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HTS_HetH

unregistriert

141

Donnerstag, 2. Dezember 2010, 11:12

Wir hatten so ne pöbelnde Gruppe von Jugendlichen hinter uns, keiner wusste das die Leute vom Film anwesend sind und somit haben die natürlich ihren Gedanken freien Lauf gelassen, hehe ^^ Wie dem auch sei, gleich als am Anfang geredet wird ging´s halt los mit Sprüchen wie "Äh ist das ein deutscher Film oder was!?" Naja und dann kamen halt durch die Bank weg blöde Sprüche, aber bei gewissen Sequenzen blieb ihnen dann doch das Lachen hier und da im Halse stecken, dafür haben wir dann umso mehr gegrinst ^^ Wer den Film kennt, kann sich denken, wo das passiert ist ;)

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142

Donnerstag, 2. Dezember 2010, 11:18

Na ist aber auch schon cool wenn man mal so sieht wie der Film beim Publikum ankommt ohne dass jeder einen in den Arsch kriecht.
Fände das sehr interesannt. Aber ich hätte mir den Spaß nicht nehmen lassen denen zu zeigen dass man vom Film ist. Dann gucken die immer so schön blöd und fangen dann an in den Arsch zu kriechen. ^^

Ich kenn das von hier. Nur durch die Zeitungsberichte von mir kommen die ganzen kleinen Gangster Kinder auf Partys zu mir und labbern mir ein Ohr ab.
Vorher haben die sich nen Scheiß gekümmert und wenn es gut kam auch rumgepöbelt.
Zum Schluss sind es doch die die rumstänkern die die den Film dann kaufen und heimlich gucken. :thumbsup:

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143

Freitag, 3. Dezember 2010, 14:48

Daves Kritik zu Dead Past:

Dead Past, der neueste Film von Regisseur Daniel Flügger (Deathmaster, Zombie
Warrior) kann man leicht in 3 Wörtern beschreiben.
Mystery - Action - Gore.

Aber erstmal schnell zur Story. Davids Frau wird von einem Unbekannten an
ihrem Ferienhaus ermordet. David versucht den Mord aufzuklären und wartet im
Horrorhaus auf ihn um Rache zu üben.
Doch so einfach ist es alles nicht. Auf dem Haus lastet ein alter Fluch, im
Haus spukt es. Geheime Kräfte haben ihre Finger im Spiel und führen David an
den Rand seines Geistigen Zustandes.

Dead Past der in 3 Jahren ohne großes Budget entstanden ist vereint alle
Elemente die das Newsmanteam rund um Daniel Flügger und Dennis Klose
auszeichnen. Sehr gute Kameraarbeit, Actionkampfszenen und trashige Einlagen
in Form kurzer Comedyhighlight die vom bekannten ProSieben Comedian Simon
Gosejohann in Szene gesetzt wurden.
In diesem Film aber hatte der Regisseur etwas anderes versucht und setzt sehr
auf Mystery und Horror. Dank der tollen Beleuchtung und dem Sounddesign
wirken manche Szenen auch richtig gruslig. Leider gibt es aber doch einige
Längen wenn z.b. David im Haus verschiedene gruslige Sachen passieren. Da hätte
man sicher die ein oder andere Szene streichen können.

Das Schauspiel besonders vom Laiendarsteller Dennis Klose ist sehr gelungen.
Ihm nimmt man den inneren Kampf um die Rache an seiner Frau wirklich ab.
Einzige einige Ausfälle in denen er leicht in die Comedy abdriftet sind zu
verzeihen. Besonders zu erwähnen sind seine körperlichen Leistungen in Form
der Stunt-/Kampfchoreos und einiger krassen Nacktszenen die ihn deutlich von
anderen Independentschauspielern abheben. Der restliche Cast kann auch
überzeugen, wenn man auch keine Meisterleistung erwarten darf.

Was mich als Indiefilmer noch sehr überzeugen konnte war die technische
Umsetzung. Die Kamerabilder sind sehr gelungen und durch die Bank weg top.
Der Schnitt, das Musik- und Sounddesign und vor allem die VFX wirken sehr gut.
Was mir an manchen Stellen nicht so gefallen hat war das Blaustichige Bild
aus der Farbkorrektur. Aber das ist Geschmackssache.
Geschmackssache sind auch die Splatter Effekte. Ich als alter Gorehound fand
sie sehr gelungen und nicht irgendwie übertrieben oder aufgesetzt.
Das ein oder andere mal musste ich sogar schlucken. Die Maske
am Ende des Filmes war als einziges nicht so der Bringer.

Fazit:
Wer einen gut gemachten Mysteryfilm aus der Independentszene sehen will
sollte sich Dead Past reinziehen. Dort kann man sich gruseln, ekeln und in der
Action abgehen wie in keinem anderen Film der Szene. Technisch und
Schauspielerisch auf einem sehr hohen Niveau und eine Referenz in der
Indiefilmszene. Von mir gibt es 9 von 10 Ästen die aus dem Bauch raus wachsen.

Euer zufriedener Filmkritiker,
David Brückner

JonasKaufmann

unregistriert

144

Freitag, 3. Dezember 2010, 18:05

Von mir gibt es 9 von 10 Ästen die aus dem Bauch raus wachsen.
:thumbsup: :thumbsup:

also ich muss der Rezension von ghostpictures eigentlich nichts hinzufügen.
Tolle Action, Darsteller, Beleuchtung etc.
Was mir nicht so gefallen hat ist stellenweise die Farbkorrektur (werde ich unten noch
etwas hinzufügen) und eben die Maske am Ende.

Zur Farbkorrektur:
War eig. sehr stark, die neueren Aufnahmen hatten alle eine Tolle Farbe, aber jetzt kommt's,
die alten sahen teilweise einfach halt viel älter aus :S
Einmal sah man ihn auf einem Stuhl hocken (oder so ähnlich hatte ich es in Erinnerung)
und dann kam die Einblendung (glaub war eine Traumszene) und die sah einfach viel toller aus,
eine schöne, blaue, dunkle Farbe, dann kam wieder die "reale" Szene welche so gut wie gar keine
Farbkorrektur enthielt (oder einfach eine schlechtere...)
Trotzdem ein toller Film, definitiv einer der besten Amateurfilme die ich jemals gesehen habe.


lg
Jonas

Frederik Braun

unregistriert

145

Montag, 13. Dezember 2010, 16:03

Hier mal meine Kritik. Vorweg: Da ich die Kritik für Zelluloid geschrieben habe, habe ich auch den Maßstab zu großen Produktionen gesetzt. Also nicht wundern wegen der Wertung, es ist nach wie vor für Independent-/Amateurfilm-Verhältnisse eines der besten Werke, die ich bis dato gesehen habe!

Hier nun die Kritik:

Daniel Flügger ist vor allem für seine Kurzfilme im Bereich Comedy und Splatter bekannt. Mit Shorts wie „Jack Rooker – Agent im Kreuzfeuer“ oder „Gusto and the Pumpgun Girl“ hat er uns bestens unterhalten. Der Spielfilm „Dead Past – Rache aus dem Jenseits“ ist sein erstes richtig großes Filmprojekt und man merkt schon in den ersten Minuten, dass es diesmal nichts zu lachen gibt.

Kurz zur Story: Nachdem seine Frau im gemeinsamen Ferienhaus mitten im Wald ermordet wird, versucht David den Mord aufzuklären. Dabei findet er heraus, dass der Mörder sein Vorhaben noch nicht beendet hat und heckt einen gefährlichen und selbstlosen Racheplan aus: Alleine verschanzt er sich im Haus, um auf den Mörder zu warten. Psychisch und physisch angeschlagen und von wilden Halluzinationen geplagt merkt er bald, dass der Wald ein dunkles Geheimnis verbirgt…

Daniel Flügger hat sich für seinen Mystery-Schocker bei Filmen wie Lars von Triers „Antichrist“ und „The Grudge“ bedient, was man der Independentproduktion auch immer wieder anmerkt. Vor allem die Schockmomente und die teilweise sehr verstörenden Wahnvorstellungen des Protagonisten bleiben hierbei im Gedächtnis. Das ist auch das absolute Highlight in Flüggers Horrorfilm, denn storytechnisch hat das ganze leider nicht sehr viel Neues zu bieten. Besonders am Anfang gibt es einige Logiklöcher, die Flügger mit Mystery-Einlagen zu kaschieren versucht. Die stellenweise auftretende Handlungsleere macht sich auch immer wieder bemerkbar. Und dann ist da noch die Nebenhandlung von drei gemütlichen Dorfpolizisten (u.a. Simon Gosejohann), die mit der düsteren Atmosphäre der eigentlichen Geschichte nicht so richtig harmonieren will.
Dennoch: Die Kameraarbeit ist absolut klasse, vor allem die surrealistisch wirkenden Aufnahmen des Waldes sind gelungen. Großes Lob auch an Dennis Klose, der wirklich eine tolle Performance abliefert und sich für den Film so einige Sachen getraut hat, vor denen selbst die Besten dieses Faches oft zurückschrecken – und das auch noch ohne Gage!

FAZIT: Genre-Fans werden bei „Dead Past“ definitiv auf ihre Kosten kommen! Ein verstörender, gut zusammengeklauter B-Movie von Daniel Flügger, von dem wir in Zukunft hoffentlich noch mehr solcher Sachen zu Gesicht bekommen werden.

7 / 10

146

Montag, 13. Dezember 2010, 16:21

Daniel Flügger hat sich für seinen Mystery-Schocker bei Filmen wie Lars von Triers „Antichrist“ und „The Grudge“ bedient


Ich denke mal "Antichrist" eher weniger. Der Film ist von 2009. Da war "Dead Past" schon im Kasten, oder zumindest das Script abgeschlossen. Generell finde ich es immer komisch, dass Indiefilmen/Amateurfilmen immer unterstellt wird, sich bei grossen Filmen "zu bedienen".

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147

Montag, 13. Dezember 2010, 17:04

Eine Beeinflussung durch solche Werke kann und muss man ja nie abstreiten, direkte Anleien an genannte Werke konnte ich beim Film allerdings nicht erkennen (zumindest erinnere ich mich nicht dran).

Frederik Braun

unregistriert

148

Montag, 13. Dezember 2010, 17:25

An irgendwas hatte mich diese Art von Horror/Mysteryfilm aber erinnert und jetzt weiß ich es auch wieder: Es war "Tanz der Teufel"! :D

EDIT:

Generell finde ich es immer komisch, dass Indiefilmen/Amateurfilmen immer unterstellt wird, sich bei grossen Filmen "zu bedienen".


Das ist Unsinn. Ich finde es gibt auch zahlreiche professionelle Werke, die bei anderen Filmen klauen. Wenn mir sowas auffällt, schreibe ich das dann auch sofort. Finde auch, dass das nichts Schlimmes ist, aber man merkt halt meist, wenn der Regisseur von gewissen Werken inspiriert wurde.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Frederik Braun« (13. Dezember 2010, 20:31)


Frederik Braun

unregistriert

149

Dienstag, 25. Januar 2011, 00:48

Zwar eine unwesentliche Anmerkung, aber was soll's: Warum ist der Film eigentlich nicht bei IMDb gelistet? Hat doch durchaus Berechtigung dazu. :D

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