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Genesis

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Dienstag, 26. Dezember 2006, 20:58

Review Canon XM2

Hi erstmal^^

Aaaaaaaaaaaaaaaalso:
Nachdem die canon xm2 im kamerabereich des forums noch immer immer wieder als kaufalternative genannt wird, hab ich mir vorgenommen, da ich selbst besitzer dieser cam bin, einen kleinen erfahrungsbreicht zu schreiben.

Auf slashcam.de gibt es bereits einen sehr fundierten bericht (bzw. wurde er von jemandem geschrieben, der sicher sehr viel mehr wissen von der materie hat als ich), trotzdem möchte ich hier einfach mal meine erfahrungen mit dieser cam beschreiben, um "suchenden" eine kleine orientierunghilfe zu geben. ^^
als ich mich zwischen der xm2 und anderen cams entscheiden musste, war ich froh um jede bewertung, die ich im Netz finden konnte, ebenso wie über jeden, der mit mir im icq über die xm2 labern konnte ^^


1.) Das Äußere und die bedienung:

Der Rumpf der XM2 ist mit Gegenlichtblende ca. 25,5 cm lang, mit sucher ca. 29 bis 30 cm (zum vergleich: sony hc1: 18 cm laut http://www.amazon.de/Sony-HDR-HC-High-De…data/B0009WLBKC).

Die Höhe bträgt ca. 12,8, die breite an der breitesten stelle ca. 10 bis 11 cm.

im vergleich zu anderen cams dieser qualitäts- und preisklasse ist sie somit im mittelfeld der maße.



Die XM2 ist, wie man auf diesem Bild deulich sehen kann, eine "Henkelkamera":



Das erlaubt (in meinen augen) ein sehr viel flexibleres filmen als mit einer cam, die "nur" eine handschlaufe hat.
Ich habe davor (und benutze manchmal noch immer) eine sony dcr-trv 245, die nur eine schlaufe hat. Das gilt für fast alle consumer cams.
mit dem henkel jedenfalls, lassen sich auch kleinere kamerafahrten aus der hüfte bequem filmen (z.B. über einen tisch oder über den boden) ohne allzu große wackler. ich habe es selbst schon erlebt bei unserem aktuellen projekt und bei den filmen, die ich bisher schon mit der xm2 gedreht hab, wie froh ich über den henkel bin.
da auf dem henkel sich zusätzlich noch eine kleine zoomwippe, ein photo-auslöser-knopf und ein rec-button befindet, kann man die hauptfunktionen der cam auch vom henkel aus bedienen. eine sehr runde und gelungene sache.

cams wie die panasonic nvgs 400 versuchen, die vorteile eines henkels über einen rec-button rechts vorne an der cam hereinzuholen (man filmt dann quasi mit der hand um 180° gedreht), aber dass das nicht an den henkel rankommt, bedarf eigentlich keiner erwähnung, oder? ^^

Ansonsten fällt am design der xm2 immer wieder auf, dass sie einfach sehr gut aussieht. sie wirkt wie eine "profesionellere" cam, vermittelt dabei aber immer noch den eindruck einer amateurkamera, wirkt auch nicht zu aufdringlich. und es wirkt ja bekanntlich auf einen menschen ganz unterschiedlich, ob ich mit einer kleinen hc1 oder einer xm2 filme ^^
nicht umsonst hat canon die ergonomie der xm2 für die beiden neuen HD-camcorder XH-G1 und XH-A1 übernommen wurde.

natürlich lassen sich am design auch einige dinge bemängeln:
so empfinde ich z.B. das display immer wieder als viel zu klein. hier hätte man die diagonale ein wenig größer machen können. zwar reicht die größe des displays noch immer gut aus, aber gerade cams wie die panasonic nvgs 400 haben hier weitaus mehr zu bieten. dafür hat die xm2 aber wieder einen farbigen, ausschwenkbaren sucher, mit dem man ebenfalls gut bedient ist.

ein wenig sperrig ist zudem die bedienung der knöpfe:
die xm2 zeichnet sich dadurch aus, dass sie ziemlich viele manuelle einstellungsmöglichkeiten auf ihrer außenseite trägt. das ist, glaubt man renommierten foren, eine eindeutige orientierung an profidesigns.
man muss sich also nicht erst durch ellenkomplizierte und verschachtelte menüs drücken, um endlich den weißabgleich einstellen zu können.
der ist, ebenso wie der manuelle fokus, der eingebaute ND-filter (zur filterung des einfallenden sonnenlichts), die digitalen effekte, eine vom benutzer auszuwählende funktion (z.B. zebramuster zum anzeigen überbelichteter stellen im bild) und einer vom filmer einzustellenden farbmodifizierung (CTSM) durch ein knöpflein links unten zu bedienen.
Filmt man aus der hand, ist es am anfang ein wenig schwierig, immer "blind" den richtigen knopf zu treffen, da das ausgeklappte display die knöpfe verdeckt.

ich denke, dass man das mit der zeit aber in den griff kriegt^^

ein anderes, kleineres manko ist, dass die xm2 leider keinen manuellen zoom hat. sie verfügt über eine große zoomwippe rechts oberhalb des bandlaufwerks sowie über eine kleinere auf dem henkel, aber ein zoomring wie z.B. bei der vx2100 fehlt ihr leider. das ist schade, aber auch kein weltuntergang.

die manuelle aussteurung des eingebauten stereo-mic hingegen ist wieder fabelhaft. links hinten kann man die beiden kanäle separat steuern, sie bei bedarf aber auch von der cam im audio-auto-modus (nicht zu verwechseln mit dem auto-modus als bedienmodus (s.u.)) regeln lassen. der pegel wird auf dem display und in eingeklapptem zustand auf der linken seite der cam angezeigt.

das mic arbeitet sauber, jedoch empfiehlt sich wie bei fast jeder kamera bei dialogen und aufnahmen allgemein wenig geräuschkulisse ein richtmikrofon (s. zubehör), da das stereo-mic die bandlaufwerksgeräusche ein wenig mit aufzeichnet, wenn auch nicht so stark wie z.B. bei meiner sony ^^

Die xm2 verfügt über insgesamt 7 bedienungsmodi:

a) "leichte aufnahme": die cams regelt alles. der benutzer muss nur zoomen und rec drücken.

b) "auto": der benutzer kann jeweils eine einstellung selbst vornehmen.

c) blendenpriorität

d) verschlusspriotität

zu diesen beiden punkten lest euch am besten beschreibungen per google durch. da ist es besser beschrieben, als ich es hier je könnte^^

e) manual: der benutzer kann alles selbstständig einstellen.

f) sand&snow: spezieller bedienungsmodus für aufnahmen in gebieten mit heller, eintöniger umgebung wie wüste oder piste.

g) spotlight: für das filmen in theatern oder anderen events, bei denen viel mit bühnenbeleuchtung wie spots gearbeitet wird.


die modi lassen sich leicht über ein bedienungsrad links hinten einstellen, die einzelnen elemente wie verschlussgeschwindigkeit oder gain hingegen werden über ein rädchen vorne links betätigt, das sich um ca. 30° drehen lässt und dann wieder in seine ursprüngliche position zurückschnappt. kann zu wacklern führen, jedoch benutzt man beim manual modus meistens eh ein stativ bzw. stellt man das bild ein, BEVOR man filmt ^^

BTW: Wenn ich aus der Hand filme und spontan, dann meistens im auto-modus. er eignet sich daüfr einfach am allerbesten.

DIe xm2 hat links hinten einen kleinen slot, in den eine speicherkarte eingeführt werden kann. darauf kann man zum beispiel photos schießen, die maximale auflösund ist dann 1440 mal irgendwas. reicht für photos vom setting oder so, aber an die quali einer canon powershot kommt es selbstverständlich nicht ran.^^

also, nochmal in kurzfassung: das design der xm2 ist sehr schön und sieht gut aus, dabei funktionabel, wenn auch mit kleineren macken. es braucht ein wenig einübungszeit, um sie kennen zu lernen.

2.) Das Innere und die qualität:
Technische Details und auflistungen sind sache von google^^
daher überlass ich es euch, die technischen finessen herauszufinden.

die quali der xm2 gilt als sehr gut für PAL-verhältnisse, es heißt, nach der sony vx2100 reizt sie die PAL-mögliuchkeiten am besten aus.

bei tageslicht sind die unterschiede wie so oft "marginal", also kaum zu erkennen.
erst im lowlightbereich zeigt sich dann der unterschied, und dan kann die xm2 vor allem gegenüber den oft lichtschwächeren CMOS-sensoren der kleineren HD cams enorm punkten. bisher hatte ich noch keinerlei probleme mit richtig bösem bildrauschen.

sie macht glasklare, schöne bilder, die sich sehr gut farbkorrigieren lassen und das keying bei entsprechender ausleuchtung ist ein vergnügen^^

3.) Die praktische Arbeit:
Ich hatte die xm2 bisher schon bei unterschiedlichsten anlässen für unterschiedlichste filme im einsatz, u.a. auf unserer ferienfreizeit in österreich im august, bei unserem aktuellen filmprjekt, im zeltlager und bei einem filmdreh mit dem kindergarten für eine filmische interpretation eines liedes über das städtchen in dem ich wohne, anlässlich 650 jahre stadtrecht.

in allen - allen - herausforderungen hat sich die xm2 dabei herausragend bewährt. das handling ist derart gut, dass schöne aufnahmen möglich werden, gerade durch den henkel. wie gesagt, es braucht übung, gerade bei einem sprung von z.B. einer nvgs 27 auf die xm2, aber wenn man sich ein wenig eingearbeitet hat, kann man schöne sachen filmen ^^

4.) Lieferumfang und Zubehör - Was sollte ich noch dazu kaufen?

der lieferumfang der xm2 ist - abgesehen von den akkus, sehr ansehnlich. wie immer hilft google hier mit einer detailierten auflistung aus ^^
der mitgeliefrte akku reicht allerdings reicht lediglich aus, um ein paarmal die kassette zu wechseln oder so, fürs filmen reicht er einfach nicht, zumal wenn mit display gefilmt wird.
daher habe ich persönlich mir bei ebay zwei nachbau-akkus des originals BP-945 gekauft (für insgesamt ca. 20 €), die jeweils ca. 4 bis 7 stunden laufdauer haben. zum vergleich: der originale canon bp 945 kostet um die 200 mücken.

als kameratasche eignet sich die samsonite trekking 220, die, soweit iczh weiß, auch king cerberus besitzt.
die xm2 hat nicht gerade die maße einer jvc gr-d27, daher ist auch eine etwas größere tasche von nöten, gerade um auch einiges an cam-equipment reinzubekommen.

ich habe mir zusätzlich noch ein beyerdynamic mce 86 s gekauft.
über die o-ton ausstattung einer cam kann man sich in alle ewigkeit streiten, es gibt manche, sie setzen auf 500 € teuro mics, andere kaufen sich bei t€di welche für 1,50 € und beide bekommen passable ergebnisse raus. ^^

ich hab mir jedenfalls ein mce 86 s mit batteriespeisung gekauft nebst einem canon ma 300 XLR adapter. diese kombination harmoniert prächtig, hat sich am set als funktionsfähig und gut erwiesen und lässt sich geschickterweise über die audiorädchen hinten ander cam steurern^^
ist zwar nur mono, aber das zauberwort heißt mono-split^^

es fallen also neben den ca. 2000 € für die cam auch noch einige hundert € für zubehör an, das sollte einfach sein, um möglichst viel potenzial der cam zu nutzen.

gekauft hab ich die xm2 übrigens beim händler.
hier gibt es ebenfalls heiße diskussionen, ob man jetzt die 200 € sparen und lieber im inet shoppen sollte, aber ich bevorzuge ganz klar den fachhändler im fachgeschäft. bei so einer teuren und langfristigen anschaffunf erwarte ich guten, greifbaren service.

5.) DV - oder doch HD?

als ich die cam kaufte (märz 2006), wurde hd bereits sehr hoch gehandelt. ich hab mich für die dv-cam xm2 entschieden, weil hd bekanntlich höhere ressourcen benötigt als DV, und die wollen auch bezahlt sein.

eine neue technik bringt neue probleme, und ich bin nicht der PC-experte, dass ich den nerv hätte, mich monatelang mit codec rumzuschlagen oder mir mal eben ein neues schnittprog zuzulegen und mich völlig umzugewöhnen.
bei einer DV-cam weiß ich, was ich habe, und erlebe wahrscheinlich keine böse überraschung (stichwort: jvc gr-pd1, manch einer wird sicher erinnern) ^^
ist vielleicht eine etwas veraltete ansicht, aber who cares? ^^

Fazit:
Die canon xm2 ist ein camcorder an der schwelle zum prosumer-bereich.
für einen amateurfilmer, der auf bewährte DV-quali setzt, vor manuellen möglichkeiten nicht zurückschreckt, seine cam gern kennen lernt und eine vielseitige cam mit gutem design möchte, eine sehr, sehr gute wahl.


BTW: gerne können auch andere xm2-besitzer hier ihre meinung posten (keine frage eigentlich, oder?),um hier ein noch größeres meinungsspektrum zu bekommen.


Hier noch ein kurzer Greenscreen-Clip zum Test.

Clip1:

Zu den Drehumständen:
Gedreht hab ichs in meinem "GS-Zimmer" ^^
beleuchtet wurde die Szene nur von der Sonne, die durch vier Fenster kam, hat aber gut ausgereicht.

Das ganze hallt ein wenig, da der Raum fast leer steht und verhältnismäßig groß ist.

Die derbe Lache musste so sein, war für Michas Horrorfilm ^^

Sodelle, hier der Link zum kurzen Greenscreen-Video (ich habs leider nur als DV-avi klein genug bekommen für myshare, aber die quali hat kaum drunter gelitten):

Klick


Topic verschoben von Admin. Wir haben ja extra ein Review-Forum! ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von »Genesis« (29. Januar 2007, 22:15)


2

Montag, 29. Januar 2007, 19:37

hab den bericht erst jetzt durch dienen link gesehen.. schade eigentlich fand ich sehr interessant.

könntest vielleicht noch simple, unbearbeitete beispielvideos posten? oder vll noch links zu den filmen die du gemacht hast?

Genesis

unregistriert

3

Montag, 29. Januar 2007, 19:46

ein link zu nem film:

http://www.amateurfilm-forum.de/thread.p…400&sid=&page=1

^^

muss wirklich sagen: der xm2 ist ein klasse gefährte für die dreharbeiten, die schon mal aufwändiger sein können.
gerade durch ihre handlichkeit und möglichkeiten zur erweiterung.

ansonsten kann ich gern was uppen, werd das gleich in angriff nehmen.

Clip1:

Zu den Drehumständen:
Gedreht hab ichs in meinem "GS-Zimmer" ^^
beleuchtet wurde die Szene nur von der Sonne, die durch vier Fenster kam, hat aber gut ausgereicht.

Das ganze hallt ein wenig, da der Raum fast leer steht und verhältnismäßig groß ist.

Die derbe Lache musste so sein, war für Michas Horrorfilm ^^

Sodelle, hier der Link zum kurzen Greenscreen-Video (ich habs leider nur als DV-avi klein genug bekommen für myshare, aber die quali hat kaum drunter gelitten):

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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Genesis« (29. Januar 2007, 22:14)


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