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Tüddel

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Freitag, 1. März 2019, 22:02

Frage zu Produktionskosten eines Image-Films

Hallo Ihr,

über einen Freund habe ich Kontakt zu einem potentiellen Intessenten. Er hat meine Videos auf Youtube entdeckt, und diese haben ihm gefallen. Er fragte an, ob ich Interesse hätte für ihn einen Image-Film über seine Firma zu produzieren (kleiner Mittelständler mit 11 Mitarbeitern im Klima-, Kälte- und Heizungstechnik-Umfeld).

Er stellt sich ein "etwas anderes" Video als die meisten eher sachlich- informativen Image-Filme vor, die in diesem Umfeld erstellt werden. Er möchte ein kleine Geschichte, gern mit Witz und Showdown, aber natürlich mit Bezug auf sein Geschäft. Ich hätte eine Idee für eine Story, von der ich sehr überzeugt bin, daß sie dem potentiellen Kunden gefällt. Ich machte ihm aber auch klar, daß ich das nicht umsonst mache. Gut ist: Er hat Budget. Noch besser ist: Ich habe kreativen Freiraum - was andererseits die Kalkulation nicht einfacher macht.

Mein Konzept sieht so aus:
Der Image-Film soll 3:30 - 4:00 Minuten dauern.
Es kommen 2 gecastete (Laien-) Darsteller in dem Film vor. Der Hauptdarsteller ist ein Biker (Motorrad), so rauh wie möglich, die andere Darstellerin ist als Bikini-Model vorgesehen.
Den Biker bräuchten wir für einen kompletten Drehtag, das Bikini-Model für ca. 3 Stunden.
Alle weiteren Darsteller (einen "Chef" und 2 Monteure) stellt der Auftraggeber.

Ich erstelle dafür ein Drehbuch, in denen ich die meisten Kamera-Einstellungen beschreibe. Die meisten Einstellungen habe ich schon im Kopf.
Luftaufnahmen (Drohne) von einem fahrenden Auto sind ebenfalls geplant.

Für Catering am Set kommt der Auftraggeber auf. Weiterhin werden von seiner Seite aus Leute gestellt, die herumräumen, aufbauen, abbauen und z. B. auch bei der Beleuchtung (lediglich mit Reflektoren) helfen.
Ich werde Kamera und Regie führen. Ebenfalls übernehme ich die Postproduction.
So wie ich es aktuell einschätze, wird es ein Film mit vielen Einstellungen und schnellen Schnitten.
Ich rechne mit insgesamt zwei Drehtagen
Es wird an zwei unterschiedlichen Orten gedreht, die ca. 5 Autominuten voneinander entfernt liegen.

Wie bereits erwähnt, stellt der Auftraggeber Budget bereit. Ich persönlich halte 2500 - 3000 Euro für angemessen. Die Bezahlung der Laiendarsteller wäre hier schon enthalten, wenn man von ca. 100 € pro vollen Drehtag ausgeht.
Frage 1) Wie ist Eure Einschätzung? Haltet Ihr 2500 - 3000 Euro für angemessen?
Frage 2) Was würde eine (Profi-) Medienagentur / Filmproduktionsfirma für so eine Produktion mit Semi-Professionellen Darstellern verlangen? Nicht, daß ich mich Profis messen will, aber ich bräuchte eben eine Vorstellung, für wie viel Geld Profis so einen Image-Film erstellen.

Über Eure Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße:

Tüddel

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Tüddel« (2. März 2019, 13:31)


JoeQuarantaine

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Sonntag, 3. März 2019, 11:43

Die Kosten kannst du googeln. Das erste was ich fand.


Imagefilme in HD (1280 × 720)FilmlängeDreh beim KundenPreis ab:bis 1 Minute5 Stunden1.999 Euro/ Nettobis 2 Minuten1. Tag2.499 Euro/ Nettobis 3 Minuten2. Tage2.999 Euro/ Nettobis 5 Minuten3. Tage3.999 Euro/ Netto

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Tüddel

Tüddel

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Sonntag, 3. März 2019, 12:01

Vielen Dank!
Könntest Du mir mal den Link schicken?

Gruß:

Tüddel

joey23

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Sonntag, 3. März 2019, 12:12

Wobei das mit Sicherheit nicht den hier geplanten Aufwand beinhaltet.

Gefühlt würde ich sagen, dass sowas bei einer darauf spezialisierten Agentur mindestens 10-15k kosten wird. Ist ein Schätzwert aus dem was mein Arbeitgeber für vergleichsweise unaufwändige Imgaefilme so bezahlt hat.

Letztlich musst du folgendes rechnen:

Alle Kosten für deine Technik, anteilig
+ Kosten für eventuell zu leihende Technik, Fahrzeuge, etc
+ Kosten für deine Arbeitszeit (Pre, Dreh, Post)
----
= Das was dein Auftraggeber zahlen muss

JoeQuarantaine

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Sonntag, 3. März 2019, 12:53

Link:

http://www.seh-media.de/preise/kosten-imagefilme.html

Auch wenn du ein Bikinimodel planst. Das heißt profi-model, vielleicht als Gesicht für die Firma. Kostet, kostet. Und Bikini... weiß nicht ob seriös genug.

Joshi93

JK FILMS

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Sonntag, 3. März 2019, 16:47

Link:

http://www.seh-media.de/preise/kosten-imagefilme.html

Auch wenn du ein Bikinimodel planst. Das heißt profi-model, vielleicht als Gesicht für die Firma. Kostet, kostet. Und Bikini... weiß nicht ob seriös genug.


Wow - was ein Dumping.. das ist ja echt eines der schlimmsten Dinge, die ich in letzter Zeit gelesen habe.. da kann man nicht mehr von Film, geschweige denn auch nur irgendwie von Video reden.. da kann ja nichts gutes bei rumkommen..

Also ein Preis setzt sich zusammen aus vielen verschiedenen Sachen...

Wie viel Drehtage? Wie viele Leute am Set? Schauspieler am Set? Der Schnitt kostet was! Die Technik kostet was! Sprecher! Schauspieler! Musik! Vertitelung und und und ..

2.500-3.000 für einen Imagefilm ist absoluter Dumpingpreis....

Und Argument, dass eine andere Auflösung mehr kostet.. also wow... ich komm grad nicht drauf klar..

ich mach jetzt erstmal nen schnaps auf

Tüddel

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Sonntag, 3. März 2019, 18:39

Hallo Ihr,

vielen Dank für Eure Rückmeldungen. "Bikini-Model" heißt nicht, daß es gleich ein "Top-Model" sein muss - und ein Hollywood-Streifen soll es auch nicht werden ;-). Trotzdem danke für die Infos. Ich habe jetzt einen Anhaltspunkt.

Zur Seriosität: Ja, kann man drüber streiten, ob das "Seriös" ist. Andererseits: Was ist "unseriös", eine Frau im Bikini zu filmen, wenn sie damit einverstanden ist? Der Image-Film soll ja gern auch etwas überzogen sein, und sich selbst nicht so richtig ernst nehmen. Und wir wissen es ja alle: "Sex sells" ;-)

@Joshi93: Prost!

Grüße:

Tüddel

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ToXic pictures

TeeTrinker

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Donnerstag, 7. März 2019, 11:12

Wie bereits erwähnt, stellt der Auftraggeber Budget bereit. Ich persönlich halte 2500 - 3000 Euro für angemessen. Die Bezahlung der Laiendarsteller wäre hier schon enthalten, wenn man von ca. 100 € pro vollen Drehtag ausgeht.
Frage 1) Wie ist Eure Einschätzung? Haltet Ihr 2500 - 3000 Euro für angemessen?
Frage 2) Was würde eine (Profi-) Medienagentur / Filmproduktionsfirma für so eine Produktion mit Semi-Professionellen Darstellern verlangen? Nicht, daß ich mich Profis messen will, aber ich bräuchte eben eine Vorstellung, für wie viel Geld Profis so einen Image-Film erstellen.
Aloha...

2500-3000€ finde ich grundlegend nicht angemessen, ABER...

Wenn man einfach mal das Gehalt der Darsteller unter die Lupe nimmt, stellt man fest, dass die sozusagen für Mindestlohn arbeiten. Wenn man dann davon ausgeht, dass am Set höchstens 2 Leute beschäftigt sind und diese auch für Mindestlohn arbeiten und wenn dann auch der Schnitt und die ganze Postproduktion für Mindestlohn abläuft und die Vorbereitung dann for free ist... also geht schon, muss aber nicht sein. Es geht um den Dreh eines kommerziell genutzten Mediums, also etwas, was ein Unternehmen nutzt um Profit zu machen. Es geht nicht um Kunst, es geht nicht um ein Musikvideo es geht ganz klar um Werbemittel. Also bitte Leute - hört auf euch ausbeuten zu lassen und verlangt angemessene Preise!

Ich möchte jetzt keine neue Debatte über Markt, Qualität und angemessene Preisbildung entfachen. Andererseits - und ich möchte keinem zu Nahe treten - wenn ich lese, dass man einen Imagefilm nur mit Reflektoren dreht, dann bewegt man sich leider auch in eine Richtung, wo die Qualität des Endproduktes für den Kunden eher dünn sein wird. Da kann sicherlich auch ein Konzept oder eine Bildsprache dahinter stehen, aber Werbung / Image soll ja hochwertig aussehen und im Wort "Image" steckt ja drin, dass ein Unternehmen sich präsentieren will und das auf möglichst eindrucksvolle Weise. Demnach auch hier meine Meinung - einfach Qualität für angemessenes Geld produzieren - ein vernünftiges, professionelles Produkt liefern. Das macht Kunde und Dienstleister glücklich.


Ganz zum Schluss - über Geld in Zahlen redet man nicht, aber ich stimme meinen Vorrednern zu auch ich würde für so ein Projekt irgendwas zwischen 12k bis 18k aus dem Bauch heraus schätzen - ohne, dass ich das durchgerechnet hätte. Und das tut keinem Unternehmen weh. Kleine Randnotiz - ich habe letztens ein Angebot für über 100 Mitarbeiterporträts gestellt, was vom Arbeitsaufwand und vom technischen Aufwand wesentlich unter einem Imagefilm liegt, wo am Ende ca. 4000€ Netto drunter standen und man sprach dann da im Unternehmen von einem "sehr guten" Angebot. Nur um mal ein Gespür zu bekommen, mit was für Zahlen für Medien- und Werbeproduktionen normalerweise so zu tun haben und was die auch bereit sind zu Zahlen - vorausgesetzt die Qualität stimmt...

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joey23

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Donnerstag, 7. März 2019, 13:05

Seit Kameras für 1000€ Material liefern was für den Laien OK aussieht und Schnittcomputer mit 500€ ausreichen strömen Leute in diese Märkte die nicht versuchen davon zu Leben. Für die ist das ein Nebenbei-Erwerb oder ein Hobby. Was sie damit nicht sehen ist, dass sie damit langfristig die Preis senken, und denen, die davon Leben das Leben schwer machen. Ruft man jetzt für einen Drehtag 400€ auf mit Anfahrt und Technik kommt immer wieder mal "puuuh, also sonst zahlen wir unseren Freien so 200€ am Tag.." - nur davon kann man eben nicht Leben. Dabei sind selbst die 400 schon so knapp kalkuliert, dass da ab Ende des Monats nicht viel übrig bleibt..
Und das was die produzieren ist ja nichtmal unbedingt schlecht! Ich weiß auch gar nicht ob man denen da einen Vorwurf machen kann. In anderen Bereichen gibt es genau deswegen zum Beispiel eine Meisterpflicht. Warum nicht auch im kreativen Bereich? Um bestimmte Aufträge annehmen zu dürfen musst du Fachwissen in Form einer Ausbildung oder eines Diploms nachweisen. Einfach um diese Berufsgruppen und die Menschen dahinter zu schützen und den Auftraggebern die Sicherheit zu geben Quallität zu bekommen. Langfristig hält man so die Qualität der Arbeit hoch.

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Thoma

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