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Jackman

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Mittwoch, 22. Oktober 2014, 17:19

Bildstörungen - wie vermeiden?

Hi Leute,

ich hab die vergangenen Tage mal ein klein wenig mit Scheinwerfern "rumprobiert". Darum soll es hier allerdings nicht gehen. Mit dem Ergebnis der Aufnahmen bin ich allerdings nur bedingt zufrieden. Diese zeigen nämlich in einigen Bereichen ein paar unschöne Bildstörungen. Ob es sich hierbei um Artefakte oder andere handelt, weiß ich leider nicht. Dazu fehlt mir noch die Erfahrung.
Auf jeden Fall gefallen mir die Übergänge speziell im Gesicht von den dunklen in die hellen Bereiche absolut gar nicht. Stellenweise kann man richtig vertikale Linien entdecken und alles sieht ziemlich "grieselig" aus 8|
Wodurch kommt das? Zu wenig licht? Falsche Einstellungen? Objektiv scheisse? Auf dem unbearbeiteten Footage sind die Bildfehler bereits zu sehen. Verwendet hab ich hierfür den Cinestyle von Technicolor, Schärfe auf Null, Kontrast -4, Farbsättigung -2 und Farbton auf 0. ISO hatte ich auf 100 oder 160. Belichtungszeit auf 1/50 und die Blende auf 2 glaube ich.
Kamera 5DII und Objektiv in dem Fall gerade das Canon 50mm1.8 'plastic fantastic' :D
Bei einer anderen Einstellung wiesen auch die Abzugshauben im Hintergrund ziemlich starke Bildstörungen auf :wacko:
Kann mir von euch jemand weiter helfen? Wie lauten diese Störungen? Wie kommen die zustande und wie kann man sie vermeiden?


Rockstar2

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Mittwoch, 22. Oktober 2014, 17:37

Ich würde das jetzt mal auf den internen Kameracodec schieben. Welchen hast du benutzt?
Außerdem ballerst du hinten ganz schön mit Licht auf den Hinterkopf. Soviel, dass die Kamera clipt. Man erkennt überhaupt keine Struktur auf der Haut oder Haaren. Alles ist nur noch weiß.
Entweder: Blende zu und das Gesicht von vorne stärker beleuchten oder das hintere Kopflicht abschwächen. Lieber etwas zu dunkel filmen als zu hell. Dunkle Stellen bekommst du besser korrigiert als zu helle.

Natürlich können solche harten Lichtkanten auch ein stylistisches Mittel sein ;-)

LG Rockstar

Jackman

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Mittwoch, 22. Oktober 2014, 17:52

Vielen Dank schon mal für die Antwort :thumbup:

Ich würde das jetzt mal auf den internen Kameracodec schieben. Welchen hast du benutzt?


Bin standartmäßig mit H.264 rausgegangen

Außerdem ballerst du hinten ganz schön mit Licht auf den Hinterkopf.

Das stimmt allerdings. Fand's während den Aufnahmen auch zu hell. Jedoch hatte ich keinerlei Folien parat, dimmen wollte ich nicht und weiter weg stellen war leider nicht möglich. War mein erster Versuch jemanden ein wenig in Szene zu setzen.

LG Jackman

Rockstar2

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Mittwoch, 22. Oktober 2014, 17:59

Ansich finde ich die Lichtkomposition schon sehr interessant. :thumbsup:

Das Problem ist aber in der Tat der Codec. Der kommt nicht hinterher. Ich würde dir empfehlen, mal nach Magic Lantern zu schauen. Mit der Kamera Software ist es dir möglich in unkomprimiertes 14-bit RAW aufzuzeichnen. Da hast du dann volle Möglichkeiten in der Postproduktion und keine Probleme mehr mit den komprimierungs Artefakten. (Wird dann richtig interessant wenn es ans Grading geht)

http://www.magiclantern.fm/

Magic Lantern RAW vs internen H.264



LG Rockstar

JoJu

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Mittwoch, 22. Oktober 2014, 18:03

Hier ist noch ein interessantes Videos zu Codecs. Vor allem der Teil zu Bit Depth sollte für dich interessant sein.



Ich kann mir auch vorstellen, dass der Codec es nicht so witzig findet wenn man noch so viel am Kontrast rumdreht. Wie schon beschrieben brennt dein Bild aus und große Teile sind nur schwarz.
Hast du mal ein Original Bild aus der Kamera?

JoJu

rick

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Mittwoch, 22. Oktober 2014, 18:33

Soweit ich mich erinnere neigt Cinesytle zum Rauschen in den Tiefen. Vielleicht erklärt das einen Teil des "Grieselns". Störungen in den hellen Bereichen würde ich jetzt auch aufs Clipping und den Codec schieben, Du hast da teilweise echt viel Licht reingehauen.

Jackman

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Mittwoch, 22. Oktober 2014, 19:55

Ansich finde ich die Lichtkomposition schon sehr interessant. :thumbsup:

Ich würde dir empfehlen, mal nach Magic Lantern zu schauen. Mit der Kamera Software ist es dir möglich in unkomprimiertes 14-bit RAW aufzuzeichnen. Da hast du dann volle Möglichkeiten in der Postproduktion und keine Probleme mehr mit den komprimierungs Artefakten. (Wird dann richtig interessant wenn es ans Grading geht)


Mit Magic Lantern in RAW zu filmen, schwebt mir ehrlich gesagt auch schon eine Weile im Kopf rum, aber irgendwie trau ich mich da aus mehreren Gründen noch nicht so recht ran. Ich bin noch nicht so richtig hinter den Workflow gestiegen und das Grading ist dann ja auch ziemlich aufwendig bzw. rechenintensiv. Man muss ja dann schon einiges an Effekten rein packen. Bei meinem gezeigten Beispiel hab ich 6 Effekte angewendet und da kackt mein Rechner schon bei 1/2 Vorschau ab und das Rendern dieser 36sec hat ganze 18min gedauert! 8| Is denn das normal bei 'nem i7 dual core mit 2.66GHz und 8GB RAM? Eingestellt hab ich es im übrigen so, dass es die GPU nutzt.
Demnächst will ich evtl aufrüsten und da denk ich auf jeden Fall noch mal über RAW nach.

@JoJu
Vielen Dank für das Tutorial. Ich werd bei Gelegenheit noch mal das unbearbeitete Material hochladen.


Soweit ich mich erinnere neigt Cinesytle zum Rauschen in den Tiefen. Vielleicht erklärt das einen Teil des "Grieselns".

Das ist natürlich doof. Gibt's eine brauchbare Alternative zum Cinestyle oder kann das Problem auch bei anderen ähnlichen Bildprofilen auftreten und ich sollte einfach ein Standartprofil auswählen und Schärfe, Kontrast runter drehen und die Farbsättigung etwas vermindern?

rick

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Mittwoch, 22. Oktober 2014, 20:51

Hier eine Liste u.A. mit dem Marvel Cine Picture Style.
http://photography-on-the.net/forum/showthread.php?t=1130943

Ich vermute allerdings das Du bei allen sehr flachen Picture Styles ein Rauschproblem in den Tiefen bei geringem Kontrast haben wirst.

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Jackman

Tyler Durden

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Mittwoch, 22. Oktober 2014, 22:33

@Jackman
Ich kann mir das Video leider nicht anschauen. :-( Aber nach deiner Beschreibung liegt es vermutlich am Codec. H.264 wird sehr häufig verwendet, das Ergebnis noch okay ist und dafür die Daten relativ klein. Das Ergebnis ist eben aber auch nur okay. Große Probleme hat H.264 mit Verläufen. Es gibt einfach zu wenige Abstufungen. Es tritt das gleiche auf wie wenn du ein analoges Signal mit zu wenig Stufen digitalisierst. Du kannst dein Footage ja mal mit anderen Codec(s oder en?) rausrendern und dir die Unterschiede anschauen. Oder du renderst dir einen Verlauf raus. Darin sieht man es sehr gut, da ein Verlauf in der Software theoretisch unendlich viele Stufen hat, aber sobald er gerendert wird eine bestimme Anzahl von Stufen bekommt. Bei After Effects gibt es zum Beispiel einen Codec mit dem Namen Animation der extrem gut ist, aber auch extrem große Datenmengen verursacht

Zu deiner Lichtgestaltung. Ich kann nur was zu dem Still sagen, da das Video nicht ging. An sich ist das schon ganz gut. Das Gesicht isr ordentlich belichtet. Könnte aber noch etwas spannender sein. Der Rauch kommt durch das Licht gut zur Geltung. Deine Spitze am Hinterkopf macht auch Sinn, da der Hinterkopf sonst dunkel wäre und mit dem dunklen Hintergrund verschwimmen würde. (Den dunklen Hintergrund brauchst du, aber das der Rauch gut kommt.) Mit der Stärke der Spitze ist das so eine Sache. Man sieht das da eine Lampe steht und meist will man das ja nicht. Erzählt man, dass dort später tatsächliche eine starke Lichtquelle ist, ist die Spitze in der Stärke durchaus in Ordnung. Ich weiß nicht wie alt du bist und wie viel Erfahrung du hast, aber das Still ist schon mal ziemlich gut ausgeleuchtet.

Jackman

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Donnerstag, 23. Oktober 2014, 16:15

Ich hab noch mal das unbearbeitete Material hochgeladen. Ich muss zugeben, dass ich in der Nachbearbeitung die Höhen zu stark angehoben habe und sich somit das Clipping noch verstärkt. Allerdings war das Spitzlicht während der Aufnahme definitiv bereits zu hell. Ich hatte eine 1000Watt Stufenlinse ohne irgendeine Folie einfach drauf gehalten.
Beim Ausgangsmaterial erkennt man bereits, dass auch hier schon die Störungen in den Übergängen vom Dunklen ins Helle vorhanden sind (besonders im Gesicht zu sehen)


Es wird höchstwahrscheinlich am "Zusammenspiel" von Codec UND Cinestyle-Farbprofil liegen. Denn auf YouTube findet man ja einige Tutorials, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in H.264 aufgenommen wurden und doch ziemlich toll aussehen. Auch das Team um Thom 98 hier aus dem Forum arbeitet mit einer 600D und deren Clips und Filme find ich echt klasse!

Ich weiß nicht wie alt du bist und wie viel Erfahrung du hast, aber das Still ist schon mal ziemlich gut ausgeleuchtet.

Vielen Dank :) Erfahrung habe ich noch nicht so sonderlich viel. Richtig intensiv beschäftige ich mich mit dem Thema Videoproduktion erst seit ca. einem Jahr. Ich ärgere mich ein wenig, dass ich das Filmen erst jetzt für mich entdeckt habe. Da es wirklich extrem viel Spaß macht. Besonders was das Thema Licht angeht ist es interessant zu sehen was man alles aus den Aufnahmen rausholen kann. Stichwort 'Cinematography'
Meine bisherigen Arbeiten sind jetzt, bis auf den aktuellsten Clip, nicht so der Bringer und recht amateurhaft und ich hoffe, dass ich das in Zukunft so gut es mir möglich ist, abstellen kann.

rick

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Donnerstag, 23. Oktober 2014, 19:05

Jackman eigentlich hättest Du beim 1000W Stifenlinser einfach nur mit dem Lichtrand ausleuchten müssen und hättest dann auch ohne ND Folie deutlich weniger Licht gehabt. Das ist ja einer der großen Vorteile der Fresnellinse, daß Du mit weichen Lichtkanten des Lichtkegels sanft ausleuchten kannst.

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12

Donnerstag, 23. Oktober 2014, 19:59

Jackman eigentlich hättest Du beim 1000W Stifenlinser einfach nur mit dem Lichtrand ausleuchten müssen und hättest dann auch ohne ND Folie deutlich weniger Licht gehabt. Das ist ja einer der großen Vorteile der Fresnellinse, daß Du mit weichen Lichtkanten des Lichtkegels sanft ausleuchten kannst.


Siehste… und deswegen hab ich mich hier angemeldet :) aus Fehlern lernt man. Wie macht man denn sowas am besten? Mit dem Lichtrand ausleuchten, ohne dabei Bereiche zu erhellen, welche man eigtl. nicht ausleuchten will? Ich hatte den Lichtkegel auf Spot gestellt und extra noch mit Flügeltore begrenzt um nur die Person auszuleuchten.

rick

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Donnerstag, 23. Oktober 2014, 20:13

Ich hätte versucht den Lichtkegel auf Maximum zu stellen (bedeutet größt möglicher weicher Rand) und an dem Darsteller vorbei zu leuchten, so das er nur vom Lichtrand gestreift wird. In die andere Richtung hätte ich mit den Torklappen begrenzt damit das Licht nicht auf die Wand fällt. Ich weiß jetzt nicht wie viel Licht von der Kameraseite reflektiert worden wäre, bei zu starker Aufhellung hätte man da dann mit Schwarz abdunkeln müssen. Fürs nächste Mal einfach ND Folie besorgen, oder gleich einen leistungsschwächeren Scheinwerfer.
Übrigens bin ich der Meinung das bei dem Grading dimmen auch nicht schlimm gewesen wäre. Den Look finde ich ziemlich gut.

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Jackman

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