --preset veryslow --tune film --bluray-compat --vbv-maxrate 8000 --vbv-bufsize 8000 --level 3.2 --keyint 25 --open-gop --ref 5 --colorprim "bt470bg" --transfer "bt470bg" --colormatrix "bt470bg" --sar 12:11 -o out.264 input.AVI

tsMuxeR:
MUXOPT --no-pcr-on-video-pid --new-audio-pes --blu-ray --label="Test" --vbr --auto-chapters=1 --vbv-len=500
V_MPEG4/ISO/AVC, "out.264", insertSEI, contSPS

Ist das sinnvoll?
Macht crf 22 Sinn?
Oder sollte ich lieber eine feste Bitrate und 2pass angeben?
Was kann ich tun, damit der Ton nicht auf der Strecke bleibt?

Dr_Allcome

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10

Freitag, 10. Januar 2014, 19:55


... und das ist nicht fummelig??


Wie man's nimmt. Im ersten Moment mag es fummelig wirken, aber die Optionen sucht man sich ja nur einmal raus. Wenn du das ganze in eine einfache Windows Batch Datei schreibst, dann kannst du mit einem Befehl so viele Videos konvertieren wie du willst. Ist das dann nicht doch eher komfortabel? Stell dir mal vor du müsstest für 100 Videos die Optionen jedes Mal mit einer GUI zusammenklicken und dann daneben sitzen und warten bis es fertig ist.


Quellmaterial ist DV-AVI Typ2 interlaced

x264:
x264 --crf 22 --bff --preset veryslow --tune film --bluray-compat --vbv-maxrate 8000 --vbv-bufsize 8000 --level 3.2 --keyint 25 --open-gop --ref 5 --colorprim "bt470bg" --transfer "bt470bg" --colormatrix "bt470bg" --sar 12:11 -o out.264 input.AVI



Ich würde eher sowas machen:

Quellcode

1
x264 --crf=23 --ttf --preset=veryfast  --bluray-compat --vbv-maxrate 40000 --vbv-bufsize 30000 --level=4.1 --keyint=25 --slices=4 --aud --b-pyramid=strict  --sar=12:11 -o OUTPUT.264 INPUT.AVI


CRF 23 für mittelmäßige Qualität des Input-Videos. Wenn die Qualität deiner Videos schlecht ist, dann musst du den Constant Rate Factor höher stellen (24 oder sogar höher), wenn deine Videos eine gute Qualität haben, dann kannst du ihn runter drehen (18-22).

TTF, weil das meiste Interlaced Material Top-Frame first ist. Es sei denn du weißt, dass dein Material BFF ist.

Preset "veryfast" weil "veryslow" einfach nervt, gerade bei vielen Dateien. Die Files werden zwar kleiner, den Qualitätsunterschied siehst du aber eigentlich nicht. Folgende Presets sind möglich: ultrafast,superfast, veryfast, faster, fast, medium, slow, slower, veryslow, placebo. Probier einfach ein wenig rum und schau welche Option für dich der beste Kompromiss zwischen Größe, Qualität und Geschwindigkeit ist.

Das "--tune=film" kann man machen, dann optimiert sich der Encoder auf Filmmaterial. Ich lasse es meistens weg und setze es nur bei speziellen Filmen, wie z.B. Animationen oder Comics (--tune=animation).

"vbv-maxrate" und "vbv-bufsize" solltest du auf 40000 und 30000 lassen, denn das sind die Maximalwerte für eine Bluray. Runterstellen ist nur sinnvoll, wenn du auf eine bestimmte Größe hin optimieren willst. Das solltest du aber dann in einem 2-Pass Encoding machen. Bei CRF-Encoding bestimmt der CRF-Wert die Qualität. Der Encoder nimmt sich so viele Bits wie er braucht um die Qualität zu halten.

"level" muss 4.1 sein, denn Blu-Ray unterstützt nur das.

keyint ist das Keyframe Intervall, was bei BR ~1 Sekunde betragen sollte. Also alle 25 Frames.

open-gop würde ich nicht setzen, da es nicht von allen Decodern unterstützt wird. Generell ist es aber sinnvoll und jeder moderne Player sollte eigentlich damit zurecht kommen.

"colorprim", "transfer" und "colormatrix" würde ich nicht setzen, es sei denn du weißt, dass dein Ausgangsmaterial in diesem Format ist.

Keine Ahnung was "--aud" macht, die Dokumentation von x264 sagt aber man soll es für Blu-Ray setzen.

"b-pyramid" bestimmt ob auch B-Frames als Referenz für das nächste Frame genutzt werden dürfen. Der Blu-Ray Standard hat hier einige Einschränkungen, die mit "strict" forciert werden.



tsMuxeR:
MUXOPT --no-pcr-on-video-pid --new-audio-pes --blu-ray --label="Test" --vbr --auto-chapters=1 --vbv-len=500
V_MPEG4/ISO/AVC, "out.264", insertSEI, contSPS


Nimm die tsMuxerGUI, wähle als Output "Blu-Ray ISO" und noch alle anderen Optionen, die du gerne hättest. Die GUI schreibt dir dann auch die MUXOPTs nochmal hin, so dass du das ganze dann auch per Batch-Datei automatisieren kannst. Ich nehme aber immer die GUI, weil so viele BD-ISOs erstellt man dann doch nicht.



Oder sollte ich lieber eine feste Bitrate und 2pass angeben?


2-Pass Verfahren nimmt man dann, wenn man auf eine exakte Größe kommen möchte. Wenn du also weißt, dass jedes File nur 200MB groß sein darf, dann nimmst du besser 2-Pass. Ansonsten ist der Constant Rate Factor (CRF) Modus besser.

Zitat


Was kann ich tun, damit der Ton nicht auf der Strecke bleibt?


Welches Format hat denn dein aktuelles Audio?

Audio kannst du z.B. mit ffmpeg in einem ersten Schritt konvertieren, ohne das Video anzufassen.

EDIT:

Hab ich ganz vergessen, so könntest du das Audio nach AC3 konvertieren:

Quellcode

1
ffmpeg -i INPUT.AVI -c:a ac3 -b:a 192k audio.ac3


Das Audio File audio.ac3 gibst du dann einfach in der tsMuxerGUI als zusätzlichen Stream an. Kannst natürlich auch ein anderes BluRay-Audio-Format wählen, falls die AC3 nicht gefällt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dr_Allcome« (10. Januar 2014, 20:38)


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11

Freitag, 10. Januar 2014, 22:13

Langsam ergibt es ein Bild für mich. Danke für Deine Ausführungen! Ich habe eine Menge zu testen..

Zwischenzeitlich habe ich x264vfw in Magix integriert und kann via AVI Export ein h264 File erzeugen.
(hier zu lesen unter x264 mit Video deluxe /Video Pro X nutzen: http://momentum.magix.net/Verschiedenes.htm)

Aber das Ergebnis kann ich als .264 Datei abspeichern und in tsMuxerR GUI laden.

Bin ich damit Blu-ray konform? Kennst Du diesen Encoder? Zumindest könnte ich mir damit den Roh-AVI Export sparen.
(Kapitelmarken sind bei allen Varianten scheinbar Geschichte)

Der Sound ist PCM - den muss ich unbedingt umwandeln?
Hier einmal meine Quellvideo Specs:
 Hier klicken für weitere Informationen

Quellcode

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General
Complete name                  : D:\Video\Kamera\Lets_Temp\M1_Clip0011.avi
Format                         : AVI
Format/Info                    : Audio Video Interleave
Commercial name                : DV
File size                      : 678 MiB
Duration                       : 3mn 7s
Overall bit rate mode          : Constant
Overall bit rate               : 30.3 Mbps

Video
ID                             : 0
Format                         : DV
Codec ID                       : CDVC
Codec ID/Info                  : Canopus DV (DV)
Codec ID/Hint                  : Canopus
Duration                       : 3mn 6s
Bit rate mode                  : Constant
Bit rate                       : 24.4 Mbps
Encoded bit rate               : 28.8 Mbps
Width                          : 720 pixels
Height                         : 576 pixels
Display aspect ratio           : 4:3
Frame rate mode                : Constant
Frame rate                     : 25.000 fps
Standard                       : PAL
Color space                    : YUV
Chroma subsampling             : 4:2:0
Bit depth                      : 8 bits
Scan type                      : Interlaced
Scan order                     : Bottom Field First
Compression mode               : Lossy
Bits/(Pixel*Frame)             : 2.357
Stream size                    : 642 MiB (95%)

Audio
ID                             : 1
Format                         : PCM
Format settings, Endianness    : Little
Format settings, Sign          : Signed
Codec ID                       : 1
Duration                       : 3mn 7s
Bit rate mode                  : Constant
Bit rate                       : 1 536 Kbps
Channel(s)                     : 2 channels
Sampling rate                  : 48.0 KHz
Bit depth                      : 16 bits
Stream size                    : 34.3 MiB (5%)
Interleave, duration           : 994 ms (24.86 video frames)


//edit: Hier die m2ts Zieldatei, wenn ich den Sound als Wave speichere und mit TsMuxeR weiterverarbeite.
 Hier klicken für weitere Informationen

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General
ID                             : 1 (0x1)
Complete name                  : D:\Video\Magix\Bluray Images\testoutput\BDMV\STREAM\00000.m2ts
Format                         : BDAV
Format/Info                    : Blu-ray Video
File size                      : 87.0 MiB
Duration                       : 2mn 0s
Overall bit rate mode          : Variable
Overall bit rate               : 6 059 Kbps
Maximum Overall bit rate       : 35.5 Mbps

Video
ID                             : 4113 (0x1011)
Menu ID                        : 1 (0x1)
Format                         : AVC
Format/Info                    : Advanced Video Codec
Format profile                 : High@L4.1
Format settings, CABAC         : Yes
Format settings, ReFrames      : 1 frame
Codec ID                       : 27
Duration                       : 2mn 0s
Bit rate mode                  : Variable
Bit rate                       : 4 275 Kbps
Maximum bit rate               : 40.0 Mbps
Width                          : 720 pixels
Height                         : 576 pixels
Display aspect ratio           : 5:4
Frame rate                     : 25.000 fps
Standard                       : PAL
Color space                    : YUV
Chroma subsampling             : 4:2:0
Bit depth                      : 8 bits
Scan type                      : Progressive
Bits/(Pixel*Frame)             : 0.412
Stream size                    : 61.4 MiB (71%)

Audio
ID                             : 4352 (0x1100)
Menu ID                        : 1 (0x1)
Format                         : PCM
Format settings, Endianness    : Big
Format settings, Sign          : Signed
Muxing mode                    : Blu-ray
Codec ID                       : 128
Duration                       : 2mn 0s
Bit rate mode                  : Constant
Bit rate                       : 1 536 Kbps
Channel(s)                     : 2 channels
Channel positions              : Front: L R
Sampling rate                  : 48.0 KHz
Bit depth                      : 16 bits
Stream size                    : 22.1 MiB (25%)


Und wieder die alles entscheidende Frage:

:?: Ist das lauffähig auf allen Blu-ray Playern bzw. befinde ich mich innerhalb der Spezifikation?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »derron« (10. Januar 2014, 22:25) aus folgendem Grund: Zielformat hinzugefügt


Dr_Allcome

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Samstag, 11. Januar 2014, 10:27


Zwischenzeitlich habe ich x264vfw in Magix integriert und kann via AVI Export ein h264 File erzeugen.
(hier zu lesen unter x264 mit Video deluxe /Video Pro X nutzen: http://momentum.magix.net/Verschiedenes.htm)


x264vfw ist eine Mischung aus x264 und ffmpeg. Verwendet also diese beiden Tools um die eigentlich Arbeit zu machen. Technisch sollte es damit also in der Lage sein Blu-Ray kompatible Videos zu erstellen. Die Frage ist halt, ob auch alle Optionen, die du für ein kompatibles Video brauchst, auch an der GUI von x264vfw verfügbar sind. Von den Screenshots auf deiner Seite, sehe ich z.B. nicht wo man jetzt die Option "bluray-compat" oder "b-pyramid" einstellen könnte.

Es reicht nämlich nicht einfach ein h264 File zu erstellen, sondern dieses h264 File muss ganz speziellen Anforderungen genügen um Blu-Ray kompatibel zu sein.


Aber das Ergebnis kann ich als .264 Datei abspeichern und in tsMuxerR GUI laden.


Ja, tsMuxer frisst alles, es bevormundet dich nicht. Es ist deine Aufgabe die korrekten Dateien zur Verfügung zu stellen.


Bin ich damit Blu-ray konform? Kennst Du diesen Encoder?


Wie gesagt, x264vfw verwendet einfach die Tools, die ich dir ebenfalls empfohlen habe. Ob du Bluray kompatibel bist hängt davon ab, ob du alle Optionen an der GUI korrekt setzen kannst. Die Optionen kennst du ja jetzt, jetzt musst du nur noch die entsprechenden Schalter in der GUI finden.


Zumindest könnte ich mir damit den Roh-AVI Export sparen.


x264 frisst relativ viel, wie liegt denn das Ausgangsformat vor? Du musst u.U. nicht unbedingt exportieren.


(Kapitelmarken sind bei allen Varianten scheinbar Geschichte)


Nicht unbedingt, hängt von deinem Workflow ab. Wie gehst du denn genau vor?


Der Sound ist PCM - den muss ich unbedingt umwandeln?


Streng nach Standard müsstest du es umwandeln, denn laut Wikipedia unterstützt Blu-Ray kein PCM. Da PCM ein Raw-Format ist, sollten die allermeisten Player aber damit zurecht kommen. Verlassen kannst du dich darauf aber nicht.


Hier einmal meine Quellvideo Specs:


Ah, Video ist Bottom Field First, musst also doch --bff nehmen.


Quellcode

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Video
Scan type                      : Progressive



Na das war schon mal nix. Progressive Videos sind für 720x576 nicht erlaubt, da hast du wohl noch nicht alle Optionen an der GUI korrekt gesetzt.


Und wieder die alles entscheidende Frage:
Ist das lauffähig auf allen Blu-ray Playern bzw. befinde ich mich innerhalb der Spezifikation?


Nein, bisher noch nicht, da Progressive bei deiner Auflösung nicht erlaubt ist. Ob der Rest passt, kann man nicht sehen, da solche Optionen wie B-Pyramid, GOPs, Slices, Keyframes, usw. einfach nicht durch anzeigen der Media Informationen erfasst werden können. Das sind ganz spezielle Einstellungen, die bestimmen wie ein Dekoder das Bild wieder zusammenbauen muss. Um zu sehen was da verwendet wurde, muss man das Bild echt dekodieren. ffmpeg kann das vielleicht in einem Debug-Modus anzeigen. Ansonsten kenne ich kein Tool, welches den Stream analysieren würde und dann eine Zusammenfassung dieser ganzen Spezial-Optionen ausspuckt. Von diesen Spezial-Optionen hängt es aber ab ob deine Blu-Ray Standardkompatibel ist oder nicht.

Harry

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Samstag, 11. Januar 2014, 12:34

Mir wäre dieser Aufwand zu groß!
Da die Clips wohl auf einem FullHD-TV abgespielt werden, würde ich die DV-Avi´s mit der Vorlage für Bluray (1920x1080 50i) ausgeben.
Ggf. noch die Halbbildreihenfolge anpassen.
Gruß Harry

Dr_Allcome

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Samstag, 11. Januar 2014, 13:11

Mir wäre dieser Aufwand zu groß!
Da die Clips wohl auf einem FullHD-TV abgespielt werden, würde ich die DV-Avi´s mit der Vorlage für Bluray (1920x1080 50i) ausgeben.
Ggf. noch die Halbbildreihenfolge anpassen.


Ich verstehe nicht was ihr da immer habt. 2 Kommandos mit Copy & Paste in die Eingabeaufforderung zu pasten geht doch wesentlich schneller als sich jedes Mal alles auf der GUI zusammenzuklicken. Bis du dein Magix/Premiere/... überhaupt erstmal gestartet hast, bin ich schon lange am Enkodieren. :-)

Den Muxing Schritt hast du ja in jedem Fall, egal mit welchem Programm.

Harry

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15

Samstag, 11. Januar 2014, 13:55

Die NLE muss ich eh bei analogen bzw. DV-Avi eh für die Bearbeitung (z.B. schärfen, entrauschen, Farbkorrektur...) starten.
Gruß Harry

Dr_Allcome

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16

Samstag, 11. Januar 2014, 14:13

Die NLE muss ich eh bei analogen bzw. DV-Avi eh für die Bearbeitung (z.B. schärfen, entrauschen, Farbkorrektur...) starten.


Gut, wenn man noch Postprocessing machen will, dann hat man genau einen Arbeitsschritt mehr mit meiner Methode. Dafür verfünffacht man halt auch nicht künstlich die Datenmenge. Das ist mir der eine Arbeitsschritt dann schon wert.

Harry

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17

Samstag, 11. Januar 2014, 14:18

warum verfünffachen?
Ausgabe erfolgt in AVC.
Dafür reicht bei dem Material 8000fps
Gruß Harry

Dr_Allcome

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18

Samstag, 11. Januar 2014, 14:23


warum verfünffachen?


(1920*1080) / (720*576) = 2073600 / 414720 = 5

Wenn du das Video also aus Bequemlichkeit als 1920*1080 kodierst, dann müssen 5-mal mehr Pixel kodiert werden.

Um die Qualität zu halten brauchst du also eine wesentlich höhere Rate - vielleicht nicht linear proportional zur Pixelmenge, aber doch deutlich mehr.

Harry

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19

Samstag, 11. Januar 2014, 15:05

Ich habe es jetzt nochmal mit DV-Avi getestet. Ob ich da 8000 kbs oder 18000 eingebe, macht kaum einen Unterschied.
Gruß Harry

Dr_Allcome

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20

Samstag, 11. Januar 2014, 15:28

Ich habe es jetzt nochmal mit DV-Avi getestet. Ob ich da 8000 kbs oder 18000 eingebe, macht kaum einen Unterschied.


Ich verstehe nicht auf was du hinaus willst, denn deine beiden Werte von 8 bzw. 18 MBit sind völlig aus der Luft gegriffen. Bei Full HD mit 25 FPS hast du mit 8 MBit einen BPP von 0.15, was am unteren Rand für gute Qualität liegt (je nach Videomaterial). Mit 18MBit hast du einen BPP von 0.347, was am oberen Rand für gute Qualität liegt. Es ist also völlig normal, dass du keinen allzu großen Unterschied siehst.

Aber rechnen wir doch mal weiter. Wenn dir die Qualität von 8 MBit bei Full HD zusagt, dann hast du 1 MegaByte pro Sekunde, also 60 MB pro Minute. Mit deinem BPP von 0.15 benötigst du also 60 MB pro Minute Filmmaterial. Wenn du jetzt diesen BPP von 0.15 auf 720x576 Material anwendest, dann bekommst du: (720 * 576 * 0.15 * 25 * 60) / 8 = 11,664 MB/Minute. Du benötigst also statt 60 MB pro Minute nur 11.7 MB bei gleicher Qualität.