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Col.Gipson

unregistriert

1

Sonntag, 23. Januar 2011, 13:18

Waffenrecht

Hey,
Vielleicht erinnert sich noch wer an mich
Ich bin der typ der seine eigene Serie drehen wird..
Es tut mir unendlich leid für diese bescheuerte Thema Überschrift ich wusste nur nicht wie ich es anderes benennen soll!

Ich komm am besten gleich zu meiner frage
Ihr habt damit sicher schon viel Erfahrung
Wenn ich jetzt einen Film mit Waffen (Soft Air 0,5 Joule) auf einem Privatgrundstück drehe
Und mal angenommen da fährt jemand mit dem Auto vorbei und ruft die Polizei an das irgend welche Leute mit Waffen da rumlaufen usw.. ihr wisst sicher worauf ich hinauswill..
Hat jemand damit schon Erfahrung? Was passiert? Wie sollte man reagieren
Natürlich freundlich bleiben usw. das ist klar
Aber wie kann man sich davor schützen? Damit es gar nicht so weit kommt
Ich dachte mir das man an den Eingängen schilder aufstellt das ein Film gedreht wird!?

Und wie sieht es in Öffentlichen Wäldern aus? Mir ist klar das es Dort mit Softair verboten ist
Ist es aber immer noch verboten wenn ich die Softair komplett ausschlachte? Denn dann ist es ja keine Softair mehr sondern einfach nur noch eine Plastikhülle.
Ich hoffe ihr helft mir da mal weiter..
Den ich google schon ewig und finde einfach nichts!
Danke im Voraus!

*Topic verschoben*

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Marcus Gräfe« (23. Januar 2011, 14:01)


sollthar

unregistriert

2

Sonntag, 23. Januar 2011, 13:33

Da gibts eine einfache Grundsatzregel:

Informier die Ansässigen bei deinem Drehort und gegebenenfalls die Polizei, dass du dort drehen willst und hol dir falls nötig die entsprechende Genehmigung. Idealerweise hast du Leute am Set, die darauf achten, dass keine "Passanten" vorbeikommen und falsche Schlüsse ziehen könnten - also vielleicht mit Schildern oder sonst klar erkennbarer Optik.
So oder so brauchst du eine Genehmigung.

Das "Ausschlachten" ändert nichts, weils nicht um die tatsächliche Gefährlichkeit einer Softair, sondern um dessen lebensechten Aussehen geht. Das ändert sich ja nicht. Damit dich die Polizei nicht versehentlich übern Haufen schiesst.


In 99% aller Fälle passiert gar nichts. Aber um die geht es nicht. Es geht um diese eine kleine Chance und verantwortunsvolles umgehen damit. Ein Telefon bei der Gemeinde / Polizei kostet ja nichts. Die helfen und informieren.

Col.Gipson

unregistriert

3

Sonntag, 23. Januar 2011, 14:04

Vielen Dank für die Antwort
Du hast recht bei 99% passiert nichts
Aber ich will ja nicht zu den 1% gehören
naja Anwohner gibt es da keine es ist nur ein Alter verlassener Steinbruch in dem Wir mit Erlaubnis des Besitzers drehen dürfen nur liegt der Steinbruch an der Straße..
Man sieht zwar die Straße nicht aber es kann ja mal passieren das doch mal einer Stehenbleibt..
Also währe es das beste einfach bei der Polizei anzurufen die für das Gebiet zuständig ist?
Oder?
Und ein paar Warnschilder aufstellen..
Und dann währe das ganze schon mal sicherer denke ich mal
Falls jemand noch Ideen hat?
Oder schon Erfahrungen mit der Polizei gemacht hast
Währe echt nett wenn er was dazu schreibt J

Borgory

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4

Sonntag, 23. Januar 2011, 14:26

Das wichtigste ist, dass du versuchst so auffällig wie möglich zudrehen. Jeder soll sehen dass es sich um Filmerrei handelt. Als ich mal bei nem Spot mitgemacht habe, habe ich nebenbei schön auffällig Making of Material gefilmt. Es war mitten in der Stadt, wo durch weg Autos fuhren. Die Darsteller sind in SWAT-Kostümen und größeren Softairs dort rumgerannt und niemand hat die Polizei gerufen^^ Die Leute haben nur gefragt ob das irgendwann im TV läuft. Wenn du so filmst, hast du alles richtig gemacht :thumbup:

Col.Gipson

unregistriert

5

Sonntag, 23. Januar 2011, 15:02

Hey Borgory das klingt doch mal gut..
Aber ist es nicht Illegal? Oder habt ihr dazu eine Extra Erlaubnis gehabt?
Mal als Beispiel:
Ich wohne schon fast auf dem Land
Ich Packe mein Zeug zusammen meine Kameras usw..
Geh in den Wald und dreh dort einen Film mit Waffen usw..
Wie sieht es da nun rechtlich aus?
Ich bin mir ziemlich sicher schlecht..
Aber doch noch besser wie wenn ich das in der Fußgängerzone mache :P

HTS_HetH

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6

Sonntag, 23. Januar 2011, 15:13

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, das man es nicht unterschätzen sollte. Wir haben für unseren aktuellen Kurzfilm "Black Horizon" ne Wüstenszene an einem Baggersee bei uns um die Ecke gedreht, kein schwein weit und breit und plötzlich rücken während einer Drehpause 8 (!) Streifenpolizisten von zwei seiten an, die Hand schon am Halfter... 2 Beamte aus Bremen, 6 aus Niedersachsen ^^

Hat sich rausgestellt, dass ein Radfahrer in locker 700 Metern Entfernung vorbeifuhr auf dem Deich und uns wohl kurz gesehen hatte und sofort die Polizei gerufen hat... Sind mit nem blauen Auge davon gekommen, nachdem wir alles erklärt hatte, durften wir von dannen ziehen, keine Strafe kassiert usw... Aber das war wohl auch glücklicher Umstand...

7

Sonntag, 23. Januar 2011, 16:12

Richtig, irgendeiner siehts immer...!
Bei uns haben die mal das SEK anrücken lassen, weil ein Handwerker auf dem Dach eines (Achtung!) Hochhauses mit ner Laser-Wasserwaage hantiert hat.
Hat wohl irgendwer als Waffe wahrgenommen und fragt nicht, wie der Anrufer den auf dem Dach sehen konnte! Wir wissen es nicht.
Anmelden, Drehbuchszene und Storyboard mitschicken und das ein paar Tage vorher. Am Drehtag nochmal anrufen und alles sollte gut sein.
Normalerweise schicken die dann ne Streife vorbei, die sich das mal anschaut und sich wieder trollen...

Was sich auch immer gut macht, sind Warnwesten für die Filmcrew oder einer, der mit ner Filmklappe rumsteht, etc...
Dann sieht der Passant, dass da ein Film gedreht wird.

Col.Gipson

unregistriert

8

Sonntag, 23. Januar 2011, 17:17

8 Polizisten.. na da habt ihr echt nochmal Glück gehabt das ihr das nicht Bezahlen musstet!
Sind die dann einfach wieder gegangen? Oder Wie ist das weiter abgelaufen?

@Purzel
War das ein echter Handwerker oder auch eine Film dreh? Den das ist ja richtig verrückt…!
Leider haben wir nicht bei jeder folge mehrere Leute manchmal sind wir nur zu zweit.
Des wegen ist das mit den Warnwesten schwer.. und das mit der Filmklappe erst recht..
Aber weiß den jemand wie es denn nun in Wäldern aussieht
Also wenn es kein Privatgrundstück von einem Bekannten oder so ist
sondern ein Wald?!

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9

Sonntag, 23. Januar 2011, 17:53

Zitat

Richtig, irgendeiner siehts immer...!
Das kannst du laut sagen. Bei meinem letzten Film, wo um die 30 Airsoft Waffen im Spiel waren, haben wir an einem Hügel gedreht und er Weg (wo man auch mit dem Auto fahren darf) war weiter oben. Dann kam nen Zaun und da gings noch etwas hoch. Wir waren auf der anderen Seite. Da kann uns eigentlich niemand sehen. Es sei denn, er steht unten am Berg und beobachtet uns mit nem Fernglas. Anders kann ich es mir nicht erklären. Jedenfalls war dieser dreh zum glück doppelt und dreifach genehmigt worden. Habe mir von absolut jeden der irgendwas zu sagen hatte, eine unterschriebene Genehmigung geben lassen. Auch die Polizei wurde mehrfach verständigt. Ich glaube, ich ahbe die so genervt, die wollen nie wieder was von mir wissen xD und dennoch gabs etwa 1 Monat später bei meinem Onkel, in dessen Garten das ganze ablief um 6 Uhr morgens ne Hausdurchsuchung mit Hunden usw. Die haben anscheinend alles auf den Kopf gestellt. Die Kripo war dann um knapp 8 Uhr auch bei mir und haben mich freundlich ausgefragt, sich die Waffen angesehen. Bin dann am selben Tag noch aussagen gewesen. Habe den Film gezeigt und die haben dann alles wieder erkannt usw. Die Genehmigung haben sie dann auch bekommen und mit dem Herrn, der das genehmigt hat, haben sie auch telefoniert. Das ganze läuft noch aber so wies aussieht, wirds eingestellt. ABSICHERN IST WICHTIG!

Und so gehts :

1. Anrufen beim >Amt für öffentliche Ordnung< und dein Anliegen schildern und den zuständigen dafür verlangen (es geht nie derjenige dran, der was zu sagen hat)
2. Dem zuständigen dein Anliegen schildern und ein Papier verlangen, das eurer Absprache entspricht.
3. Die Polizei verständigen. Meistens übernimmt es das Amt für Öffentliche Ordnung selber aber es schadet sicher nicht, nochmal anzurufen und sicher zu gehen.
4. Die Genehmigung mehrfach kopieren und jedem der was zu sagen hat geben. Auch demjenigen, der euch erlaubt, auf seinem Grundstück zu drehen. Sonst wird er der Hauptverdächtige, wenn etwas schief läuft und das will man ja einem so netten Menschen, der einen bei seinem Film unterstützt nicht antun ;)
5. Vor dem Dreh Schilder aufstellen. Das mit den Set Westen ist eine gute Idee und sicher nicht verkehrt.
6. Kurz bevor der Einsatz mit den Waffen beginnt, nochmal bei der Polizei bescheid geben, dass ihr jetzt los legt und vermutlich dann und dann fertig seid.
7. Darauf achten, dass kein Rambo mit seiner M16, Tarnanzug und taktischer Weste das Gelände verlässt.

Dann sollte eigentlich alles gut gehen :)

JKMovies

unregistriert

10

Dienstag, 25. Januar 2011, 10:23

Das ist alles Super zu Wissen danke Leute. Wir wurden zum Glück nicht angesprochen auf Waffen und so nur einmal wegen dem Kunstblut... Aber mal eine andere Frage wenn die Kripo wie im Fall von Epicon das Haus durchsucht gibt das einen Eintrag in das Führungszeugniss?

umbertobomba

unregistriert

11

Dienstag, 25. Januar 2011, 12:11

Also ich hatte bisher noch nix mit Waffen zu tun, wir hatten aber auch ne gute Aktion erlebt. War bei der Fotografie, wo wir auf einem öffentlichen Parkplatz ein StopMotion Film machen wollten mit Blitz. Von meinem Blitz ca 500 Meter Luftlinie entfernt war eine Wohnung, welche frontal vor uns den Balkon hatte und das Wohnzimmer. Es hat nicht lange gedauert und die Polizei trabte an, weil es reklamationen wegen Nachtruhestörungen gab...wir haben zuerst nur darüber gelacht. Leider mussten wir aber ziemlich schnell realisieren das es den Beamten wirklich ernst ist und haben den Vater meines Kumpels angerufen der zum Glück in der Rechtsabteilung arbeitet. Dank seinen Worten und dem Wissen konnten wir noch knapp einer Anzeige entkommen da in der Schweiz im Sommer Nachtruhe erst am 22:30 Uhr gilt und nur im WInter ab 22:00 Uhr. Dank dem konnte uns der Nachbar nix anhängen.

Kurze Zeit später hatte ich erneut Post erhalten von der Polizei, wegen einer Beschwerde von Licht Emissionen. Mein lieber Nachbar hat wohl krampfhaft einen Weg gseucht um uns eins auszuwischen. Hier hat dann wieder der Vater meines Kumpels und meine Rechtsversicherung sich mit meinem Nachbar und der Polizei heum geschlagen.

Am Schluss war das Fazit das wir 2x enormes Glück hatten und nur dank der Erfahrung der Leute auf unserer Seite so gut aus der Sache raus gekommen sind. Also wenn jemand wirklich will, kann er bereits Leute mit Fotoequipment in den hintern treten...und ich denke bei einem Videoset hats ja auch Licht und alles drum herum, also macht euch auf alles gefasst :P

Cheers

MP-Digital

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12

Dienstag, 25. Januar 2011, 20:44

Warum gehst Du nicht zur Polizei oder Amt für öffentliche Ordnung, sagst Dort was Du machen willst, und dann bekommst Du dazu Bescheid. Jeder Ort oder Landkreis behandelt die Sache anderes. Das kann kein Forum genau beantworten.

Leute:

Erst heute wurden zwei Jugendliche in Rottenburg festgenommen, die mit Softari-Waffen im Waldpark spielten (kam so im Radio Antenne 1). Da diese so echt ausgesehen haben, kamen gleich etliche Streifenwagen zum Einsatz.

Fazit: Waffen weg – die bekommen sie nicht mehr zurück ! Polizeieinsatz muss bezahlt werden und die Elter bekommen noch eine Anzeige dazu.

Gutes neues Jahr 2011

Soviel mal zum Waffenrecht.

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