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Christopher90

unregistriert

1

Freitag, 20. Januar 2012, 18:00

Neues Drehbuch

Hey,

ich habe ja schon in einem Thread ein Drehbuch vorgestellt gehabt (bzw. den Anfang). Ich gehe gerade mit 2 verschiedenen Vorgehensweisen an das Drehbuch ran, das ist das 2. Drehbuch, das ich parallel geschrieben habe. Was kann man eurer Meinung denn noch verbessern oder ändern?

Lg,

Christopher

Zitat


  1. Thema: Umgang mit
    Ablehnung


  2. Martin, 48, arbeitet in einem
    Büro, ein graues Gebäude, Bürokomplex, alles Grau in Grau. Sein
    Büro scheint in den 80er Jahren gefangen halten zu sein, graue
    Tapeten, ein Rechner, der auch schon seit Jahren überholt werden
    müsste (Röhrenmonitor, lahme Kiste). Auch Martin selbst ist
    altbacken. Seine Brille, der Seitenscheitel, die Hose bis zum
    Bauchnabel hochgezogen und das weiße Hemd darin reingestopft, so
    sieht kein moderner Arbeiter aus. Martin ist im Bürokomplex immer
    der erste und immer der letzte, der geht.
    Auch sein Kollege Jens,
    34, passt sich diesem Stil an. Seit 10 Jahren arbeiten die beiden so
    miteinander. Sie sind mittlerweile gute Freunde geworden. Jeden Tag
    um 12 geht es in die Mittagspause, in der sie ihr selbst
    mitgebrachtes Sandwich auf einer Mauer vor dem Gebäude.

  3. Unten auf dem Parkplatz können
    die beiden die Kollegen aus den Büros gegenüber sehen. Sie haben
    schon um 16.00 Arbeitsschluss. Sie sind jung, modern und farbig
    gekleidet. Während sie aus ihrem Gebäude auf den Parkplatz gehen,
    lachen sie, steigen dann in ihre teueren Autos und fahren nach
    Hause.
    Martin und Jens schauen neidisch den Männern nach und
    verlieren sich beide für ein paar Sekunden. Martin realisiert als
    erstes, dass sie nicht daran denken dürfen und legt Jens
    demonstrativ den nächsten Stapel mit Dokumenten auf den Tisch. Der
    schaut noch einmal nach unten, sieht die Männer gerade noch, wie
    sie in ihre Autos einsteigen. Seufzend macht der sich wieder an die
    Arbeit.

  4. In einer Mittagspause kommen auch
    die Fremden von Gegenüber aus ihrem Gebäude. Martin und Jens
    sitzen wieder auf ihrer Mauer und essen ihre Sandwiches. Attraktive
    junge Frauen kommen auf die Männer zu. Jede von ihnen legt eine
    Hand um den Hals eines Mannes, die zusammen zu den schönen
    Sportwagen laufen. Wieder schaut Jens besonders lange sehnsüchtig
    hinterher, aber Martin kann ihn wieder auf die Stille, die sonst
    zwischen ihnen in der Mittagspause herrscht, zurückführen.

  5. Am nächsten Morgen, Martin ist
    schon wieder im Büro, sieht er Jens von dem Büro durch das Fenster
    aus unten mit einem der Männer von gegenüber sprechen. Jens ist
    stark verändert, hat eine neue moderne Frisur, sich einen neuen,
    schicken Anzug zugelegt uns sieht um 10 Jahre verjüngt aus.
    Jens
    wirft daraufhin alle Akten, die auf Jens Schreibtisch fein geordnet
    liegen, aus dem Fenster.

  6. Die Mittagspause: Martin sitzt wie
    gewohnt auf seinem Platz auf der Mauer vor dem Büro und isst das
    Sandwich. Jens kommt hinzu, fröhlich, gut gelaunt und möchte sich
    auf die Mauer mit dazusetzen. Aber Martin stellt energisch eine
    Tasche neben sich, sodass für Jens kein Platz mehr neben Martin
    ist. Auch die fremden Männer haben das Büro mit Jens verlassen.
    Einer der Männer ruft aus der Ferne, ob Jens nicht mit zum Essen
    kommen möchte. Der hält noch kurz Blickkontakt mit Martin, dreht
    sich dann aber um und geht mit.

  7. Der nächste Tag: Martin ist die
    Ruhe zu viel geworden und hat Jens Platz mit einer kunstvoll
    ausgearbeiteten Gebilde aus Bürogegenständen gebastelt, das er wie
    Jens angezogen hat und auf Jens Sitz gegenüber gestellt hat. Eine
    Sekretärin kommt herein und sagt, dass Herr Maschmeyer (Jens) da
    wäre, worauf Martin behauptet sich mich seinem „Kollegen“
    besprechen zu müssen. Die Sekretärin erwidert, dass er Besuch mit
    dabei hätte.
    Der echte Jens kommt ungebeten herein, wiederholt
    noch einmal, dass er jemanden mitgebracht hätte., Im Schlepptau hat
    er die Männer von gegenüber, allesamt in Martins Stil gekleidet,
    Seitenscheitel, die Hose bis zum Bauchnabel, eine altbackene Brille.
    Jens fragt, ob Martin nicht mit zum Essen gehen wollte. Martin
    greift unter den Tisch, wo eine große Tüte steht, darin ein Anzug
    und ein buntes Hemd im Stile, wie ihn sonst die Männer tragen und
    sagt, dass er das selbe hätte fragen wollen.
    So gehen die Männer
    allesamt aus dem Bürokomplex.


7River

Amateur-Drehbuchautor

  • »7River« ist männlich

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Dabei seit: 15. Januar 2012

Wohnort: Münsterland

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2

Sonntag, 5. Februar 2012, 21:54

Hallo,

das hier ist eher ein Mix aus Szenenbeschreibungen
und Story Synopsis und detaillierten Charakterbeschreibungen. Dass Martin immer
pünktlich ist usw., gehört auch nicht in einem Drehbuch.

Ein Drehbuch-Beispiel:

INNEN - BÜROGEBÄUDE – TAG

Ein trister Bürokomplex. MARTIN, 48 Jahre alt,
dunkelblond, sitzt an seinem Schreibtisch vor einem antiquierten Computer. Sein
Seitenscheitel, seine dicke Brille und seine bis zum Bauchnabel hochgezogene
Hose geben ihm ein altmodisches Erscheinungsbild. An einem Schreibtisch
gegenüber: Sein Kollege Jens, 34 Jahre alt, gleicher Kleidungsstil.

MARTIN: Und, wie war das Wochenende?

Jens: Willst du ‘s wirklich wissen?

Und so weiter…

INNEN – BÜRO – TAG

Martin und Jens stehen am Fenster und sehen hinüber
zu einem gegenüberliegenden Bürogebäude. Dort arbeiten fesche, junge Leute in ihren Büros. Neidisch beobachten sie, wie
die Kollegen im anderen Bürogebäude gerade Feierabend machen.

MARTIN: Die haben ‘s gut…

JENS: Ja, du sagst es…

Und so weiter…

Das Drehbuch muss kurz und knapp geschrieben werden.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“

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