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ToXic pictures

TeeTrinker

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Donnerstag, 16. Oktober 2014, 20:02

Tod auf Raten - der analoge Film

Über das Leben, Sterben und Überleben des Filmes


Nicht zum ersten Mal erlebt ihr mich als großen Fürsprecher und als Verteidiger des klassischen, um nicht zu sagen, des guten alten Filmmaterials. Und ich glaube auch, dass mich in dieser Hinsicht nur diejenigen Verstehen können, die entweder selbst diese großartige Erfahrung gemacht haben, dass Film durch die Kamera läuft, die selbst mit den Händen im Dunkelsack waren und die selbst zur Post gegangen sind um eine fertige Negativrolle abzuholen - oder aber die Nostalgiker...

Warum ich dieses Thema aufmache...
Anfang des Jahres hat mich die Nachricht von Kodak schwer getroffen. Kodak ist der einzige Konzern, der noch Cinefilm produziert, wobei die Auswahl an Filmmaterial inzwischen stark eingeschränkt ist. Fuji und Orwo gibt es nicht mehr, nur noch Restbestände. Da Kodak insolvent ist, beschloss man Anfang des Jahres zu verkünden, dass die Produktion von Cinefilm beendet wird.
Die Tragweite dieser Nachricht schien Kodak wohl nicht bewusst zu sein. Das bedeutete, dass allen Filmemachern, von den Hollywoodgrößen bis zu den Amateuren die Möglichkeit genommen werden sollte, auf einem großartigen Material zu gestalten. Kein Filmkorn mehr, keine natürlichen Farben, kein Zufall, nur noch Raster und Daten. Ich war darüber geschockt und verärgert, denn das, was hier den Todesstoß bekam, war das, was Film bis dahin war... Film! Damit hat alles begonnen und ich bin der Meinung, dass der Film als Material ein kulturelles Erbe ist.


Das Überleben - der Tod auf Raten...
Das Film vom digitalen Chip in der Fotografie und im Tagesaktuellen, im Fernsehen und vor allem im europäischen Kino verdrängt wurde ist nicht abzustreiten und - zumindest was Tagesaktuelles betrifft auch gut und richtig. Dass aber zahlreiche namhafte Kameraleute so denken wie ich, darunter allen voran zahlreiche Hollywoodgrößen, dass hat dem Filmmaterial zumindest vorerst das Überleben gesichert, auch wenn Kodak den europäischen Vertrieb Ende des Jahres beenden will. Hollywood hat sich zu einer Mindestabnahmemenge an Cinefilm verpflichtet, sodass Kodak zumindest dieses gewisse Kontingent sicher vertrieben bekommt. Somit bleibt das überaus hochwertige - extrem gute Kodakmaterial verfügbar - Hollywood sei Dank!


Neues Leben...
Das Cinefilm stirbt ist eine traurige, aber nicht überraschende Nachricht gewesen. Dass er aber auch neu geboren werden kann, dass überraschte mich dann doch. In Italien schlägt aktuell die Geburtsstunde eines neuen Werkes, welches Filmmaterial, darunter aktuell auch 8mm & 16mm Cinefilm herstellen wird. Über Crodfunding finanziert, entsteht da die Filmmarke Ferrania. Im Moment läuft noch die - bereits erfolgreiche Finanzierungsphase auf Kickstarter. Für alle die interessiert sind:
https://www.kickstarter.com/projects/fil…-of-analog-film
http://www.slashcam.de/news/single/Kicks…oduk-11699.html


Aus ganz brandaktueller Dreherfahrung als Kameraassistent an der ARRI 416 - gedreht auf Super16 - Kodak Vision 3 500T kann ich nur jedem ans Herz legen - dreht auf Film solange das möglich ist. Es ist eine der wertvollsten Erfahrungen, die ein Filmemacher, ob nun Amateur, Profi oder angehender Profi machen kann.

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JanH

wabu

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Donnerstag, 16. Oktober 2014, 22:34

Ich kann dieses Gefühl eines Verlustes ein Stück nachvollziehen.

Ich habe mit der Fotografie seit etwa 1960 zu tun - als Jugendlicher. Habe dann den Fotografen Beruf erlernt. Gemerkt das ich kein kreativer Kopf bin habe ich viele Jahrzehnte im Bereich nach dem Belichten gearbeitet. Sprich Schulungen zum Farbbild selber machen (für Verkäufer und prof Anwender und Qualitätskontrollen für Labore gemacht ob die Film bzw Papierentwicklung in Ordnung ist.

In diesen Kontext gehört auch das giessen von Emulsionen für Filme - technologisch hängt der Kleinbildfilm und der Kinofilm eng zusammen - letztlich ist KB ja aus dem Kinofilm entstanden.

Der normale Knipsfilm ist dabei ein wesentlicher Bestandteil für die Fertigung und machte den Kinofilm mit wirtschaftlich.

Der Umschwung auf digitale Kameras im Fotobereich war innerhalb von 24 Monaten vollzogen. Etwa 2004 bis 2006. Das war ein brutaler Verlust von Chemie (nicht nur) für die Filmentwicklung - ich arbeitete bei einem solchen Hersteller. Das war eine harte Zeit. Auch Kodak hat gelitten und ist heute in diesem Sinne kein Konzern mehr.

Auf der Photokina haben mich Leute gefragt wo sie z.B. Colorfilme für eine 6x6 Kamera bekommen können. Auch in diesen Bereichen lässt sich kaum noch ein kompletter Workflow darstellen.

Kurz gesagt das Umfeld zur Filmherstellung ist sehr sehr mau.

Das Ferrania sich da jetzt reinhängt ist eine Chance - ich kenne den Laden seit den 60er Jahren und hatte während meines Berufslebens auch immer wieder was mit denen zu tun. Die Firma hat auch die richtige Grösse so ein extrem hochwertiges Produkt der Chemiebranche auf die Beine zu stellen. Nicht zu groß um zu große Maschinen füttern zu müssen - und groß so etwas zu bewerkstelligen.

Ich vermute mal das das Tal des Todes - wo viele Firmen aufgeben - durchschritten ist und von eine niedrigen Basis aus Wachstum möglich ist.



2010 habe ich in Malaysia noch Produktionen auf 35mm gesehen - jetzt in der Schweiz wie
nicht mehr.

Ich bin schon gespannt wie diese Entwicklung weiter geht

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JanH

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Freitag, 17. Oktober 2014, 01:48

Ich glaube, man muss v.a. junge Leute für den ›analogen Film‹ begeistern, die jetzt mit Smartphones & Co. aufwachsen. Mich haben die Erfahrungen mit Doppel-8 allemal überzeugt, aber bei dem, was ich alles durchmachen musste (http://www.filmvorfuehrer.de/topic/17998…nach-transport/), hätten andere vielleicht schon längst aufgegeben...

Extrem gespannt auf die Zukunft des Films bin ich aber auch allemal!


PS: Danke für den Kickstarter-Link, hatte von Ferrania zwar schon gehört, aber nur oberflächlich; werde morgen auf jeden Fall ein paar Euronen nach Italien schicken, besser könnte Geld nicht angelegt sein!

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Lierov

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Freitag, 17. Oktober 2014, 11:00

mich hat zwar der analoge Film mein Leben lang begleitet (Hab sogar noch eine S8 Aufnahme von meiner Einschulung 1976) und hatte bis Mitte der 90er eine regelrechte Aversion gegen das Filmen auf Video. Aber ich muss sagen, dass ich die Entwicklung hin zum digitalen Film begrüße. Alleine aus wirtschaftlichen Gründen ist das zu befürworten. Es wird immer gerne argumentiert, dass man mit analogen Material sich vorher genau Gedanken machen muss wie was aussehen soll und nicht einfach drauflos filmen kann, weil das sonst zu teuer wird. Aber egal wieviel Gedanken sich Regisseur und Kameramann bzgl. der Einstellung, Brennweite und Beleuchtung gemacht haben... so gibt es immer noch den Faktor Mensch (also Schauspieler) der dann dafür sorgt, dass eine Szene vielleicht 10 mal gedreht werden muss. Es ist für einen Filmemacher weitaus entspannter und letztlich auch effektiver sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, anstatt ständig das Thema Geld im Kopf zu haben. Auch wenn es darum geht neue Dinge auszuprobieren, wird man sich das bei analogen Material dreimal überlegen.
Und wenn ich dann sowas höre wie bspw. bei "Operation Walküre" wo im Kopierwerk Kopien zerstört wurden oder verschwunden sind, dann kann man sich nicht wirklich darauf freuen, wenn man sein kostbares Material in fremde Hände gibt. Aber auch ich kenne dieses Gefühl, wenn der S8 Film nach 2 Wochen dann endlich im Briefkasten lag. Hektisch den Projektor aufgebaut, den Raum abgedunkelt, Film eingefädelt und voller Spannung den Schalter umgelegt. Es war eine große Faszination, vor allem weil er Bezug zum Filmmaterial und den Kameras/Projektor ein anderer war. Das Einlegen des jungfräulichen und empfindlichen Films in die Kamera. Das wunderschöne Surren, wenn man den Aufnahmeknopf gedrückt hat. Dann das Geräusch des Ventilators, das Rattern des Films und der quäkende Sound des eingebauten Lautsprechers, das flackernde Bild. Ja das alles hatte etwas besonderes. Und war im Vergleich zu Videoaufnahmen eine komplett andere Welt. Aber die Welt verändert sich. Und nicht zwingend zum Negativen. Allerdings erinnere mich noch mit Grauen an den Film "Collateral" aus 2004. Mir wurde schlecht als ich den Trailer im Kino gesehen habe, weil der Film mit digitalen Kameras gedreht wurde und nicht auf Filmmaterial. Ich konnte diese ekelhafte Ästhetik nicht ertragen und kann es immer noch nicht und habe mir den Film bis heute nicht angeschaut. Aber damit haben die heutigen Filme zum Glück nichts mehr zu tun und die Entwicklung ist längst nicht abgeschlossen - meine Angst ist eher dass sich HFR dann doch irgendwann noch durchsetzen wird. Und wenn man das Thema analog/digital mit etwas emotionalem Abstand betrachtet, dann muss man sich eingestehen, dass tatsächlich außer nostalgischen Gefühlen wenig bis nichts mehr für das produzieren auf analogem Material spricht.












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joey23

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Freitag, 17. Oktober 2014, 13:11

Obwohl ich eine 5D3 habe, fotografiere ich sehr gerne analog. Ich habe das im Studium noch richtig gelernt, entwickle die Filme selber und vergrößere die Bilder selber. Ich liebe das. Ich mache das als Hobby. Weil es mir Spaß macht, und weil es einfach ein anderes Gefühl ist. Ich nehme mir mehr Zeit, und bin stolzer auf das Ergebnis.
Trotzdem würde ich nie auf die Idee kommen, wenn ich "professionell" unterwegs bin, wieder analog zu fotografieren. Die 5D3 ist da einfach das bessere Werkzeug - in jeder Beziehung! Das gleiche gilt für Film. Digital hat man einfach weeeesentlich mehr Kontrolle, das Ergebnis ist viel vorhersehbarer und beherrschbarer.

Ich kann die Faszination für analog komplett nachvollziehen. Aber ich verstehe durchaus, dass dieser Zweig stirbt. Wer Professionell mit Film arbeitet, wählt heute eben in der Regel digitale Kameras. Und wer damit nicht professionell arbeitet, scheut meist die Kosten.

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wabu

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Samstag, 18. Oktober 2014, 11:36

Wer Professionell mit Film arbeitet, wählt heute eben in der Regel digitale Kameras. Und wer damit nicht professionell arbeitet, scheut meist die Kosten.
Das sehe ich ein bisschen anders. Wer mal den Blick über den großen Teich wirft, der wird feststellen, dass da kaum eine Kinoproduktion digital gedreht wird. Warum auch?! Für die nicht professionelle Produktion mag Film in der Tat teuer sein, aber für den professionellen Bereich ist das Argument - Film wäre zu teuer - vollkommener Nonsens, denn das, was man in Sachen Material mehr ausgibt, dass spart man in der Postproduktion.


Alleine aus wirtschaftlichen Gründen ist das zu befürworten. Es wird immer gerne argumentiert, dass man mit analogen Material sich vorher genau Gedanken machen muss wie was aussehen soll und nicht einfach drauflos filmen kann, weil das sonst zu teuer wird. Aber egal wieviel Gedanken sich Regisseur und Kameramann bzgl. der Einstellung, Brennweite und Beleuchtung gemacht haben... so gibt es immer noch den Faktor Mensch (also Schauspieler) der dann dafür sorgt, dass eine Szene vielleicht 10 mal gedreht werden muss. Es ist für einen Filmemacher weitaus entspannter und letztlich auch effektiver sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, anstatt ständig das Thema Geld im Kopf zu haben. Auch wenn es darum geht neue Dinge auszuprobieren, wird man sich das bei analogen Material dreimal überlegen.
Ich würde da mal sagen, dass ist Projektabhängig. Es gibt viele Projekte, wo mir rein Inhaltlich, gar nicht Gestalterisch betrachtet, nie einfallen würde auf Film zu drehen. Aber es gibt reichlich Projekte, die ich erlebt habe, wo eine 10. oder 20. Klappe geschlagen wurde - einfach weil es eben ging. Das finde ich unsinnig und führt meistens zu einem Verrennen in irgendwelchen Korrekturen, bei denen man den Blick für das eigentlich Wichtige verliert. Man kann 10 Mal proben, dabei herausfinden, was man gut findet und was man will, Varianten testen, und dann ein oder zwei Takes drehen und das ist idR. wesentlich intensiver als der 20. Take. Man muss nicht alles immer mitnehmen, sondern man muss erkennen, was und wie man etwas braucht und das drehen.
Die Tatsache, dass man sich mehr Gedanken machen muss, wenn man auf Film dreht, stimmt auch nur bedingt... Man sollte sich als Regisseur und Kameramann - egal ob digital oder auf Film - nicht weniger Gedanken machen, wenn man digital dreht, denn oft ist es so, dass sich die Planlosigkeit bei Digitaldrehs auf die Arbeitszeiten auswirkt, weil das Konzept fehlt und zu viel rumprobiert wird.

Und wenn man das Thema analog/digital mit etwas emotionalem Abstand betrachtet, dann muss man sich eingestehen, dass tatsächlich außer nostalgischen Gefühlen wenig bis nichts mehr für das produzieren auf analogem Material spricht.
Ich betrachte das Thema absolut mit emotionalem Abstand und ich weiß nicht, warum da nichts dafür sprechen soll analog zu produzieren?! Es geht beim Film darum Geschichten zu erzählen und auf einer emotionalen Ebene zu transportieren, es geht um etwas ästhetisches um Kunst! Warum soll man einem Maler die Wasserfarbe wegnehmen, nur weil plötzlich die viel bessere Ölfarbe auf dem Markt ist? Zelluloid ist eine Option, genau wie Digital eine Option ist, die ich nicht weniger schätze, aber die eben nicht zu jedem Projekt passt und die einfach anders wirkt und anders aussieht. Der Anamorphot als Objektiv ist mit dem Digitalen im Prinzip überflüssig geworden... warum drehen wir dann noch damit? Weil die Optik, der Look toll ist. Dasselbe sollte für den photochemischen Film gelten.

Nur noch am Schluss zu diesem Absatz:
Das wunderschöne Surren, wenn man den Aufnahmeknopf gedrückt hat. Dann das Geräusch des Ventilators, das Rattern des Films und der quäkende Sound des eingebauten Lautsprechers, das flackernde Bild.
Der analoge Film wird nicht selten auf so etwas reduziert... Aber das Filmmaterial ist eines der technisch und chemisch hochentwickeltsten Hightech-Produkte. Da steckt fast ein Jahrhundert Entwicklungszeit drin! Kodak Vision 3 schlägt die Digitaltechnik nach wie vor in Sachen Dynamik (16 Blenden), in Sachen Auflösung (bei 35mm abtastbar bis zu 8K, mit 16mm bis 4K) und in Sachen Farbraum, nicht zuletzt auch dadurch, dass Film ein Internationaler Standart ist und nicht an länderspezifische Vorgaben oder Codecs oder so etwas gebunden ist. Als Letztes Argument für den Film - Film hat eine extrem hohe Lebensdauer von mindestens 100 Jahren und länger. Vom Digitalen kann man das ja wohl nicht behaupten.

Nun freu mich mich auf die zahlreichen Pro- und Contrastimmen :-D

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JanH

wabu

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Samstag, 18. Oktober 2014, 11:50

Ich weiß nicht ob es eine altersfrage ist. Die analoge Fotografie habe ich von der Pike auf gelernt. Angefangen von Reprtagen auf 13x18cm Planfilm - welch ein Segen die Hasselblad mit Rollfilm 6x6. Dazu den gesamten Colorbereich von der Filmentwicklung (Dia/Negativ) bis zur entsprechenden Bilderstellung. Und wenn ich heute unterwegs bin ist kein Fotoladen vor mir sicher - aber meist bin ich schnell raus - es sei denn ich rieche Chemie....

Natürlich kannte ich die Charistika der versch Diafilme.....

Als ich 2002 die erste 5mb digitale Kamera in der Hand hielt - die Speicherkarte war sofort voll (16mb und tif) und der Batteriesatz sofort nach zwei Belichtungen mehr...dann lernte ich Akkus zu nutzen und schon mal 256 mb zu nehmen und dazu jpg und es ging auf einmal. Und dann wurde die Kamera mir angeboten zum halben Preis - war ja ein Testmodell. Da schlug ich zu - mit dem Wissen welche Vorteile meine analoge Kamera hatte und das ich die nie hergeben würde - habe ich auch nie getan - aber ich habe sie auch nie wieder benutzt.



Die Altersfrage stellte ich zu Anfang weil ich ja den "Charme" der analogen Filme erlebt hatte. Das brauche ich nicht wieder. Das ist wie mit dem ersten Kuß - kann man nicht wiederholen.

Mich sprechen - insbesondere im Video - die neuen Techniken an - das ist eine Herausforderung.

Aber der 20jährige sieht Polaroid mit anderen Augen als ich - und das SW Bild auf Barytpapier lebt anders - wie auch der Super 8 Film der durch den Projektor rattert.

Deswegen - wegen der Emotion - wrden alte Techiken wohl immer ein Stück überleben - wie ja auch die Schallplatte.



Der analoge Film: Schön das es den noch gibt - für ich eher nostalgisches: weisst du noch..

Ich editiere: Es gibt für mich kein "objektives" pro und kontra. Das ist immer eine persönliche künstlerische, ästhetische Entscheidung.

Gute Filme habe ich digital und analog gesehen. Letztlich ist auch der hybride Weg in Ordnung: analog filmen und digital wiedergeben

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EvilMonkey

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Samstag, 18. Oktober 2014, 11:52

Ich verstehe deine Punkte, möchte aber trotzdem mal ein paar Contras vertreten:

Zitat

Es gibt viele Projekte, wo mir rein Inhaltlich, gar nicht Gestalterisch betrachtet, nie einfallen würde auf Film zu drehen. Aber es gibt reichlich Projekte, die ich erlebt habe, wo eine 10. oder 20. Klappe geschlagen wurde - einfach weil es eben ging. Das finde ich unsinnig und führt meistens zu einem Verrennen in irgendwelchen Korrekturen, bei denen man den Blick für das eigentlich Wichtige verliert.


Du hast Recht, das ist unsinnig, liegt aber eben am Regisseur und den anderen Beteiligten. Es gibt genauso Digitaldrehs wo extrem hart am Zeit und Takelimit gearbeitet wird, ganz eben weil der Zeitplan eng ist oder der Regisseur es so will. Andererseits sind manchmal solche 20 Take-Aktionen der einzige Weg genau den Shot zu kriegen den man will. Beispielsweise wenn der Zufall, Kinder oder Tiere im Spiel sind. Das hat also wenig mit Film-gut, Digital-schlecht o.Ä. zu tun sondern einfach mit der Wahl des richtigen Werkzeugs.

Zitat

denn oft ist es so, dass sich die Planlosigkeit bei Digitaldrehs auf die Arbeitszeiten auswirkt, weil das Konzept fehlt und zu viel rumprobiert wird.

Wenn das "oft so ist" ist das doch nicht dein Problem. Solange es an den Sets an denen du arbeitest anders ist. Lass die Leute doch arbeiten :)

Zitat

Warum soll man einem Maler die Wasserfarbe wegnehmen, nur weil plötzlich die viel bessere Ölfarbe auf dem Markt ist? Zelluloid ist eine Option, genau wie Digital eine Option ist, die ich nicht weniger schätze, aber die eben nicht zu jedem Projekt passt und die einfach anders wirkt und anders aussieht. Der Anamorphot als Objektiv ist mit dem Digitalen im Prinzip überflüssig geworden... warum drehen wir dann noch damit? Weil die Optik, der Look toll ist. Dasselbe sollte für den photochemischen Film gelten.

Genauso ist es doch! Niemand "nimmt dir Film weg". Er wird nicht verboten! Die Nachfrage sinkt nur einfach extrem stark. Das ist der Markt, ganz einfach. Ginge es um Benzinautos oder um Handnähmaschinen wäre es genauso. Da steckt seitens Kodak und den anderen keine künstlerische Intention dahinter sondern lediglich eine wirtschaftliche. Film wird es noch lange geben, gerade erst wurde auf Kickstarter eine Firma gefundet die ihn 10 Jahre weiterproduzieren will. Nur der gigantischen Filmindustrie von 1990 hinterherzutrauern, das bringt nichts.

Zitat

ber das Filmmaterial ist eines der technisch und chemisch hochentwickeltsten Hightech-Produkte. Da steckt fast ein Jahrhundert Entwicklungszeit drin! Kodak Vision 3 schlägt die Digitaltechnik nach wie vor in Sachen Dynamik (16 Blenden), in Sachen Auflösung (bei 35mm abtastbar bis zu 8K, mit 16mm bis 4K)

Stimmt. Die Digitaltechnik boomt erst seit 20 Jahren und gib ihr nochmal 10 und sie ist bei 8k angelangt. 16 Blenden Umfang schaffen schon die ersten Digitalsensoren, wenn auch noch technisch nicht ganz sauber. Egal wie toll Film ist, dadurch dass er nichtmehr weiterentwickelt wird, wird Digital ihn irgendwann in allen Belangen überholen.

Zitat

Film hat eine extrem hohe Lebensdauer von mindestens 100 Jahren und länger. Vom Digitalen kann man das ja wohl nicht behaupten.

Wiebitte? Film zu kopieren ist immer ein analoger, ergo verlustbehafteter Prozess. Bei Digital ist das nicht so. Wenn du dich etwas drum kümmerst, den Codec oder das Format zu dokumentieren und ihn alle 20 Jahre verlustfrei auf das aktuelle Medium kopierst ist seine Lebensdauer theoretisch unbegrenzt. So kann man ihn außerdem an mehreren Orten backupen und vorallem zugänglich machen! Was hilft es, einen tollen Streifen auf 35mm im Keller liegen zu haben und niemand kann ihn sich angucken?

rick

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Samstag, 18. Oktober 2014, 11:56

Da steckt fast ein Jahrhundert Entwicklungszeit drin!

dazu sagt Lierov ja: "...und die Entwicklung ist längst nicht abgeschlossen"

und das ist der Punkt. Digitaler Film steckt eigentlich noch in den Kinderschuhen gemäßen am analogen Film. Über einen längeren Zeitverlauf betrachtet wird analoger Film seine technischen Vorteile verlieren, die Frage ist nur wie lange dieser Prozess dauert.

Wie auch immer, beides hat seine Daseinsberechtigung und mit beiden Dingen kann man professionell arbeiten. Womit das für einen besser geht muß jeder selber anhand der Anforderungen und des Budgets entscheiden. Manche Dinge lassen sich analog heutzutage einfach nicht (oder nicht befriedigend) realisieren. Diese Erfahrung mache ich gerade mit analogem 6x7/6x9 Mittelformat. In diesem Bereich stellt sich derzeit gar nicht die Frage nach Digital. Gerade in Bereichen wie Hochzeitsfotografie sind diese Formate beliebt und lassen sich nicht einfach mit den heutigen digitalen "crop" Mittelformaten vergleichen.

Zitat

Wenn du dich etwas drum kümmerst, den Codec oder das Format zu dokumentieren und ihn alle 20 Jahre verlustfrei auf das aktuelle Medium kopierst ist seine Lebensdauer theoretisch unbegrenzt.

Was passiert denn mit einer Festplatte wenn man sie nach 20 Jahren Lagerung anschließt ? Um da sicher zu gehen muß man alle 5 Jahre umkopieren und das idealerweise mit 2 weiteren Backup Medien. In Summe sind das 60 Kopiervorgänge um eine Haltbarkeit von 100 Jahren halbwegs sicher zu garantieren. Der Film muß "lediglich" richtig gelagert werden. Also hieran denke ich kann man nicht unbedingt Vor-/Nachteile aufzeigen.

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JanH

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Samstag, 18. Oktober 2014, 12:23

Ich weiß nicht, wieviel Ihr mit Dammbruchargumenten anfangen könnt, aber bei mir sind diese bei der Auseinandersetzung mit dem Digitalen Zeitalter ganz zentral. Um ein Beispiel zu nennen: Ich sehe zwar ein, dass für die Infrastruktur die digitale Organisation weitaus effizienter/einfacher ist, aber auf lange Sicht sorgen die Digitalisierungsprozesse zu einem immer weiter führenden ›Realitätsverlust‹, um es drastisch zu formulieren, denn Digital ist nicht greifbar, kann zentralisiert gesteuert werden und gehackt werden. Man könnte das jetzt weiterspinnen, darüber spekulieren, wie Digital die Gesellschaft als Ganzes verändern wird und inwiefern davon auch der Filmbereich betroffen sein wird, mit dem Dammbruchargument eben...

(PID und RFID sind noch weitere, ganz klassische Themen, welche Freiräume für Dammbruchargumente bieten.)

rick

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Samstag, 18. Oktober 2014, 12:43

um es drastisch zu formulieren, denn Digital ist nicht greifbar, kann zentralisiert gesteuert werden und gehackt werden.

und was passiert dann schlimmes ? Terroristen vernichten das Filmarchiv der Menschheit ? Soll das das Dammbruchargument sein ? Analoge Filme wurden/werden genauso geklaut/zerstört/verrotten, nur tun sie dies eben dezentral, aber in großen national wieder zentralen Archiven. Wieso sollte eine Dezentralisiereung bei digitalen Inhalten nicht möglich sein ? Wird doch überall gemacht, die Redundanz im digitalen Alltag ist doch viel höher als bei analogem Material.

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Samstag, 18. Oktober 2014, 12:51

Nein, so meine ich das nicht, das wäre albern. Solche Dinge sehe ich eher in einem größeren Rahmen, die ganze Gesellschaft betreffend; der künstlerische Bereich ist ja nur ein Teilbereich vom Ganzen.

Aber Du kannst die Möglichkeiten des (auch Staats-)Terrorismus nicht vergleichen: Eine gesamte Infrastruktur lahmlegen ist erst digital wirklich möglich (auch wenn Dir jeder versichern wird, dass das niemals passieren wird). Auf Server Zugriff zu erhalten, ermöglicht die Löschung von viel mehr Daten als über den ›analogen Weg‹. Massenüberwachung war auch schon immer das Ziel gewesen, erhält durch die neuen Technologien (angefangen im Kalten Krieg) ganz andere Dimensionen, von bisher unbekannten Technologien will ich gar nicht erst anfangen.

Welche Relevanz das für den Film hat: Eventuell wird es auf lange Sicht das Denken beeinflussen und demnach auch die Filme. Aber ich möchte hier keine Horrorszenarien malen, denn es sind Dammbruchargumente, die erst einmal auf Spekulation beruhen. Deswegen fragte ich eingangs...

Ich respektiere die andere Meinung gleichermaßen. Dies soll lediglich die Diskussion anregen.

rick

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Samstag, 18. Oktober 2014, 13:01

JanH ich verstehe was Du meinst, aber das was wir zu sehen bekommen sollen, wird von Regierungen und Unternehmen gesteuert und das war zu analogen Zeiten nicht anders. Im Bezug auf den Film, sehe ich Deine Argumentation nicht als besonders relevant an. Die Manipulation von dem was man "den Volk" zeigen möchte fängt an ganz anderen Stellen an. Im Gegenteil, die Löschung von digitalen Inhalten ist heutzutage ja fast gar nicht möglich, da sie sich wie eine Seuche überallhin verbreiten, weilö man eben keine geschützen Bereiche wie alte Bergstollen oder ähnliches hat. Einfach gesagt, Propaganda oder Informationssteuerung wird weder über das eine noch das andere Medium (wenn wir beim analogen/digitalen Film bleiben) maßgeblich stärker oder schwächer begünstigt. Es geht um die Menschen die Archive kontrollieren nicht um die Form und Inhalte der Archive.

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Samstag, 18. Oktober 2014, 13:09

Dann wart noch mal ein paar Jahre ab, dann wirst Du die ›Vorteile‹ von Digital selber feststellen... ;-)
Das Internet ist ein sehr wichtiges, demokratisches Instrument, da hast Du Recht. Ohne das Internet würde ich auch noch die F.A.Z. lesen. Mehr schreibe ich hierzu lieber nicht, da es m.W. (noch) Verschwörungstheorien sind... :-)

Sorry, irgendwie werden die Threads immer sehr politisch, wenn ich mich einmische... um zurückzukommen: Die Filme haben immer mehr Schnitte und fördern so die verkürzten Aufmerksamkeitsspannen der Jugend. Das hängt m.E. mit der neuen Technik zusammen. Auch hier wäre so ein Dammbruchargument anwendbar.

rick

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Samstag, 18. Oktober 2014, 13:18

dann wirst Du die ›Vorteile‹ von Digital selber feststellen

Digital hat ja keine "Vorteile" es ist schlüpfrig, nicht greifbar und nicht nachvollziehbar wann, wo, wie oft es kopiert wurde. Politisch werden solche Diskussion immer dann wenn man das Thema extrem weitläufig analsysiert und das ist ja hier nicht nötig, da wir eigentlich nur über Vorteile von analogem/digitalem Film (im künstlerischen und wirtschaftlichem Sinn) sprechen. Da der Fortschritt selten zurückgedreht werden kann, geht es ja jetzt eigentlich nur noch darum ob und wie analoger Film am Leben erhalten werden kann und das ist von absolut untergeordneter Relevanz bezogen auf Deine Dammbruchargumente (weil digital bereits seit langem beschlossene Sache ist). Anloger Film, wenn er denn noch lange überlebt, wird einen immer geringeren Teil des gesamt Materials ausmachen und das ist für mich in erster Linie aus einem Schaffensaspekt herraus betrachtet schade und nicht aus der Angst vor bösen Mächten die mit digitalem Material die Menschheit besser/einfacher kontrollieren können.

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Samstag, 18. Oktober 2014, 13:27

Nein, keine Vorteile, sondern ›Vorteile‹ mit dem Zwinkern desjenigen, der daraus einen Vorteil zieht.

Film ist nicht nur Kunst, sondern spiegelt immer auch ein Stück weit die politische Situation wider. So ist es wohl kein Zufall, dass der Heimatfilm nach dem Trümmerfilm großen Zuspruch fand, daraus das Oberhausener Manifest emporkam und es aktuell extrem viele dystopische Filme wie bspw. »Transcendence« auf dem Markt gibt, die ihre Fantasien auf neueste technologische Errungenschaften gründen. Oder Filme wie »Elysium«, bei dem die Erde kaum noch bewohnbar ist.

Das kann man nicht wirklich voneinander trennen. Und genauso spielt natürlich auch die Art und Weise des Schnitts eine Rolle.

Die Frage ist wohl eher: Wie groß WILL man das alles betrachten? Wenn wir über die Zukunft reden, sollten wir vielleicht eine weitwinkligere Perspektive einnehmen.

rick

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17

Samstag, 18. Oktober 2014, 13:37

Wenn wir über die Zukunft reden, sollten wir vielleicht eine weitwinkligere Perspektive einnehmen.

Warum ? Es geht hier um das Bedauern von Toxic der dem Verschwinden des analogen Cinefilms hinterher "trauert". Solange Du jetzt keinen Beweis dafür anführst, das Kodak z.B. von einer finsteren Macht in den Konkurs getrieben wurde, mit der Absicht den analogen Film sterben zu lassen, ist Deine Betrachtungsweise für mich viel zu weit vom Thema weg. Abgesehen davon habe ich versucht Dir zu zeigen, das alles was Du als Dammbruchargument anführts, auf die eine oder andere Art eben auch auf analogen Film angewendet werden kann/wurde. Da man aber diesen Prozess der Zuwendung zu digitalen Medien nicht mehr rückgängig machen kann, könntest Du jetzt allenfalls einen Thread eröffnen in dem Du diese Entwicklung aus den von Dir genanten Gründen bemängelst, das wäre dann aber ein anderes Thema und ich würde auch dort nachfragen wo denn nun Dein Dammbruchargument liegt, das ausschließlich auf den digitalen Film angewendet werden kann. Ich glaube Dein Thema lautet eigentlich "Die Gefahren der zentral kontrollierten und weltweit nur einmal vorkommenden Medieninhalte im Informationszeitalter".

JanH

Jan

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18

Samstag, 18. Oktober 2014, 13:41

Also eine Verschwörung vermute ich dahinter keineswegs. :D ... nur seit wann werden Threads so eng begrenzt? Das kenne ich so nicht. Wollen wir jetzt wirklich nur über das Hinterhertrauern diskutieren? Ich hatte die sich in eine Richtung entwickelnden Schnittweisen angesprochen, aber wenn das auch schon Off-Topic ist...? Weiß nicht, sagt mal an, wie weit Ihr gehen wollt...

rick

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19

Samstag, 18. Oktober 2014, 13:46

JanH es ist jetzt nicht so offtopic das es unerträglich wäre.

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