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dödeli117

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1

Donnerstag, 5. Januar 2012, 22:10

Stadt, Nacht, und Fellini

Guten Tag die Damen und Herren,

Ich bin auf der Suche nach Inspiration. Meine Gedanken kreisen um eine lose Idee, einen Film in dem der Protagonist eine surreale Reise durch eine Stadt bei Nacht erlebt und mit seinen persönlichen Problemen konfrontiert wird. Klar, Nacht und Stadt sind Elemente vieler Filme. Ich wollte euch mal fragen, was ihr so für welche empfehlen könnt. Natürlich sind auch surreale Filme willkommen.
Bei Nacht und Stadt denke ich zuerst an "Taxi Driver", aber meine Idee geht mehr in Richtung Fellini. Dessen Filme schaffen es ohne eindeutige Handlung eine extrem spezielle Atmosphäre zu schaffen, auch spielen sie oft Nachts (La Dolce Vita oder Roma beispielsweise). Darf man das eigentlich? Mit wenig Handlung einen dreistündigen Film machen? Oder ist das schlechtes Storytelling? Kennt da jemand ähnliche Filme wie die von Fellini?

Entschuldigt das der Thread (wie schon mein letzter zum Film Noir) keine eigentliche Fragestellung enthält. Ich hab mal wieder mehrere lose Ideen und bin auf der Suche nach Dingen, die mir weiterhelfen können.

Gruss,
Andi

Mr Dude

unregistriert

2

Samstag, 7. Januar 2012, 13:32

Wenn du in die Fellini Richtung gehen willst, solltest du dich natürlich auch mit der Nouvelle Vague beschäftigt haben. Das französische Kino der 1960er ist voll von melancholischen, handlungsarmen Filmen. Außer Atem würde mir da beispielsweise einfallen - Auch wenn der hauptsächlich tagsüber spielt. Aber es geht ja eh erstmal nur um die Inspiration. Blow Up würde mir ebenfalls in den Sinn kommen.

Und wenn du schon die Frage in den Raum stellst: Ich halte es durchaus für schlechtes Storytelling. Kaum ein Regisseur hat mich so dermaßen angestrengt wie Fellini. Habe echt noch keinen Film von ihm gesehen der mir auch nur ansatzweise gefallen hätte.

3

Samstag, 7. Januar 2012, 15:52

Wenig Handlung muss nicht schlechtes Storytelling bedeuten, um mal auf die eine von deinen vielen Fragen einzugehen!
Wenn du dir z.B. letztes Jahr "Tree Of Life" angesehen hast, wirst du gemerkt haben, dass dort kaum Handlung vorhanden war.

Für mich kann also definitiv zwischen "schlechtem Storytelling" und "Schwerpunkte woanders gesetzt" unterschieden werden!

Grüße

PS: Viel Spaß bei dem Versuch. Wenig Story in einen langen Film zu bekommen und das Publikum trotzdem nicht zu langweilen, halte ich für eine große Kunst!

dödeli117

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4

Mittwoch, 11. Januar 2012, 02:18

Danke euch beiden schonmal für die Antworten. Ja, ich sehe das ähnlich wie Obolos, auch wenn ich Fellini zu wenig kenne. Der Film kann dadurch einen dokumentarischeren Charakter bekommen, was ihn glaubwürdiger erscheinen lässt und gleichzeitig einen Kontrast zu Fellinis teils ausufernd-barocken Szenen bildet.

Gibt es sonst noch Filme in denen die Nacht in der Stadt ein zentrales Element ist? Mir ist nur noch "Night on Earth" eingefallen.

Und wie siehts es in punkto Beleuchtung in der Stadt bei Nacht aus? Gibts da Besonderheiten, die man beachten muss?

Bin dankbar für weitere Antworten.

DickLaurent

unregistriert

5

Freitag, 27. Januar 2012, 17:37

Hallo

Ich weiß, der Tread ist schon alt, aber möchte trotzdem darauf antworten.
Also ich bin ein großer Fan von Fellini
- Roma
- Satyricon
- Stadt der Frauen
... uvm. kann ich mir immer und immer wieder anschauen.

aber zu dem Thema fallen mir noch andere ein

David Lynch zum Beispiel
- Mulholland Drive
- Blue Velvet
- Lost Highway
- Eraserhead
- Twin Peaks

Luis Bunuel
- Ein andalusischer Hund
- Abgründe der Leidenschaft
- Das Gespenst der Freiheit (der ist Wahnsinn)
- Dieses obskure Objekt der Begierde
- Der diskrete Charme der Bourgeoisie

Francis Ford Coppola
- Der Dialog

George Orwell
- 1984 (gedreht von Michael Radford)

Terry Gilliam
- Brazil

Roman Polanski
- Che?
- Der Tod und das Mädchen
- Der Mieter

Lasse Spang Olsen
- In China essen sie Hunde

Da passt jetzt natürlich nicht alles zu dem was du suchst, sind jedoch alles sehr surreale Filme, die ich liebe.
Jeder dieser Filme wird dir zu denken geben und in einigen geht es auch um das was du suchst.

Lg
DickLaurent
Danke euch beiden schonmal für die Antworten. Ja, ich sehe das ähnlich wie Obolos, auch wenn ich Fellini zu wenig kenne. Der Film kann dadurch einen dokumentarischeren Charakter bekommen, was ihn glaubwürdiger erscheinen lässt und gleichzeitig einen Kontrast zu Fellinis teils ausufernd-barocken Szenen bildet.

Gibt es sonst noch Filme in denen die Nacht in der Stadt ein zentrales Element ist? Mir ist nur noch "Night on Earth" eingefallen.

Und wie siehts es in punkto Beleuchtung in der Stadt bei Nacht aus? Gibts da Besonderheiten, die man beachten muss?

Bin dankbar für weitere Antworten.

dödeli117

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6

Freitag, 3. Februar 2012, 00:15

Hui, das sind ja gleich einige Vorschläge, vielen Dank. Auf Lynch, von dem ich bisher zu meiner Schande keinen Film gesehen habe, habe ich mir gleich auch mal zwei Filme gekauft, Mulholland Drive und Blue Velvet Beide klingen in etwa nach dem was ich suche, ich werde sie mir in den nächsten Tagen ansehen.

Kennt jemand von euch Martin Scorseses "After Hours - Die Zeit nach Mitternacht"? Der Film ist so ziemlich was ich gebraucht habe: ein Protagonist, der eine extrem schräge Nacht in der Grossstadt verbringt.

Wenn jemand noch weitere Filme in diesem Stil kennt, bitte melden.

Und wie gesagt: was muss ich beim Dreh in der Nacht in der Stadt beachten? Irgendwelches zusätzliches Equipment? Sind DSLRs wie die Canon D60 dafür geeignet?

Danke für weitere Hilfe!

joey23

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7

Freitag, 3. Februar 2012, 11:51

Ne DSLR ist schon mal super. Lichtstarke Objektive solltest du haben. Ich nehme gern mein Auto und leuchte damit über einen oder 2 Reflektoren aus. Das geht relativ gut, ist aber natürlich keine Universallösung. Nacht richtig zu leuchten ist extrem aufwändig. Erst mal muss man die Szene kontrollierbar machen (Straßenlaternen, Fenster die mal an und mal aus sind, Ampeln die im Hintergrund nachher unsinnig schalten etc) und dann braucht man recht viel Leistung um es wieder hell zu machen. Such dir also Szenen und Hintergründe, die sich möglichst wenig verändern. Bürogebäude statt Wohnhäuser, keine Ampeln etc im Hintergrund.

dödeli117

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Freitag, 3. Februar 2012, 12:17

Ja, mein Kameramann hat eben auch gemeint DSLR sei besser, weil lichtstärker. Gibt es für die D60 genügend lichtstarke Objektive? Wenn ich Glück habe, besteht vielleicht auch die Möglichkeit mit einer 5D Mark II zu drehen, ich nehme an, die wäre noch etwas besser.
Und was verwendest du denn für Reflektoren?
An die Anschlussfehler, die durch das Licht bei Nacht schnell mal entstehen habe ich noch gar nicht gedacht, danke für den Hinweis.

Danke schonmal für die Tipps.

joey23

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9

Freitag, 3. Februar 2012, 12:42

Ich habe einen Satz günstige Reflektoren von ebay, 2x grob 80cm und 1x grob 1,5x2 Meter. Sind beide Klasse. Dann habe ich noch einen Reflektor von Dedo, der nur ca 50cm ist, aber 20x soviel kostet. Die Verarbeitungsqualität ist natürlich wesentlich besser, vom Licht gibts aber keinen Unterschied, wenn man die Größe außer acht lässt.

Klar gibt es genug lichtstarke Objektive, die Frage ist eher, ob ihr euch die leisten könnt ;) Außerdem auch immer bedenken, dass bei geöffneter Blende bei zB einem Canon 50 1.4 der Schärfebereich extrem klein werden kann, wenn ihr zB eine Portraitaufnahme machen wollt. Das sind dann schnell nur 2-3cm, die überhaupt scharf sind. Das ist fast nicht mehr kontrollierbar. Bei der 5D ist das noch mal extremer.

Ich würde mir ein Canon 50 1.4, ein Walimex 35 1.4 und vll noch ein Walimex 85 1.4 einpacken, wenn ihr mit der 5D dreht. Mit der 60D braucht ihr noch was weitwinkligeres, schätze ich. Ist aber natürlich auch von den Motiven abhängig.

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