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Ezio

Witcher

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1

Samstag, 23. Juli 2011, 15:06

3D in 3D Programmen: Kameras richtig positionieren (aber auch in echt mit richtigen Kameras)

Hi
Also ich würde mal gerne wissen, wie man 3D mit 2 Kameras filmt. (Ob in einem 3D Programm oder in echt ist egal.)
Bild ist im Anhang. Werden die Kameras also beide auf das Ziel ausgerichtet oder bleiben sie ganz grad nebeneinander und ziehlen nach vorne? ^^
»Ezio« hat folgendes Bild angehängt:
  • Unbenannt-1.png

................(Filmkanal).................................(Zeichnungen)................

rick1000

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2

Samstag, 23. Juli 2011, 16:55

Die Kameras bleiben immer parallel zueinander wie in Zeichnung 1 - sonst gibt es Kopfschmerzen - Deine Augen schauen ja auch geradeaus.

Abstand von Objektiv Mitte zu Objektiv Mitte ist die Stereobasis. Je weiter die Kameras auseinander sind umso größer ist die Stereobasis und umso weiter entfernt muß das den Kameras am nächsten gelegene Objekt sein, da sonst der Abstand der beiden Bilder so groß ist, daß das menschliche Auge sie nicht mehr zu einem Bild zusammen fügt.

Stereobasis im Regelfall 6,5cm (entspricht dem Abstand der menschlichen Pupillen). Formel für das in der Szene der Kamera am nächsten gelegene Objekt (Nahpunktweite) lautet Brennweite in mm x Stereobasis in mm = Nahpunktweite in mm

Ezio

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3

Samstag, 23. Juli 2011, 17:26

Ok, danke. ^^

Nur wie weiß man, wieviel in einem 3D Programm 6,5 cam sind? Muss man das dann nach dem "Brennweite in mm x Stereobasis in mm = Nahpunktweite in mm" ausrechnen oder so?

................(Filmkanal).................................(Zeichnungen)................

rick1000

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4

Samstag, 23. Juli 2011, 18:11

Du gibst in Deinem 3D Programm als Maßstab cm an oder irgendwas metrisches . Dann setzt Du die erste Cam in die Szene erstellst an der gleichen Stelle die zweite und verschiebst diese um 0.64m/6,5cm/65mm/2.56 inch nach links oder rechts wie auch immer. Als optischen Anhaltspunkt kannst Du auch eine Person in deine Szene importieren und dann schau Dir die ausgestreckte flache Hand des Models an. Etwa 4 Finger breit sind 6,5 cm.

Die Formel brauchst Du wenn Du z.B. einen Gangster renderst, der eine Pistole auf die Kamera richtet. Je näher der Lauf an der Kamera ist um so enger mußt Du die Kameras zusammen schieben. Render doch einfach mal von jeder Kamera einen Testframe, füg sie zu meinetwegen einem anaglyphen Bild (rot/cyan) zusammen und schau ob die Stereobasis halbwegs stimmt.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »rick1000« (23. Juli 2011, 18:20) aus folgendem Grund: Nachtrag


Ezio

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5

Samstag, 23. Juli 2011, 19:17

Aber wenn etwas (wie der Lauf der Pistole) ganz nah am Gesicht ist, dann sind die AUgen ja auch nicht mehr gerade, wenn man drauf guckt. Dann müsste man es doch eher so wie auf dem Bild beim 2. machen, oder?

................(Filmkanal).................................(Zeichnungen)................

rick1000

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6

Samstag, 23. Juli 2011, 20:06

Die einzige Verschiebung die bei einem stereoskopischen Bild vorhanden sein soll, ist eine Verschiebung auf der X-Achse (also Horizontal). Winkelst Du die Kameras zueinander, dann hast Du eine Rotation auf der Y Achse, das führt dazu, das die Einzelbilder an ihren Rändern nicht mehr deckungsgleich sind. Sprich der linke Rand vom linken Bild ist größer als der linke Rand vom rechten Bild es kommt zu Geister(doppel)-Kanten und man bekommt wie schon erwähnt Kopfweh.

Wenn der Lauf direkt vor der Nase (dem Objektiv) sein soll , dann ist die Sterobasis: Nahpunktweite (Abstand Lauf zu Nase) 30mm : 28mm Brennweite = Stereobasis 1,07mm
Ist aber nicht nötig so dicht ran zu gehen, denn der Lauf sticht Dir auch dann noch ins Auge wenn Du mit 50cm Abstand filmst.

Nur mal so am Rande, eigentlich ist es in der klassischen Steroskopie gar nicht erwünscht das Dinge aus dem 3D Raum herraus ragen (der Betrachter soll eigentlich in die Tiefe, wie in einen Schaukasten blicken), aber anscheinend übt es eine so große Fazination aus, daß man es im Film gerne genau andersrum macht.

Jumperman

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7

Samstag, 23. Juli 2011, 22:27

@ rick1000:
Da stimmt aber vieles nicht, was du sagst. Wenn die Kamera parallel ausgerichtet sind, dann ist ja ALLES vor der Null-Paralaxe. Es ragt also alles aus dem Bild heraus.
Für gewöhlich wird parallel gedreht und dann in der Post die Null-Paralaxe verschoben. Erst dadurch bekommst du das Bild quasi hinter die Leinwand.

Dort wo sich die Blicke der beiden 3D-Kameras kreuzen, ist dann bei der Wiedergabe im Kino die Leinwand. Alles was dahinter ist, ist auch bei der Wiedergabe hinten und vorne genauso.
Es stimmt also keineswegs, dass die Kameras ausschließlich parallel ausgerichtet sind. Die Augen schielen ja auch, wenn ein Objekt nah an sie ran kommt. Würden wir nur parallel schauen, würde man alles doppelt sehen.

rick1000

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8

Sonntag, 24. Juli 2011, 03:28

Zitat " Wenn die Kamera parallel ausgerichtet sind, dann ist ja ALLES vor der Null-Paralaxe. Es ragt also alles aus dem Bild heraus."

Objekte, bei denen sich die optischen Achsen hinter der Projektionswand oder gar nicht schneiden erzeugen Bilder, welche hinter der Projektionswand wahrgenommen werden.

Es kann also in der Tat eine Winkelung einer Kamera zu anderen vorgenomen werden, wie ich gerade gelernt habe. In der klassischen stereoskopischen Fotografie ist mir das allerdings nicht bekannt.

Zitat "Die Augen schielen ja auch, wenn ein Objekt nah an sie ran kommt. Würden wir nur parallel schauen, würde man alles doppelt sehen. "

Schielen im Nahbereich ist eine anatomische Unzulänglichkeit, weil wir unsere Augen nicht parallel zueinander enger zusammen rücken können, und genau dieses Schielen verursacht nach kurzer Zeit Kopfschmerzen. Das gleiche passiert auch bei 3D Bildern, die nicht parallel aufgenommen werden, wenn man sie sich ein paar Minuten anschaut.

Jumperman

unregistriert

9

Sonntag, 24. Juli 2011, 11:12

Schielen im Nahbereich ist eine anatomische Unzulänglichkeit, weil wir unsere Augen nicht parallel zueinander enger zusammen rücken können, und genau dieses Schielen verursacht nach kurzer Zeit Kopfschmerzen. Das gleiche passiert auch bei 3D Bildern, die nicht parallel aufgenommen werden, wenn man sie sich ein paar Minuten anschaut.


Also soweit man nicht sein ganzes Leben lang in die Unendlichkeit sieht, schielt man dauernd. Selbst wenn du nur etwas ansiehst, das 1 Meter von dir weg ist, schielst du ganz leicht. Irgendwo müssen sich die Blicklinien ja kreuzen. Dass man davon automatisch Kopfweh kriegt, stimmt nicht.

Bei 3D-Filmen wird meist parallel gedreht, da man dadurch - vorallem bei nahen Objekten - keine Bildverzerrungen durch die unterschiedlichen Kamerawinkel hat. Die Bilder werden dann in der Nachbearbeitung noch passend zueinander geschoben, um die gewünschte Tiefenwirkung zu erreichen.

Letztendlich empfiehlt sich bei all dem aber das, was auch beim restlichen Filmemachen die Grundregel sein sollte: Einfach mal ausprobieren und den für sich am besten funktionierenden Weg wählen.

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