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ToXic pictures

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Donnerstag, 20. März 2014, 00:27

"März" (AT) - Kurzfilm auf 16mm

Bisher hab ich ja nur fertige Filme vorgestellt, diesmal nun ein Projekt bei dem ich selbst lichtsetzender Kameramann bin & zZ. sehr stark in die Produktion mit eingebunden bin.
Das Projekt selbst ist ein Hochschulprojekt und entsteht im Zusammenhang mit einem Seminar der Hochschule.

... der Inhalt Kurz und Knapp


Gezeigt wird eine Frau... sie kann nicht schlafen, Sie ist allein, sie ist unglücklich und - so scheint es - sie bekämpft ihre Sorgen mit Alkohol. Ihre Träume hat sie aufgegeben.
Um sich die Zeit zu vertreiben ruft sie wahllos Leute aus dem Telefonbuch an, immer jedoch mit dem Wissen, dass keiner auf der anderen Seite abnehmen wird.
Doch plötzlich steht sie vor der Chance, aus ihrer Situation ausbrechen zu können.

... der Stand der Dinge - das Projekt


Seit Anfang Januar läuft die PreProduction des Projektes. Die Regie erarbeitete ein Script, das uns als Ausgangsbasis dient. Darauf aufbauend entstand ein Bild- & Lichtkonzept, Locations wurden gesucht. Aufbauend auf die Entscheidung des Dreh auf 16mm Filmmaterial zu realisieren, wurden in den vergangenen Tagen Materialtests gedreht.
Für das Projekt stehen ca. 1400€ Budget, sowie Equipment des hochschuleigenen Technikparkes zur Verfügung.
Der Dreh selbst findet in der 1. Aprilwoche statt.

... grobe Infos zum Team


Unser Team setzt sich größtenteils aus Kommilitonen der Hochschule zusammen, sowie aus einzelnen externen Mitgliedern.
Der Regiestab setzt sich zusammen aus 2 Regisseuren, 1 Regieassistens, 1 SetAL, 1 Continuity
Der Kamerastab setzt sich zusammen aus 1 Kameramann, 1 Kameraassistenten, 1 Materialassistenten, 1 Oberbeleuchter, 2 Beleuchtern / Grip
Desweiteren gehören zum Team: 1 Tonmeister, 1 Tonassistent, 1 Ausstattung, 2 Requisiteure, 1 Maske und 1 Helping Hand.

... die Technik


Kamera: ARRI SR3
Filmmaterial: Kodak Vision 3 250D & 500T (insgesamt 3 Rollen á 120m)
Optiken: 1 Zeiss Zoom 11-110 f2, 1 Satz Zeiss Festbrennweiten 9,5mm / 12mm / 16mm / 25mm / 50mm f1,2
Weiteres: Kompendium mit Filtersatz, FollowFocus, Stative, Panther Schienendolly mit Jib

Licht: 1 KinoFlo 4Bank long, 1 1KW Halogen, 1 650er Halogen, 1 300er Halogen, 2 2,5KW HMI Stufen, 1 575er HMI Stufe,
1 575er HMI PAR, 1 12x12 Butterfly
diverses Zubehör wie Fahnen / Scrims / Verläufer / Rahmen ect.

Ton: Sound Devices HD-Recorder, Sennheisser MKH 60, Sennheisser ME 64, Angel ect.

Abtastung: Das Filmmaterial wird nach der Entwicklung mit 2K abgetastet.



... in diesem Sinne... Zurück zum Zelluloid!

LG

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starend

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Donnerstag, 20. März 2014, 21:07

Hi,

bei dem ganzen Aufwand würde ich mehr als drei 120m Rollen Film zur Verfügung haben wollen. Das sind ja nicht viel mehr als 30 Minuten Aufnahmezeit. Ich würde das entwickelte Material nach Negativbericht ausmustern lassen und nur die Kopierer abtasten lassen. Das eingesparte Geld kann dann für Aufnahmefilm ausgegeben werden. Wo ihr doch einen Materialassi habt, sollte das nicht schwierig sein. 250D ist ein prima Material. 500T hat dagegen etwas viel vom magischen Korn. Ich würde durchgängig den 250D nehmen. Wenn Du den 500T bei Tageslicht mit 85er Filter belichtest, ist dessen Empfindlichkeit nur noch eine 1/3 Blende vom 250er entfernt. Das Zoom würde ich weglassen. Ebenso die Halogenlampen, im Vergleich zum HMI kommt da nur der dunkle Gilb raus. Und dann noch viel Spaß mit den zwei Regisseuren - vielleicht können die noch schnell einen Kurs für Aggressionsabbau belegen. Ein Regisseur reicht normalerweise für etwas Stress völlig aus.

Gruß Stefan

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Donnerstag, 20. März 2014, 23:47

Hi,

bei dem ganzen Aufwand würde ich mehr als drei 120m Rollen Film zur Verfügung haben wollen. Das sind ja nicht viel mehr als 30 Minuten Aufnahmezeit. Ich würde das entwickelte Material nach Negativbericht ausmustern lassen und nur die Kopierer abtasten lassen. Das eingesparte Geld kann dann für Aufnahmefilm ausgegeben werden. Wo ihr doch einen Materialassi habt, sollte das nicht schwierig sein. 250D ist ein prima Material. 500T hat dagegen etwas viel vom magischen Korn. Ich würde durchgängig den 250D nehmen. Wenn Du den 500T bei Tageslicht mit 85er Filter belichtest, ist dessen Empfindlichkeit nur noch eine 1/3 Blende vom 250er entfernt. Das Zoom würde ich weglassen. Ebenso die Halogenlampen, im Vergleich zum HMI kommt da nur der dunkle Gilb raus. Und dann noch viel Spaß mit den zwei Regisseuren - vielleicht können die noch schnell einen Kurs für Aggressionsabbau belegen. Ein Regisseur reicht normalerweise für etwas Stress völlig aus.

Gruß Stefan

Moin,

zu den Regisseuren - da werde ich mich als Kameramann nicht reinhängen. Ich hab das zu Beginn des Projektes angesprochen, mehr steht mir da nicht zu.

3 Rollen 120m Film ist für uns ein Drehverhältnis von 1:6, dass ist sportlich, aber durchaus realistisch. Klar, wenn wir ein, zwei Rollen mehr Film hätten wäre das entspannter, aber letztlich muss man mit dem leben was man hat und kann dann nicht 10 oder 15 Klappen drehen, hihi... hat auch Vorteile ;-)
Der Hinweis mit dem Negativbericht ect. ist auf jeden Fall sehr gut, das werden wir so machen.

Das Material mit der Mischung 250D / 500T (korrigiert) hat mehrere Gründe. Fest steht aber, dass wir diese Mischung haben wollen. Die Szenen bei denen das 500T zur Anwendung kommt, vertragen gestalterisch mehr Korn und sollen das auch bekommen.

Das Zoom hat lediglich den Grund, dass uns im Festbrennweitensatz eine lange Optik fehlt - eine 80er / 85er, die wir aber brauchen werden - einen anderen Grund hat das Ganze nicht. Da zZ. in unserer Ausleihe keine entsprechende Festbrennweite zur Verfügung steht, weil die alle unterwegs sind, muss der Zoom herhalten.
Die Halogener sind ebenfalls Konzept und werden auch gebraucht. Klar ist aber, dass die nicht zusammen mit den HMI's auftauchen.

Auf jeden Fall danke für die Hinweise - ich freu mich jederzeit auf weitere Gedanken und Meinungen!

LG

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Freitag, 21. März 2014, 16:21

Hi,

was mir noch eingefallen ist: die Firma "Frame24" in London verkauft die Reste der nicht mehr hergestellten Fuji Aufnahmefilme. Bei denen kostet eine 120m Rolle 16mm Material 45,- GBP + 20% Mehrwertsteuer UK. Sie versenden überall hin. Somit gibt es keinen Grund bei ernsthaften Vorhaben nicht auf Film zu drehen.

Gruß Stefan

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Freitag, 21. März 2014, 16:38

Interessantes Projekt! Wie lang soll der Film werden. 1.400€ Budget hört sich wenig an. Sind die 16mm Rollen, Entwicklung und Abtastung da auch schon mit drin?

www.TEXOFilme.de

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Freitag, 21. März 2014, 19:04

Interessantes Projekt! Wie lang soll der Film werden. 1.400€ Budget hört sich wenig an. Sind die 16mm Rollen, Entwicklung und Abtastung da auch schon mit drin?
1400EUR ist auch nicht wirklich viel. Da wir ja aber Hochschulequipment zur Verfügung haben und Team & Darsteller unentgeltlich mitarbeiten, reicht das gerade so aus. Die 16mm Rollen sind da mit drin, wir hatten da Glück und konnten einen super Deal machen. Entwicklung und Abtastung stecken da zu ca. 1/4 mit drin, die restlichen 3/4 kommen aus einem Hochschulinternen Topf für Projekte auf Film. Unterm Strich ist also das Budget etwas höher.

Die geschnittene Filmlänge soll 3 bis 5 Minuten betragen.

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Samstag, 22. März 2014, 11:35

16mm hört sich immer sehr gut an, wurde aber von Video schon länger in der Qualität überholt. Warum dann 16mm noch ?
Zudem eine 30 Meterspule 16mm kostet schon um die 50 €. Das wird schon alles sehr teuer. Und nur in den USA kann man noch alles entwickeln lassen.
Und frage, warum filmst Du nicht in Super 16, da hat man noch etwas mehr Qualität drin als bei normalem 16mm.

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Samstag, 22. März 2014, 11:49

16mm hört sich immer sehr gut an, wurde aber von Video schon länger in der Qualität überholt. Warum dann 16mm noch ?


Mmmhhh, naja... definiere "Qualität". So ein schöner SW-16mm-Film (oder womöglich 16mm-Farb-Negativ, wer das Geld flüssig hat) hat immer noch einen ganz eigenen Charme. Guck dir mal den No-/Low-Budget-Film "Following" von Christopher Nolan an. Simple Technik, aber grandiose Story und grandios umgesetzt! Auf 16mm und SW, hat schon was, finde ich... wobei 16mm-Farbe auch eine ganz eigene Ausstrahlung hat. Sollte man m.E. für jedes Projekt individuell entscheiden, so ein Look passt ja nicht immer bzw. muss nicht zwangsläufig gewollt sein.

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Samstag, 22. März 2014, 12:55

16mm hört sich immer sehr gut an, wurde aber von Video schon länger in der Qualität überholt. Warum dann 16mm noch ?
Zudem eine 30 Meterspule 16mm kostet schon um die 50 €. Das wird schon alles sehr teuer. Und nur in den USA kann man noch alles entwickeln lassen.
Und frage, warum filmst Du nicht in Super 16, da hat man noch etwas mehr Qualität drin als bei normalem 16mm.
Klar... wir drehen S16 ... sorry, dass hatte ich ganz vergessen zu schreiben...

Die gute alte Diskussion Filmmaterial oder Digital... Film wurde qualitativ nicht von der Digitaltechnik überholt! 35mm sowieso nicht, da steckt rein technich eine viel höhere Auflösung (reichlich 6K) und ein viel höherer Kontrastumfang (Minimum 12 Blenden) drin als digital. Bis auf die Alexa und die Epic kommen da kaum Digitalmühlen ran.
Und Super16 ist qualitativ durchaus sehr hochwertig!
Außerdem ist der Workflow auf Film mit dem Digitalen gar nicht vergleichbar. Die Kameras sind um Lichtjahre einfacher zu bedienen und sind viel weniger störanfällig. Das einzige ist, dass man eben sehr sauber arbeiten muss und präziser Licht messen muss, aber das würde einem Digitaldreh auch nicht schaden. Klar, man muss sich einschränken und weiß, dass man begrenztes Material hat, aber das ist kein Argument!

In DE kannst du auch noch alles entwickeln lassen! ARRI in München und Taunusfilm in Wiesbaden entwickeln und tasten ab.

Der finanzielle Aspekt ist einer den man bedenken muss, klar.


Aber ich stelle die Gegenfrage: Warum nicht 16mm (S16) und warum nicht 35mm? Was spricht wirklich und ehrlich dagegen?


@JanH

Kodak Vision3 250D / 500T sind beides Farb-Negativ Materialien.
Und ich stimme dir vollkommen zu... Die Wahl des Aufnahmemediums sollte eine ästhetische Entscheidung des Kameramanns sein.

JanH

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Samstag, 22. März 2014, 16:52

Kodak Vision3 250D / 500T sind beides Farb-Negativ Materialien.


Ihr dreht auf dem Vision3-Material? Mir wurde das so beigebracht, dass die Negativ-Filme von sich aus erst einmal weniger "kinoartig" (wegen flacher Gradationskurve) aussehen und man diesen schönen Bonsche-Look (siehe Video) nur durch sehr teures Grading bekommen kann (natürlich ganz abgesehen von Lichtsetzung, Bühnenbild etc.pp.)... zumindest nicht mit 1000-2000 EUR... oder habe ich da etwas falsch verstanden?


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Samstag, 22. März 2014, 19:04

Hi,
Negativfilm ist das Material auf das Kinofilme schon immer aufgenommen wurden. Natürlich ist das Ergebnis "Kinoartig". Was denn sonst? Umkehrfilm gabs nur früher im Amateurbereich und bis Ende der 80er für aktuelle Fernsehzwecke. Grading heißt nichts anderes das für jede Szene eine Licht und Farbbestimmung durchgeführt wird. Das ist aber weder Hexenwerk noch unanständig teuer. Zumal ja nur die Szenen bestimmt werden müssen aus denen der fertige Film nachher besteht. Da hast Du etwas nicht verstanden. Was ich nicht verstehe: Was ist ein "schöner Bonsche-Look" ?

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12

Samstag, 22. März 2014, 19:16

Negativfilm ist das Material auf das Kinofilme schon immer aufgenommen wurden.


Wir sind aber nicht im Kinofilm-Forum, sondern im Amateurfilm-Forum. Wobei die Produktions-Umstände bei diesem Projekt schon sehr professionell zu sein scheinen...

Natürlich ist das Ergebnis "Kinoartig". Was denn sonst? Umkehrfilm gabs nur früher im Amateurbereich und bis Ende der 80er für aktuelle Fernsehzwecke.


Leute mit nicht so viel Geld wählen meist die Umkehrfilme. Ergo ist die Behauptung, die du da im letzten Satz aufstellst, falsch!

Grading heißt nichts anderes das für jede Szene eine Licht und Farbbestimmung durchgeführt wird. Das ist aber weder Hexenwerk noch unanständig teuer. Zumal ja nur die Szenen bestimmt werden müssen aus denen der fertige Film nachher besteht.


Sag "kein Hexenwerk" mal den berufsmäßigen Gradern... ;-)

Ein Film muss erst einmal digitalisiert werden und eine anständige 4:4:4-Abtastung in 12 bit (die man laut einem Bekannten von mir, der sich da sehr gut auskennt, für ein gutes Grading braucht) kostet nicht gerade wenig.

"Von Natur aus" hat Umkehr die knalligeren Farben.

Was ist ein "schöner Bonsche-Look" ?


Siehe Video... sieht halt sehr weich aus, nicht so hart digital. Die bonschige Farbenvielfalt setzt natürlich eine sehr gute Lichtsetzung etc. voraus.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JanH« (23. März 2014, 15:27)


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Samstag, 22. März 2014, 19:42

Film wurde qualitativ nicht von der Digitaltechnik überholt! 35mm sowieso nicht, da steckt rein technich eine viel höhere Auflösung (reichlich 6K) und ein viel höherer Kontrastumfang


Nun ja, Digital hat schon längst 16mm und 35mm überholt. Also da bist Du nicht auf dem laufenden. Der SWR haut alle eine ARRI's und Schneidetische heraus für wenig Geld. Ich kann Dir sofort eine ARRI SR 16mm für unter 1500 € besorgen. Dann hätte man The Hobbit wohl kaum in 3D RED gedreht. Die Grauwerte, die bei Filmmaterial und vor allem bei 16mm, für die kleine Produktion sehr wichtig waren, wurden schon längst von ARRI erreicht.

Aber Filmmaterial hat was. Ist halt nur sehr, sehr teuer und da stellt sich die Frage, muss es noch Film sein !?

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Samstag, 22. März 2014, 19:51

Also da bist Du nicht auf dem laufenden. Der SWR haut alle eine ARRI's und Schneidetische heraus für wenig Geld. Ich kann Dir sofort eine ARRI SR 16mm für unter 1500 € besorgen. Dann hätte man The Hobbit wohl kaum in 3D RED gedreht.


Aus meiner Sicht eine unzulässige Argumentation. Weil die das so machen, muss es auch richtig sein... bitte nimm es mir nicht übel, dass ich Dich so kritisiere, aber ich konnte es mir nicht nehmen, das einmal hier festzustellen.

Aber Filmmaterial hat was. Ist halt nur sehr, sehr teuer und da stellt sich die Frage, muss es noch Film sein !?


Genau, da stellt sich die Frage, Du schreibst es ja selber schon. Fragen stellen ist Bestandteil eines gedeihenden Projekts - kreative Entscheidungen müssen hinterfragt sein.

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Samstag, 22. März 2014, 21:08

Hi,
@ Jan: ich kannte einfach den Fachbegriff "Bonsche" nicht. Sorry.
Es wird heute kein Umkehrfilm mehr hergestellt. Daher kann man auch keinen mehr verwenden. Als letzter Umkehrfilm wurde Ektachrome100 von Kodak im letzten Jahr vom Markt genommen. Es gibt zwar Bestrebungen ein heute noch hergestelltes Agfa Dia - Luftaufnahmematerial für Filmzwecke zu konfektionieren, die Nachfrage danach ist aber sehr gering.
Nicht das gesamte aufgenommene Material muß hochqualitativ abgetastet werden. Den Schnitt kann man getrost mit niedrig aufgelöstem und nicht besonders farbbestimmten Material machen. Die 12bit 4:4:4 Abtastung braucht man nur für die Szenen die auch wirklich im fertigen Film vorkommen. Die Kosten und der Aufwand dafür sind wirklich überschaubar.


@MP-Digital: klar, ist Film totaler Mist und technisch überholt. Besorge mir bitte daher ein 25er Distagon für Super 16 in PL vom SWR für kleines Geld. Auch ein 35er und ein 85er hätte ich gern. Danke!

JanH

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Samstag, 22. März 2014, 21:11


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Sonntag, 23. März 2014, 11:29

Nun ja, Digital hat schon längst 16mm und 35mm überholt. Also da bist Du nicht auf dem laufenden. Der SWR haut alle eine ARRI's und Schneidetische heraus für wenig Geld. Ich kann Dir sofort eine ARRI SR 16mm für unter 1500 € besorgen. Dann hätte man The Hobbit wohl kaum in 3D RED gedreht. Die Grauwerte, die bei Filmmaterial und vor allem bei 16mm, für die kleine Produktion sehr wichtig waren, wurden schon längst von ARRI erreicht.

Also da kann ich auch nur widersprechen! Wie schon angemerkt, kommen an den Blendenumfang, die Lichtempfindlichkeit oder die Farbgebung von Film eigentlich nur RED oder ARRI mit der Alexa heran. Der Grund, warum der SWR oder andere Fernsehproduktionen die alten Mühlen rausschmeißen ist nicht die "bessere" Qualität, sondern einfach der geringere Kosten- und Postproduktionsaufwand. Das lohnt sich für Fernsehproduktionen einfach nicht mehr. Das werden dir die meisten Kameramänner bestätigen. Ich habe mal ein Praktikum in der Kamerawerkstatt von Studio Hamburg gemacht und da trauern sie alle den Filmzeiten hinterher. Nicht umsonst wird im Color Grading über viele digitale Kinoproduktionen noch ein schöner 35mm Filmkorn drüber gerechnet. Viele Regisseure wie Quentin Tarantino oder David Lynch drehen prinzipiell auf Film. Sogar der neue VFX-lastige NOAH Film wurde komplett auf 35mm gedreht. Da frag ich mich, warum die nicht ne RED genommen haben, da Digital 16 und 35mm ja "schön längst überholt" hat.

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Sonntag, 23. März 2014, 12:20

Stimme Dir soweit zu. Auch gehen hier die Meinungen total auseinander. Klar RED uns ARRI sind da weit vorne. Richtig ist auch, dass einige weiterhin auf Filmmaterial drehen. Nur der Weg geht weg vom Filmmaterial. Ich selber habe von vor Monaten mit 16mm gedreht - die drehen heute nix mehr mit Film.

Aber lassen wir doch mal die Frage so stehen und schauen, was die Filmer machen werden. Weil letztlich ist nur wichtig was hinten für ein Film herauskommt. ;)

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Sonntag, 23. März 2014, 13:01

Schau nicht auf die anderen, sondern halte an Deinen persönlichen Überzeugungen fest - und wenn Du der Letzte bist, der noch auf Film dreht! ;-)

Wir sind ja hier nicht auf dem Markt, der sich nach der Masse ausrichten muss, sondern glücklicherweise in der Kunst.

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Sonntag, 23. März 2014, 13:36

Hallo an euch alle!

Also wenn ich ganz ehrlich sein darf freue ich mich, dass ich mal wieder die Diskussion um digital & Film aufgemacht habe, weil es doch eine so schöne kontroverse Sache ist!

Zum Material: Das Kodak Material - vor allem das Vision 3 - ist in der Tat das Standartmaterial im Kinobereich. Ein sehr großer Teil der Kinofilme werden auf Vision 3 gedreht. Die flache Gradationskurve, dh. ja letztlich ein sehr hoher Blendenumfang kommt einem ja nur entgegen! Gerade für die Post kann man ja froh sein, wenn man da Spielraum hat.
Ich muss nochmal wiederholen, dass wir hier über ein Hochschulprojekt einer Filmhochschule reden und da die Produktionsbedingungen in vielerlei Hinsicht aus dem Amateurbereich herausreichen - klar. Trotzdem ist es ja auch nicht verkehrt über den Tellerrand hinaus zu schauen, zumal ja gerade mit 8mm / S8, Film nach wie vor auch für den Amateur zugänglich ist.

Zur Abtastung: 4:4:4 ... naja... muss man nicht unbedingt haben. Wie das immer so ist - nice to have - aber 4:2:2 tut es auch.

Ganz ehrlich... Solange es mir möglich ist will und werde ich auf Film drehen, wenn es zum Projekt passt. Aber genau so werde ich mit der Alexa oder der Epic drehen - die F5 / F55 klingen auch interessant. Und warum sollte man - auch bei einem professionellen Dreh - nicht an Spiegelreflex denken (etwas aufgerüstet, ok, aber die Kamera bleibt ja die selbe). Ich bin einfach nur gegen eine rein ökonomische Entscheidung bei der Wahl des Aufnahmemediums & der Kamera - aber da stimmen mir ja zum Glück viele zu. Beim Fernsehen und bei zahlreichen dokumentarischen Projekten würde ich aber auch die Möglichkeiten des Digitalen nicht missen wollen! Und zum Glück zieht ARRI ja da mit einem neuen Schlachtschiff ins Gefecht - der AMIRA...

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