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hawophil

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Beiträge: 3

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1

Sonntag, 7. Februar 2010, 15:44

Literaturpflicht für ernsthafte Drehbuchautoren im Amateurbereich

Grundsätzliches

Mein Beitrag wendet sich an alle, die sich tatsächlich ernsthaft mit den Grundlagen (u.a. Drehbuch) für einen guten Film im semiprofesionellen Bereich beschäftigen wollen. Am Anfang steht die Information, dann die Intension, dann das Üben an Beispielen und schließlich der Drang es endlich ernsthaft zu wagen, einen Film von Anfang an zu produzieren. Hier haben mir bis jetzt folgende literarischen Werke geholfen. Sie ersetzen allerdings nicht die Umsetzung. Die braucht mindestens 10mal so viel Zeit wie das Lesen der Bücher - wenn das nur mal reicht. Ohne die Grundlage Buch jedoch, dauert es - außer man ist ein Genie - 100mal länger, von den Kosten ganz zu schweigen.

Tipp: Vergiss nie, wen Dein Produkt interessieren soll - oder - "Was immer Du tust, bedenke das Ende!"

Bevor ich mein erstes Drehbuch anging, habe ich gelesen bzw. durchgearbeitet:

1. Sol Stein, Über das Schreiben, Verlag Zweitausendeins

2. Sol Stein, WritePro Fiction und FictionMaster; Trainingsprogramme für Autoren, Verlag Zweitausendeins

3. Julian Friedmann, Unternehmen Drehbuch, Verlagsgruppe Lübbe

4. Vivien Bronner, Schreiben fürs Fernsehen - Drehbuch-Dramaturgie für TV-Film und TV-Serie, Autorenhausverlag

5. Tom Lazarus, Professionelle Drehbücher schreiben, Autorenhausverlag

6. Christpher Keane, Schritt für Schritt zum erfolgreichen Drehbuch, Autorenhausverlag

7. Dale Newton & John Gaspard, Digitales Filmemachen, Verlag Zweitausendeins

8. Robert McKee, Story - Prinzipien des Drehbuchschreibens, Alexander Verlag Berlin

9. Oliver Schütte, Die Kunst des Drehbuchlesens, Verlag Buch & Medien

10.Peter Kerstan, Der journalistische Film. Jetzt aber richtig, Verlag Zweitausendeins

11.Daniel Arijon, Grammatik der Filmsprache, Das Handbuch, Verlag Zweitausendeins

12.Pierre Kandorfer, Lehrbuch der Filmgestaltung, mediabook Verlag

13.Heidrun Huber, Filmrecht für Drehbuchautoren

Was einem niemand geben kann, ist die Story. Das Leben um einem herum ist aber doch so vielfältig. Man muss nur richtig hinsehen oder hinhören können. Ich hoffe, dass ich ein wenig beitragen konnte, dem angehenden Drehbuchautor geeignete Grundlagenliteratur zu nennen.

Bis bald.
hawophil

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »hawophil« (7. Februar 2010, 16:08)


2

Sonntag, 7. Februar 2010, 16:07

Besonders empfehlen kann ich McKee ("Story") und Keane ("Schritt für Schritt zum erfolgreichen Drehbuch"). Bei letzterem soll man sich nicht vom Titel täuschen lassen, das Buch ist klasse.

Birkholz Productions

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3

Sonntag, 7. Februar 2010, 16:16

Besonders empfehlen kann ich McKee ("Story") und Keane ("Schritt für Schritt zum erfolgreichen Drehbuch"). Bei letzterem soll man sich nicht vom Titel täuschen lassen, das Buch ist klasse.


Letzteres hab ich auch hier rumliegen. Werd ich mir bei Gelegenheit mal zu Gemüte führen! :)

Der Unaussprechliche

unregistriert

4

Sonntag, 7. Februar 2010, 16:48

Oder ihr schaut euch einfach den Film "Adaption" an, da wird alles wichtige vermittelt ! :)

Mr Dude

unregistriert

5

Sonntag, 7. Februar 2010, 16:49

Vergiss nie, wen Dein Produkt interessieren soll

Das sollte man aber nicht zu direkt nehmen. In aller Erster linie schreibt ein Autor für sich selbst. Wenn man während des Schreibens drüber nach denkt, was der Leser oder Zuschauer fühlt, hat man schon verloren. Es ist ja in aller erster Linie wichtig, die eigene Intension zu verwirklichen. Abändern kann man später, bzw wird der Regisseur noch genug. Es ist ja meine Geschichte und ich will sie so erzählen wie ich es mir vorstelle und nicht wie der Zuschauer es gern möchte.

Frederik Braun

unregistriert

6

Sonntag, 7. Februar 2010, 18:48

Auch sehr zu empfehlen, besonders für Filmskripts mit schönen Beispielen vorhanden, ist "Drehbuchschreiben für Fernsehen und Film" von Syd Field.

Pandora

unregistriert

7

Sonntag, 7. Februar 2010, 19:09

Gute Liste, wobei ich das 'Pflicht' da doch mal stark anzweifeln würde. Klar können einem diese Bücher helfen, viel wertvolles vermitteln und Dinge erklären für die man vielleicht länger braucht um sie selber zu erkennen. Viel wichtiger aber als das wälzen von solcher Literatur ist vor allem Übung. Das erste Drehbuch, der erste Roman, die erste Kurzgeschichte etc. - in den seltensten Fällen wird das wirklich veröffentlichungstauglich sein. Wissen ist wichtig, kann aber die eigenen Erfahrung und das Lernen aus eigenen Fehlern nicht ersetzen ;-)

Zum 'Schulen der Kreativität' kann ich noch "Raum zum Schreiben" von Bonni Goldberg empfehlen. Das bietet mal einen etwas anderen Ansatz, nämlich weniger ein Rezept als einfach ein paar Übungsmöglichkeit Anhand derer man mal ganz gut die Gedanken kreisen lassen kann.

Zwar eigentlich auf Romane/Kurzgeschichten bezogen, aber auch ganz interessant: "Kreativ Schreiben für Fortgeschrittene - Geheimnisse des Erfolgs" von Fritz Gesing. Da geht es auch öfter um die Verfilmungen von Literatur.

Auch eine etwas andere Sichtweise: "Von der Kunst des Schreibens" von Julia Cameron. Da geht es mehr um den natürlichen Zugang zum Schreiben, Hemmungen und Blockaden und deren Überwindung - auch kein uninteressantes Thema.

8

Montag, 8. Februar 2010, 12:57

Gebe Pandora recht!!! Ich habe angefangen damals mich durch viele Wälzer zu lesen, habe selber einiges an Literatur daheim und habe so gut wie alle Bücher zum Thema in der städtischen Bücher hier in berlin gelesen, muss aber sagen, dass das auch verwirren kann. Es gibt vor allem einige Dinge, die mich in der entwicklung aufgehalten haben. Beispielsweise schreibt McKee: "Wer mit Erzählerstimme schreibt, drückt sich und ist faul." (nicht wortwörtlich). Allerdings kenne ich genug gute Filme, die von Erzählstimmte leben. Beispielsweise "Oldboy" (hat in Cannes gewonnen).

Also auch mein Tipp: Lesen und dann doppelt so viel Üben!

Jordan!

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9

Montag, 8. Februar 2010, 23:22

Danke für die Auflistung, ob man jedoch alle dort erwähnten Werke braucht, sei jetzt mal dahingestellt. Denn ich denke einfach das sich der Inhalt in den Büchern irgendwann anfängt zu wiederholen, je mehr Ratgeber man bei sich rumliegen hat. Soviel verschiedenes bzw. neues können die ganzen Experten garnicht schreiben. Ganz nach dem Sprichwort: Zuviele Köche verderben den Brei. Selektieren ist da angesagt.

Ich kämpfe mich gerade durch "Story" von McKee. Kämpfen ist das richtige Wort, denn wenn man sich zum ersten mal mit so einem Thema ernsthaft auseinandersetzt wird man über manche Begriffe stolpern die einem nichts sagen. Möchte das Buch aber nicht mehr missen, denn die Tipps sind anschaulich erklärt, auch wenn es teilweise etwas ermüdent daherkommt.

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