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Dienstag, 11. Januar 2011, 20:31

Namen für Charaktere

Hallo,
ich wollte mich mal erkundigen nach welchen Kriterien ihr euren Charakteren Namen gebt. Habe eine fertige Geschichte,
aber ich bin mit den Namen noch nicht hunderprozentig glücklich. Hauptsächlich liegt das wohl daran, dass ich mit jedem
Namen schon eine andere Person verbinde. Das macht es mir irgendwie sehr schwer, meine Charaktere unvoreingenommen zu
beschreiben. Wählt ihr einfach irgendeinen halbwegs passenden Namen oder macht ihr das anders?
Gruß Person

SR-Pictures

Schmidbauer-Film

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2

Dienstag, 11. Januar 2011, 20:56

Wenn mir gar nichts einfällt, dann benutze ich einen online Namen Generator. Ansonsten versuche ich Namen zu nehmen, die:
1) zur Figur passen.
2) die was bedeuten
3) vielleicht eine Anlehnung haben.

Ein kleines Beispiel: in meinem letzten Spielfilm ging es um Bayern und Preußen. Natürlich habe ich darauf geachtet, dass jeder einen Namen hat, der in seinem Land auch häufig vorkommt. Einen Malte wirst du in Bayern kaum finden, einen Franz dagegen häufig. Dann soll der Name auch was aussagen. Meine Preußen wurden zum Beispiel nach preußischen Königen benannt, wie beispielsweise Wilhelm.
Solltest du die Serie LOST kennen, da bedeuten alle Namen etwas. Oft sind es Mischungen von Philosophen, Autoren, Wissenschaftlern. Man sollte aber darauf achten keine zu bekannten oder zu ähnliche Namen zu nehmen. Eine Angelika Märkl würde ganz schön nach hinten losgehen.

Dann kannst du noch versuchen mit Wortspielen zu arbeiten. Beispiel Severus Snape: Severus für streng, Snape für Schlange (Slytherin) und die Initialien SS für das Böse.





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Mr Dude

unregistriert

3

Dienstag, 11. Januar 2011, 20:58

Bei meinen Komödien nutze ich meistens Namen von Schauspielern deren berühmte Rollen als Vorbild dienten (zB Judge Reinhold), baue sie mir aus anderen Filmcharakteren zusammen oder nutze lustige Nuancen zB Theodore Itts = T.Itts. Bei meinem letzten ernsten Film haben ich einfach irgendwelhce Namen genommen, die mir zu den Rollen gefielen.

MP-Digital

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4

Dienstag, 11. Januar 2011, 21:15

Also SR-Pictures hat es auf den Punkt gebracht. :thumbup:

Was aber auch wichtig meiner Meinung nach ist, hoffe ich liege da nicht falsch, ist der Schauspieler zu "jung", wird der super Schauspielname nicht für „ernst genommen und bringt diesen auch nicht rüber. Liege ich da mit meiner Meinung falsch ?

SR-Pictures

Schmidbauer-Film

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5

Dienstag, 11. Januar 2011, 21:59

Was aber auch wichtig meiner Meinung nach ist, hoffe ich liege da nicht falsch, ist der Schauspieler zu "jung", wird der super Schauspielname nicht für „ernst genommen und bringt diesen auch nicht rüber. Liege ich da mit meiner Meinung falsch ?

Verstehe glaub ich nicht genau was du meinst. Aber es gibt Namen, die trägt heutzutage kein "Junger", weil die Namen vor 30 Jahren aktuell und beliebt waren und jetzt kaum noch getauft werden. Da muss man halt drauf achten, aber das liegt denke ich sowieso im Gefühl.





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6

Mittwoch, 12. Januar 2011, 05:02

Vielleicht bin ich da etwas gestört aber wenn ich zb einen Schauspieler 2 Jahre bereits kenne, ihm aber eine Rolle gegeben habe, dessen Charakter ich vor 3 Wochen erfunden habe, spreche ich die Person bei der Produktion schon unbewusst mit diesem Rollen-Namen an :p

Meine Vorgehensweise bei Namen :

- Ich gebe bei Geschichten die Tiefer gehen, den Charakteren einen vor und Nachnamen. Danach folgt ein Spitzname, womit ich diese Person immer meine. (das kann auch der Vorname sein oder wie es bei mir oft ist, der Nachname)

- Ich suche entweder im Internet nach namen, generiere welche oder versuche ganz alleine Namen zu erfinden, die meist vom Gefühl her eine Bedeutung haben.

- Ich denke viel über die Charaktere nach. Meistens, entwickelt sich meine Geschichte erst, wenn mein Held ein Gesicht und einen Namen hat. Also zeichne ich die Figuren, wie sie in etwas aussehen sollen und schreibe ihre Spitznamen darüber. Das mache ich oft (wenn ich Zeit habe) vor dem Drehbuch schreiben. Das gibt mir in der Fantasie für die Figuren bereits unterschiedliche Verhaltensweisen und ich kann mir alle gut vorstellen.

Wenn ich das alles gemacht habe, und mich bereits 2 Wochen mit dem Kram beschäftige, kann ich mir keinen anderen Namen für diese Personen mehr vorstellen :) Ich glaube, mit den Namen ist es einfach ne Gewöhnungssache. Du musst dich selbst daran gewöhnen.

Epi

HobbyfilmNF

unregistriert

7

Mittwoch, 12. Januar 2011, 09:58

Alte Namen sind ja wieder Modern.
zb Harald oder Egon.
Um Namen für die Rollen zu Finden mache ich wenn mir nichts einfällt das Telefonbuch auf und suche mir Namen raus die gut Klingen und im Ohr hängen bleiben.
Für Komödien sind Namen wie Jens Jensen, Hans Hansen öder Rüdiger Rüdigersen geil :D

Mann kann auch kreativ sein und sich einen Namen erfinden so wie seinerzeit Carlo Pedrosoli der einen Künstlernamen brauchte.
(Er trinkt gernne Bud Light Bier und liebt den Schauspieler Spencer Tracy beides Kombiniert und er hatte den Namen Bud Spencer). :thumbsup:


PS:
Wo finde ich den online Namen Generator?
(Würde den gerne mal ausprobieren).

SR-Pictures

Schmidbauer-Film

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8

Mittwoch, 12. Januar 2011, 12:44

http://realnamecreator.alexjonas.de/

oder googlen, gibt mehrere





HobbyfilmNF

unregistriert

9

Mittwoch, 12. Januar 2011, 15:38

Danke für den Link.
Sind ja richtige Porno Namen dabei :D

<<<ThE SpEZi>>>

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10

Mittwoch, 12. Januar 2011, 21:18

Namen kann man meistens auch nach der subjektiven Selbstwahrnehmung wählen. Das passt auch. Wenn du natürlich eine Bedeutung reinlegen willst ist das schon was naders.

Ich habe z.B. mal einen jugendlichen Charakter erfunden dessen Spitzname Quad war, weil er zwar "cool" sein sollte, doch auch total der Mathekönner. Quad steht also ein Mal für Quintus, was sein echter Name ist, aber auch für Quadrat, weil mich das an Mathe erinnert.

Ob andere Leute das bewusst so wahrnehmen, ist meine ich gar nicht so wichtig, denn das kannst du ja in der Geschichte(z.B. durch Dialoge) noch erzählen.

hjkoenig

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11

Donnerstag, 13. Januar 2011, 14:27

Hallo,
ein gutes Beispiel, wie jemand Figurennamen bewußt wählt, ist W.C.Fields, der sich die Namensgebung immer selbst vorbehielt und für die Figuren seiner oft schrägen und schwarzen Geschichten dann Namen wie: Coatewhistle für einen Gendarmen oder Sneevley für eine seiner Haupfiguren erfand.
Er ist überhaupt ganz lohnend für Cineasten, obwohl man an seine besten Filme (Glanzzeit des SW Tonfilms in Hollywood) nicht so leicht ran kommt.
Gruß, Hajo König
hans joachim könig

Frederik Braun

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12

Donnerstag, 13. Januar 2011, 15:42

Gute Frage. Bei meinen Parodien gehe ich ähnlich wie MrDude vor, inspiriere mich halt von den Originalfiguren, z.B. Gimli und Schimli, Columbo und Chorambo oder Jules Winnfield und Jules Winniefield (oder für ein neues Projekt: Danny Ocean --> Body Lotion ;)). Da ist es dann natürlich sehr einfach.

Bei ernst gemeinten Filmen bzw. originalen Werken ohne Vorlage ist das schon etwas anderes. Ganz früher habe ich mich da immer an typischen "Hollywood-Namen" orientiert, das habe ich mir Gott sei Dank abgewöhnt.

Ist trotzdem sehr schwierig da eine eindeutige Antwort drauf zu geben, ist meist sehr subjektiv, wenn es jetzt nicht gerade irgendeine symbolisch wichtige Bedeutung für den Film haben muss.

13

Freitag, 14. Januar 2011, 16:46

Da sind ja echt ein paar ganz interessante Ansichten dabei. Kann ich daraus schließen, dass man seine Charaktere nicht nach den Schauspielern benennen sollte?

SR-Pictures

Schmidbauer-Film

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14

Freitag, 14. Januar 2011, 17:08

Das ist ganz egal. Der Name muss NUR zur Rolle passen. Und wenn der Schauspieler schon bekannter ist, ist es dumm, wenn er in jedem Film die Rolle Leonardo spielt^^





Eraserhead

unregistriert

15

Mittwoch, 19. Januar 2011, 04:04

Hallo! Meine Tip wäre da, längerfristig ein Notizbuch zu führen, in dem man interessante Vor- und Nachnamen notiert, die einem so auffallen. Und auch Bücher über Namen kaufen, in denen die Bedeutung erklärt wird. Interessante Nachnamen ergeben sich auf oft durch Ortsnamen. Also einfach eine Landkarte rausholen und was interessant klingendes suchen. :)

sphifanpro

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16

Mittwoch, 14. September 2011, 17:22

.... ich nehm auch einen Namensgenerator :-)


Ich bin Pragmatiker. Wenn es paßt, der Kunde es nicht sieht, es zeitlich vertretbar ist, dann mach ich es so.

17

Mittwoch, 14. September 2011, 21:37

Hmm... also wenn ich mir Charaktere ausdenke, nutze ich oftmals noch immer das gute alte Telefonbuch, schlage per zufall eine seite auf und schau mir ein paar Namen raus die ungefähr meiner Vorstellung entsprechen...

...wenn der Name noch eine gewisse Anspielung enthält find ich das immer gut.

z.B. als Name für einen Gangster, der aber Sympathieträger ist. Ich wählte "Anton Montabaur", als Anspielung auf "Tony Montana"!!!

Manchmal denke ich mir die Charaktere auch anhand von Personen die ich persönlich kenne, die mich begeistert bzw. zu einem besonderen Charakter inspiriert haben. Meistens benenne ich die Charaktere dann auch so bzw. so ähnlich und änder lediglich den Nachnamen ab, z.B. von Müller zu Meier oder Leschinsky zu Lowinsky!!!

Edit: Ach ja: Manchmal ist es keine schlechte Idee sich auch Gedanken über die Initialen zu machen. z.B. wenn die Initialen der besonderen Charaktere auch eine Anspielung beinhalten... z.B: Derjenige der sich aufspielt und wichtig macht und alle sollen nach seiner Pfeife tanzen, nenn ihn Ulrich-Stefan Arnold ;)

Wizzard Pictures

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18

Mittwoch, 14. September 2011, 21:47

Meint ihr es wäre komisch, Charakteren typisch Englische Namen wie Jack usw zu geben für eine deutsche Produktion, oder sollte ich eher auf deutsche Namen fixiert sein.
Ich suche nämlich noch einen Namen für meinen Helden, der einerseits voll der Schwachkopf ist, aber andererseits kann er gut Kämpfen....

19

Mittwoch, 14. September 2011, 21:58

hmmm... ich würde sagen wenn das ganze seriös klingen soll... evtl. wenn der typ eine britische Herkunft hat.
Also wenn die mutter von dem jungen ihn im Alter von 14 bekam und sein Name A.J., Justin oder Bill ist, ist das wohl auch glaubwürdig ;-)

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Benutzer, die diesen Beitrag hilfreich fanden:

sphifanpro

Mr Dude

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20

Mittwoch, 14. September 2011, 23:05

z.B. als Name für einen Gangster, der aber Sympathieträger ist. Ich wählte "Anton Montabaur", als Anspielung auf "Tony Montana"!!!

Der Bösewicht in meinem aktuellen Film ist eine Tony Montana Hommage. Wir haben ihn Mony Tonmana genannt :D Mal abgesehen davon, dass Mony eigentlich ein Frauenname ist, passt das ganz super finde ich.