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bobby1984

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1

Dienstag, 29. September 2015, 08:16

Werbefilm kosten

Hallo zusammen,

ich hoffe, dass ich dass richtige Unterforum getroffen habe :)

Mir gefeällt der "Werbefilm" von Polosport sehr gut:

http://www.ralphlauren.de/category/index…OT_5_S1_SHOPNOW

Ich
würde mich gerne mal erkundigen, wie schwer es ist, solch einen Film zu
drehen und mit wieviel Kapital man in etwas rechnen kann, wenn man jemand beauftragt, solch ein Filmchen zu drehen?

Herzlichen Dank!

the machine one

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2

Dienstag, 29. September 2015, 10:48

Das nennt man Bullet Time.

Billig ist sowas nicht!
Finde den Effekt ziemlich abgenutzt, gerade durch die Super Talent Shows.
Selber machen ist ziemlich aufwändig, man braucht nen ganzen Haufen Kameras und Objektive und Rechner die das Material nahtlos zusammenrechnen können.

50 Canon 1DX. Liegt ohne Mengenrabatt bei etwa 200.000€.

Bei Youtube gab es mal einen der so einen kleinen Ring mit GoPros gebaut hat.

LennO

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3

Dienstag, 29. September 2015, 11:54

Ich schliesse mich da mal the machine one an und würde hinzufügen:

Du wirst nicht einfach nur "jemanden" beauftragen können das Video zu schiessen. Wenn du einen Filmproduktionsklitsche findest die sich dem Projekt annimmt wird diese den eigentlich Bullet Time Shoot auslagern an Firmen die ein eigenes Rig besitzen. Das bedeutet a) hohe Transport und Reise-Kosten allein für den Bullet-Time Part der Crew, oder andersherum Kosten zu dem Studio in dem das Rig bereits fertig stehen mag. Alles in Allem reden wir hier von einem mehrere 100.000€ Auftrag je nach gewünschter Komplexität.

Es kommt natürlich auf deine Qualitätsansprüche an da es durchaus simple Bullet-Time Rigs wie schon erwähnt aus GoPros gibt/man sie bauen kann, aber auch hier fallen dann recht hohe Kosten an. Mit reduzierten Ansprüchen reden wir hier weiterhin 5 stellig.

Bedenke auch dass der Postaufwand nicht zu unterschätzen ist und auch nochmal in die hohen 4 stelligen bis fünfstelligen Bereich gehen kann.

Je nach dem von dir gewünschten Effekt, ist jedoch ein Bullettime-Rig nicht immer nötig und manche Timefreeze-Szenen lassen sich auch mit Hoher FPS per Steadycam oder Dollytracks schiessen, das reduziert ein wenig die Kosten und u.U. auch den Postaufwand. Setzt vorraus dass die Akteure auf dem Boden stehen können, an Seile gehangen werden können, und diverse in der Luft eingefroren Elemente gff per CG hinzugefügt werden können. Da reden wir zwar immer noch fünfstellig, aber einfacheres und weniger Zeitaufwendiges Equipment Handling.

Aber genaueres kann man nur sagen wenn du konkrete Vorstellungen deines Ziels hast, oder nenn ne Hausnummer die du bereit wärst zu zahlen ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »LennO« (29. September 2015, 12:04)


NO!R

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4

Dienstag, 29. September 2015, 12:56

Naja so teuer wird der Film auch nicht sein. Niemand KAUFT 50 kameras für so einen film. Die werden entweder geliehen oder vom Hersteller gesponsort (Je nach Art des Films). Ich glaube sogar, dass in diesem speziellen Fall ein Studio angemietet wurde, welches sich auf solche Aufnahmen spezialisiert. Das ist zwar nicht billig, letztlich hast du aber alles da. Vom Equipment, Beleuchtung, Rechner bis zu den Spezialisten mit dem Know-How. Ich denke die Produktionskosten des Films dürften, je nach Crew und Cast, insgesammt nicht mehr als wenige zehntausend betragen.

Ergänzung: MIt hoher framezahl und einem (steuerbaren (pflicht wegen hoher Geschwindigkeit)) kamerawagen zu produzieren dürfte deutlich (!) teurer sein als die oben benutzte Technik. Highspeekkameras, optiken, operator, licht (!) und schließlich der dolly sind extrem teuer. Wir haben einmal mit ner Highspeedkamera gedreht. Das war ein höllenaufwand.

LennO

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5

Dienstag, 29. September 2015, 13:09

Naja so teuer wird der Film auch nicht sein. Niemand KAUFT 50 kameras für so einen film. Die werden entweder geliehen oder vom Hersteller gesponsort (Je nach Art des Films). Ich glaube sogar, dass in diesem speziellen Fall ein Studio angemietet wurde, welches sich auf solche Aufnahmen spezialisiert. Das ist zwar nicht billig, letztlich hast du aber alles da. Vom Equipment, Beleuchtung, Rechner bis zu den Spezialisten mit dem Know-How. Ich denke die Produktionskosten des Films dürften, je nach Crew und Cast, insgesammt nicht mehr als wenige zehntausend betragen.

Ergänzung: MIt hoher framezahl und einem (steuerbaren (pflicht wegen hoher Geschwindigkeit)) kamerawagen zu produzieren dürfte deutlich (!) teurer sein als die oben benutzte Technik. Highspeekkameras, optiken, operator, licht (!) und schließlich der dolly sind extrem teuer. Wir haben einmal mit ner Highspeedkamera gedreht. Das war ein höllenaufwand.
Öh…nö. Source: Diverse Projekte in beiden Varianten geschossen. Wie bereits oben beschrieben kommt es auf die genauen Vorstellungen an. Aber das Bullet-Time-Rig ist teuer, sofern es an einen Ort bewegt werden muss. Andersrum teuer für den Rest der Crew, aber billiger sofern es halt in dem jeweiligen Studio gemacht werden kann. Da kommen dann je nach aufwand 10.000de bis 100.000de zusammen. Da wir nicht wissen wohin genau die Vorstellung des OP geht, ist es halt eine absurde Preisspanne die man nennen muss.

Und nein, ein Timefreeze geht auch mit nem normalen Dolly wenn das Projektbudget es nicht anders hergibt ;) Die Highspeed Variante ist je nach gewünschtem Ergebnis und gerade on Location _deutlich_ günstiger, und 120-240 FPS (also alles von FS700 bis zu ner Red) reichen locker aus sofern man Schauspieler hat die es mal schaffen ein bisschen stillzustehen – und das schaffen die meisten. Der Aufwand an Operator, Licht, Optiken etc ist absolut der selbe wie er es auch im Bullet-Time Fall ist. Mit dem Unterschied dass das Bullet-Time Rig zusätzlich zu den Produktionskosten fürs normale Bewegtbild dazukommt.

the machine one

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6

Dienstag, 29. September 2015, 13:22

Andere Möglichkeit wäre sowas




Die sitzen in Hamburg.

FILMS

Anastasia Konovalova
Executive Producer
films@themarmalade.com

Tel: +49 40 432 91 300
Fax: + 49 40 432 91 222

Lippmannstr. 79
22769 Hamburg, Germany

Klar kauft die Kameras niemand. Mir ging es nur rein um den Wert. Ich denke auch nicht das der Übliche Verleih 50X die selbe Kamera + Identischer Objektive im Regal hat.
Ohne dem Hersteller im Boot lässt sich sowas glaube ich nicht auf die Beine stellen.

NO!R

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7

Dienstag, 29. September 2015, 13:37

@LennO: Also ich seh das anders. Punkt ist, wir können beide nur spekulieren. Ich habe meine Kalkulation auf den beispielclip gelegt. Wenn du sagst du hast diverse projekte mit der Technik geschossen, dann ist das natürlich ne super chance Einblick zu bekommen. Tatsächlich hab ich sowas noch nicht gemacht. Bitte zeig uns das doch mal an einem exakten beispiel.
Was ich jedoch mal gemacht hab ist mit 1500 frames zu schießen. Und da muss ich klar sagen 120-140 frames sind deutlich zu wenig um diesen Effekt hinzubekommen. Der Effekt zielt auf eine Kamerabewegung um eine in der bewegung eingefrorene aktion. Selbst bei 1500 frames bist du da hart an der Grenze, weil einfach eine geringe Bewegung stattfindet.

LennO

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8

Dienstag, 29. September 2015, 14:03

Und da muss ich klar sagen 120-140 frames sind deutlich zu wenig um diesen Effekt hinzubekommen. Der Effekt zielt auf eine Kamerabewegung um eine in der bewegung eingefrorene aktion. Selbst bei 1500 frames bist du da hart an der Grenze, weil einfach eine geringe Bewegung stattfindet.
Nein – sind sie nicht. Wie ich oben geschrieben habe unterliegt das Ganze halt der Einschränkung dass die Schauspieler stillstehen müssen. Damit sind Sprünge in die Luft oder ähnliches nicht möglich (ohne Roto) oder Wire-Removal. Die meisten Timefreeze Spots werden tatsächlich eher so bei 200 FPS geschossen - prominentes Beispiel:
Highspeed dient in diesem Falle einzig und allein dazu die minimal(sten) Bewegungen die die Schauspieler noch tun zu reduzieren.

Das klassische Bullettime zielt halt eher auf die Kreisfahrten drumherum ab. Je nach dem was der OP sich wünscht und welche Aktionen der Schauspieler, ist halt die Highspeed Variante die schlauere oder bessere, und auch die Kreisfahrt locker möglich ohne das auch die dahinter liegenden Kameras verdeckt oder rausgeroto'd werden müssen– im Beispiel des OP ist es der klassische Bullettime. Es gibt allerdings eine Ganze Reihe von Timefreeze Aktionen die sich locker mit einer Kamera durchführen lassen.

Da ich gerade etwas auf dme Sprung bin, erläutere ich gerne auch später noch mehr dazu oder zu Vor/Nachteilen, Anwendungsgebieten.

NO!R

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9

Dienstag, 29. September 2015, 14:11

Da postet man ein Jahr nichts und schon ist man wieder mitten drin in einer Diskussion ;) Also: Wir befinden uns hier in einem Thread welches als Beispiel ein Video gepostet hat indem z.b. ein Fußbalsspieler und ein sportler beim seilhüpfen zu sehen ist. Darüber diskutieren wir doch oder? Und widersprichst du mir in diesem speziellen Fall, dass 240 frames zu wenig sind?
Apropos, magst du uns nun ein Beispiel zeigen dass du geschossen hast. Sorry ich muss darauf bestehen, da du es als Argument und deine Quelle/Source benutzt hast.

LennO

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10

Dienstag, 29. September 2015, 14:24

Da postet man ein Jahr nichts und schon ist man wieder mitten drin in einer Diskussion ;) Also: Wir befinden uns hier in einem Thread welches als Beispiel ein Video gepostet hat indem z.b. ein Fußbalsspieler und ein sportler beim seilhüpfen zu sehen ist. Darüber diskutieren wir doch oder?
Darüber diskutieren wir eben nicht – alles was ich gemacht habe, ist darauf hinweisen dass es auch andere Möglichkeiten gibt einen Timefreeze zu gestalten. Und auch genannter Fussballspieler, kann in einer Pose verharren (nötigenfalls mit Seil) oder halt Appleboxen als Ablage benutzen, die man später auch locker rausretuschieren kann. Und auch ein Seil ist in der Post fixer dazuanimiert, sofern es sich anbietet. Ob ein Bullet-Time Rig oder die andere Variante Vorteile hat hängt davon ab, wieviele Kohle zur Verfügung steht, oder welche Shots genau gewünscht sind. Ob von Normalbild in den Timefreeze übergangen wird, oder andere Sachen gewünscht sind. Wenn du sowieso einen Spot schon mit normalen Einstellungen mixt, kann es Vorteile haben auch dabei zu bleiben, und den Timefreeze klassisch per Highspeed zu gestalten. Das hängt davon ab was die Darsteller machen müssen, oder was überhaupt eingefangen muss. Kosteneffektiver ist immer die Variante ohne Bullettime Rig sofern nicht extrem viel CGI dazukommt. Wenn ein User sich im Amateur-Film-Forum erkundigt wieviel so ein Spot kostet, gehe ich halt auch erstmal nicht davon aus der er ein allzugroßes Budget stemmen will, und biete alternative Varianten zum nachdenken an.

Hat er zum Beispiel ein Gym, und möchte das eine Person mit Hanteln in der Zeit eingefrohren ist, so bietet es sich beispielsweise ausnahmslos besser an das ganze Highspeed zu filmen: Die Hanteln können leicht sein, hochgehalten werden, man kann on Location drumrumfahren, muss den Rest des Bullet-Time Rigs nicht rausretuschieren, und kann die Dollytracks raushalten. Soll eine der Hantel wegfliegen, ist die eine Hantel leichter in der Post hinzugefügt als on Location ein Bullet-Time Rig aufzubauen (und den entsprechenden Post-Aufwand zu haben), oder die Alternative bleibt vor schwarz, oder halt die Green-Screen und ein CGI Set. Da wir nicht wissen welche Handlungen der OP zeigen möchte, haben beide Varianten ihre Vorteile.


Und in beiden Varianten ist das Postwork nicht zu vernachlässigen – bis eine Bullettime-geschossene Aufnahme wirklich stabil und gut aussieht, vergeht einiges an Zeit in der Post die auch Geld kostet … und selbst im Beispiel des OP's sieht man die Einzebilder durchaus noch raus. Ich habe an keinem Punkt wiedersprochen dass ein Bullet-Time Rig je nach Drehvorraussetzungen Sinn macht, aber teuer als die Alternative ist es in den meisten Fällen, da sich gewisse Timefreezes, und gerade auch Kreisfahrten um Personen, auch ohne realisieren lassen, und das auch einfacher on Location, falls dies gewünscht ist.

In wiefern du mich einfach missverstehen willst, oder einfach die Diskussion führen willst weiss ich nicht.

Ein aktuelles Demoreel kann ich dir aber gerne mal später per PN schicken.

*edit: link geschickt*

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »LennO« (29. September 2015, 15:33)


LennO

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11

Dienstag, 29. September 2015, 17:40

Nur um nochmal die beiden Vorgehensweisen zu erläutern falls das einfach nicht klargeworden ist durch mein mehrmaliges wiederholen von "stillstehenden Schauspielern" ;)

Natürlich reichen 240 FPS nicht aus um einen in Normalgeschwindigkeit ablaufenden Vorgang in der Zeit einzufrieren. Und natürlich auch 1500 FPS nicht … aber darum geht es auch überhaupt nicht ;)

Variante 1 ist folgende:

Das Bullet-Time-Rig, einfaches Beispiel. Ein Schauspieler vollführt eine Handlung, wie meinetwegen einen Ball wegtreten. In dem Moment in dem der Ball wegfliegt zünden die 50 (oder 100 oder 150 Kameras) im Idealfall gleichzeitig, im Regelfall eher ein bisschen Zeitversetzt weil Technik. Wir erhalten eine Kamerafahrt um den Schauspieler rum.

Postaufwand: Die Kamerafahrt ist erstmal alles anderes als hübsch anzusehen da 100 Kameras einfach nicht so leicht exakt auszurichten sind, Optiken verschieden, und diverse Faktoren dazu beitragen dass das Bild auch mal ein wenig Flickert oder instabil erscheint. Der Postaufwand: Stabilisieren, stabilisieren, stabilisieren. Dazu kommt dass im Regelfall bei einer Kreisfahrt die gegenüberligenden Kameras alle schön im Bild sind und rausretuschiert werden müssen. Dann kommt noch dazu dass 100 Kameras auch oft einfach nicht ausreichen für eine Kamerafahrt mit der nötigen Zeit: Sprich, das Ganze wird retimed, und jenachdem wie langsam die Fahrt sein soll, ist das auch mit ein wenig Handarbeit verbunden um Artefakte zu vermeiden.

Deswegen wird für die meisten Bullet-Time Geschichten auch einfach das Subjekt vor grün gefilmt und der Rest entsteht in der Post. Man kann sich auch Mühe geben die gegenüberliegenden DSLRs rauszuhalten. Oder hat halt nur ne Halbkreis oder Viertelkreis Fahrt. Oder kriegt falls man vor schwarz dreht die Kameras verborgen (zum Beispiel hinter Löchern – gibts alles in professionelle Multicam-Rig-Studios. Aber die sind wie gesagt teuer ;)
Oder, wie bei den meisten Live-Applikationen der Fall: Man lässt einfach alles sichtbar und dreckig und die Event-Gäste freuen sich trotzdem nen Ast.


Variante 2, die Highspeed Variante, einfaches Beispiel:

Ebenfalls ist unser Schauspieler am Set. Um ihn herum ist ein Dollytrack und eine einzige Kamera, welche bei meinetwegen 240 FPS filmt. Der Schauspieler hat sein Bein augestreckt und hält still. Vor ihm ist in einem Meter Entfernung ein Ball auf einen C-Stand gesteckt (alternativ: der Ball wird per CGI eingefügt). Wir fahren mit der Kamera herum und haben einen perfekt in der Zeit eingefrorenen Moment. Warum 240 FPS? Um minimalen Bewegungen des Schauspieler entgegenzuwirken, die so quasi unsichtbar werden. Faktor 2: Die Dauer die er stillhalten muss wird reduziert. Die Fahrgeschwindigkeit der Kamera über den Dollytrack wird dabei so gewählt, dass die 240 FPS Aufnahme bei 24 FPS der Länge entspricht die man haben will.

Postaufwand: Den C-Stand rausretuschieren. Nötigenfalls den Dollytrack falls er nicht rausgehalten werden kann, was jedoch deutlich einfacher gemacht ist, als das Bullet-Time-Rig aus 100 DLSRs nicht zu sehen ;) Ggf Auch noch stabilisieren wenn die Dollyschienen mal wieder nicht in waage waren und das Ding durch die schnelle Fahrt ein wenig holprig wirkt.

Natürlich sind beide Varianten in der Realität mit weitaus mehr Aufwand verbunden.


Beide Varianten haben wie mehrmals erwähnt ihre Vor und Nachteile. Deutlich häufiger als das Bullet-Time Rig kommt Variante 2 zum Einsatz da sie auch einfach flexibler ist, und jegliche Form von Timefreeze sowieso immer einiges an Post erfordert. Viele Fahrten und Möglichkeiten sind bei einem Bullettime Rig auch sprich unmöglich. Oder würden ein absurdes Maß an DSLRs erfordern.

Ist ein Bullet-Time-Rig in der Nähe, man will ne Studioaufnahme vor schwarz, und der Film besteht eigentlich auch nur aus den gefrorenen Momenten: Dann benutzen, wenn mans sich leisten kann. Meistens kommen aber heutzutage Bullet-Time Rigs eher bei Life-Events zum Einsatz, oder als Gimmick in Diskos beim reinkommen ;)

Macht man aber einen Werbefilm und hat viel normales Bewegtbild, also eine Kameracrew Licht und Equipment eh schon vor Ort oder im Studio, lassen sich viele viele viele Timefreeze aufnahmen ganz einfach exakt damit umsetzen, durch Variante 2. In vielen Fällen ist sie also einfach kosteneffektiver. Variante 2 setzt natürlich vorraus dass das Motiv stillhalten kann (ggf. durch Hilfsmittel), oder halt ein gewisser "unmöglicher" Teil in der Post entstehen kann.

Will man sich also 360 Grad um eine explodierende Apfelsine drehen ist Variante 2 also eher ungeeignet, es sei denn die Apfelsine ist komplett CG ;)

Will man sich 360 Grad um einen Schauspieler und ein paar zusätzliche Objekte drehen, ist Variante 2 oft der weg to go, gerade da es keinen noch weiteren seperaten Dienstleister erfordert, wenn man eh schon nen Film dreht ;)

Will man irgendeine beliebige Fahrt um oder durch irgendetwas machen, versagt die Bullettime-Variante oft völlig, da die Kameras sich im schlimmsten Fall noch gegenseitig verdecken würden.

Das nur mal so als Erklärung ausführlicher falls das Ganze irgendwie missverstanden wurde.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »LennO« (29. September 2015, 17:47)


comic74

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12

Dienstag, 29. September 2015, 17:56

es gibt für alles mehrere möglichkeiten, die günstigste ist sicher eine zeitlupenkamera um die mittelachse drehen lassen. je mehr frames die kamera schafft umso besser ist der effekt >>

LennO

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13

Dienstag, 29. September 2015, 18:01

es gibt für alles mehrere möglichkeiten, die günstigste ist sicher eine zeitlupenkamera um die mittelachse drehen lassen. je mehr frames die kamera schafft umso besser ist der effekt
Das ist dann aber ne Slow-Motion, und kein Timefreeze ;)

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