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Joshi93

JK FILMS

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Mittwoch, 15. April 2015, 17:37

Beteiligung im Forum und Bedarf nach Qualität

Liebes Amateurfilm-Forum,

heute komm ich mal mit einem kleinen Gedanken um die Ecke, der mich schon seit längerer Zeit beschäftigt.. Ich hole mal etwas weiter aus:

als ich vor 8 Jahren mit dem Filmemachen anfing, bin ich auf dieses Forum gestoßen und habe damals viel Hilfe, viele Anregungen und viele Tipps bekommen, um meine damaligen Projekte zu verbessern, um überhaupt den Mut zu kriegen, eine Kamera in die Hand zu nehmen und einfach zu filmen, weil das das wichtigste war, wie mir gesagt wurde.

Wenn heute Leute anfangen mich zu fragen, was das wichtigste ist, um filme zu machen, dann sage ich immer: „macht einfach Filme!“.
Und so war es auch und das habe ich größtenteils hier gelernt. Damals war es richtig aktiv im Forum, da gab es die „großen“ Amateurfilme und Filme (Hethfilms zum Beispiel), wo glaub ich viele hochgeschaut haben. Ich habe mich immer gefragt, wie er dahin gekommen ist. Als ich mal Heiko persönlich treffen durfte mit Birkholz zusammen, da war ich damals sogar richtig nervös (ich war 15) und dachte nur so: „boah, mit dem kann ich bestimmt nicht sprechen, ich bin viel zu schlecht für ihn“, aber so war es nicht.


Naja, worauf ich hinaus will ist, dass ich natürlich weiter gemacht habe mit dem Filmemachen, es kamen Spaßprojekte, wie damals das von Birkholz gestartete „Infinity“-Projekt, welches zu vielen Diskussionen im Forum geführt hat. Aber letztendlich war es ein von vielen Amateurfilmen gestemmtes Projekt. Und auch danach machte ich weiter, ich drehte meinen ersten richtigen Film „DONUTS“, der im Forum sogar sehr gut ankam, dann kamen weitere Filme und ich fing auch an in der Filmbranche zu arbeiten. Mittlerweile studiere ich Filmregie, drehe nicht mehr im No-Budget Bereich. Ich habe dennoch jetzt diese Woche mein 4-Jahre andauerndes Projekt „DONUTS 2“ abgeschlossen, weil ich einfach in der ganzen Zwischenzeit keine Zeit mehr gefunden hatte, es fertigzustellen und zwischendrin mehrere andere Filme gedreht habe. DONUTS 2 ist noch im Bereich „Amateurfilm“ anzusiedeln, was ich jetzt sonst so gemacht habe und plane nicht mehr.


Aber ich teile gerne meine Projekte hier, stelle sie vor und möchte auch jedem zeigen, was ich so treibe, weil ich damals auch von den Leuten gelernt habe, die hier ihre großen Projekte vorgestellt haben. 
Nur verstehe ich nicht, dass es hier kaum Reaktionen gibt. Die einzigen, die diese Projekte interessieren sind die Leute, die ohnehin meine Projekte auf Facebook verfolgen und es hier im Forum dann trotzdem mal kommentieren. 



Daher meine Frage: ist das nicht gern gesehen? Also kommt das irgendwie Arrogant rüber, wenn ich meine Projekte hier vorstelle, weil wir mit hochwertiger Technik drehen, internationalen Schauspielern, interessiert es einfach keinen, oder liest sich einfach keiner mehr die Beiträge durch? Es ist schade, dass die Projekte nicht beachtet werden, denn ich behaupte (und das soll jetzt nicht abgehoben wirken), dass viele etwas daraus lernen können, dass es jeden motiviert der gerade anfängt, dass man auch ohne ein Studio, ohne eine Förderung große Filme drehen kann und das möchte ich eigentlich zeigen. 

Ich finds einfach schade, dass man hier seine Sachen vorstellt, dann kommen keine Antworten und kurze Zeit später gibt es drei neue Trass-Beiträge die dann voll gehyped werden und ich denke mir dann immer nur so: „WTF?????“

Das waren mal meine 3 Gedanken zum heutigen Tag und mich würde einfach nur interessieren, ob ich es einfach sein lassen soll, hier mich mit zu beteiligen, weil es eh keinen zu interessieren scheint, oder ob es einfach nur untergeht oder wie?

Es geht gar nicht darum, dass ich meine Beiträge speziell meine, sondern generell merke ich, dass qualitativ anspruchsvolle Beiträge irgendwie nicht wirklich ankommen hier :)

Was meint ihr so dazu?



Beste Grüße,



Joshi

joey23

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2

Mittwoch, 15. April 2015, 18:04

Sieh es mal positiv: Die, die früher hier noch kommentiert haben, sind jetzt draußen und drehen ihren Scheiß ab ;)

PS: Klick dich mal bei den aktiven Usern im Profil auf die Liste, in welchen Foren die am meisten schreiben...

PPS: Ich war noch nie jemand, der hier großartig eigene Projekte präsentiert hat oder sich um die der anderen großartig geschert hat. Meine Filme passen hier nicht rein, sind ja in der Regel keine Amateurfilme, und für die Filme der anderen fehlt mir oft leider die Zeit. Trotzdem habe ich nicht den Eindruck, dass meine Beiträge nicht auch Wertgeschätzt werden. Zumindest von den meisten. Das es da immer mal wieder einen Spinner gibt, der meint er müsste seinen verbalen Durchfall ins Forum gießen ist nervig, aber leider gibts in Deutschland noch kein Gesetz gegen dumme Leute. Es wird immer nur gegen Hartz4, gegen Asylbewerber, Muslime etc gewettert. Dabei sind unser eigentliches Problem die Dummköpfe, völlig gleich welcher Religion, politischer Gesinnung oder Hautfarbe.

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Mittwoch, 15. April 2015, 18:23

Ich denke, ich kann nachvollziehen, worauf du hinaus willst und kann/muss dir in Teilen Recht geben.

Ich weiß nicht, wie viele der älteren User das genau so sehen, aber ich kann mich ebenfalls noch an die großen Zeiten erinnern, als es hier so etwas wie "Stars" im Forum gab, ob sie nun Hethfilms, Ghostpictures oder Newsmanteam (und einige mehr) hießen, die immer mit großen Projekten für Aufsehen und Ehrfurcht sorgten.

Man muss es allerdings auch aus dem Blickwinkel betrachten, dass wir damals (ich weiß es sind nur ein paar Jahre, aber in denen hat sich enorm viel getan) technisch einfach alle noch ein komplett anderes Niveau hatten. Das war noch die Zeit, als man sich für große Produktionen einen 35mm-Adapter vor die MiniDV geklemmt hat um einen besonderen Look zu erreichen.
Heutzutage wird jeder kleine Film mindestens auf einer DSLR gedreht und sieht für Anfänger dadurch halbwegs passabel aus. Um den Schritt eine Stufe weiter zu ALEXA, RED o.ä. beurteilen zu können, muss man einfach etwas tiefer in der Materia sein. D.h. auf gut deutsch, du kannst mit einer rein technischen Vorstellung hier einfach nicht mehr den "Wow-Faktor" erzielen, der früher möglich gewesen wäre. Nicht, weil es weniger Aufwand wäre, sondern weil dieser für "Amateure" (Und dafür ist das Forum ja großteils) schwieriger zu beurteilen ist.
Und wenn wir ehrlich sind, dann war das hier schon immer ein Forum mit einem brutal technischen Schwerpunkt.

Ich gehe davon aus, dass dein Post hier sich auf deine Vorstellung deines aktuellen Kurzfilms bezieht (welche ich durchaus mit Interesse gelesen habe).
Daher ergibt sich für mich die Frage: Was hättest du erwartet? Die Anfänger und Amateure tun sich glaub schwer dein Projekt einzuordnen und eine Aussage wie "das sind schöne Bilder" hat einfach nicht mehr das selbe Gewicht wie vor 10 Jahren und wird deshalb auch weniger getätigt.
Die Semiprofis/Profis die hier unterwegs sind werden das auch nicht drunter schreiben, weil sie davon ausgehen, dass du selber weißt, wie gut dein Film aussieht und stattdessen eine inhaltliche Diskussion bevorzugen, die allerdings auf Basis eines Trailers nicht wirklich möglich ist.

Nicht falsch verstehen. Bin da auf deiner Seite und bemerke auch eine ständig sinkende Aktivität im "Premium"-Bereich, aber ich glaube das Forum ist inzwischen großteils einfach eine Generation weiter als wir "Alteingesessenen".

Joshi93

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Mittwoch, 15. April 2015, 19:09

@joey23: Klar, so kann man das auch sehen. Ich beteilige mich hier auch noch wenig, weil ich auch die Zeit nicht so sehe, aber ich möchte ja auch ein bisschen was "zurückgeben", was ich auch hier gelernt habe :)

@NHP: Ja, es geht um meinen aktuellen Post. Ich möchte aber keine Beiträge bekommen, die sagen, dass der FIlm schön ist, oder wie cool das alles aussieht. Ich hinterfrage lediglich, warum keiner Interesse zu haben scheint, da herauszufinden, was dahinter steckt, wie das Projekt entstanden ist, wie man an so etwas rangeht? Das sind meine großen Fragen, weißt du? Ich werde nämlich jetzt nicht hier ein Tutorial machen, in dem ich erkläre, wie man so etwas erstellt, aber wenn ich vor 8 Jahren solche projekte gesehen hätte hier, hätte ich mal nachgefragt, wie man so etwas auf die Beine stellt, etc. :)

NHP

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Mittwoch, 15. April 2015, 19:29

Zitat

Ich hinterfrage lediglich, warum keiner Interesse zu haben scheint, da
herauszufinden, was dahinter steckt, wie das Projekt entstanden ist, wie
man an so etwas rangeht?
Auch das ergibt sich aus der oben genannten Konstellation fast zwangsläufig. Wenn früher ein großes Amateurfilmprojekt rauskam (z.b. "Invasion 2" oder "Fireproof Agent") dann war es genau das: Ein riesen Amateurfilmprojekt.
Die Technik war für Forumsverhältnisse sehr gut, trotzdem wäre niemand auf die Idee gekommen, dass es sich dabei um ein profesionelles Produkt handelt, dafür war die technische Lücke zu den Profis zu groß. Dadurch hat zum Beispiel ein Autostunt immens viel Eindruck geschindet, weil das im Amateurbereich eben absoluten Seltenheitswert hat.
Heute ist die technische Lücke zwischen Amateuren und Profis allerdings fast durchgehend geschlossen, so dass die großen Amateurfilmer eher wirken wie die kleinen Profis. Arbeiten auf Profiniveau, aber halt nicht davon Leben können.
Eine Profiproduktion muss allerdings wieder mit anderen Sehgewohnheiten leben. Der damals so beeindruckende Autostunt verliert auf diesem Niveau etwas von seiner atemberaubenden Wirkung, weil wir so etwas im Fernsehen nunmal oft genug sehen und diese Produktion unterbewusst an einen ähnlichen Maßstab anlegen.
Um es anders auszudrücken: Für die Anfänger und Amateure bist du inzwischen ein Profi, d.h. außerhalb ihrer Reichweite.

Das ist nicht fair, aber nunmal eine Nebenwirkung der digitalen Revolution.

Und der andere Punkt ist, so offen und assi das klingt, aber ich habe diese Erfahrung selber auch gemacht:
Auf diesem Niveau und in dem Segment, in dem du dich zu Zeit bewegst interessieren sich alle nur für ihre eigenen Filme und nicht für die der anderen. Auf den Festivals wird dann schön Händchen geschüttelt und sich gegenseitig gelobt, aber im Endeffekt kämpft jeder für sich selbst um einen Platz in der Wirtschaft. Das hat mit dem ursprünglichen Gedanken vom Amateur-/Hobbyfilm einfach nicht mehr viel gemein.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »NHP« (15. April 2015, 19:35)


Joshi93

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Mittwoch, 15. April 2015, 19:47

Tja, hast wohl mit allem recht :)

Schade trotzdem :)

Und das mit dem "Jeder kämpft für sich selbst..." hast du leider recht. Obwohl die paar, die man so kennt, mit denen man noch was zu tun hat aus alten AFF Zeiten, mit denen ist das zum Glück (noch) nicht so :)

stimp

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Mittwoch, 15. April 2015, 20:13

Ich behaupte einfach mal, es gibt nicht mehr diesen Pioniergeist von einst.
Die Technik ist sehr gut und (relativ) günstig obendrein, also kann theoretisch jeder Filme machen.
Das war vor einigen Jahren einfach nicht so. Gutes Equipment musste für teuer Geld geliehen werden und somit haben sie die Interessierten auch ins Zeug gelegt. Jeder Tip, jedes "wie hat der das bloß gemacht" aufgesogen wie ein Schwamm.
Heute ist gute Technik für eingentlich für jedermann zu haben und Tutorials gibts auf Youtube etc. auch zu hauf.

Für die alten Hasen ist es doch normal, das ein Forum zwar immer noch da ist, der Stellenwert sich aber geändert hat.
Sollte man nicht ausser Acht lassen...

Der Entdeckergeist ist bei vielen Einsteigern sicher auch noch so da, wie er es einst war.
Sie gehen vielleicht in der gewachsenen Masse an Filmern einfach nur ein wenig unter.
Motto des Tages:
Wir sind der Brokkoli in der Currysoße der Vernunft...

joey23

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Mittwoch, 15. April 2015, 20:57

Ich halte da vor allem YouTube für deutlich beteiligt. Praktisch alles kannst du dir heute stundenlang auf Youtube in sämtlichen Facetten erklären lassen. Ein Forum hat einfach nicht mehr die Bedeutung, weil Wissen viel einfacher und konsumgerechter, in praktische Häppchen gewürfelt und auf mundgerechte Portionen geschnippelt jederzeit abrufbar ist. Für jedes Projekt gibts einen, der dir bei YouTube sofort auf Abruf erklärt, wie du das zu machen hast, völlig egal obs dabei um technische Sachen geht wie Blende, Verschlusszeit, inhaltliches wie Drehbuch schreiben oder Ähnliches. Der Bedarf, in einem Forum nachzufragen, und ABZUWARTEN, bis man eine Antwort bekommt, ist einfach nicht mehr da, wenn ich doch jederzeit alle Antworten als lineare Erklärung abrufen kann.

Die, die sich dann doch immer wieder hier her verirren, sind zum einen die alten Hasen, die noch bei der Sache sind. Hobbys ändern sich ja auch mit der Zeit, und viele der "Älteren" haben machen inzwischen sicher auch gar keine Filme mehr. Die, die doch kommen, stehen denen gegenüber, die entweder zu faul zum selber suchen sind, oder die noch so sehr am Anfang stehen, dass sie nicht mal wissen wonach sie suchen müssten. Beides sind für die alten Hasen aber nicht unbedingt interessante gesprächspartner, und beide sind mit Projekten wie dem genannten auch völlig überfordert, und fragen auf einem völlig anderen Level.

Marcus Gräfe

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Mittwoch, 15. April 2015, 21:12

ist das nicht gern gesehen? Also kommt das irgendwie Arrogant rüber, wenn ich meine Projekte hier vorstelle, weil wir mit hochwertiger Technik drehen, internationalen Schauspielern, interessiert es einfach keinen, oder liest sich einfach keiner mehr die Beiträge durch?

Das glaube ich kaum. Es liegt wohl eher daran, dass Foren allgemein eine immer schwierigere Position neben den ganzen Videoportalen und vor allem Social-Media-Plattformen haben und somit auch hier im AFF die Aktivität immer geringer wird. Es ist nicht mehr so wie früher, dass die Leute die meiste (Online-) Zeit im Forum verbringen und somit natürlich die Filme kommentieren. Entweder ist man gar nicht mehr hier oder man will nur noch "Gefällt mir" klicken, statt etwas zu schreiben. Und Forum-Nachwuchs gibt es aus den genannten Gründen immer weniger und die "alten Hasen" wechseln in den Profisektor (wie du selbst) und bleiben dem Forum daher fern.

So ist zumindest meine Vermutung.

MH-films

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Mittwoch, 15. April 2015, 22:00

Ich möchte auch mal meine Meinung dazu abgeben.

Also ich bin absolut kein Filmprofi, Bmpcc hin oder her und ich großen Respekt vor allen die in der Filmbranche arbeiten, bzw. wissen wie man hochwertige Filme produziert, da das genau das ist, was ich lernen und können möchte. Deshalb bin ich mir, gerade bei Themen, die sehr in die Materie eintauchen, oft nicht sicher ob ich meinen "Senf" mal dazugeben soll, da ich mir da ganz einfach nicht sicher bin, und nicht ständig Verbessert werden möchte, falls etwas falsch ist.

Ähnlich geht es mir, wenn es heißt Kritik zu einem Film abzugeben, der auf einem Niveau gedreht ist, welches ich noch lange nicht erreicht habe. In solchen Fällen bin ich mir einfach nicht sicher, ob in meinen Augen vermeintliche "Fehler" oder besser gesagt Stellen mit Verbesserungspotential, nicht vielleicht sogar gewollt oder für eine bestimmte Art Film typisch sind ?( um dann niemandem auf den Schlips zu treten, Kommentiere ich oftmals einfach gar nicht erst.


Prinzipiell finde ich aber Behind the Scenes Blicke in Filmprojekte, ganz egal welcher Art, immer sehr Interessant und verfolge diese sehr gerne.


lg

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11

Mittwoch, 15. April 2015, 22:08

Zitat

Ähnlich geht es mir, wenn es heißt Kritik zu einem Film abzugeben, der
auf einem Niveau gedreht ist, welches ich noch lange nicht erreicht
habe. In solchen Fällen bin ich mir einfach nicht sicher, ob in meinen
Augen vermeintliche "Fehler" oder besser gesagt Stellen mit
Verbesserungspotential, nicht vielleicht sogar gewollt oder für eine
bestimmte Art Film typisch sind ?(um dann niemandem auf den Schlips zu treten, Kommentiere ich oftmals einfach gar nicht erst.
Ich glaube, da brauchst du dir keine Sorgen machen. Wenn dus richtig formulierst darf dir eigentlich niemand böse sein, der hier um ernsthafte Kritik bittet, auch wenn dir der Film nicht gefällt.

Die Meinung von Leuten die, um deine Worte zu benutzen, "weniger in der Materie" sind ist mindestens genauso wichtig, wenn nicht wichtiger, als die Meinung anderer Profis. Am Ende des Tages sollte das Ziel sein, ein Publikum zu erreichen, das eben nicht aus der Branche kommt und das kann oft nicht sagen, ob du etwas "richtig" oder "falsch" gemacht hast, sondern nur, ob ihnen der Film gefallen hat.
Wer ist "besser"? Der, der objektiv alles "richtig" macht aber nicht beim Publikum landet oder umgekehrt.
Zum Annehmen von Kritik gehört auch das Herausfiltern, welche Aussage welche Relevanz besitzt. Wenn du deine Kritik gut formulierst kann der Filmemacher sehr gut einschätzen, von welchem Level aus du das Ganze betrachtest und wie er diese Kritik einzuordnen hat.

12

Mittwoch, 15. April 2015, 22:26

Ich wollt hier auch mal kurz meinen Senf dazugeben :D
Ich selbst bin relativ neu hier im Forum, freu mich aber schon riesig darauf meinen ersten Kurzfilm hier zu teilen und mal Kritik von leuten zu bekommen die sich auskennen, die sich für Filme interessieren und die ich nicht persöhnlich kenne :D Ich hab hier im Forum auch nur gute Erfahrungen gesammelt, nette Leute kennen gelernt und auch schon Projekte mit denen realisiert. Alles erfahrungen die ich ohne dieses Forum wohl nie gemacht hätte :D
Dazu ob es arrogant wirkt wenn man hochwertigere Filme postet kann ich nur sagen, dass es zumindest für mich so war das man schon beeindruckt(verängstigt ;) ) ist, aber es trotzdem unglaublich motiviert zu sehen was relativ junge und evtl "unerfahrene"(Ausgebildete) Filmemacher alles erreichen können :)
Zum aufrufen und beteiligt sein hätte ich nur noch zu sagen, dass ich natürlich bei allem reingucke was mich interessiert und auch bei den Sachen antworte bei denen ich auch sinnvolle Antworten geben kann :D
Was mich absolut nicht interessiert aus welchem Grund auch immer, an dem bin ich natürlich auch nicht interessiert, und evtl auch etwas zurückhaltender, was einem wohl auch keiner übel nehmen kann.
Soviel mal von mir dazu :D
Grüße Patrick

NineBits

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Mittwoch, 15. April 2015, 22:59

Wie Marcus Gräfe schon sagte. Ich schreib dir bei Facebook Joshi und sag dir dort, wie fett dein Projekt ist. Habe leider auch den Punkt erreicht, wo es ohne Budget nicht mehr funktioniert und bin deswegen selbst leider nicht mehr so oft hier im Forum. Aber aus dem einfachen Grund: Zeitmangel! Ich würde sehr gerne jeden Tag hier alles angucken und kommentieren, wie damals. Aber das klappte einfach nur, weil ich vor 5 Jahren ein Schüler war, mit sehr viel Zeit und Energie. Schade eigentlich, habe die Zeit damals genossen.

Aber ich verstehe dich.

Joshi93

JK FILMS

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Mittwoch, 15. April 2015, 23:51

Hm,

ok ja, es ändert sich natürlich alles und vieles spielt sich größtenteils auf den "Social-Media" Plattformen ab. Ich selbst bin ja auch die meiste Zeit über Facebook unterwegs, weil man dort viel schneller Leute erreichen kann. Aber ich fand es bei meinen Anfängen, trotz der großen Tutorial Vielfalt, die es online gab (Videocopilot z.B.), immer gut und sehr wichtig, hier meine Frage stellen zu können und hier von den Projekten anderer lernen zu können, indem ich auch mal die "großen" Filmer angeschrieben habe, wie dieses und jenes gemacht wurde.

@MH-Films: Angst zu haben, dass jemand deine Meinung nicht wertschätzt, solltest du nicht haben. Ich denke, wie NHP es sagt: es ist wichtig, dass wir Filmer mitbekommen, wie der Film beim allgemein Publikum ankommt. Ich zeige meine Filme auch immer meinen Eltern, meiner ganzen Familie, meinen Freunden, die nichts mit Film zu tun haben, damit ich auch mal eine völlig unbeteiligte Meinung erhalte und ungefähr einschätzen kann, wie kommt es bei "Nicht-Profis" an. Daher immer mit kommentieren und deine Meinung, deine Einschätzung und deine Verbesserungsvorschläge geben, das ist sehr wichtig, denn du hast vielleicht gar nicht so eine große Erwartungshaltung, die teilweise auch schädlich sein kann :)

@Päddy: Und auch hier kann ich nur sagen, dass man nicht verängstigt sein muss. Jeder fängt klein an und jeder kann Filme drehen und jeder, der will, soll Filme drehen, und abschrecken soll es nicht. Ich sag ja selber, es ist kein Amateurfilm mehr, aber es ist trotzdem auch kein Profi-Film, auch wenn es professionell gedreht wurde, bin ich noch keiner, der seinen Lebensunterhalt mit Filmemachen verdient :)

Jumperman

unregistriert

15

Donnerstag, 16. April 2015, 00:27

Ich seh's ähnlich. Die Entwicklung zeichnet sich schon einige Jahre ab und scheint wohl nicht rückläufig zu werden.

Mein komplett subjektiver Eindruck:
Mag jetzt ein abgedroschenes "Früher war alles besser"-Argument sein, aber es hat sich meiner Meinung nach einfach die Mentalität des "Nachwuchses" verändert.
Früher musste man viel Arbeit und Aufwand in ein Filmprojekt stecken, damit es gut wird und sowas wie Erfolg hat. Heute wollen viele ja nur noch YouTube-Abonennten haben. Ist ja auch klar, wenn man sich ansieht mit welchem langweiligen, hingerotzten, lieblosen Bullshit die populären Webstars teilweise Millionen Klicks abgreifen. Warum soll ich da groß Mühe an etwas "künstlerisch wertvollem" verschwenden, wenn ich mit schrottigem Müll viel einfacher Erfolg haben kann. (Sorry, falls ganz leicht durchschimmert, was ich von diesem Trend halte ;) ) Dass der Markt mit derartigem mittlerweile überschwemmt ist, merken die meisten nicht. Von daher kommen nicht mehr soviele nach, die sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen wollen. Sieht man ja, wieviel Threads täglich kommen ala "Welche Kamera könnt ihr für YouTube-Clips empfehlen?".

Hinzu kommt die Feedback-Faulheit des Like-Buttons. Man ists heute gewohnt von Facebook, dass ein Klick auf "Gefällt mir" meistens genug Aufmerksamkeit für eine Sache ist. Sowas gabs früher (also vor einigen Jahren) in der Form nicht, meiner Erinnerung nach. Wenn man Rückmeldung geben wollte, musste man was tippen. Dadurch entsteht von Haus aus schon eine viel fruchtbarere Diskussionsgrundlage.

Und was auch schon angesprochen wurde, die Leute von einst wachsen langsam raus. Ich hab heute auch weniger Zeit, als noch zu Schulzeiten und kann mich dann nicht mehr so regelmäßig beteiligen. Auf der anderen Seite ist es aber auch eine Spirale. Grad weil mir das veränderte User-Verhalten nicht so gefällt, ziehe auch ich mich immer mehr zurück und schaue weniger Filme an.

Aber die Zeit ändert sich eben und in ein paar Jahren siehts eh schon wieder ganz anders aus. Gehört aber wohl auch einfach zum älter werden, dass früher alles besser war ;)

ToXic pictures

TeeTrinker

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16

Donnerstag, 16. April 2015, 10:52

Ich befinde mich in einer ähnlichen Situation wie Joshi (zum Glück haben wir ja einen anderen guten Weg gefunden zu kommunizieren). Auch ich studiere Film / Kamera und auch ich habe mich, wenn auch wesentlich später, angefangen mit dem Forum zu beschäftigen und einen ähnlichen Weg beschritten, vom Anfänger zum angehenden Profi.

Zwei Dinge will ich einfach in dem Zusammenhang mal feststellen:
1. Die Frage nach Aufmerksamkeit stellt sich nicht nur hier im Forum, sondern in der medialen Welt überall. Ich bin ein großer Gegner der digitalen Entwicklung, aus genau den Gründen, dass es eben keine Grenze mehr gibt zwischen der professionellen Welt und derer, die das Ganze als Hobby betreiben, nicht zuletzt, weil es immer wieder vorkommt, dass Jobs auf diese Weise flöten gehen - aber das ist ein anderes Thema.
Fakt ist, dass man Wege finden muss sich abzuheben. Ich kann das an 3 Projekten von mir sehr gut erkennen - der aktuelle "Halloweed"-Film / -Post, da hat nicht ein einziger irgendetwas dazu geschrieben... Klar, warum auch... Hochwertige Technik, halbwegs professioneller Dreh - fertig... Nichts, was jemanden vom Hocker reißt. Anderes Projekt, "Das Gespräch". Ebenfalls hochwertige Technik, halbwegs professioneller Dreh mit so ein paar Problemen. Und ein Thema - es geht um einen Pädophilen - bei dem plötzlich eine Aufmerksamkeit da ist. Und noch ein Beispiel, der "März"-Film, gedreht auf Super16, also auf Film, da schauen die Leute hin und da wird diskutiert, weil das macht eben kaum noch jemand.

2. Mein Verständnis des ganzen Forums...
Ich sehe diese Plattform für mich als einen Ort, an dem ich helfen kann. Wo ich Leuten, die Fragen haben, die Anfänger sind, oder die sich mit der Materie auseinandersetzen, Dinge erklären / Antworten für ihre Probleme geben kann. Das sind aber dann eher Posts, die sich auf konkrete Dinge beziehen. Projekte interessieren mich da tatsächlich nur am Rande, fertige Filme ebenfalls. Das es mich freut, wenn Interesse an meinen Filmen da ist, das ist klar, aber ich erwarte das nicht.

Das war mein Wort zum Donnerstag...

Birkholz

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Donnerstag, 16. April 2015, 12:07

Eure Diskussion gefällt mir!





Ich schlage passend zum Thema das Offizielle Forentreffen 2015 vor!

Es könnte hier gleich in der Nähe auf einem Grillplatz stattfinden. Ich werde bald einen Thread eröffnen, in dem jeder einen Termin vorschlagen kann.

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Benutzer, die diesen Beitrag hilfreich fanden:

L Lawliet

Jumperman

unregistriert

18

Donnerstag, 16. April 2015, 13:35

@ Birkholz:
Dafür sollte noch eine Jury zusammengestellt werden ;)