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Riberyfan

unregistriert

1

Samstag, 29. Januar 2011, 23:47

Kriegsfilm

Hallo Amateurfilmer,

ich bin neu auf diesem Gebiet also entschuldigt mein Unwissen! Ich stell mir vor einen Kriegsfilm zu drehen!
Nun mache ich mir gedanken über den Inhalt! Dieser Film soll im Zweite Weltkrieg handeln! Meine Frage ist nun,ist es erlaubt mit Wehrmachtsuniformen usw. im Wald zu drehen oder verstößt man dabei gegen diesen Paragraphen 86a?
Wir sind keine rechtsextreme sondern wir wollen einfach nur Filme drehen! Oder kann man sich irgendwo eine Genehmigung holen damit es keine Probleme gibt?
Ich hoffe ihr könnt mir helfen!
Mfg

*Topic verschoben*

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Marcus Gräfe« (30. Januar 2011, 15:52)


Mr Dude

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2

Sonntag, 30. Januar 2011, 00:07

Kleidung ist ja nicht illegal, es sind die Symbole die verboten sind. Ihr könnt also nicht mit authentischen Hakenkreuzbinden herumrennen. Ansonsten kann euch keiner vorschreiben was ihr zu tragen habt. Man kann euch höchstens schief anschauen und einen rechtsextremen Hintergrund hineininterpretieren. Ich würde im Voraus immer den Grundstücksbesitzer fragen. Wenn ihr in einem öffentlichen Wald dreht, dann sucht euch eine abgelegene Ecke, wo ihr nicht so viel gestört werdet. Echte Probleme gibt es dann nur noch mit den Waffen, da braucht ihr mehr als nur eine stille Ecke, wenn ihr ganz sicher sein wollt. Hier aus dem Forum hatten schon einige Polizeibesuche (u.a. ich). Im Wald ist die Wahrscheinlichkeit natürlich geringer, aber man sollte es ja trotzdem nicht herausfordern. Schilder in der Gegend aufhängen kann auch etwas bringen, wenn ihr falsche Eindrücke verhindern wollt.

Riberyfan

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3

Sonntag, 30. Januar 2011, 01:16

Hey,
danke für die schnelle antwort! Aber es gehören leider nun mal div. Zeichen zu diesem Thema! Wie meinst das mit den schilder aufhängen? brauch man eine drehgenehmigung? also auch als deklaration antikriegsfilm würdest du es lassen?
Naja wegen den Waffen, diese sind ja keine echten sondern teils softair und selbst gebaute!

SR-Pictures

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4

Sonntag, 30. Januar 2011, 10:23

Naja wegen den Waffen, diese sind ja keine echten sondern teils softair und selbst gebaute!

Weiß das ein Passant, der euch zufällig sieht? Mr Dude sagte hierzu schon alles.
Aber es gehören leider nun mal div. Zeichen zu diesem Thema!

Dann brauchst du eine Drehgenehmigung, und meldest den Dreh mit den Zeichen an. Für eueren ersten Film werdet ihr die aber nicht unbedingt dafür bekommen. Musste halt geschickt anstellen, dass man in den Szenen in der Öffentlichkeit ohne Zeichen auskommt. Die Wehrmacht hatte sowieso keine Binde wenn sie im Wald kämpft (siehe google Bildersuche).





Mr Dude

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5

Sonntag, 30. Januar 2011, 10:58

Wie gesagt bei den Waffen besteht halt eine starke Verwechslungsgefahr. Aus der Distanz kann man nicht von einer echten unterscheiden und dann hast du ganz schnell 12 Polizisten am Set. Bei den Symbolen müsstest du halt schlicht und einfach drauf verzichten oder Drehgenehmigungen reinholen. Ein Soldat im Dreck trug ja keine Armbinde. Wobei ich ja nicht weiß was du explizit vor hast... Ich denke auf das Hakenkreuz wirst du noch am ehesten verzichten können. Alternativ kannst du natürlich auch darauf hoffen, dass euch in der abgelegenen Ecke im Wald eh keiner findet, bzw die drei Pilzsammler sich nicht weiter für euch interessieren. In 999 von 1000 Fällen passiert auch nichts. Aber der eine Fall kann euch halt teuer zu stehen kommen. Ehrlich gesagt würde ich wohl auch auf mein Glück plädieren.

Mit den Schildern meinte ich kleine Warnschilder mit "Achtung Dreharbeiten" und sowas in der Gegend. Wer euch sieht und den Zettel, das weiß was los ist. Geh auf die Leute zu wenn sie stehen bleiben, erkläre ihnen was los ist. Doch am besten wäre es, wenn du auf einem Privatgrundstück drehen könntest. Dort würden nur die Nachbarn was sehen und die kannst du informieren.

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6

Sonntag, 30. Januar 2011, 23:41

Ich denke die Zeichen würden den Film eher gewollt und nicht gekonnt wirken lassen. Wie mein Vorredner schon geschrieben hat, haben nur die wenigsten im Heer die Armbinden getragen. Wäre ja auch ineffizient. Stell dir einen Sniper vor, der mit ner roten Armbinde rumrennt. Den würde man doch sofort sehen. Das gleiche gilt für die Restlichen Soldaten.

Assassin89

unregistriert

7

Montag, 31. Januar 2011, 17:06

Es gibt eine sog. Sozialadäquanzklausel für die staatsbürgerliche Aufklärung.
Die Verbote der Verbreitung verfassungswidriger Propagandamittel (§ 86 StGB) oder Kennzeichen (zum Beispiel Hakenkreuz, vergleiche § 86a StGB) sowie das Verbreitungsverbot für volksverhetzende Inhalte (§ 130 StGB) gelten dann nicht, wenn die Verbreitungshandlungen "der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken dienen" (§ 86 Abs. 3 StGB).

Zitat

"Ohne Weiteres zulässig wäre indes die Online-Verbreitung von Anti-Kriegsromanen wie Brechts "Furcht und Elend des Dritten Reiches", auch wenn dort fiktiv geschilderte Protagonisten rassenhetzerische Aussagen wiedergeben. Insoweit greift der legitime Ausnahmezweck der verfassungsrechtlich geschützten (literarischen) Kunst. "Ähnliche Zwecke" im Sinne der Tatbestandausschluss-Norm des § 86 Abs. 3 StGB sind im Zusammenhang mit dem öffentlichen Verwenden von Kennzeichen des § 86a StGB etwa das Briefmarkensammeln, der antiquarische Handel mit Büchern aus der NS-Zeit. Legitim soll nach der Rechtsprechung des BGH auch das Ausstellen von Uniformen mit NS-Emblemen im Rahmen einer Versteigerung von Militaria "bei entsprechend seriöser Kundschaft" sein. Der Handel mit entsprechenden Uniformen, Orden oder Abzeichen (zum Beispiel Hakenkreuze) ist hingegen wohl generell strafrechtlich untersagt, da insoweit sozialadäquate Zwecke von der Rechtsprechung bisher stets verneint wurden. Ob eine entsprechende Online-Auktion (etwa bei Ebay) aus dem Strafverbot herausfällt, erscheint damit fraglich."
Also generell erlaubt, um z.B. geschichtliche Zusammenhänge darzustellen oder eben als "Kunstprojekt", worunter auch der Film fallen dürfte. Allerdings wird es für Privatpersonen oder Polizei schwer zu unterscheiden sein, ob ihr eine Wehrsportgruppe seit oder etwas "erlaubtes" macht ^^
Also in JEDEM Fall an zuständiger Stelle eine Genehmigung einholen.

Riberyfan

unregistriert

8

Mittwoch, 2. Februar 2011, 21:00

Hi,
@Assassin89: Danke für die Antwort! Aber meine Frage wäre da noch: Woher würde bzw. kann ich solch Genehmigung beantragen??
Grüßle

Assassin89

unregistriert

9

Freitag, 4. Februar 2011, 14:11

hmmm

Ich würde mal tippen Gemeinde(Stadt) / Polizei / (Verfassungsschutz *g*) die werden Dir dann schon sagen, wohin genau Du Dich wenden musst.

LucasHD

unregistriert

10

Sonntag, 6. Februar 2011, 17:18

Hey, Ich plane etwas ähnliches.
Dort werden G36C Softair Sturmgewehre genutzt.

Wir drehen in einer alten verlassen Ziegelei.
Ist zwar ein Privat Grundstück, aber auf Grund der dort statt gefunden Softairschlachten, sind die Nachbarn, sehr schnell am Telefon.
Ach, genau: WIR HABEN DIE GEHNEMIGUNG EINGEHOLT, der Besitzer.

Großgeschrieben, weil damit meine Frage zusammen hängt:
Obwohl wir die Genehmigung der Inhaber haben, müssen wir, aufgrund der Airsoftwaffen, doch einen Antrag stellen oder?


LG

Lucas

P.S Bin neu, also.. ich hab noch nicht so viel Ahnung :D

Mr Dude

unregistriert

11

Sonntag, 6. Februar 2011, 17:48

Die Genehmigung brauchst du halt nur für den Fall, dass jemand das ganze sieht und die Polizei ruft. Wissen die dann schon Bescheid, marschieren die nicht erst los. Also: Bei der Polizei anmelden oder JEDEM Bescheid geben und das ist geradezu unmöglich... Die Oma von Nebenan hast du vielleicht mal drauf hingewiesen und sie hat genickt, aber wenn sie dann plötzlich aus dem Fenster schaut, an ihre Kindheit denkt und alles vergisst, kann es Probleme geben. Und seht zu, dass ihr im Team auch alle das entsprechende Alter habt! Falls die Polizei an dem Tag dann mal scherzweise vorbei schaut, um sicherzugehen, dass es auch wirklich nur Spielzeugwaffen sind...

LucasHD

unregistriert

12

Sonntag, 6. Februar 2011, 19:44

Hey,

vielen Dank für die Schnelle Antwort!

Ich/Wir werden dann mal mit der Polizei reden.

Und trotzdem den wenigen Nachbarn bescheid sagen.

Danke Nochmal!

Lucas

Riberyfan

unregistriert

13

Mittwoch, 16. März 2011, 20:00

Sorry dass ich mich so spät melde! Klar hatten die keine Armbinden im Kampf! Es gibt aber immer noch den Adler auf der Brust und Stahlhelm, div. Orden usw. Werde dann mal der Polizei und Verfassungsschutz ne email schreiben und nachfragen in wiefern was erlaubt ist! Danke trotzdem für eure vielen Antworten!

Mr Dude

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14

Mittwoch, 16. März 2011, 20:04

Bitte poste uns dann mal deren Antwort. Mich interessiert der Sachverhalt nämlich sehr. :)

Riberyfan

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15

Mittwoch, 16. März 2011, 20:45

Ja werde ich auf jeden Fall machen!

Urlag

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16

Donnerstag, 17. März 2011, 13:53

Sorry dass ich mich so spät melde! Klar hatten die keine Armbinden im Kampf! Es gibt aber immer noch den Adler auf der Brust und Stahlhelm, div. Orden usw. Werde dann mal der Polizei und Verfassungsschutz ne email schreiben und nachfragen in wiefern was erlaubt ist! Danke trotzdem für eure vielen Antworten!



Also ich drehe schon seit langer Zeit Kriegsfilme die den 2.WK Thematisieren, und ich bin bisher immer ohne verbotene Symbole ausgekommen!
Aus meinen Uniformen sind diese Symbole alle übernäht, abgeändert, oder waren nie vorhanden.

Was die genehmigung angeht:
Das heikle Thema 2.Wk, sollte man nur mit 100% sicherheit behandeln, das heißt: Privatgelände mit schriftlicher genehmigung vom besitzer! und wenns sein muss, je nachdem wie viel im umliegenden gebiet los ist noch paar schilder aufstellen ... man kann dann noch bei der Pozilei bescheid sagen, muss man aber nicht.
Die schriftliche genehmigung für foto- und filmaufnahmen, berechtigt dich automatisch zum führen von waffen etc. am drehort
transport zum drehort hin aber in verschlossenem (abgeschlossenem) behältnis!

Birkholz Productions

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17

Donnerstag, 17. März 2011, 13:57

@Urlag: Ich erinnere an die Aufnahmen, schwer bewaffnet in SS Uniformen, direkt vor der Glauchauer Polizeistation! XD

Urlag

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Donnerstag, 17. März 2011, 15:21

das waren keine SS-Uniformen, das waren zu Wh-Uniformen umgebaute Nva-Klamotten, und vllt. eine richtige WH-Uniform ..

naja, und irgendwie hatte diese Aktion sonderstatus ... ^^

Damals hab ich auch einfach irgendwo drauf los gedreht, wir ham in voller montur mit allem drum und dran mitten in der Stadt gedreht ... damals hat mich das kein bisschen gejuckt, das würde ich mich heute allerdingsa nichtmehr trauen, und ich rate allen auf nummer sicher zu gehen!

Ne anzeige wegen vertoß gegen das WffG macht keinen spaß ! :D

Birkholz Productions

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19

Donnerstag, 17. März 2011, 19:00

Damals? Das war vor nem Jahr! XD Was hast du denn für nen Wandel erlebt? Haben sie dich geschnappt und gehirngewäscht? XD

Urlag

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Freitag, 18. März 2011, 11:53

Haben sie dich geschnappt und gehirngewäscht? XD


Nein, sie haben mich geschnappt und wegen Verstoß gegen das WaffG Angezeigt :D


Zur Info: es handelte sich zum Glück nur um ein Bajonett (mehr hatte ich zufällig gerade nicht dabei, das Bajo hatte aber immerhin ne klingenlänge von 30cm, also schlimm genug ^^), und es ist alles nochmal gut verlaufen, aber sowas öffnet einem die augen in welcher Grauzone man sich so bewegt. Die Uniform die ich bzw. Wir anhatten (Wehrmacht) wurden im übrigen nur beiläufig erwähnt, da entsprechende Zeichen nicht zu sehen waren.

Und das schlimmste ist, wenn sie dich schnappen ist dein Zeug (waffen etc. die ja zum teil auch nicht billig sind) grundsätzlich erstmal weg, meist für immer.

daher nehmt meinen Rat an: geht auf Nummer sicher, und besorgt euch ein geeignetes Privatgelände mit schriftlicher Genehmigung!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Urlag« (18. März 2011, 11:59)


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