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Baix Vinalopó

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Freitag, 30. März 2018, 02:53

Spielfilm mit Überlänge

Hallo Ihr Lieben,

gibt es etwas, das gegen einen Spielfilm mit Überlänge spricht? (außer den Produktionskosten :-) ).

Wenn ja, was spricht dagegen?

Gehen wir mal davon aus, dass der Film n Gesamtlänge spannend genug ist, um den Zuschauer zu unterhalten...

Wir sprechen über eine Überlänge von ca. 30 Minuten.

Wünschenswert wäre es, dass der Film im Kino, im TV und auf DVD zu sehen ist, falls das eine Rolle spielt...


Vielen Dank vorab für Input!


Viele liebe Grüße,

Carolina

Bluescreen

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Freitag, 30. März 2018, 13:26

An sich spricht natürlich nichts dagegen, nur muss dann auch die Story so mitreißend und interessant sein, dass der Zuschauer die gesamte Länge mit dabei ist.
Es gibt kaum etwas, das mich mehr an Filmen nervt, als unnötige Länge. Als Amateur ist es schon schwer genug, einen 20-minütigen Film zu drehen, der das Publikum nicht langweilt. Wie muss es dann erst bei 90 bzw. 120 min sein?

Man braucht also einen wirklich triftigen Grund, die Story so weit auszudehnen. Ob das bei deinem Projekt der Fall ist, kann ich natürlich nicht sagen ;)

Viele Grüße
Felix

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Baix Vinalopó

Christian671

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Freitag, 30. März 2018, 14:36

Hallo Carolina,

ich kann mich Felix da nur anschließen.
Prinzipiell kann man gegen eine Überlänge nichts sagen, wenn es für die Story zwingend erforderlich ist. Aus meiner Erfahrung können aber in den meisten Fällen die Überlängen minimiert werden.
Das fällt aber - ich spreche da aus eigener Erfahrung - desöfteren den Filmemchern schwer. Man kann sich halt schweren Herzens von gutem Material trennen.
Aber, sehr oft ist weniger mehr.
Es kommt halt auch etwas auf das Publikum an.
Mache ich einen Film für mich, oder die Familie, dann kann er schon mal länger sein.
Ist er aber für die Allgemeinheit bestimmt, dann würde ich sagen „in der Kürze liegt die Würze“.

Mit Langfilmen habe ich allerdings überhaupt keine Erfahrung. Denke aber, dass es da relativ ähnlich ist.

Wünsche Dir ein gutes Händchen für Dein Projekt.

Schöne Grüße aus Oberfranken
Christian

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Baix Vinalopó

Baix Vinalopó

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Samstag, 31. März 2018, 00:56

Vielen Dank für Eure Meinungen :-) Ich sehe es genauso. Aber Laienmeinung eben.

Habe das Dilemma, dass ich genug Drehbuchstoff für eine normale Spielflilmlänge auf Celtx habe, aber bestenfalls erst die halbe Geschichte erzählt ist... mit bislang zwei Plotpoints.

Werde die Geschichte mal fertig erzählen und dann noch mal schauen, ob ich etwas weglassen oder raffen kann. Oder ob man am Ende beim Schnitt noch was machen kann... (aber bis dahin ist's ja noch 'ne Weile).


Der längste mir mit Überlänge bekannte Film dauert 5700 Minuten und es passiert die ganze Zeit über schier nix :rolleyes: Ist ein Filmexperiment und besteht die gesamte Dauer über nur aus einem einzigen Bild, soll wohl Kunst sein :D ("Matrjoschka"). Naja, ganz so künstlerisch bin ich dann doch nicht ambitioniert ;)


Viele liebe Grüße,

Carolina

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Jazzman

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Sonntag, 8. April 2018, 12:56

Hallo Baix Vinalopó,

das ist so aber der falsche Ansatz meiner Meinung nach. Klar, du kannst ein volles Drehbuch für drei Stunden Film und mehr haben. Dass die ganze Zeit etwas im Drehbuch steht, heißt aber noch nicht, dass der Film auch über die ganze Länge interessant bleibt. Da muss wohl eher noch an der Qualität des Drehbuchs gearbeitet werden.
Anyway. how's your sex life?

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Baix Vinalopó

Costa

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Montag, 9. April 2018, 13:39

Was gegen Filme mit Überlänge neben den (definitiv erheblicheren) Produktionskosten spricht, ist auch die schwierigere Marketing. Es ist natürlich schwieriger Menschen davon zu überzeugen, 2,5 Stunden der eigenen Zeit für einen Film zu investieren, als 1,5 Stunden. Außerdem müssen Kinos folgende Vorführungen für diesen einen Film ausfallen lassen, d.h. weniger Geld. Aus rein kommerziellen Gründen gibt es also wenig Grund einen Film mit Überlänge zu produzieren.

Aus rein künstlerischen Gesichtspunkten finde ich es auch sehr schade, dass man sich eigentlich immer nur in einem Rahmen von 80 bis 120 Seiten bewegen kann. Wenn man Steven Spielberg heißt, darf man vielleicht auch mal 150 Seiten machen, aber das war's dann auch schon. Doch Film steht nun mal in einem starken marktwirtschaftlichen Kontext und außer wenn man irgendwie undergroundmäßig und No-Bugdet produziert, kann man sich dem auch nicht entziehen.

Dafür gibt es in der Filmsprache aber auch eine Menge Techniken, wie man Dinge kürzen, verdichten, etc. kann. Aus meiner Erfahrung kann man fast alles gekürzt bekommen, wenn man wirklich will. Und es tut dem Film in fast allen Fällen gut. Denn das ist schlichtweg das Medium, in dem wir erzählen. Menschen langweilen sich schnell im Kino und allein schon eine halbe Seite unnötiges Drehbuch will man nicht haben. Ja, eigentlich nicht mal eine einzige unnötige Zeile. Jede unnötige Zeile langweilt und kostet 'ne Menge Geld.

Das heißt nicht, dass es nicht tatsächlich längere Geschichten gibt, d.h. Geschichte, die in ihrer internen Struktur eben eine gewisse Länge erfordern. Aber dann ist es leider auch schwer zu rechtfertigen, dass daraus ein Film werden kann - was ich natürlich schade finde. Die Aufgabe könnte dann darin bestehen, die Geschichte nochmal neu zu interpretieren, um sie in ein Drehbuch umzuwandeln. Ähnlich wie es bei Romanadaptionen ist. Irgendwie muss man ja den Spirit der Geschichte erhalten und dann so weit verdichten, dass es auf der kurzen Zeit eines Films funktionieren kann. Im Allgemeinen kann man denke ich sagen, dass Film näher an der Kurzgeschichte ist als an einem vollständigen Roman.
Unsere Filmprojekte:
Irgendwohin | Ein Abend Ewigkeit | Augen Blick

"Auch der weiteste Weg beginnt mit dem ersten Schritt."
Konfuzius

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joey23, Baix Vinalopó

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Montag, 9. April 2018, 23:30

Hallo, und allerliebsten Dank für Euren Input, der für mich sehr wertvoll ist ^^ :thumbup:

Ja, ich denke, Du hast Recht @Jazzman... andere Drehbuchautoren schaffen es ja auch, Geschichten, die sich über Jahrzehnte zutragen, so zu verpacken, dass ein 90 Min. Film draus wird. Also funktioniert das auch, wenn man es "vernünftig" anstellt...

Dafür gibt es in der Filmsprache aber auch eine Menge Techniken, wie man Dinge kürzen, verdichten, etc. kann. Aus meiner Erfahrung kann man fast alles gekürzt bekommen, wenn man wirklich will. Und es tut dem Film in fast allen Fällen gut.


Ja, genau. Bin jetzt drauf gekommen, Szenen, die zwar gezeigt werden müssen, um das Bild rund zu machen, aber womöglich dazu tendieren zu "langweilen", würde man sie voll ausspielen, und die einfach zu viele Filmminuten kosten, nur "anzureißen" und sie im Zeitraffer zusammenzufassen, mit Musikunterlegung.

Ich denke mal, das ist eine Option, um letztendlich 30 Min. oder mehr zu sparen...


Und ich mache mir eben auch Gedanken darüber, was Du auch anregst, wer will den Film am Ende, wenn er Überlänge hat...?

Möglicherweise kann man sich damit auch von vornerein ins Aus schießen durch die Überlänge...


Besten Dank für Eure Gedanken! :thumbup:


Viele liebe Grüße,

Carolina

Verwendete Tags

spielfilm, Überlänge

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