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MrSuperSwag

unregistriert

1

Montag, 17. Februar 2014, 11:50

Drehbuchidee unfreiwillig komisch (?)

Hallo Leute,

Ich bin noch relativ neu was das Schreiben von Drehbüchern angeht, allerdings habe ich es mir in den Kopf gesetzt, eines über etwas zu schreiben, das mir schon seit Ewigkeiten durch den Kopf geistert. Den Grundriss habe ich fertig, allerdings habe ich von Freunden gesagt bekommen, dass die Geschichte unfreiwillig komisch ist, was ich nicht verstehe.

Es geht um folgendes (und ich weiß, dass die Idee keine hohe Kunst ist):
Ein junger Basketballspieler erleidet den Schickssalsschlag eines Autounfalls, nach dem er von der Hüfte abwärts gelähmt ist. Um damit klarzukommen, setzt er sich in den Kopf, beim Rollstuhlbasketballteam anzufangen und seiner Leidenschaft nochmal neu nachzugehen, nur eben anders und an seinen jetzigen Lebensumständen angepasst. Nachdem er mit seiner Behinderung und seiner Motivation zu kämpfen hat und kurz vor dem Aufgeben ist, wird ihm schlagartig bewusst, was seine bisherigen Leistungen wert sind und er befreit sich von seiner Depression. Dies demonstriert er indem er das scheinbar Unmögliche schafft und im letzten Spiel der Saison einen Slam Dunk schafft. Nach diesem Moment glaubt er wieder vollständig an sich und ist bereit, mit seinem neuen Leben umzugehen und das Beste zu machen.

Ich habe Kollegen über den Grundriss lesen lassen. Sie waren der Meinung, die Geschichte sei relativ ernst und traurig aber nehme eine komische Wendung, die es unfreiwillig komisch werden lasse. Wie kann ich das Verbessern?

z3r0_88

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2

Montag, 17. Februar 2014, 11:56

Das unfreiwillig komische daran ist, einen Slamdunk mit einem Rolli zu machen.
Wie soll man sich das vorstellen?
Wie soll er aus einer Sitzhöhe von vielleicht 1,20m an den Korb kommen der in 3Metern (geschätzt) höhe hängt?
Das würde ja nur gehen, wenn er auf einmal wieder laufen und somit auch springen kann.

joey23

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3

Montag, 17. Februar 2014, 12:18

Ich finde daran nichts komisch. Erinnert mich ein Gran Paradiso, durchaus sehenswerter Film. Auch der ist eigentlich ernst und tragisch, durch die Erzählweise aber oft auch zum Lachen. Und das muss imho bei solchen Themen auch so sein.

Lierov

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4

Montag, 17. Februar 2014, 12:35

Wie soll er aus einer Sitzhöhe von vielleicht 1,20m an den Korb kommen der in 3Metern (geschätzt) höhe hängt?
wenn man das was "z3r0 88" schreibt mal außer Acht lässt, denke ich, dass es eine Frage ist, wie das ganze inszeniert wird. Ich für meinen Teil finde solche Geschichten immer übertrieben. Aber das ist nur mein persönlicher Geschmack. Gibt ja einige US-Produktionen die dann voller Pathos auf bestimmte Emotionen abzielen. Meistens hört man dann von irgendwelchen sympathischen Nebendarstellern, die mit glänzenden Augen und ernster Stimme solche Sätze sagen wie "Es war mir eine Ehre..." oder schlimmer noch mit stolzen Blick die gestreckte Hand zum militärischen Gruß an den Kopf halten.
Aus meiner Sicht besteht die größte Gefahr tatsächlich in der Umsetzung. Die Gefahr der unfreiwilligen Komik sehe ich in erster Linie nicht(!) im Drehbuch.
Kritik ist die höchste Form der Zuneigung

5

Montag, 17. Februar 2014, 13:14

Eventuell sollte man hier dass komische (was ich selbst noch nicht erkenne) als positve Kritik ansehen, und einfach das Drehbuch in eine andere Richtung schreiben.

Ich finde dass so eine Geschichte "in dieser Form und Art" einfach schon zu oft geschrieben wurde.
Was aber nicht böse gemeint ist.

Hätte da auch schon eine Idee,aber keine Zeit,da ich selbst 5 drehbücher im Kopf habe.

Die ich auch noch schreiben möchte.

6

Montag, 17. Februar 2014, 16:58

Ich finde die Drehbuchidee sehr gut! Ob der Film (unfreiwillig) komisch wird, kommt eher auf die Performance an und weniger auf das Drehbuch selbst. (Obwohl ein bisschen unerwarteter (das ist nicht dasselbe wie unfreiwilliger) Humor allen Filmen gut tut. Beabsichtigter Humor ist auch der beste Schutz gegen unfreiwilligen Humor!

Eine Sache stört mich aber noch, und das ist die Motivation der Hauptfigur. Aus einer Depression kommt man nicht schlagartig raus, sondern man muss hart kämpfen und sich Stück für Stück etwas neues aufbauen. Darum kann die Motivation den Protagonisten nicht plötzlich überfallen, sondern er muss an sich glauben. Was auch Raum für Selbstzweifel lassen sollte - das macht den Film ja erst spannend: Wirft er das Handtuch oder beißt er sich durch?

Irgendwie muss ich an den Film King Pin denken, den ich urkomisch finde und trotz seiner Absurditäten dramaturgisch glaubwürdig. Sicher nicht das beste Drehbuch, das je geschrieben wurde, aber frei von größeren Flaws, gute Handwerksarbeit, aus erzählerischer Sicht. Wenn du den Film noch nicht kennst, ändere das ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »jk86« (17. Februar 2014, 17:03)


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