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1

Donnerstag, 23. September 2010, 20:26

Mustervertrag (Veröffentlichung)?

So, die Threads häufen sich in letzter Zeit. :rolleyes:

Die "Vorgeschichte": Ich bin als Kameramann, Co-Regisseur und Cutter bei einem kleinen Filmprojekt eines Museums beteiligt. Der Film soll einer der Beiträge der Jugendgruppe zu einer kommenden Kunstaustellung werden. Während dem Dreh waren einige der DarstellerInnen noch ein wenig skeptisch ("Wenn das im Internet landet, raste ich aus!"), aber irgendwie hat das fast fertige Endergebnis dann doch überzeugt, so dass ich das Projekt mit Änderungen zwecks Kritik hier veröffentlichen darf :)

Die Leiterin des Projekts hat gesagt, dass ich noch einen Schrieb aufsetzen soll, um mich rechtlich abzusichern, allerdings habe ich keine Ahnung, was da reinsoll, und wie man das Formell aufsetzt.

Der Film wird nur in einer geänderten Fassung hier landen, die Änderungen sind einleuchtend und ich will da bestimmt nicht auf Veröffentlichungsrechte, die ich eventuell habe (da war doch was, dass das Recht am eigenen Bild leicht eingeschränkt wird, wenn man freiwillig vor der Kamera steht) pochen, um ihn uncut reinzubringen.
Der Abspann (=Namen der Darsteller und eine etwas..nuja..."intimere Szene", wo ein Mädel sehr im Vordergrund steht) soll komplett rausfliegen und wird ersetzt. Sind wie gesagt Änderungen, die imho recht einleuchtend sind und mit denen ich sehr gut leben kann (den Clip hätte ich eh von alleine weggeschmissen).

Hat da einer von euch eventuell eine Vorlage? Hab über Google auf Anhieb nichts wirklich passendes gefunden. Denke nicht, dass das ein seitenlanger Vertrag inkl. Kleingedrucktem sein muss, eine DIN A4-Seite sollte glaube ich reichen.

Wie sieht das Formell aus? in etwa so?

Spoiler Spoiler

Max Mustermann
[Meine adresse]



Vertrag
zwecks Veröffentlichung eines Filmes

zwischen [MEIN NAME] und [NAME DES DARSTELLERS]

Hiermit stimme ich der Veröffentlichung des geschnittenen und gezeigten Filmmaterials, das am [DATUM] gedreht wurde, unter folgenden Vorraussetzungen, zu.
- Keine namentliche Erwähnung im Abspann
- Wegfallen des Filmmaterials im Abspann
- Kein direkter öffentlicher Zugang
(Passwortgeschütztes Archiv, das Passwort wird nur auf Anfrage herausgegeben)


[ORT, DATUM, UNTERSCHRIFT]


Reicht das aus?

PS: Ein Großteil der Beteiligten ist nicht volljährig, so ein Vertrag wäre soweit ich weiß also NUR mit einer zusätzlichen Unterschrift eines Erziehungsberechtigten gültig, oder?

PPS: So ein Aufwand :S

*Topic verschoben*

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Marcus Gräfe« (23. September 2010, 20:31)


Thom 98

unregistriert

2

Donnerstag, 23. September 2010, 20:37

Hier gibts einige Vorlage auf englisch: http://www.dependentfilms.net/files.html
Da kannst du mal schauen, welche grundsätzlichen Punkte wichtig sind und die mal auf deutsch formulieren.

Auch mal hier schauen: http://adhack.com/community/resources/ac…o-release-forms oder mal "basic actor agreement release" googeln. Leider alles auf englisch, kann man sich aber für seine Bedürfnisse auf deutsch umschreiben.

Und ja, Minderjährige bräuchten wohl die Unterschrift der Eltern.
Wenn du ganz sicher gehen willst, musst du allerdings einen professionellen Anwalt hinzuziehen. Sich da nur auf Infos aus dem Internet zu verlassen ist unter Umständen nicht der richtige Weg.

Edit: google nach "Vertrag Schauspieler" brachte noch http://www.fafo.at/download/Mustervertra…vertrag2007.pdf und http://www.filmtutorial.de/06-vertr-ge/3.htm zum Vorschein!

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3

Donnerstag, 23. September 2010, 20:48

Spontan fällt mir dazu ein:

· Es sollte noch mit rein, dass künftige Rechtsansprüche in jeglicher Art und Form ausgenommen sind.

Passwort kann jeder weitergeben, darauf hast Du keinen Einfluss. Das könnte ein Problem werden oder sein.

Unterschrift eines Erziehungsberechtigten immer mit einbinden, sonst hat er keine Gültigkeit.

Der Vertrag muss von Dir gegengezeichnet werden (zuerst müssen aber die anderen unterschreiben), dann erhalten sie eine Kopie davon.

Ferner würde ich Dir raten, um Problemen und späteren Ärger aus dem Weg zu gehen, dass Du, auch wenn es etwas Geld kostet, die Sache von einem Anwalt zu prüfen, der sich mit Vertragsrecht auskennt.

Nur ein Hinweis. Ich habe meine Firmen AGB prüfen lassen (nur eine Seite) kostet 500 €.

Da solltest Du genau erfragen, was Dich das kosten würde. Wenn alles steht und OK ist, ist so ein Vertrag „Wasserdicht“, soweit der Anwalt keinen Fehler darin gemacht hat (übersehen hat).

tomatentheo

unregistriert

4

Donnerstag, 23. September 2010, 21:02

Ich hab diverse Musterverträge, die ich allerdings nicht online stellen werde, da mir das Thema "Abmahnung" einfach zu heikel ist.
Schick mir mal deine Mail-Addi, dann kannst du dir den passenden raussuchen. Das ersetzt allerdings keine Rechtsberatung, denn die dürfen wir hier ja nicht machen.

5

Donnerstag, 23. September 2010, 21:27

Spontan fällt mir dazu ein:

· Es sollte noch mit rein, dass künftige Rechtsansprüche in jeglicher Art und Form ausgenommen sind.

Passwort kann jeder weitergeben, darauf hast Du keinen Einfluss. Das könnte ein Problem werden oder sein.

Unterschrift eines Erziehungsberechtigten immer mit einbinden, sonst hat er keine Gültigkeit.

Der Vertrag muss von Dir gegengezeichnet werden (zuerst müssen aber die anderen unterschreiben), dann erhalten sie eine Kopie davon.

Danke für die Tipps :)

Zitat


Ferner würde ich Dir raten, um Problemen und späteren Ärger aus dem Weg zu gehen, dass Du, auch wenn es etwas Geld kostet, die Sache von einem Anwalt zu prüfen, der sich mit Vertragsrecht auskennt.

Nur ein Hinweis. Ich habe meine Firmen AGB prüfen lassen (nur eine Seite) kostet 500 €.

Da solltest Du genau erfragen, was Dich das kosten würde. Wenn alles steht und OK ist, ist so ein Vertrag „Wasserdicht“, soweit der Anwalt keinen Fehler darin gemacht hat (übersehen hat).


Nuja, ich glaube ich lass die Kirche lieber erstmal im Dorf stehen. ;) Irgendwann sicherlich, aber das war ein Projekt auf freundschaftlicher Basis, eine Bekannte von mir aus der Gruppe, die wusste, dass ich mcih da ein bisschen in der Materie auskenne, hat mich gefragt, ob ich nicht uterstützen könnte. War jetzt von meiner Sicht her nichts hochgradig professionelles, da zum Anwalt zu gehen kommt mir leicht unerhältnismäßig vor.

Ich hab diverse Musterverträge, die ich allerdings nicht online stellen werde, da mir das Thema "Abmahnung" einfach zu heikel ist.
Schick mir mal deine Mail-Addi, dann kannst du dir den passenden raussuchen. Das ersetzt allerdings keine Rechtsberatung, denn die dürfen wir hier ja nicht machen.

Kriegst demnächst Post :)

freezer

Filmemacher / Postpro / FH Vortragender

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6

Samstag, 25. September 2010, 14:04

Hier der Mantelvertrag der Interessensvertretung von Medienschaffenden
http://www.connexx-av.de/upload/m4b264f2ae6af0_verweis3.pdf

Punkt 3 ist der interessante Punkt.
Robert Niessner - Planung / Kamera / Licht / Postproduktion
8010 Graz - Austria
Blackmagic Cinema Camera Blog

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