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[in Postproduktion] WISH

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<<<ThE SpEZi>>>

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Freitag, 5. April 2013, 22:00

WISH

"Ich erfülle dir ein Wunsch und im Gegenzug gibst du mir dein Liebstes." - K, Zauberer

Ein Wunsch zu erfüllen hat seinen Preis. Auch in der Realität. Mit den Konsequenzen und deren Bedeutung setzt sich WISH anhand von Themen auseinander, die in unsere Zeit und Gesellschaft passen. Die Grundidee basiert auf dem Koreanischen "I Wish" von der Mangaka Miku Nekoi. Auch die Figur des K und Charakterzüge der Lola, entsprangen dieser Vorlage. Durch die neu geschaffenen Nebenfiguren und die darum herum erbaute Geschichte, bekommt das Drehbuch eine ganze eigene Note, in der sich ein Europäer leichter wiederfindet als im Original.

Lola hat mit 18 Jahren ein besonders harter Schicksalsschlag getroffen, woraufhin sie vor lauter Verzweiflung zu K geht. Er lässt ihre Hoffnung schnell platzen, dass er ihr helfen könnte. Wünsche die in das Gleichgewicht aus Leben & Tod eingreifen, erfülle er nicht. Verständnislose Wut baut sich in Lola auf. Im Laufe des Films begleitet sie einen von K's Fällen und muss gegen Ende feststellen, dass er gar nicht das bösartige Monster ist, für das sie ihn hält und als das er sich auch gerne gibt.

Jannes
, ein Spitzensportler, jedoch leider kein Spitzenschüler, will unbedingt Medizin studieren und wünscht sich daher seine Schulleistung zu verbessern. Sein Leibstes wird ihm nicht mal fehlen.
Herr Constantin will schnell Karriere machen. Wird er auch, nur bezahlt er einen hohen Preis. Das merkt er zu spät. Das Liebste ist nicht immer das, was man denkt.

Drei Mensche mit Wünschen, deren Geschichten miteinander zusammenhängen und in jeder hält K die Zügel.

Die große "Place Of Creativity"-Produkton 2013. Die Regie übernehmen Jonas Schuba und Ronja Bauer. Im Winter 2010 drehten sie ihren ersten Film "Schuss aus der Vergangenheit". Seit dem hat sich vieles getan. Heute stehen sie mit fundierter Erfahrung da und möchte eine kleine Vision verwirklichen. Gebt ihnen im folgenden Clip 5 Minuten, um ein persönlichen Eindruck von WISH zu bekommen.



Sowohl vor als auch hinter der Kamera sind noch Aufgaben und Rollen zu vergeben. Wenn ihr euch mit euren Fähigkeiten und eurer Begeisterung einbringen wollt, kontaktiert uns gerne. Neben Schauspielern, werden auch ein Beleuchter, ein Make-Up-Artist und jemand für die Musik gesucht.

Fakten zum Projekt

Release: Januar '14
Filmlänge: ca. 30 Minuten.
Drehzeitraum: Juni-August (nach Verzögerungen Juli-September)
Standort: Braunschweig

hier zum Flyer
oder auf poc-film.de

Kontakt

schuba@poc-film.de
www.facebook.com/PlaceOfCreativity

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »<<<ThE SpEZi>>>« (3. September 2013, 12:47) aus folgendem Grund: Aktualisierung des Release-Datums


Black Cinema

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Samstag, 6. April 2013, 11:10

Klingt schonmal alles sehr interessant. Ich bin mal gespannt bisschen was aus dem Film zu sehen.
Wann wollt ihr denn anfangen zu drehen?. Wisst ihr schon welche Equipment ihr zur Verfügung habt?

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Samstag, 6. April 2013, 14:35

Hallo Black Cinema,

Gedreht wird in der zweiten oder dritten Juliwoche
Als Equipment steht uns auf jeden Fall die JVC GY-HM150E zur Verfügung, eine ganz anständige Kamera mit der wir gute Erfahrung gemacht haben. Nach dem Rest schauen wir gerade. Wir besitzen zwar einen Feldrecorder und Baustrahler, würden aber lieber gutes Equipment leihen. Die Kamera gehört auch einer Medienwerkstatt, die uns vertraut. Mal schauen, was sich so ergibt.

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Dienstag, 4. Juni 2013, 16:57

Auf zum Produktionsgespräch [Update]

So, endlich ist es soweit. Eine lange Vorbereitungsphase geht zu ende und die Produktionsphase startet offiziell.

Das Scripting war diesmal ein sehr spannender Prozess. Wieder haben Ronja und ich das Drehbuch zu zweit geschrieben und hatten dies mal eine dritte Person als dramaturgischen Berater (Holger Tippe) involviert. Lange Treffen haben uns ermöglicht die Versionen gründlich zu analysieren und effektiv zu überarbeiten. Nach mehreren Monaten kann sich das Script fertig nennen.

Die Darstelelrsuche ist ebenfalls abgeschlossen. Wir hatten tolle Bewerber, sodass die Entscheidung nicht leicht viel. Doch bei nur zwei Castingterminen, haben wir eine tolle Besetzung finden können. Die Crewmitglieder haben sich auch bereits toll eingebracht.

Nach vereinzelten Kleingruppentreffen, werden am Samstag das erste Mal alle Mitwirkenden aufeinander treffen, es wird eine Leseprobe und die Besprechung der ersten Drehtage geben. Im nächsten Update stellen wir die gesamte Besetzung <<<kurz>>> vor.

Grüße,
Jonas

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Samstag, 22. Juni 2013, 16:19

Festbesetzung [Update]

Im folgenden Shortview stellt sich jeder kurz vor, der fester Teil der Produktion ist.


Auch die Website ist mal wieder aktualisiert wurden. ;) Im nächsten Update kommen ein paar Sätze zum 1. Drehtag <<<Back to school>>>

Grüße,
Ronja & Jonas

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Dienstag, 3. September 2013, 11:30

Viel, viel ist passier [Update]

So, lang' lang' ist's her, dass hier neue Infos kamen. Zu unserer verteidigung: "Wir haben Filme gemacht." xD Hier soll es natürlich um das große 2013-Projekt gehen: WISH
Wären wir hier bei Starbucks, gäbe es nun also kein Update small oder tall sondern ein Update grande. ;) Keine Sorge, ich verfass es trotzdem in mehreren Teilen.

Es sind inzwischen 33 von 37 Szenen abgedreht. Ihr kennt es ja, das No-Budget-Problem. Alle opfern ihre Freizeit auf und so kommt es, dass die Drehtage schwer zu finden sind: "Oh, wir haben endlich einen Tag gefunden, an dem alle können. Ach nein, misst. Da hat die MakeUp-Artistin Nachtschichten. Doch dann am Freitag geht, oder? Nein, da hat die Hauptdarstellerin Klausurenzeit. UND SO WEITER..." Nun die letzten 4 Szenen drehen wir, wenn ein Darsteller wieder fit ist. In der Zeit kann man ja schon mal mit der Postproduktion starten. Geschätztes Release-Datum nach einen Monat Verzägerung: Januar.

Ich werde diesen Thread nutzen, eigene Erfahrungswerte zu äußern, die vielleicht anderen hilfreich sein können. Ich setze mich ja nun schon eine Weile mit der Materie auseinander, sodass dieses Projekt die Aussagen nicht neu hervorgebracht, sondern fundiert hat. Folgende Struktur werde ich dabei befolgen.

1. Teil: Die Dreharbeiten
  • Ein kurzes Wort zur Organisation - Warum Pedanterie keine Zwangsstörung ist
  • Der Ablauf - Wie Technik und Kunst gut zusammen wirken
  • Arbeit mit verschieden qualifizierten Darstellern
2. Teil: Die Postproduktion
  • Footage organisieren - Von Anfang an!
  • Strukturierung - Jede Zelle des Monsters im Blick
  • Effektvolles
  • Ton - Wenn der nicht stimmt...
Viel Spaß und grüße,
Jonas

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Dienstag, 3. September 2013, 12:30

Arbeit mit verschieden qualifizierten Darstellern

Als erstes der Abschnitt über die Schauspielführung. Durch die völlig unterschiedlichen Erfahrungswerte unserer
Darsteller, waren die Dreharbeiten alles im allen sehr kreativ. Wir hatten alte
Hasen aus einem Theaterverein, eine Studentin des Darstellenden Spiels und
diverse andere Personen, die kaum oder gar keine Erfahrung mit Schauspiel
hatten. Hier ein paar Erfahrungswerte von Seiten des Regisseurs bzgl. der
Gruppen:



Die Statisten
: Spielt ihre Bedeutung nicht herunter. Wenn ihr sie am Set haben
wolltet, sind sie es auch Wert sich um sie zu kümmern oder? Instruiert sie genauso
gründlich wie jeden anderen Darsteller und achtet darauf, dass sie nicht zu
viel warten müssen. Bei unserem Statistendreh, in einer Schule, haben wir einen
Aufenthaltsraum mit Büffet geschaffen. Wenn dann alle abgelenkt sind und ihr
weiter machen wollt, setzt ihr ein Zeichen auf Position zu gehen und sagt
frühestens „Action“ wenn die Szenenatmosphäre wieder da ist. Klärt die
Bedingungen eines Drehs am Beginn des Tages klar und deutlich.



Die Unerfahrenen: Wer das erste Mal an so einem Projekt
mitwirkt, kann nicht wissen was und wie es passiert. Das sollte man positiv
sehen, sofern man Leute gefunden hat, die mit Herzblut in der Sache aufgehen.
(Andere haben wir gar nicht in den engeren Kreis der Produktion aufgenommen.)
Wenn man die Personen von Anfang an gründlich und richtig instruiert, nehmen
sie in der Regel direkt die Arbeitshaltung-/weise an, die man sich wünscht.
Beim ersten Dreh werden sich diese Personen von ganz alleine ausprobieren.
Deswegen, gebe ich dann besonders viel Feedback positiver, negativer, und
ausnahmsweise neutraler Natur. So ausführlich braucht das in der Regel nur ein
Mal zu sein, und das ist in Zukunft auch wichtig. Zu viele Kommentare können
genauso verunsichern, wie gar keine. Wer nur lobt um vermeidlich zu motivieren,
hat meiner Meinung nach ein Beliebtheitsbedürfnis, dass für den Job nicht
geeignet ist und wer nur herumnörgelt, scheint ein Problem zu haben,
verständlich zu machen, was er eigentlich will. Sonst gäbe es nicht den
ständigen Anlass. Wenn ich Lob verteile ist es ehrlich und hart verdient; jede
kleinliche Kritik ebenfalls!


Die Theaterleihen: Ich habe ein Jahr am Theater gearbeitet
und habe die Unterschiede zwischen den
Medien für mich persönlich herausgefunden. Bei professionell ausgebildeten
guten Darstellern bräuchten wir hier gar nicht splitten. Bei Theaterleihen ist
es nötig, da ihre „Ausbildung“ einseitig ist und ihnen meist vermittelt wurde,
was sich auf der Bühne und nicht außerhalb davon gehört. Auf der Bühne mögen
manche sogar schon richtige Profis sein. Ich will nicht schreien „Achtung Theater!“,
denn ich mag Theater, aber man muss die Arbeitswiese adaptieren und gegebenen
Falls, erklären was und warum es anders ist. Da ist z.B. der Umstand, dass
diese Darsteller an Proben gewöhnt sind. Deswegen mehrere Durchläufe am Set
proben, bevor die Kamera mit filmt. Vielleicht tut ihr das ja sowieso schon. Sie
bieten dem Regieteam gerne einiges an und haben Erfahrung damit, sich eine
Rolle zu erarbeiten. Dabei muss der
Aspekt Sprache stark bearbeitet werden. Im Theater wird sie sehr deutlich, als
künstlerisches Mittel benutzt. Das habe ich auf den Probebühnen immer geliebt.
Doch es gilt Vorsicht. Ich arbeite im Film viel, viel dezenter. Die Kunst ist
hier, natürlich zu wirken. Auch Gestik, Mimik und Raumausnutzung sind da
entscheidend. Es gibt keine Zuschauerreihe ganz hinten, die alles sehen können
muss. Je näher die Kamera ist, je kleiner die Bewegung. Nutzt das Können und die Erfahrung dieser
Leute, statt ihnen vorzuhalten, dass sie ja „nur“ Theater kennen. Sie können
einiges und vor allem sich anpassen. Es ist an euch den Ton anzugeben und somit
zu entscheiden, wie sie sich anpassen sollen.


Die „professionellen“ Schauspieler: Wir hatten das Vergnügen
bei diesem Dreh mit einer ausgebildeten erwachsenen Schauspielerin und einer
Studentin des Darstellenden Spiels zu
arbeiten. Ich will hier nicht darüber streiten, ob DSP mit einem klassischen
Schauspielstudium vergleichbar ist. Es ist lediglich Fakt, dass unsere
Hauptdarstellerin auf Grund von Wissen & Erfahrung hier einzugruppieren
ist. Ich kann gar nicht sagen, was für mich am grandiosesten am Set war. Doch
hier zwei Aspekte die alle am Set maßgeblich beeinflusst und deshalb genutzt
werden sollte. Wenn man eine Rollenbesprechung vor Drehbeginn hatte, haben
diese Darsteller sich ihre Rolle schnell so gut erarbeitet, dass sie intuitiv
richtig reagieren. Sie bleiben beim
improvisieren viel dichter am Originaltext und können eine fertigerarbeitete
Szene immer und immer wieder gleich spielen. Das zieht die Spielpartner in die
Atmosphäre und macht es ihnen einfach ebenfalls authentisch zu sein.


Achtung: Wer glaubt, dass Professionalität bedeutet, Gefühle
per Schalter an und aus zu schalten, irrt massiv. Die wahre Kunst liegt darin,
die Situation wirklich zu durchleben und oft sind viele Gefühle der Weg zu
einem Bestimmten. Wer Schauspieler führt
muss die Atmosphäre aufbauen und hüten, die Beispielsweise ein dramatischer
Wendepunkt bedarf. Wenn ihr hinter der Kamera nicht mindestens Mitgefühl empfindet,
läuft irgendetwas gewaltig schief.


So genug zu dem Thema. ;)

Grüße,


Jonas

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8

Mittwoch, 4. September 2013, 20:40

Was vor dem Trailer kommt

Heute mal ein kleiner "Shortview", wie wir sie immer auf unserer Facebookseite gepostet haben und posten werden. Eine Akternative zum klassischen MakingOf

Morgen das nächste Textmonster. ;-)


Gruß,
Jonas

2Head Productions

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9

Donnerstag, 5. September 2013, 02:10

Wow, das klingt echt toll! Habe diesen Thread gerade gesehen und beim Sehen des Videos am Anfang direkt total begeistert die Entfernung zu Braunschweig gegoogelt bis mir aufgefallen ist, das das ganze schon im Kasten ist :D Tjaaa, Pech gehabt :pinch:
Aber ich bin echt sehr gespannt auf die Geschichte und ihre Umsetzung! Die Idee gefällt mir echt gut :P

<<<ThE SpEZi>>>

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Donnerstag, 5. September 2013, 21:51

Warum Pedanterie keine Zwangsstörung ist [Organisation]

Heute ein Wort zu dem wohl zeitzerrensten Bereichs der No/LowBudget-Produktion, wobei mir das freilich zu wirtschaftlich klingt. Was ich meine ist die Vorbereitung einer Filmkreation. Weil nicht jeder den Hang zur Büroarbeit oder organisatorisches Genie mitbringt, kann man sich ganz schön überfordert fühlen, wenn man das zum ersten Mal macht, oder man macht es vielleicht gar nicht: Das ist bei aufwendigen Produktione dann fatal. Bei einem 5-Minuten-Experiment sprengt das hier natürlich den Aufwand. Ich füge alle erwähnten Dokumente als Beispiel an. Ich denke, eine fremde Vorgehensweise kennenzulernen hilft in jedem Fall, eine eigen zu entwickeln, auch wenn man dadurch feststellt, welche Anischten man nicht teilt.

Wenn der kreative Teil (das Drehbuch, die Recherche und das Casting) einmal gelaufen ist, muss dafür gesorgt werden, dass alles zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort richtig eingesetzt wird. Und weil das Wörtchen „richtig“ hier offensichtlich so eine große Rolle spielt, ist Genauigkeit hier verbindlich. Also sei pedantisch! Ihr werdet euch am Drehtag selbst freuen, all das was ihr gerade vergesst, auf einem Stück Papier oder - wenn ihr „voll modisch“ seid - auf eurem iPad wiederzufinden. Hier ein paar Dinge, an die ich so zu denken hatte, als ich WISH organisiert habe:
  • Welche Szenen?
  • Wann und in welcher Reihenfolge spielen sie im Film?
  • Welche Location ist gefragt?
  • Welche besonderen Umstände bringt sie mit sich?
  • Welche Rollen kommen vor?
  • Werden Komparsen gebraucht?
  • Wenn ja wer, wo und wann genau?
  • Wer trägt welches Kostüm?
  • Wer trägt welche Maske?
  • Wer hat wann Zeit?
  • Kommen bestimmte Requisiten oder Fahrzeuge vor?
  • Müssen diese noch organiseirt, oder sogar hergestellt werden?
  • Für wie viele Leute muss Verpflegung stehen?
  • In welchem Maße muss sie sein?
Selbst jetzt habe ich wahrscheinlich noch ein paar Punkte vergessen. Ich werde jetzt nicht die Herkunft und die Konseuqenzen dieser Gedanken durchkauen, da ihr sicher selbstständig denken könnt. Angenommen alle Fragen sind geklärt: Wie sieht nun so ein Drehplan aus? Schließlich soll er jedem zur Verfügung stehen. Eine Grundregel besteht darin, die Szenen so zu legen, dass man möglichst ökonomisch zwischen den Orten wechselt und die Beteiligten möglichst wenig warten lässt. Ich habe ganz viele Zahlen, die einem bestimmten System folgen, damit alle Informationen auf's Blatt passen. Beispiel:

Kategorie, betroffene Rolle, Variante

110 steht für Rolle, Lola

(Eine 0 am Ende haben nur Hauptrollen)

111 steht für Rollen, Lolas Mutter
(Die Nebenrollen, sind immer den Hauptrollen zugeordnet,
denen sie in der Figurenkonstellation folgen)


311 Kostüm, für Lola, Variante 1 (Alltagskleidung)
(Bei dem Kostüm kommt es auf Stimmung, Charakter und
Spieltag an)


411 Maske, für Lola, Standardvariante
(Die erste Variante ist bei der Maske immer „Standard“, eine
Abweichung ergibt sich z.B. dadurch ob die Rolle verweint oder überarbeitet
durchsehen soll)


Damit nicht nur der Administrator durchsteigt, legt man natürlich noch einen Katalog an. Wenn man was konkretisieren muss, was macht man dann? Genau, man legt noch ein Dokument an. In unserem Fall gibt es noch zwei weiter Pläne: Einen für Kostüm und Maske und einen für die vielen verschiedenen Einstellungen die man abdrehen möchte.

Im Ersterwähnten sind die Absprachen bzgl. Kostüm und Maske festgehalten. Außerdem werden hier Fotos gesammelt von den Kostümen, die schon mal getragen wurden. So lässt sich jeder Zeit rekonstruieren, was bisher geschah: CONTINUNITY!!!

Die Liste für die Kamera ist ein Modell, das auf unserem Drehplanmeeting zurückgeht. Dort haben in erster Linie der Kameramann und wir Regisseure den Drehtag durchgesprochen, bzgl. der Bildkomposition, dem Umgang mit den Räumlichkeiten usw.

Erleichtert diesen trockenen Teil auch geschafft zu haben, hoffe ich euch ein wenig Neues mit auf den Weg gegeben zu haben. Die detaillierte Planung von Szenen kommt hier aus zwei Gründen nicht vor:
  • Es ist kein Teil der Kreationsorganisation, sondern Aufgabe des Regisseurs, in interdisziplinären Zusammenarbeit mit den anderen.
  • Szenen zu planen ist ein bisschen wie Autofahren. Jede Situation ist anders und muss individuell behandelt werden. Ihr wisst was ich meine, wenn ihr euch daran erinnert, wie ihr euren Führerschein machtet, und festgestellt habt, dass man im Theorieunterricht viel zu viel gehört hat, was auf der Straße nicht anwendbar ist.

Viele Grüße,
Jonas

P.S. zu allen Teilen gilt natürlich, Fragen und Anmerkungen sind willkommen. ;)
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Freitag, 6. September 2013, 14:41

Wie Technik und Kunst gut zusammen wirken [Ablauf am Set]

Der folgende Shortview vermittelt einen Eindruck davon, dass in der Kamera eine eigene Welt entsteht, in der sämtliche Umgebungseinflüsse nichts
zu suchen haben. Das fordert dem Regisseur nicht nur die nötige Vorstellungskraft ab, sondern auch die Fähigkeit sie an die anderen weiterzugeben. In dieser wackeligen Handyaufnahme ist man
soweit vom geschehen entfernt, dass man sich als Außenstehender nur schwerlich vorstellen kann, dass der Flur in der Handlung belebt ist mit sämtliche Schüler auf dem Weg zur ersten Unterrichtsstunde.



Das Resultat gibt es dann im Film zu sehen. Dank der Gangsituation lässt sich die Technik hier einfach und intuitiv setzen. Ein anderes Beispiel mit dem wir mehrfach konfrontiert werden sind kleine Einfamilienhäuser. Dort muss mit dem Platz gehaushaltet werden. Wir drehten in einem Eingangsbereich. Vorne zu die Eingangstür, links eine Treppe nach oben und hinter uns Türen zu Wohn- und Esszimmer. Wenn sich hier zwei Darsteller, das Regieteam, der Kamreamann und die Tontechnikerin hinstellen ist der Flur bereits voll. Nun muss da noch ein Scheinwerfer, eine Kamera mit Stativ und die Tonangel hin. Abgesehen von den Darstellern darf nichts im Bild sein, wobei gleichzeitig gilt soviel wie möglich vom Raum auf’s Bild zu bekommen. Also arrangiert man die Technik so lange, bis ein Set steht. Übrigens erst die Location einrichten, dann die Technische Installation.

Erste wichtige Lektion heute: Das kann alles passieren bevor die Darsteller eingesetzt werden. Es gibt zwei Zeitpunkte die sich super eignen um die Technik zu installieren. Entweder während Darsteller in der Maske sind oder während gerade eine Leseprobe gemacht wird. Sobald die Darsteller da sind, kann man wenn nötig natürlich noch ein Feintuning machen, indem man die Szenen
probt, das ist auch künstlerisch nicht verkehrt. Umgekehrt gilt, die Umbauzeit der Technik für die Kunst zu nutzen: Schauspieler instruieren, eventuelle Unklarheiten mit ihnen durchsprechen und sie auf die nächste Situation vorbereiten. Vielleicht hat man die Zeit ja auch gar nicht, weil ein Kostümwechsel oder die Nachbesserung der Maske gerade ansteht.

Zweite Lektion: Das jemand warten muss, passiert immer wieder und ist normal. Die Leute sollten damit umgehen können, seit bloß so fair und bereitet sie darauf vor. Außerdem gibt euch trotzdem Mühe es nach Möglichkeit zu vermeiden.

Dritte Lektion: Vorgänge parallel abzuhandeln ist praktisch, sollte aber nicht zur Schlamperei führen. Wenn es dafür nicht genug Leute gibt, dann lasst es und geht einen Schritt nach dem anderen. Durch den Tag zu hetzen und alles abzunicken, nur damit es schneller geht ist doof. Auch unter Zeitdruck konzentriert bleiben und evtl. Zeit gewinnen indem man noch fokussierter als gewöhnlich arbeitet. Gewöhnlich bedeutet für mich, der Crew und der Besetzung Pausen und auch mal einen Scherz oder ein kurzes Abschweifen zu ermöglichen, sofern es der Situation angemessen ist. Wenn das die letzten zwei Stunden eines
langen Tages mal nicht geht und dafür alle pünktlich fertig werden, ist es meistens richtig darauf zu verzichten.

Mehr gibt es zu dem Thema nicht zu sagen.

Grüße,
Jonas

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »<<<ThE SpEZi>>>« (6. September 2013, 18:49) aus folgendem Grund: Videoverlinkung korigiert


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12

Mittwoch, 11. September 2013, 16:24

Von Anfang an!

Wie versprochen, heute auch ein kurzes Wort zum Footage. Am 05. Drehtag haben wir ungefähr 6 Stunden Material auf 86 einzelne Clips verteilt gefilmt. Wenn man da einen Monat später noch durchsteigen möchte - ohne zweistünndiges Sichten - muss man Ordnung haben. Hier kurz mein System. Es ist noch sehr simpel gehalten. (Manche Leute bennen sogar jeden einzelnen Clip um, was sich für mich vom Zeitaufwand her nicht rechnet.) Ich finde es funktioniert sehr gut. Vom Projektordner bis zum verschachtelsten Unterordner von links nach rechts:

WISH, Material [WISH], 5. Drehtag [WISH], Szene 32 [WISH], Einstellung_01 (Totale_Flur) [WISH] -> Hier alle Takes der Entsprechenden Einstellung. Der Filmname wiederholt sich in jeder Ordnerkennzeichnung, damit die Suchfunktion des PC's und ich selbst nicht mit anderen Projekten durcheinander kommen. Schließlich gibt es viele 5. Drehtage, aber nur einen 5. bei WISH.

Mehr gibts hier nicht zu erzählen. Demnächst wieder was spannenderes. :P

Gruß,
Jonas

steven_skywalker

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13

Donnerstag, 12. September 2013, 07:56

Habs mir mal durchgesehen und bin sehr gespannt ... Ihr betreibt ja recht viel Aufwand, auch was die Projektierungsphase etc. angeht. Hut ab!

Sehr gespannt auf den Film ... :thumbup:

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Samstag, 14. September 2013, 21:27

Danke, dass es dir aufgefallen ist. Der Aufwand mag extrem erscheinen. Das kommt daher, dass ich es jedes mal so gründlich wie möglich mache, sofern angemessen, und es eine gute Übung für später ist. Entsprechend dem Thema, kann ich diesbezüglich ja auch gleich noch eine Anmerkung einfließen lassen. ;-)

Vor dem Start des Projektes habe ich bereits diverse Erfahrungen gemacht. Ich scheue mich auch nicht Dinge auszuprobieren. Es gibt ein kleines Regiebuch seit 2010, dass mir so heilig wie anderen vielleicht ihr Tagebuch ist. Da sind neben Ideen und philosophischen Geplapper, vor allem Erfahrungen negativer und positiver Natur niedergeschrieben, auf die ich nach jedem Projekt einen Rückblick werfe. Was funktioniert übernehme ich und was scheitert wird analysiert. Meistens entstehen daraus Thesen und Konzepte, was ich gegen oder für etwas tun kann. Kann ich nur jedem Empfehlen, der es ernst meint. Es schuld die Menschenkenntnis wahnsinnig und ist auch eine Erkenntnisquelle über sich selbst. Nichts hilft bei der Arbeit mit Menschen besser, als authentisch & emphatisch aufzutreten. Eigenschaften, die man mitbringt, und trotzdem ausbauen kann.

Gruß,
Jonas

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Freitag, 20. September 2013, 01:16

Die ewige Szene

Hier noch ein bisschen audio-visuelles Futter fürs Produktionstagebuch. An dieser Szene haben wir locker eine Dreiviertelstunde gearbeitet.

Da fragt man sich, woher kommt das?
Es war vorhersehbar, da die Texte verhältnismäßig kompliziert sind und der Drehtag inzwischen lang war.

Was tun, wenn eine Szene zur ewigen Szene wir? Ruhe bewahren, sich Zeit nehmen und nötigen Falls eine Pause mit Gummibärchen und frischer Luft einlegen. Nötigenfalls verständnis für Gewaltfantasien von Seiten der Darsteller hinnehmen :-D
Heute mal ein nur halb ernst gemeinter Rat. Aber so etwas gehört einfach dazu.

Grüße,
jonas

7River

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Freitag, 20. September 2013, 10:44

Gibt schon Texte, die etwas schwer zu sprechen sind. Da kann man sich schon verhaspeln. Auf jeden Fall lustig. ^^
„Jemand hat mir mal gesagt, die Zeit würde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen. Ich möchte viel lieber glauben, dass die Zeit unser Gefährte ist, der uns auf unserer Reise begleitet und uns daran erinnert, jeden Moment zu genießen, denn er wird nicht wiederkommen.“ -Jean-Luc Picard, Star Trek: Treffen der Generationen

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Dienstag, 24. September 2013, 21:57

Jede Zelle des Monsters im Blick

Hello again,

wir sind hier ja noch nicht fertig. Also Zeit mal wieder was zu erzählen. ;) Ich muss das Grundwissen über die Programme von Adobe an dieser Stelle leider voraussetzen, da das zu weit gehen würde, aber dazu gibt es ja im großen AF-Forum viele weitere Informationen. Ich arbeite mit PremierePro und AfterEffects.

Wenn man sein Schnittprogramm öffnet und das Editing beginnt, steht man bei längeren Projekten erst mal einem Arbeitsmonster gegenüber. Das praktikabel zu handhaben, da gibt es viele Wege. Wichtig ist Flexibilität im Workflow und Übersichtlichkeit. Es scheint vielleicht etwas überraschend, aber auch sicherlich plausibel, wenn ich sage, dass ich mich an der dramaturgischen Struktur des Films entlang gehangelt habe.

In meiner Ablage hat jeder Akt und jede Szenen einen eigenen Ordner. So findet man z.B. unter Prolog die Unterordner Sz 01-09. Außerdem eine Sequenz des Namens Prolog. Die Szenen 1-9 werden also in der Sequenz "Prolog" geschnitten. So kann ich ganze Filmabschnitte als ein Clip verwenden. In der Masterseuqenz reihe ich dann Prolog an 1. Akt an 2. Akt an Epilog und kann alle Effekte in Einstellungsebenen kreieren, die das Gesamtwerk betreffen.

Einstellungsebenen sollten man sowieso viel benutzen. Statt jeden Clip einzeln zu konfigurieren, legt man sie über die ganze Szene. Nützlich für Farbkorrekturen. Bildmasken erstelle ich in Photoshop und importiere sie im hauseigenen Format. So kann ich jeder Zeit Änderungen einfließen lassen.

Das gleiche gilt für AfterEffects-Kompositionen, wobei ich bei komplexeren Szenen darauf geachtet habe, erst den Schnitt in Premiere zu machen und dann via "Ersetzen durch AfterEffects-Komposition" die Effekte kreiert habe. Wenn man darauf achtet diesen Befehl auszuführen, während ein AE-Projekt geöffnet ist, wird die Komposition automatisch dort angelegt. So kann man alle Kompositionen des Films übersichtlich in einem Projekt zusammenfassen.

Alle weiteren Infos zu dem Thema wären zu speziell. Bei Fragen meldet euch einfach. Gruß,
Jonas

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Dienstag, 1. Oktober 2013, 16:36

Musik

Jetzt kanns endlich weitergehen. Es wird Musik für WISH gemacht.

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Montag, 4. November 2013, 22:47

Was nun?

Wie bereits angekündgit, entsteht zur Zeit die Musik zu WISH. Diesbezüglich sitzt unser Mitstreiter steven_skywalker gerade am Titelsong. Ihr dürft euch auf etwas besonderes freuen.
Irgendwie wird das Tonmastering dann auch mal final, wenn das Studium nicht gerade so einnehmend ist. 8o

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