Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Amateurfilm-Forum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

pyrozomb

unregistriert

1

Donnerstag, 12. Februar 2009, 09:35

Drehbuch schreiben

Hallo!

Was muss ich beim Drehbuch Schreiben alles beachten?

Eine Idee hätt ich schon, aber ich mach sowas zu ersten Mal und hab daher überhaupt keine Erfahrung.

Danke im voraus!

2

Donnerstag, 12. Februar 2009, 09:45

na ja, ganz einfach ist es nicht... es gibt zwar grundregeln, die jeder befolgen kann, aber die einen schreiben gute drehbücher und die anderen schreiben schlechte...

wichtig ist, dass die meisten Drehbücher in 3 Akte eingeteilt sind...

1.Akt: Einstieg - vorstellen der Charaktere, Hauptziel der Handlung usw.

2.Akt: Geschehnisse, die ganze Action im Prinzip - man kommt stück für stück dem ziel näher, charaktere treffen aufeinander usw.

3. Akt: Das Finale - Situationen spitzen sich zu, Handlungsziel wird (evtl.) erreicht und am besten, es gibt ein (oder mehr) Überraschungsmoment :!:

ansonsten ist es wichtig, dass sowohl die charaktere als auch deren Monologe&Dialoge glaubwürdig rüberkommen, dass die Handlung für den Zuschauer verständlich ist und dass es nicht langweilig wird...

das waren erst mal die wichtigsten dinge... (m.E.) ;)

Mr Dude

unregistriert

3

Donnerstag, 12. Februar 2009, 13:18

Viele erstellen auch erst ein Exposé der Story, also eine Art Kurzgeschichte... So lernt es ein Kumpel von mir auf der Schauspielschule. An der kannst du rumbasteln so lang du willst, ohne lange Drehbuchabschnitte, die vllt sogar richtig gut geworden sind zu verändern oder zu streichen... Es reicht ja wenn du die komplette Story von vorn bis hinten in Stichpunkten notierst und dann das ganze ausfüllst und überall noch Stichpunkte einfügst, bis du zufrieden bist...
Die Personen solltest du auch von Anfang an fertig haben... Manche erstellen sich richtige Lebensläufe der Hauptpersonen um deren Handlungen und Denkensweisen genaustens nachvollziehen zukönnen, das ist besonders Hilfreich um eine zu starke Entwicklung des Characters zu verhindern... Wenn man die Rolle auf eine reell existierende Person schreibt, reicht es dann ja zu überlegen wie diese in Wirklichkeit handeln würde...
Und ein kleiner Tipp von mir: Ich höre mir immer beim Schreiben Musik an die in der Szene laufen könnte um mich selbst mehr in die Lage versetzen zu können... Schreibt man ein Drama, dann sollte man halt auch traurige Musik hören, bei Action ganz klar etwas schnelles... Hilft mir immer extrem weiter...

JoeFX

Registrierter Benutzer

  • »JoeFX« ist männlich

Beiträge: 563

Dabei seit: 9. Oktober 2007

Hilfreich-Bewertungen: 25

  • Private Nachricht senden

4

Donnerstag, 12. Februar 2009, 14:27

Es gibt viele gute Bücher zum Drehbuchschreiben, in denen z.b. das von meinen Vorrednern erwähnte detaillierter erklärt wird. Kosten nicht viel, und zahlen sich aus! Im Internet wirst du nie soviel Informationen finden wie in einem dieser Bücher. Mir gings jedenfalls so.
<Schleichwerbung>
Ich würde dir "Die Technik des Druhbuchschreibens für Fernsehen und Film" von Eugene Vale ans Herz legen. Ist ein bisschen veraltet, aber im Prinzip hat sich beim Drehbuchschreiben nichts geändert ^^.
Zum Schreiben eines Dialogs finde ich "Schau mir in die Augen kleines" von Oliver Schütte. Enthält auch einige Informationen zum Szenenaufbau.
<Schleichwerbung/>
;)

Wenn du kein Geld ausgeben willst, findest du einige Informationen auch in Google.

Viel Glück bei deinem Drehbuch! 8-)

mfg

ghostpictures.de

Independentspielfilme und Kurzfilme - www.ghostpictures.de

  • »ghostpictures.de« ist männlich

Beiträge: 2 099

Dabei seit: 19. Oktober 2007

Wohnort: Berlin

Hilfreich-Bewertungen: 26

  • Private Nachricht senden

5

Donnerstag, 12. Februar 2009, 15:53

Ich persönlich hab halt erst das Genre im Kopf, dann wird überlegt was meine Lieblinsgfilme aus dem Genre sind und wie ich denen etwas Neues geben kann. So komme ich dann zur Geschichte. Ich hab so nen Hefter wo ich meine Ideen niederschreibe, der wird recht schnell voll und dann Bau ich mir so nen Plan auf was, wann passiert. Und dann gehts schon los mit Schreiben. Ich persönlich brauche Ruhe, keine Musik. So setz ich mich dann ans Drehbuch. Da ich eher visuell Arbeite male ich mir dir Szenen immer schon im Kopf aus. Deshalb fang ich auch ganz früh mit nem Storyboard an.

Hier sind noch Gute Infos zum Theme Drehbuch schreiben: movie college

6

Donnerstag, 12. Februar 2009, 16:31

MrDude's variante mit der musik mache ich auch... meist ist es sogar die musik, die mich erst zu neuen Drehbuch-Ideen inspirieren, aber sie hilft auch sehr beim schreiben!
aber ich muss sagen, dass dir die Tipps aller Kollegen hier sehr weiter helfen sollten!

pyrozomb

unregistriert

7

Donnerstag, 12. Februar 2009, 16:31

Danke

Also vielen Dank für die ersten Hilfestellungen!

Find sie sehr hilfreich!

dann kann ich ja mal versuchen das Schreiben anzupacken^^

mfg Pyrozomb

ghostpictures.de

Independentspielfilme und Kurzfilme - www.ghostpictures.de

  • »ghostpictures.de« ist männlich

Beiträge: 2 099

Dabei seit: 19. Oktober 2007

Wohnort: Berlin

Hilfreich-Bewertungen: 26

  • Private Nachricht senden

8

Donnerstag, 12. Februar 2009, 17:04

RE: Danke

Also vielen Dank für die ersten Hilfestellungen!

Find sie sehr hilfreich!

dann kann ich ja mal versuchen das Schreiben anzupacken^^

mfg Pyrozomb
Hoffentlich wirds was mit Zombies.
Zwecks deinem Namen. :thumbsup:

Marcus Laubner

unregistriert

9

Donnerstag, 12. Februar 2009, 19:40

Ich pflichte Mr Dude bei, ein Expose oder Konzept ist sehr hilfreich. Welche Personen gibt es, was geschieht? Wie und Warum kommt Person A zum Ort B? Was soll rüber gebracht werden? Kann man alles vorher klären. Im Drehbuch ist dann wichtig, die Dialoge zu formen, es gibt tausende von Arten, was eine Person sagen kann, um etwas zu vermitteln, und meistens ist nur eine Variante am passendsten.
Ghostpictures Vorschlag ist ebenfalls gut, Einfälle die man für die Szenen hat oder wo man noch nicht weiß, wo mans unterbringen könnte, aufschreiben.

SR-Pictures

Schmidbauer-Film

  • »SR-Pictures« ist männlich

Beiträge: 1 371

Dabei seit: 27. August 2008

Wohnort: Prien am Chiemsee / Stuttgart

Hilfreich-Bewertungen: 106

  • Private Nachricht senden

10

Donnerstag, 12. Februar 2009, 20:44

Also, wenn ich eine Basisidee habe, aber keine Ahnung wie der Film detailliert werden soll, dann überlege ich mir immer einen Art "Trailer" mit den besten Szenen aus dem Film, oder mit Szenen, die ich unbedingt drin haben möchte und schon genauer weiß. Schreib dir mal Stichpunkte auf und dann kommt vielleicht der Rest von alleine. Das Schwerste sind wohl die Dialoge.

Mr. Morise hat Bücher über das Drehbuchschreiben. Kannst dir ja mal ausleihen.

P.S.: Willkommen im Forum :D Ja, der Chiemsee ist groß, da kennt man sich :D





Birkholz Productions

Registrierter Benutzer

Beiträge: 2 603

Hilfreich-Bewertungen: 189

  • Private Nachricht senden

11

Donnerstag, 12. Februar 2009, 22:00

Also ich schreib einfach Mal wie's bei mir aussieht.

Manchmal mach ich mir Brainstorming-Listen. Schreibe dort einfach grobe Themen auf und versuche mir jeweils dazu etwas zu überlegen.
Bsp.:
Notiz: Zeitreise
Bedingung: Soll etwas sein was es noch nicht gab
Idee: Typ frisst Stein und reist dadurch ins Jahr 1985 und trifft auf Marty McFly
Konsequenz: Freche Kopie von Zurück in die Zukunft

Oft kommen mir aber in manchen Situationen (siehe oben) grobe Szenen ohne direkten Zusammenhang in den Kopf. So war es auch bei meinem jetzigen Großprojekt. Dort kam mir beim (siehe oben) eine Szenario in den Sinn, welches ich mir immer weitergesponnen habe. Irgendwann kam eine Art Zusammenfassung dabei heraus, dann etliche Listen mit Charakteren, Drehorten... Irgendwann eine Art Expose und schließlich ein fertiges Drehbuch. Konnte gar nicht mehr aufhören zu schreiben. Ca. 90 Seiten später war es fertig. Alles kam wie aus dem Nichts. Nunja... Ein Jahr und 12 Drehbuchversionen später schreib ich nun wie ich darauf kam, ohne was von der Story zu verraten! :D

Ich hab das Ganze übrigens mit dem Freeware Programm CeltX geschrieben. Bin total davon begeistert. Erspaart einem den ganzen formalen Krahm und man kann sich völlig in seiner Idee verirren. :)

Tipp: Machs GENAU SO wie ichs dir gesagt habe!!! :thumbsup: :whistling:

EDIT: Nachdem ich meinen Post noch Mal durchgelesen habe musste ich feststellen, dass sich das Ganze so anhört als hätte ich mehr als ein Jahr auf dem Scheißhaus verbracht. Das war aber nicht der Fall...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Birkholz Productions« (23. September 2009, 18:01)


Marcus Laubner

unregistriert

12

Freitag, 13. Februar 2009, 00:35


EDIT: Nachdem ich meinen Post noch Mal durchgelesen habe musste ich feststellen, dass sich das Ganze so anhört als hätte ich mehr als ein Jahr auf dem Scheißhaus verbracht. Das war aber nicht der Fall...

Okay, ich wollte schon fragen, was du eigentlich zu Dir nimmst bei so vielen "Inspirationsgängen" ;)

Übrigens noch ein kleiner Tipp: neben dem Studieren von Sachbüchern über das Thema Drehbuch ist meine Regel immer: die Figur soll nur so viel sagen wie es nötig ist.
Beispiel: Figur ist verärgert. Dass muss der Darsteller natürlich durch die Mimik ausdrücken. Dann braucht man es aber nicht noch in Worte fassen. Das klingt ziemlich dämlich, aber ich hab in letzter wieder etliche Werke gesehen, in denen man den Zuschauer für so blöd hält ;)

cold316

achad, schtaim, shalosh

Beiträge: 981

Hilfreich-Bewertungen: 29

  • Private Nachricht senden

13

Freitag, 13. Februar 2009, 07:17

Gute und Informative Bücher über das Drehbuchschreiben findest du auch bei www.Tauschticket.de



Da habe ich auch die meisten meiner Bücher her.


Ich bin Pragmatiker. Wenn es paßt, der Kunde es nicht sieht, es zeitlich vertretbar ist, dann mach ich es so.

Mr Dude

unregistriert

14

Freitag, 13. Februar 2009, 09:20

Ist aber echt so dass einem die besten Ideen an den dümmsten Orten kommen... Abends im Bett, wenn man schon zu wiet eingepannt ist um aufzustene, auf dem Klo unter der Dusche, beim Autofahren, morgend bei den Cornflakes... Die beste Idee für eine Szene die ich je ahtte (wird auch esrt in meinem übernächsten Film verwirklicht) kam mir beim Autofahren... Ich hörte ziemlich agressive metalische Musik und vor mir machte ein Auto unkontrolierte Bewegungen und Blinkersetzungen. Aus dem Gedanken diesen Typ zu ermorden kam mir eine Hammer Szene hoch!! :thumbsup: :thumbsup:
PS: Der Mord wurde auch nicht weiter umgesetzt, weil ich auf einmal gute Laune hatte...

ghostpictures.de

Independentspielfilme und Kurzfilme - www.ghostpictures.de

  • »ghostpictures.de« ist männlich

Beiträge: 2 099

Dabei seit: 19. Oktober 2007

Wohnort: Berlin

Hilfreich-Bewertungen: 26

  • Private Nachricht senden

15

Freitag, 13. Februar 2009, 09:24

Ich hab das Ganze übrigens mit dem Freeware Programm CeltX geschrieben. Bin total davon begeistert. Erspaart einem den ganzen formalen Krahm und man kann sich völlig in seiner Idee verirren. :)
CeltX kann ich euch auch nur wärmstens ans Herz legen.

Und Scheißt auf die Einteilung, "Eine Drehbuchseite = eine Filmminute".
Euer Drehbuch wird nie so proffesionnel sein.

Bei mir z.b. werden Größtenteils die ganzen Kameraeinstellungen weggelassen usw.
Das Drehbuch soll ne Denkstütze für mich sein. Ich erarbeite dass dann im Storyboard.

Und vielleicht erinnert ihr euch an die ersten Drehbücher zum Herrn der Ringe. Da stand dann nur: "Sie kämpfen." und Schliesslich gingen solche Szenen 30 Minuten. :thumbsup:

Jeder Schreibt so wie er Bock hat.

16

Freitag, 13. Februar 2009, 10:37

dem kann ich mich anschließen... mir kommen auch die besten ideen auf dem klo, in der wann oder beim autofahren... :thumbup:

pyrozomb

unregistriert

17

Freitag, 13. Februar 2009, 12:14

...

wow...
das ist alles echt hilfreich, was ihr zu dem Thema geschrieben habt. :thumbsup:
ich hab mir das Celtx auf Empfehlung vom Freunde geholt.

@ghostpictures: vielleicht bei meinem zweiten Drehbuch, aber der Erste wird was Ernstes^^

schönes We @ all :thumbup:
mfg pyro

SR-Pictures

Schmidbauer-Film

  • »SR-Pictures« ist männlich

Beiträge: 1 371

Dabei seit: 27. August 2008

Wohnort: Prien am Chiemsee / Stuttgart

Hilfreich-Bewertungen: 106

  • Private Nachricht senden

18

Freitag, 13. Februar 2009, 13:23

In einer Deutschunterrichtsstunde kann man auch kreativ werden :D Oder ein anderes Fach, keine Ahnung was dich langweilt. Während des Lesens von "Faust" hab ich Teile von "Codewort: Sinken" geschreiben. Kann man auch an den Dialogen der Götter im Film erkennen!





Mr Dude

unregistriert

19

Freitag, 13. Februar 2009, 15:24

Meine Deutschlehrerein war ein ziemlicher Fan von mir und fing bei ständig an "Das könntest du doch auch mal in deinen Filmen einbringen... zB die Gretechenfrage "Wie hälst dus mit der Religion?" "Sei still, Gott verflucht!" "
Demnach kann man im Unterricht auch inspiriert werden... Nur Schade das meine Profs nicht mehr so viel inspiration bieten außer ein lieblisches "Schnauze, ich würde gern etwas erzählen" kommt da nix... :D

Jordan!

Registrierter Benutzer

  • »Jordan!« ist männlich

Beiträge: 14

Dabei seit: 1. Februar 2009

Wohnort: Hannover

  • Private Nachricht senden

20

Donnerstag, 26. Februar 2009, 11:14

Ich versuche mich seit einiger Zeit auch an einem Drehbuch ( das "Problem" hierbei ist, das ich schon fast zuviele Ideen im Kopf habe und mich so manchmal selbst um ein gutes Konzept bringe ).

Jedenfalls würde ich den Personen, die sich an sowas rantasten wollen, grundsätzlich immer raten sich ein bzw. zwei Bücher zuzulegen in welchen alles ausführlich beschrieben wird ( richtiger Aufbau, was in einem Drehbuch zu suchen hat / was nicht usw. ). Gibt da sehr hilfreiche Lektüre zu. Aber das werden die meisten bestimmt eh schon gemacht haben, oder? :D

Dadurch kann man Fehler, wie z.B. Vorschläge für Kamerapositionen ( auch wenn es noch zu verlockend ist ), zuviel Gefühle bzw. zu ausführliches schreiben von unwichtigen Dingen ( das passt besser in einen Roman und ist dort oft sogar vllt. erwünscht )^^, von Beginn an vermeiden.

Social Bookmarks