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Montag, 21. Oktober 2013, 17:38

Webapplikation für Amateurfilmer

Im Rahmen meines Studiums muss ich ein Projekt durchführen, in dem ich eine verteilte Anwendung umsetzen muss. Mein Ansatz bezieht sich derzeit auf die Amateurfilmer/Filmstudenten Branche. Ich möchte meine Idee kurz vorstellen und hoffe auf Feedback.

Ziel ist die Entwicklung einer Plattform auf der Filmemacher ihre Filme/Sequenzen einstellen können, um für diese passende Musikstücke für diese zu finden. Komponisten/Musiker haben dann die Möglichkeit diese Videos anzusehen und bei Interesse Musik dafür aufzunehmen und diese unter den Videos bereitzustellen.
Die eingereichten Tonspuren können im Folgenden von den Filmemachern angenommen oder abgelehnt werden.


Das ist der Grundgedanke, weiter angedachte Funktionen:
- Benutzerverwaltung, Beurteilungssystem für Musiker (um sich selbst zu etablieren)
- Videotags einfügen, um die Stimmung der gewünschten Musik zu beschreiben (z.B. traurig)
- Bezahlsystem für Musiker (Lohn für die geleistet Arbeit)
- Speicherung der Video- und Musikdatein in einem Cloud-Speicher

Mit der Plattform soll kein Geld verdient werden, es liegt demnach kein Geschäftsmodell zugrunde.

Würde eine solche Web-Applikation einen Mehrwert im Filmbereich bieten oder besteht generell ein Bedarf?
Habte Ihr Änderungs- oder Verbessrungsvorschläge für dieses Projekt?

Ich bin für jegliche Anregungen oder anderweitige Projektideen sehr dankbar.

Viele Grüße Arnold

*Topic verschoben*

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Marcus Gräfe« (21. Oktober 2013, 18:36)


UhlFilms

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2

Montag, 21. Oktober 2013, 17:54

Ich finde die Idee prinzipiell ganz gut, aber ich weiß nicht ob man als Filmemacher den fast fertigen, aber eben noch unvertonten Film einfach irgendwo hochladen und veröffentlichen will.
Außerdem wollen die meisten Filmemacher schon viel früher wissen, woher die Filmmusik kommen wird, und nicht erst wenn der Film schon fertig geschnitten ist.

Man könnte es ja so machen, dass Projekte vorgestellt werden, noch bevor diese produziert werden, also z.B. dass man eine Zusammenfassung von einem geplanten film veröffentlicht, dazu schreibt, was man sich für Musik dazu wünschen würde, und wenn ein Musiker an einer Zusammenarbeit interessiert ist, meldet er sich direkt bei den Filmern, dann kann man auch das komplette Drehbuch herzeigen etc.

Aber den fertig geschnittenen Film veröffentlichen, und vor allem den Film produzieren bevor ich eine Ahnung hab, ob es die Musik, die ich mir wünsche überhaupt geben wird, würde ich eigentlich nicht wollen.

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CanonCamer (MB-Film)

Dr_Allcome

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3

Montag, 21. Oktober 2013, 20:04

Ich muss UhlFilms Recht geben. Ich glaube nicht, dass jemand seinen unfertigen Film auf eine Plattform hochladen würde.

Eine Plattform um Projekte vorzustellen klingt für mich allerdings auch nicht nach einem Killer-Feature. Wo ist denn da der Mehrwert zu einem Forum wie diesem hier? Damit Leute regelmäßig auf deine Plattform schauen, benötigst du irgendeinen Anreiz. Ohne regelmäßige Besucher wird die Seite ansonsten schnell verwaisen und wenn nichts los ist, hat man wiederum keinen Anreiz seine Projekte vorzustellen. Ein Teufelskreis.

filmmaker219

unregistriert

4

Montag, 21. Oktober 2013, 21:16

halte die Sache je nach Workflow des Filmers rein vom Grunddenken wie man einen Film schneidet und vertont für Quatsch,
es mag ja Leute geben die Schneiden und danach ein Lied auf den Film packen, ich brauche die Musik bevor ich auch nur 1% schneide oder aufnehme, das inspiriert mich und ich muss doch meinen Film darauf hin aufbauen und nicht anders rum.

Jumperman

unregistriert

5

Montag, 21. Oktober 2013, 22:09

halte die Sache je nach Workflow des Filmers rein vom Grunddenken wie man einen Film schneidet und vertont für Quatsch,
es mag ja Leute geben die Schneiden und danach ein Lied auf den Film packen, ich brauche die Musik bevor ich auch nur 1% schneide oder aufnehme, das inspiriert mich und ich muss doch meinen Film darauf hin aufbauen und nicht anders rum.

In der Regel wird die Musik aber erst nach dem Schnitt komponiert und dann der Schnitt höchstens noch in Details drauf angepasst.

Ich find das Konzept etwas unfair gegenüber Komponisten. Was, wenn sich da einer Arbeit macht und eine Musik erstellt und diese dann abgelehnt wird. Hat er dann umsonst gearbeitet?
Filmemacher sollten froh sein, wenn sie einen guten Komponisten finden, grade Amateurfilmer! Und da ist irgendwie undankbar, wenn dann am Ende mehrere Musikmacher etwas komponieren und der Filmersteller eins davon aussucht.

filmmaker219

unregistriert

6

Dienstag, 22. Oktober 2013, 08:25

Ich würde sagen es kommt auf den Filmemacher drauf an, ich könnte das so herum nicht.

7

Dienstag, 22. Oktober 2013, 13:42

Vielen Dank für die vielen und guten Antworten. Die überwiegende Meinung ist offenbar, dass eine solche Applikation keinen Mehrwert in diesem Feld bringen würde. Auch wenn sich diese Erkenntnis im ersten Moment negativ anhört, bin ich trotzdem sehr Dankbar für eure Beiträge - sonst würde ich mich sicherlich völlig in die falsche Richtung verrennen.

pikk

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8

Dienstag, 22. Oktober 2013, 14:40

Eigentlich ein sehr schöner Gedanke. Obwohl es auf beiden Seiten Angebote und Nachfrage gibt, ist es oft nicht leicht, beides zusammen zu bringen, wie man z.B. hier im Forum sehr häufig sieht.

Der Hauptgrund dafür dürfte der bereits genannte Unwille sein, unfertige Filmproduktionen irgendwo hochzuladen. In einem Film steckt auch in der Regel deutlich mehr Arbeitszeit als in einer Musikproduktion, da mehrere Leute beteiligt sind. So fühlt sich der Verantwortliche vielleicht auch verpflichtet, den Rest des Filmteams zu "schützen".

Vielleicht könnte man die Sache ja etwas weiter denken und modifizieren. Wenn man z.B. nur durch Registrierung Zugriff bekäme und es eine Klausel in den Geschäftsbedingungen gäbe, die alle Werke schützt, was dann natürlich auch konsequent durchgesetzt werden muss, in dem Inhalte nicht einfach downloadbar sind und durch Unterstützung bei Ermittlungen, sollte es Verstöße geben. Das ist natürlich ein großer Aufwand für den Betreiber und wirkt auf User abschreckend, wobei man das sicher versteht und auch das technische Verständnis besitzt, wenn man selbst nah an der Branche ist.
Außerdem fände ich eine Datenbank toll, die durch Tags und Dauer automatisch Vorschläge macht. Also wie ein Katalog, den man durchblättern kann, bevor man etwas "bestellt" und der so gut geordnet ist, dass man sich nicht erst 26 Seiten Unterwäsche ansehen muss, bevor man zu den Haushaltsgeräten kommt, die man eigentlich sucht. Wann immer ich auf der Suche nach Musik war, fand ich es etwas anstrengend, mich durch duzende Titel zu hören, bevor ich etwas gefunden habe, was gepasst hat.

Ich weiß nicht, wie weit du gehen kannst/willst, aber das wären so einige grundlegende Ideen, die ich zu deinem Konzept habe.

Verwendete Tags

Studentenprojekt, ton, video

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