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1

Donnerstag, 3. Juli 2014, 13:22

Einige Fragen zum meinem ersten Kurzfilm

Hallo,

ich bin Mike. Wollte mal ein paar Fragen raushauen die mich gerade schwer von meiner eigentlichen Arbeit abhalten.
In meinem Kopf ist gerade Rollercoaster angesagt.

Also ganz kurz, ich habe gerade einen Idee für einen Kurzfilm, das lässt mich einfach nicht los. Hätte ich nicht gerade
extrem viele andere Sachen zu tun, würde ich jetzt anfangen das Drehbuch zu schreiben und morgen gleich drehen. 8o


Frage 1:


Ist es ok, wenn man in einem Film so sehr berührt wird, dass man nicht mehr aufhören kann zu heulen, das Teil ist so
traurig und stimmt einen so sehr zum nachdenken an. Ich denke das Teil wird die Zuschauer ne Weile beschäftigen, nachdem
Sie den Film gesehen haben. Also nochmal Frage: heulen ok, oder gibt es ne Grenze?


(Ich musste schon fast heulen, als mir die Idee gekommen ist. Auch andere, die meine Idee schon hören durften, sind nah den Tränen)


Frage 2:


Zu meiner Filmidee würde es super passen, das ganze als Stummfilm zu gestalten. Ich möchte die Idee noch nicht preisgeben.
Ein sehr trauriger und tiefgründiger Film, der extrem zum Nachdenken anstößt und als Stummfilm gedreht werden soll,
welches Filmformat würdet Ihr empfehlen? Evtl. mit Filtern arbeiten? How about schwarz weiß?



Die wohl größte Herausforderung besteht darin, die Mitteilung ohne Worte rüber zu bringen, wobei ich da viele gute Ansätze habe.
Ich habe super viele Ideen und habe nun Angst das Ganze zu versauen, weil ich noch gar nicht so weit bin, einen solchen Film
umzusetzen. Macht es Eurer Meinung nach Sinn, sich einem bestehenden Team anzuschließen oder sich andere Leute zu suchen und
die Idee zu teilen, oder lieber so sehr da reinbuddeln, dass ich es letztendlich doch alleine gewuppt bekomme?


So jetzt habe ich vielleicht erstmal 10 Min. Ruhe in meinem Kopf und kann arbeiten, - oder auch nicht :thumbup:


Danke
Gruß Mike

Barbara

unregistriert

2

Donnerstag, 3. Juli 2014, 14:10

Hallo Mike,

Zitat


Ist es ok, wenn man in einem Film so sehr berührt wird, dass man nicht mehr aufhören kann zu heulen, das Teil ist so
traurig und stimmt einen so sehr zum nachdenken an. Ich denke das Teil wird die Zuschauer ne Weile beschäftigen, nachdem
Sie den Film gesehen haben. Also nochmal Frage: heulen ok, oder gibt es ne Grenze?

Ist doch toll, wenn man beim Zuschauer Emotionen hervorrufen kann!

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Selon Fischer

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3

Donnerstag, 3. Juli 2014, 16:35

Ich musste gerade herzlich lachen, als ich deine - zugegebenermaßen - sehr selbstverliebte Darstellung gelesen habe. :D Schön, dass du an den Schutz deiner Zuschauer denkst, ich rate dir aber dir da keine Gedanken zu machen - versuch einfach deine Emotionen rüberzubringen. Wenn das dann bei 25% deiner Zuschauer funktioniert, bist du schon erfolgreich gewesen. Ganz einfach, weil jeder ein anderes emotionales Grundlevel hat, was sich je nach aktuellem Hormonhaushalt verschieben kann. Eine Idee, die im Kopf funktioniert, muss nicht unbedingt auch auf dem Papier und dann im Film funktionieren ;)

Meinst du mit Stummfilm Chaplin/Keaton-Stil? Oder einfach dialoglose szenische Handlung, die mit sentimentaler Klaviermusik zugeballert wird?

Deine Teamfrage beantwortet sich ganz einfach: je mehr du selber machst, desto größere Kontrolle glaubst du zwar zu haben, desto schlechter wird des Resultat aber unweigerlich.

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4

Donnerstag, 3. Juli 2014, 16:57


Deine Teamfrage beantwortet sich ganz einfach: je mehr du selber machst, desto größere Kontrolle glaubst du zwar zu haben, desto schlechter wird des Resultat aber unweigerlich.


Das stimmt. Bei Star Wars hat George Lucas Hilfe in der Originalen Trilogie gehabt. Aber die prequel Trilogie selbst geschrieben (geschmiert). Die Kritiker waren einhellig der Meinung, dass die PT nicht an die OT herankam.

5

Donnerstag, 3. Juli 2014, 17:25

... Eine Idee, die im Kopf funktioniert, muss nicht unbedingt auch auf dem Papier und dann im Film funktionieren
das mag sein, aber ich denke eine gute Idee braucht nur eine richtig gute Umsetzung. Also wenn es nicht funktioniert, war die Idee nicht gut oder die Umsetzung nicht die richtige. Nur so ein Gedanke ...
Meinst du mit Stummfilm Chaplin/Keaton-Stil? Oder einfach dialoglose szenische Handlung, die mit sentimentaler Klaviermusik zugeballert wird?
Ganz ehrlich, keine Ahnung, wo ist der genaue Unterschied? Wenn ich an Chaplin/Keaton denke, sehe ich schnelle Handlungen und teilweise auch sentimentale Klaviermusik ;-) - und dialoglose szenische Handlung klingt extrem nagativ?


Danke für dein Feedback. So far, so good.

starend

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6

Donnerstag, 3. Juli 2014, 22:26

Hi,

zu Frage 1: Es ist völlig in Ordnung von einem Film zu Tränen gerührt zu werden. Meine Frau sieht solche Filme sehr gerne.

zu Frage 2: Ein Stummfilm ist völlig in Ordnung. Das Schluchzen der Zuschauer ist Ton genug.
Als Filmformat ist 35mm für trauriges unschlagbar.
Als Filter würde ich 1/8 Black Pro Mist von Tiffen empfehlen.
Schwarzweiss unterstützt die Tragik sehr wirkungsvoll!
Film geht nur im Team, wird in Deinem Fall aber einfacher weil Du die Tonleute weglassen kannst.

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Artusfilm

unregistriert

7

Freitag, 4. Juli 2014, 09:13

Ein Filmprojekt richtig angehen

Hallo,

also erstmal zum "Heulen". Hab das gerade einem anderen im Forum geschrieben, wenn Leute im Kino richtig Weinen oder Lachen, dann hat man es geschafft. Denn das soll ein Film ja tun, Emotionen vermitteln. Wenn die Leute natürlich Lachen, weil die traurige Szene lächerlich wirkt oder weinen, weil der Film so schlecht ist, naja.... Grenzen gibt es sicherlich. Aber wenn estwas wirklich zutiefstv traurig ist, darf man das auch so erzählen, solange es nicht geschmacklos oder pietätslos ist. das wäre dann so eine Grenze.
Stummfilm, ja, warum nicht. Aber das ist nicht leicht. Du brauchst dann gute Musik, die Stimmung muß dann noch mehr übers Bild transportiert werden, da sind Filter weniger wichtig als gutes stimmungsvolles Licht und vor allem sehr gute Schuspieler, sonst wird Deine Aussage nicht wirklich rüberkommen. Allerdings, auch wenn die Schauspieler saprechen, müssen sie wirklich gut sein, damit sie die Emotionen gut an die Zuschauer vermitteln können. Mein Tipp dazu: Mach ein Casting, suche Dir Schauspieler ( z.B. auch an Schuspielschulen, die brauchen alle nämlich Filmbeispiele, wenn sie sich irgendow für eine größere Filmproduktion bewerben wollen ) und lasse sie zum Test eine Szene mit und einmal ohne Text spielen. Entscheide dann ggf. mit einem Testpublikum, was funktioniert. Dazu aber schon die Musik haben !
Wenn Du den Eindruck hast, das Du mit dem Projekt überfordert bist, dann kannst Du dich natürlich an ein bestehendes Team anschließen. Aber das würde auch bedeuten, das Du die Gestaltung Deiner Idee dann weitgehend andern überlässt, was Du vielleicht nicht willst. Ich würde Dir raten, wenn Du Drehbuch und Regie machen willst, dann suche Dir einen Kameramann/frau und einen Prouducer. Der Producer nimmt dir die Organisationsarbeit ab und sorgt dafür, das am Dreh alles rund läuft und der Kameramann kümmert sich um den technischen Part, Bildgestaltung und Licht. Dann hast Du den Kopf frei für die Inszenierung, die Schauspielführung. Besprich mit dem Kameramann vorher alle Szenen und zeichnet ein Storyboard. Dann gibts am Set keine Grundsatzdiskussionen. Schau dann beim Dreh auf einem separaten Monitor genau af die Bilder und die Schauspieler. Du brauchst dann natürlich nochm mhehr Leute im Team: Beleuchter, Tonmann ( oder auch nicht ) Maske, Requisite und einen Aufnahmeleiter. Wenn Du Dir da Leute holen kannst, die schon Erfahrung haben, dann kannst Du das Projekt sicher wuppen.
Ich hab selbst Film studiert u.a. bei Michael Ballhaus, Thomas Mauch und Tevfik Baser. Heute mache ich hauptsächlich Imagefilm und Werbefilm Produktion und Du kannst ja mal schauen, was ich so gemacht habe auf http://www.artus.tv und wenn ein paar Tipps zur Filmproduktion für Dich sinnvoll waren, kannst Du dich auch gerne an mich wenden. Zum Abschluß noch: Um Menschen zum Lachen oder zum Weinen zu bringen, braucht es keine abartige Technikschlacht, wie manche meinen, auch die Kamera ist eigentlich egal, wenn Story und Schauspieler stimmen....

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