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1

Montag, 7. Januar 2013, 11:05

Filmideen finden

Hallo,
Ich möchte bald anfangen einen kurzfilm zu drehen. Ich hab schon ein paar ideen, aber um
Ehrlich zu sein gefallen die mir nicht oder ich kann die ideen nicht umsetzten. Jetzt wollte ich fragen: Wodurch lässt ihr euch inspierieren? Wie kommt ihr auf ideen? Was für tipps habt ihr für mich? Ausserdem wie fördert ihr eure kreativität ? :)


Ich hoffe es gibt einige die mir helfen können :)

dödeli117

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2

Montag, 7. Januar 2013, 11:32

Siehe hier

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Costa

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3

Montag, 7. Januar 2013, 12:55

Ich habe hier auch etwas dazu geschrieben.

Außerdem habe ich noch eine Technik, die ich letztens gelernt habe: Ich nehme mir eine Zeitung, stelle mir einen Wecker auf 30 Minuten und sage mir, dass ich in dieser Zeit 3 verschiedene Ideen entwickeln werde. Die Zeitung nutze ich dann dafür, durch Zufall jeweils 3 Begriffe für jede Story herauszusuchen. Man kann die Artikel der Zeitung aber natürlich auch als Inspiration verwenden. Das Geniale an dieser Technik ist, dass man sich zwar immer wieder neue Begriffe oder Artikel suchen könnte, weil sie einem nicht passen, aber gerade durch die Zeitbeschränkung quasi dazu gezwungen wird, ab einem bestimmten Punkt die Begriffe anzunehmen und etwas aus ihnen zu machen.

Als ich diese Übung das erste Mal gemacht hatte, war ich erstaunt, was für tolle Ideen in einer halben Stunde entstehen, während ich vorher für eine einzige gute Idee immer mindestens einen ganzen Tag gebraucht habe. Das lag einfach daran, dass ich bestimmte Dinge immer zu früh verworfen habe. Im Schnitt sind, wie ich finde, immer 1-2 Ideen der 3 Ideen nutzbar, die in dieser halben Stunde entstehen. Am wichtigsten ist einfach, nicht aufzugeben, wenn einem die Begriffe-Kombination nicht passt. Selbst die absurdesten Begriffe kann man irgendwie verbinden. Und wenn das nicht klappen will, einfach Assoziationen zu den Begriffen bilden, allein durch Synonyme, ähnliche Wörter oder Gegenteile bekommt man oft einen ganz neuen Blick auf das ganze. Und nicht scheuen, auch absurde Assoziationen hinzuschreiben.

Das witzige ist, dass bei der Übung die coolsten Ideen immer erst in den letzten 5-10 Minuten kommen, wahrscheinlich durch den Zeitdruck (ist zumindest bei mir so). Also keine Panik, wenn man nach 20 Minuten noch keine feste Idee hat (oder besser doch Panik, denn dann entsteht auch Gutes ;) ). Vielleicht hilft das ja jemandem...
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4

Montag, 7. Januar 2013, 13:00

Hey, wenn ich eine coole Idee umsetzen will, tue ich zunächst zwei Sachen. Zuerst versuche ich interessante Charaktere zu erfinden, die die Geschichte tragen können. Diese Charaktere musst du möglichst vielschichtig entwerfen, d.h. Aussehen, Hobbies, Vergangenheit, Macken etc. Dann versuchst du eine Art Storyline zu entwerfen. Das heißt, dass du dir die wichtigsten Ereignisse deiner Geschichte notierst. Lasse dabei deiner Fantasie freien Lauf und stelle dir vor allem immer wieder die Frage, wie deine Charakter auf die jeweilige Situation reagieren. Da ein Film in der Regel einen linearen Aufbau besitzt, kannst du gut Szenen aufeinander bauen. Du fängst also mit einer Szene an, die ein Problem oder Thema präsentiert, um das sich dein Film dreht. Dann stellst du dir immer wieder Fragen: Wie reagiert meine Hauptfigur auf dieses Ereignis? Was tut sie? Flippt sie aus? Ruft sie die Polizei? Mit jeder Antwort, die du erhälst bekommst du einen Hinweis, wie das nächste Ereignis, die nächste Szene deines Filmes aussehen könnte.

Allgemein also: Situation/Ereignis -> Frage "Wie reagiert Charakter" -> Antwort=neue Situation/ Ereignis.

Damit erhälst du in der Regel ein solides Gerüst.

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5

Montag, 7. Januar 2013, 17:42

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten auf die ich zugreife.

Derzeit entwickle ich ein 90 Seiten Buch und muss dabei auf Faktoren wie Machbarkeit/Was will ich für einen Film machen/Mainstream Fähigkeit/Anspruch achten. Ich habe in den letzten 2 Monaten mehrere Ideen ausgearbeitet und es immer wieder umgestoßen, weil es nicht machbar war oder nicht das war, wonach ich suchte.

Oft bekommt man einfach so Ideen. Man ist irgendwo, macht irgendwas und denkt sich, was würde passieren, wenn jetzt plötzlich dies und jenes passiert? Schwupps gehen die Gedanken los und man denkt am Ende : hey! geile Filmidee! Oft ist es aber so dass man diese nicht umsetzen kann, da zu aufwändig oder man hat einfach nicht genug Skill um das glaubwürdig zu inszenieren.

Ich greife wirklich alles auf was sich greifen lässt. Träume, spontane, zusammenhangslose Ideen und und und. Alles ist irgendwann brauchbar. Wenn ich eine Idee in eine Story einflechte, die Story aber nie umsetze, verwende ich dieses Element auf einer anderen Story an der ich aktuell arbeite. Nur mal um zu sehen ob es passt oder nicht. Es ist immer einen Versuch wert.

Wenn ich aber mal mit einem leeren Kopf da sitze und mir absolut nichts in dem Kopf schießt, schaue ich Trailer, gehe schlafen oder höre Musik. Lesen hilft auch. Vor allem Theorie Zeug.

Ich gehe seit etwa einem Jahr sehr intensiv auf die Charaktere ein. Vor allem auf den Helden. Dabei werfe ich aber nicht zufallsbegriffe in den Raum oder brainstorme nicht irgendwelche Hintergrund Geschichten sondern stelle mir meinen Helden vor. Sein Gesicht, sein Blick. Reaktionen. Dann beginne ich nach einem Musikstück zu suchen, das auf diesen Charakter passt. Ich lerne ihn langsam kennen und dann fallen mir immer mehr Sachen ein, die ihn ausmachen und auch warum. Wenn ich nun eine Situation habe, weiß ich genau was mein Held sagen würde und was auf keinen Fall. Manchmal kann ich nicht genau sagen warum mein Held ist wie er ist. Aber ich weiß, dass es richtig so ist, wie er ist.

Eine elementare Frage die ich mir immer wieder stelle ist : was wäre das schlimmste das dem Helden passieren könnte oder der Story? Wenn ich auf diese Frage keine Konkrete Antwort liefern kann, fehlt mir eindeutig die antagonistische Kraft in der Story.

Um einige Beispiele zu bringen :
Findet Nemo : Das schlimmste was passieren könnte wäre, dass der Vater seinen Sohn nicht findet. Der Tod von einem der Beiden würde auf das selbe Ergebnis raus laufen.

Inception : Das schlimmste was passieren könnte wäre, dass der Held den Auftrag vermasselt. Der Tod läuft auch hier auf das selbe hinaus. Zwar ist das Ziel des Helden etwas anderes und der Auftrag nur eine Bedingung um das Ziel zu erreichen aber im Film geht es überwiegend um diesen Auftrag. Ich bin mir unsicher ob man das eine oder andere hier nennen sollte aber ich denke das Prinzip ist schon klar.

Anders bei Jurrassic Park oder anderen Monster/Horrorfilmen bei denen es um Abschlachtung der Heldencrew geht. Dort ist das schlimmste was passieren kann, dass der Mörder/das Monster alle erwischt, bevor sie fliehen können.

Das schlimmste Ereignis das eintreffen kann, ist eine Permanente Gefahr die dem Helden und so auch dem Zuschauer im Nacken sitzen muss. Deshalb ist diese Frage sehr wichtig. Oft ist eine Story bei der man diese Frage konkret beantwortet hat und es sich richtig anfühlt auch etwas das man gerne umsetzen will. Ob die finanziellen Mittel oder sonstiges dazu ausreicht ist eine andere Frage.

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7River, Danielleinad, L Lawliet

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6

Montag, 7. Januar 2013, 18:00

Mir hilft vor allem Musik bei der Ideenfindung. Oft höre ich mir dann Musik an die zu der Stimmung der Szene passt, also Aktion, Drama etc. Das stimuliert für mich die Emotion und das hilft mir dann, mich leichter in das Geschehen hinein versetzen zu können. Nichts anderes ist ja der Sinn von Filmmusik und den mache ich mir umgekehrt zu Nutze.

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Nukaclear

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7

Montag, 7. Januar 2013, 18:20

Mir hilft vor allem Musik bei der Ideenfindung. Oft höre ich mir dann Musik an die zu der Stimmung der Szene passt, also Aktion, Drama etc. Das stimuliert für mich die Emotion und das hilft mir dann, mich leichter in das Geschehen hinein versetzen zu können. Nichts anderes ist ja der Sinn von Filmmusik und den mache ich mir umgekehrt zu Nutze.

Der Tipp ist wirklich sinnvoll. Nebenbei, passt nicht ganz zum Thema, eher zu"wie gestalte ich eine schon bekannte Situation", aber generell mache ich es so, mein Umfeld (Schreibtisch o.so) etwas so zu gestalten, dass es mich an die Story erinnert.

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Costa

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8

Montag, 7. Januar 2013, 18:32

Mir hilft vor allem Musik bei der Ideenfindung. Oft höre ich mir dann Musik an die zu der Stimmung der Szene passt, also Aktion, Drama etc. Das stimuliert für mich die Emotion und das hilft mir dann, mich leichter in das Geschehen hinein versetzen zu können. Nichts anderes ist ja der Sinn von Filmmusik und den mache ich mir umgekehrt zu Nutze.

Das funktioniert bei mir leider gar nicht. Im Gegenteil, ich persönlich finde Musik eher hinderlich bei der Ideenfindung. So schnell, wie ich dabei zwischen verschiedenen Ideen und Themen hin und herspringe, kann ich gar nicht meine Musik anpassen. Auch beim Drehbuchschreiben selber zwängt mich Musik einfach zu sehr in einen bestimmten Rhythmus hinein, der all die anderen Möglichkeiten der Story verdeckt. Was mir auch beim Musikhören während dem kreativen Arbeiten auffällt, ist, dass ich mich zu sehr
von der Musik ablenken lasse und mich nicht mehr mit dem eigentlichen
Thema beschäftige. Ich komme schon an mein Ziel, brauche in der Regel aber deutlich länger, als wenn ich keine Musik höre. Oft fehlt mir die Musik am Anfang des Schreibens dann, aber wenn man sich so tief in die Story versetzt, fehlt sie einem schnell auch nicht mehr.

Doch das ist absolut mein ganz persönliches Empfinden. Anderen kann es dabei komplett anders gehen.
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Danielleinad

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9

Dienstag, 8. Januar 2013, 01:23

Derzeit arbeite ich an einem Exposé, was zu einem ehrgeizigen Drehbuch für einen Langfilm sich entwickeln soll. Soviel sei verraten: Es ist ein mit viel Surrealismus gespicktes, gesellschaftskritisches Liebesdrama.

Allein am Exposé arbeite ich schon zwei Monate. Worrauf ich mich zuallererst festgelegt habe ist, dass auf jeden Fall die Elemente Surrealimus, Gesellschaftskritik und Liebesdramatik beinhalten soll. Dann erarbeitete ich mir was sehr grob im Film passieren soll, sodass man es in 2-3 Sätzen zusammenfassen könnte. Doch es gab noch riesige Lücken. Die Ideen kamen immer nach und nach über mehrere Wochen hinweg. Immer wenn mir irgendwas Interessantes in meinem Alltag in den Sinn kam, notierte ich es mir erstmal in meine Ideensammlung. Nicht selten speicherte ich Vorfälle, die in meinem Alltag vorkamen in mein Gedächtnis und wandelte sie in ein Element für meinen Film um. Sehr viel Durcheinander also, ohne noch einen roten Faden zu haben.

Meine Ideensammlung gleicht einem Puzzle, in dem die Ideen (Puzzleteile) schon liegen, aber mir noch nicht bewusst ist, wie sich sinnvolll verknüpfe und Unpassendes herausfiltere. Die Arbeit mache ich mir später. Oft schreibe ich für meine Ideen mehrere Lösungwege und Varianten auf, damit ich im Nachhinein flexibler das Drehbuch zusammenbasteln kann. Je mehr Puzzleteile hinzukommen, umso mehr achte ich auch darauf, die Ideen so zu formen, dass sie auch besser ins Gesamtbild passen.

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7River

rick

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10

Dienstag, 8. Januar 2013, 07:38

Ideenfindung passiert bei mir ganz häufig nebenbei. Man muß eigentlich nur Menschen beobachten und zuhören wenn sie sich unterhalten, in der Kneipe, Straßenbahn oder auf Parties. es ist unglaublich was für skurile Dinge ständig um einen herrum passieren. Für mich hat sich bewährt, immer einen Taschenkalender und einen Kuli dabei zu haben, um diese Minidrehbücher des Alltags jederzeit festhalten zu können.

Letzten Samstag z.B. hatte ich das Vergnügen 20 Minuten auf eine Pizza Bestellung bei einem Bringdienst im Laden zu warten, das war abgedrehter als eine Komödie mit Tom Gehrhard. Der Charackter "Pizzabote" steht jetzt ganz oben auf meiner Liste der Anti-Alltagshelden und ich weiß jetzt warum Pizza auch mal kalt und nicht fertiggebacken beim Kunden ankommt... weil die Themen "Porsche 911 und Mercedes SLK" ja soviel wichtiger sind, als eine zeitnahe Auslieferung. Ich weiß jetzt auch wer die Paprika schneidet und unter welchen hygenischen Bedingungen sowas gemacht werden kann und "Verpiss Dich Alter", ist kein Klischee' sondern gehört zum liebevollen Verbal-Umgang unter den Mitarbeitern. Ganz großes Kino.

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7River

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11

Donnerstag, 10. Januar 2013, 15:52

@Danielleinad Darf ich mal raten? Handelt Deine Story von einem gleichgeschlechtlichen Paar? Oder einem Paar, das ein großer Altersunterschied trennt? Aber lassen wir uns doch lieber überraschen... ;)

Na ja, an einem Langdrehbuch kann man sich schon durchaus "die Zähne ausbeißen"...
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“

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