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Mephisto86

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1

Montag, 24. Februar 2020, 12:35

Off-Stimme - Lautstärke

Hi in die Runde,

gibt es eine Faustregeln, wie laut bei beispielsweise einem klassischen kurzen Clip die Stimme im Verhältnis zur Hintergrundmusik bzw. den Soundeffekten sein soll?
Es muss ja irgendeinen Richtwert geben, das man beispielsweise sagt Stimme 0db, Musik -10db oder so?

Danke im Voraus

Marcus Gräfe

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2

Montag, 24. Februar 2020, 15:56

Ich würde behaupten, es gibt keinen Richtwert. Das muss man nach dem eigenen Höreindruck machen. Wenn's anstrengend wird, der Stimme zu folgen, ist der Rest zu laut. Unbedingt auch mal in nicht ganz so leisen Umgebungen probehören, also nicht nur im stillen Tonstudio.

Nachtrag: Meist ergibt sich bei meinen Mischungen bei einem Stimmpegel von ca. -9dB eine Musiklautstärke von -16 bis -20 dB. Aber das kommt echt total auf den Inhalt und auch die gewünschte Stimmung an. Bei einem Trailer würde ich die Musik eher lauter machen als bei einem 10-minütigen Industriefilm.

joey23

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3

Montag, 24. Februar 2020, 17:03

Kommt sehr auf die Musik an. Ich bin im Schnitt bei -12db würde ich schätzen, wobei das von -6 bis -24 variiert (im Verhältnis zum Offtext). Wichtig finde ich die Mischung auch auf unterschiedlichen Lautsprechern anzuhören, nicht nur auf den (hoffentlich) guten Lautsprechern am Schnittplatz.

Mephisto86

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4

Montag, 24. Februar 2020, 20:25

Genau das ist das Problem. Meist klingt es auf den Studioheadphones gut, und im freien Feld fällt dir dann auf dass es doch nicht stimmig ist...

Tiger

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5

Montag, 24. Februar 2020, 22:18

Studioheadphones

Das ist zum abmischen schon mal keine so gute Idee. Für einen gescheiten Mix führt kein Weg an anständigen Monitor-Boxen vorbei. Kopfhörer sind nur als Notlösung brauchbar um nachts um 3 eine kreative Phase auszunutzen, während alle anderen im Bett liegen ;)

Zum Verhältnis zwischen Musik und Voice-Over wurde schon alles gesagt - kommt darauf an. Die Peaks der Musik sind eh nur ein Teil der Wahrheit, es kommt auf die Energiedichte (loudness) an. Dazu spielt es eine Rolle, ob die Musik im gleichen Frequenzbereich mit der Sprache liegt oder nicht. Auch das angepeilte Lautsprecher-Setup spielt eine Rolle. Bei einem 5.1 Mix mit Center Speaker kann die musik deutlich lauter sein als bei einem Stereo oder Mono Mix, ohne die Dialoge zu beeinträchtigen. Für Youtube etc. sollte der Mix auch in Mono noch funktionieren, da die Leute das auch auf dem allerletzten Gammel-Smartphone anhören.

Marcus Gräfe

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6

Dienstag, 25. Februar 2020, 16:11

Von einer Mischung mit Kopfhörern kann ich auch nur abraten. Ich tendiere sogar dazu, keine hochwertigen Studio-Lautsprecher zu nehmen, sondern eher was "normales", was dem Setup der Zuschauer entspricht.

Tiger

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7

Dienstag, 25. Februar 2020, 18:07

Zum längeren Mixen bzw. Musik komponieren o.ä. möchte ich das nicht, da die Ohren schneller ermüden als bei richtigen Monitoren. Für die Endkontrolle von einem Mix packe ich aber auch mein Smartphone aus oder höre mir die Sachen während der Fahrt im Auto an. Das sind realistische, beschissene Bedingungen, unter denen der Mix später in der Realität funktionieren muss. Bei Filmen fürs Kino oder Heimkino ist auch der Check auf einer großen Anlage mit dickem Subwoofer sinnvoll. Ich habe schon manchen Kurzfilm von YT gestreamt, bei dem fast die Hütte eingestürzt wäre weil der Audio Mixer auf seinen 5" Monitoren den Bass so weit aufgedreht hat, bis es bei ihm schön wummst. Auf einer richtigen Anlage ist das dann ein Erdbeben der Stärke 5,5 :D

Harry

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Donnerstag, 27. Februar 2020, 08:38

Ich würde mal sagen, es kommt auch auf die Zielgruppe an.
Junge Leute haben (meistens) ein "gutes Gehör" und können auch bei geringen unterschieden, die Stimmen vom Hintergrund "trennen" .
Je schlechter das "Gehör" ...
Gruß Harry

nino_zuunami

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9

Donnerstag, 27. Februar 2020, 10:08

Von einer Mischung mit Kopfhörern kann ich auch nur abraten. Ich tendiere sogar dazu, keine hochwertigen Studio-Lautsprecher zu nehmen, sondern eher was "normales", was dem Setup der Zuschauer entspricht.

Genau das wollte ich auch gleich dazu schreiben - hier am Schnittplatz betreibe ich meine alte Stereoanlage (die ich mir vor fast 30 Jahren vom ersten Bafög geleistet hatte), ein supergutes Teil damals, aber eben "HIFI" und kein High-End Gerät. Dürfte in etwa dem entsprechen, was der durchschnittliche Film-Betrachter zu Hause herumstehen hat. Allerdings gehe ich davon aus, dass meine Videos zu 95% auf Handy oder Smartphone - mit und ohne Headphones - laufen, und der Sound kommt in den meisten Fällen eh direkt vom Kunden und wird 1:1 übernommen (sind eben Musikvideos)
"Wo ein scheiß Wille ist, da ist, Gott verdammt, auch ein scheiß Weg." (Don Logan)


Nino Zuunami: Musikvideo drehen lassen in Berlin

Mephisto86

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10

Donnerstag, 5. März 2020, 07:42

Jungs, so habe ich das noch gar nicht betrachtet. Ich mein klar, ich habe mir das hinterher vor dem veröffentlichen auch auf dem Handy oder TV angeguckt. Aber meine TV Ecke ist im vgl. zum normalen Wohnzimmer überdurchschnittlich ausgestattet und fällt als Referenz aus.
Ok, ich habe also verstanden, dass es hier keine wirkliche Norm oder Faustregel gibt. Stimme dürfte vielleicht noch bei -6 db bis -9db liegen, die Musik darunter. Letztlich muss man es wohl aber auf den Zielgruppenmedien testen...da nützt geile Technik nichts.

Gut das ich noch meine alten Creativeboxen habe. Die werde ich wohl dafür mal rauskramen. Und dann einfach Abmischung nach eigenem Empfinden...

Danke!

Mephisto86

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11

Montag, 23. März 2020, 09:45

Ich habe eure Ratschläge mal beherzigt. War genau richtig... wie ich finde?