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Pilotvonwesten

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1

Mittwoch, 5. März 2014, 19:40

Muss ein Film immer einen Hauptdarsteller haben?

Moin,
ich hatte wieder heute viel Zeit für mich und habe mir Gedanken gemacht, wie man die Welt besser machen kann (typsich :D )
Außerdem habe ich mich gefragt, wieso ein Film immer einen Hauptdarsteller haben muss. Egal ob es mehrere gibt oder nicht, es gibt immer einen. Aber wieso? Kann man das nicht so machen, das der Hauptdarsteller mitten im Film verreckt? Wohlmöglich ist dann die Spannung weg, oder?
Würde mich gerne Interessieren :)

Lg

eure Pilot :)

7River

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2

Mittwoch, 5. März 2014, 19:53

Der Zuschauer "möchte" sich auch irgendwie mit den Figuren identifizieren, er fühlt mit ihnen mit usw. Wenn ein Film keine Hauptfigur (en) hat, wird er es sehr schwer haben. Schau Dir doch mal die unterschiedlichsten Filme an. Ob es jetzt ein Horrorfilm oder ein Sci-Fi-Film ist, alle haben Haupt-Charaktere, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“

Marcus Gräfe

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3

Mittwoch, 5. März 2014, 20:05

Sehe ich genau so. Ein Film ohne Hauptdarsteller lässt einen kaum mitfiebern.

Jackyjake

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4

Mittwoch, 5. März 2014, 23:18

Ein Film ohne Hauptdarsteller lässt einen kaum mitfiebern.
Kann ich nachvollziehen, kann man aber denke ich nicht verallgemeinern.
Eine spannende Geschichte hat immer jemanden oder etwas mit dem sich der Zuschauer identifiziert.
Aber nehmen wir z.B. Star Wars. Gibt es da einen richtigen Hauptdarsteller? Ja, und zwar eine ganze Menge. Man identifiziert sich aber nicht direkt mir ihnen, sondern eher mit dem Volk oder Gruppe der sie angehören. Also so sehe ich das.

Auch wenn dieses Beispiel vlt. nicht so gut passt und ich mir das ein bisschen aus den Fingern gezogen habe :P denke ich, dass es prinzipiell möglich ist eine fesselnde, spannende Geschichte ohne Hauptdarsteller zu schreiben/filmen.

LG
Jackyjake

5

Mittwoch, 5. März 2014, 23:41

Es gibt durchaus Versuche von Schriftstellern und Drehbuchautoren, Romane und Filme ohne Hauptdarsteller zu erzählen oder zumindest ohne eindeutigen Protagonisten. Das Problem, das sich daraus ergibt, ist die Entpersonalisierung eines Konflikts: Es gibt keinen Weg des Helden mehr, das Leiden wird nicht individuell erfahrbar und damit für den Leser/Zuschauer schwieriger nachvollziehbar. Der große Vorteil daran ist aber, dass Konflikte, die bisher die Probleme von Individuen waren, jetzt als Probleme eines Milieus oder einer ganzen Gesellschaft entlarvt werden können. In solchen Romanen/Filmen fehlen dann auch klare Protagonisten, die im Konflikt Partei ergreifen, sondern es gibt Archetypen, die z.B. in bestimmten Szenen für eine soziale Klasse stehen (hierfür empfehle ich die Filme von Eisenstein) oder ein Protagonistenkollektiv aus mehreren unterschiedlichen Charakteren mit unterschiedlichen Hintergründen und Handlungsoptionen. Als modernes Beispiel fällt mir gerade der österreichische Film "Der erste Tag" ein. Es gibt Protagonisten, aber sie bleiben so oberflächlich und austauschbar, dass ihre Rolle nur sein kann, dass sich jeder mit ihnen identifizieren können soll. Sie sind keine polarisierenden Figuren.

<<<ThE SpEZi>>>

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6

Freitag, 7. März 2014, 22:14

Ich sag ja nur Hitchcock's Psycho. Das er genau mit diesem Aspekt gespielt hat, verleiht dem Film doch seinen Platz in der Filmgeschichte. Ihm ist es gelungen. Es gibt sicherlich wege Hauptdarsteller zu "beseitigen". Du wirst aber immer einen anderen Hauptdarsteller haben, solange du Personen, Tiere oder sonstige Figuren filmst die personifiziert sind :-P Du kannst die Aufgabe nur hin- und herschieben. Hauptdarsteller ist einfach derjenige, der dich wichtigste oder die wichtigsten Rollen spielt.

soapbubble

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7

Samstag, 8. März 2014, 08:54

Gehe beim Thema Film prinzipiell davon aus, dass es nichts gibt was es nicht gibt. ;)

Es gibt Arthouse-Filme ohne wirkliche Hauptdarsteller, z.B. französische Filme der Nouvelle Vague, u.A. Jean-Luc-Godard.
Diese Art von Film hat sich der breiten Masse (dem Mainstream-Publikum) einfach nicht erschlossen. Wie bereits gesagt fällt es schwer sich mit einer Figur zu identifizieren und dem Film zu folgen. Vor allem, da diese Filme sich der stringenden Hollywood-Erzählweise entziehen.

Dafür funktioniert der Episodenfilm mit mehreren gleichwertigen Darstellern recht gut, siehe Magnolia, Babel, New York/Paris I love you, 21 Gramm.
Alles großartige Filme, die funktionieren.

8

Samstag, 8. März 2014, 11:38

Ein Film MUSS gar nichts haben!!!

Es kommt immer auf das Endprodukt an und auf die Person die das anschaut.
Man darf nicht vergessen das Filme Kunst sind und jeder Mensch Kunst anders wahrnimmt.
Es gibt keine Richtlinien für Kunst.

7River

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9

Samstag, 8. März 2014, 12:40

Sicherlich!

Aber es gibt Richtlinien, die z. B. die erfolgreichsten Filme befolgen. Und aus diesem Grund sind sie weltweit auch so populär. Das sollte man nicht ganz außer Acht lassen.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“

pascal

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10

Samstag, 8. März 2014, 17:28

Ein Film MUSS gar nichts haben!!!

ein bild sollte er schon haben :rolleyes:

MagnoliaDriver

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11

Samstag, 8. März 2014, 19:43

Sehe das anders als 7River. Sicher wenn man nur darauf aus ist erfolgreiche Filme machen zu wollen, kann man sich an Richtlinien halten. Aber ist es nicht spannender etwas zu schreiben was sich vom Rest abhebt?Ob man dann damit Erfolg hat ist eine andere Sache. Für mich selber ist ein Drehbuch zu schreiben immer eine Art Experiment, als würde man jedes Mal ein neues Bild malen, wobei man aber immer mal neue Farben nimmt oder etwas versucht auf eine andere Art zu malen, als beim vorigen Mal. Und das ist das Spannende dabei ^^

12

Samstag, 8. März 2014, 21:32

Ich finde es auch erfrischend mal Filme zu sehen die nicht dem normalen Ablauf folgen. Tarantino ist je jemand der gerne mal anders Filme macht oder als Serie Game of Thrones wo ein vermeindlicher großer Charakter der aufgebaut wurde einfach mal getötet wird.

Wenn es gut gemacht ist finde ich nicht das ein Film umbedingt einen Hauptdarsteller haben muss, aber ich denke es ist bedeutend schwieriger dann ein interessanten Film draus zu machen ;-)

JanH

Jan

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13

Sonntag, 9. März 2014, 03:39

Was ist denn eine Hauptfigur? Jemand, der die Geschichte maßgeblich beeinflusst. Wer soll sie sonst vorantreiben? Mehrere Figuren? Eine andere Figur? Weglassen - wer tut's dann? Eine Gruppe oder ein System? Dann ist sofort die Identifikation weg.

Eigentlich gibt es hierzu nicht mehr zu sagen, oder täusche ich mich?

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7River

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