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Boyzie

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1

Montag, 15. November 2021, 14:09

Mit verschiedenen Kameras (Modellen / Marken) einen Film drehen?

Sollte man versuchen, möglichst Kameras der selben Marke, gar desselben Modells zu verwenden beim Dreh mit mehr als einer Kamera? Oder kann man auch bedenkenlos mit Kameras verschiedener Marken den selben Film drehen, z.B. einer Kamera von Panasonic, einer von Sony, einer anderen von Arri?

Sollte man vor allem auch mit gleicher Auflösung drehen?

Mischka

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Montag, 15. November 2021, 14:28

Man kann durchaus Kameras verschiedener Hersteller mischen, aber es ist meist einfacher, Kameras desselben Herstellers zu verwenden. Der Knackpunkt ist vor allem die unterschiedliche (voreingestellte) Grundabstimmung. Wer mischt, muss sehr genau darauf achten, wie sich der Weißabgleich auswirkt - vielleicht vorher mal ein paar Probeaufnahmen zu Vergleich machen. Damit spart man sich hinterher viel Stress beim Schnitt. Meiner Erfahrung nach ist das gleichzeitige Verwenden von nur-Sony-Kameras ziemlich stressfrei. Wenn andere Geräte dazu kommen, musst Du den Weißabgleich am besten manuell einstellen.
Viele Grüße aus dem Ahrtal!
Mischka

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3

Montag, 15. November 2021, 14:42

Zitat

Man kann durchaus Kameras verschiedener Hersteller mischen

Aber wohl nur, welcher, die sich nicht zu sehr unterscheiden, oder?

Ach, ich hätte gedacht, man filmte für beste Qualität in einem Raw- / Rohdatenformat, bei dem man den Weißabgleich in der Nachbearbeitung machen würde / könnte. Das ist nicht so?

Mischka

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Montag, 15. November 2021, 14:52

Nun, mit "normalen" Consumer-Kameras kann man nicht in einem RAW-Format filmen. Du kannst bei den teureren Modell in in einem Log-Verfahren filmen (z.B. beherrscht die Sony AX700 S-log und noch mehr). Dann werden die Aufnahmen sehr flach und Du kannst Dich in der Nachbearbeitung voll austoben. Andere Hersteller haben ähnliches im Programm. Die Frage ist, was Du investieren willst ...
Viele Grüße aus dem Ahrtal!
Mischka

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Montag, 15. November 2021, 15:10

Beispielsweise eine Sony Alpha 7 oder Panasonic G5 kann nicht im Rohdatenformat filmen? Dann lässt sich für beste Qualität nur dieses "Log-Verfahren" nutzen?

Marcus Gräfe

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Montag, 15. November 2021, 17:02

Selbst bei heutigen TV- und Kinofilmen werden professionelle digitale Filmkameras mit Consumer-Drohnen, Actioncams und Consumer-Camcordern gemischt und es fällt nicht auf. Wenn man in der Nachbearbeitung, also hauptsächlich bei der Farbkorrektur/beim Grading, entsprechend Zeit investiert, bekommt man die ganz gut angeglichen, denke ich.

Mischka

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Montag, 15. November 2021, 17:28

Zu einzelnen Kameras kann ich nichts sagen. Am besten guckst Du da auf den Seiten der Hersteller.
Viele Grüße aus dem Ahrtal!
Mischka

Boyzie

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8

Montag, 15. November 2021, 18:00

Na ja, das sind doch "normale Consumer"-Kameras, oder nicht? Somit dürften die doch also keine Rohdatenaufnahmemöglichkeit haben.

Zitat

Selbst bei heutigen TV- und Kinofilmen werden professionelle digitale Filmkameras mit Consumer-Drohnen, Actioncams und Consumer-Camcordern gemischt und es fällt nicht auf.

Also kann man offenbar in dieser Hinsicht nahezu beliebige Kameras beim Dreh gemischt einsetzen. Aber warum werden denn für TV- und Kinofilme sogenannte Consumer-Drohnen, nicht etwas "professionelle" genommen? Und Camcorder? Hätte gedacht, die wären, vor allem für Kinofilme, TV-Filme, eher unbrauchbar für gut aussehende Filme.

Marcus Gräfe

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Montag, 15. November 2021, 19:05

Ich sage ja nicht, dass es der Standard ist, Consumergeräte zu verwenden. Aber z. B. im Film Crank 2 wurden Canon XH-A1 verwendet, die habe ich auch.

Oder bei Drohnenaufnahmen sieht man oft an der Qualität, dass das nichts anderes ist als das, was auch der Hobbyfilmer (mit etwas Budget natürlich) verwendet.

Aber bzgl. deiner Ursprungsfrage: In meinen Augen ist es völlig wurscht, ob man mischt oder nicht, solange es in der Postproduktion angeglichen wird. Natürlich sollte die Auflösung keiner Kamera unter der finalen Filmauflösung liegen.

Allerdings wird man gerade im Kinobereich eigentlich selten mehr als eine Kamera benutzen. Die Szenen werden aus verschiedenen Perspektiven immer wieder gedreht (oder zumindest Teile daraus). Mehrere Kameras kenne ich eher aus Billigproduktionen (Daily Soaps) oder TV-Studioproduktionen.

Boyzie

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10

Montag, 15. November 2021, 20:10

Hätte nicht gedacht, dass bei solchen Filmen Camcorder benutzt würden, wie kommt das denn?

Wahrscheinlich ist gerade das das Entscheidende, es auch angleichen zu können, das ist bestimmt nicht so einfach, wie Color Grading wohl auch. Aber dass man sogar Aufnahmen von Camcordern und vielleicht welche von Kameras von Arri, RED angleichen könnte, ohne dass es nachteilig würde / auffiele, hätte ich nicht gedacht.

Zitat

Allerdings wird man gerade im Kinobereich eigentlich selten mehr als eine Kamera benutzen.

Wie kommt das, hätte gedacht, gerade da benutzt man mehr Kameras?

wabu

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Montag, 15. November 2021, 20:45

Dann schau mal eine Produktion an.
Hier bei uns im Ort wurde ein Tatort gedreht mit bestimmten Schlüsselszenen.
Eine Kamera!! Aber viele Einstellungen mit immer den gleiche Dialogen und Abläufen.
Lediglich als ein Auto durch ein Schaufenster in einen Laden fuhr waren zusätzlich, nicht nur zur Absicherungt , im Laden eine DSLR auf einem Stativ aufgestellt. Davon landete auch ein kurzer Clip in der Endfassung.

Auch wenn du Serien siehst: Frage / Antwort , das wird drei oder vier mal gedreht: Immer der gleiche Dialog aus verschiedenen Einstellungen.
Lediglich Dittsche in seinem Imbiss agiert vor 4 Kameras (ohne zu wissen, welche gerade aktiv ist)

Als blutiger Amateur habe ich hier mit 4 Kameras gearbeitet

Boyzie

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12

Montag, 15. November 2021, 21:50

Vielen Dank auch für das Video.

Aber warum nur mit einer, warum nicht mit mehr, dann könnte man doch gleich zwei Einstellungen oder mehr auf einmal drehen und offenbar Zeit sparen.

wabu

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Montag, 15. November 2021, 23:23

1. weil es so gemacht wird....
2. Nur mit je einer Kamera kann die Szenen für einen bestimmten Blickwinkelt gestaltet werden, da ist eine zweite Kamera eher hinderlich. (da lassen sich auch schöne Schnittfehler finden: Uhren im Hintergrund, Zigarettenlängen etc. Aber auch eine sorgfältige Arbeitsweise kann man dann sehen, wenn im Hintergrund schlüssige Szenen ablaufen)
3. Mein Video ist nur ein Beispiel für Konzertaufnahmen - ja, da kommen mehr Kameras zur Verwendung. das gilt auch für Interviews oder auch für live Sendungen aus einem Studio - Talkshows als Beispiel

Selon Fischer

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14

Dienstag, 16. November 2021, 07:45

Wenn du schon mal gedreht hast, wirst du wissen, wie hoch der Koordinationsaufwand eines Teams bei nur einer Kamera ist. Bei zwei Kameras verdoppelt sich das. Auch kannst du als Regisseur ja meist nur ein Kamerabild zur gleichen Zeit kontrollieren. Wenn du also sauber arbeiten willst, entscheide dich für die langsame Methode und arbeite nur mit einer Kamera. Entspannt den Dreh und nachher die Post - gerade im Amateurbereich!

Boyzie

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15

Dienstag, 16. November 2021, 08:33

1. klingt sehr plausibel.

Zitat

(da lassen sich auch schöne Schnittfehler finden: Uhren im Hintergrund, Zigarettenlängen etc. Aber auch eine sorgfältige Arbeitsweise kann man dann sehen, wenn im Hintergrund schlüssige Szenen ablaufen)

Das verstehe ich nicht, könntest Du das noch anders ausdrücken und / oder Beispiele nennen?

Ja, aber die Kamerabilder könnte sich der Regisseur (wohl zusätzlich erforderlich zusammen mit Continuity, Beleuchter und anderen Mitgliedern) ja nacheinander anssehen, nehme ich an.

Zitat

Bei zwei Kameras verdoppelt sich das.

Das hätte ich eben nicht gedacht, da ja das Set ohnehin schon eingerichtet ist. Ton bleibt (fast) wie bei einer Kamera (falls das Mikrofon wegen der zweiten Kamera nicht anders positioniert werden müsste, falls das überhaupt sinnvoll ginge). Licht wäre vielleicht bedenklich, weil nur für eine Kamera eingerichtet wohl und für beide einzurichten wohl nicht sinnvoll wäre.

Welche Fehler / Nachteile könnten denn genau passieren bei Nutzung zweier oder mehr Kameras, die nur eine Kamera zu nutzen optimal lassen würden?

Selon Fischer

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Dienstag, 16. November 2021, 09:31

Du kannst als Regisseur nur eine Kamera gleichzeitig aufmerksam im Blick haben. Das heißt, du verpasst die Hälfte deines Films beim Dreh. Mit mehreren Kameras würde ich nur dann drehen, wenn es sich um Einstellungen handelt, die zu kompliziert oder kostspielig sind, um sie zu wiederholen. Bei Dialogen oder normalen Handlungen würde ich immer darauf verzichten.

Und das mit dem Licht hast du schon angesprochen. Das wird gerne unterschätzt.

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17

Dienstag, 16. November 2021, 10:15

Zitat

Du kannst als Regisseur nur eine Kamera gleichzeitig aufmerksam im Blick haben. Das heißt, du verpasst die Hälfte deines Films beim Dreh.

Und nacheinander die Aufnahmen ansehen geht also offenbar nicht?

Selon Fischer

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18

Dienstag, 16. November 2021, 11:32

Klar geht das. Versuchs ruhig. Vielleicht bist du ja der Meister der Multicam-Setups. Mich hat als Anfänger aber schon eine Kamera maßlos überfordert.

Boyzie

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19

Dienstag, 16. November 2021, 13:32

Ja, ja, natürlich, tut es mich ja auch.

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