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Pilotvonwesten

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1

Montag, 30. September 2013, 19:43

Kriegsfilm. Was muss ich wissen und beachten?

Abend,

wollte mich auf Kriegsfilme spezialisieren. Ich kenne mich bestens mit Airsoftwaffen aus, sodass dies kein Problem sein werden. Da ich aber nicht so die große Ahnung vom Filmen habe, wollte ich hier ein paar Fragen loslassen

Wie muss den der schnitt sein?
Müssen das schnelle, kurze Szenen sein?
Wie mach ich Explosionen ohne Pc-Bearbeitung?
Muss die Kamera schnell geschwenkt werden?
Ist es besser, echten Geschichte aus dem 2. WW nehmen oder selbst welche Ausdenken?
Mir sind heute Morgen definitiv noch mehr Fragen eingefallen, ich schreibe sie später dazu, wenn ich die wieder weiß :)

Vielen Dank

UhlFilms

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2

Montag, 30. September 2013, 20:42

Zu allen Fragen außer "Wie mach ich Explosionen ohne Pc-Bearbeitung":
Mach es, wie es dir gefällt, und wie du meinst, wird es am Schluss am besten aussehen.
Man kann nie sagen, dass irgendetwas so oder so sein muss, nur weil es vielleicht irgendwo einmal erfolgreich war. Natürlich kann man sich auch an Vorbildern orientieren, aber ich finde man kann nicht generell sagen "ein Kriegsfilm muss schnell geschnitten sein" oder "ein Horrorfilm muss eine verwackelte Kameraführung haben" usw...

Storyteller

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3

Dienstag, 1. Oktober 2013, 19:26

Außerdem kann man Kriegsfilm ja durchaus weiter fassen also nicht nur unter dem Genre Action, sondern auch Drama oder ähnliches was wieder seine ganz eigenen "Regeln" hat. Wie UhlFilms schon sagt, mach wie du es für richtig hälst um deine Geschichte zu erzählen.

SebastianK

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4

Samstag, 5. Oktober 2013, 12:10

Fang´ doch erstmal an überhaupt was zu drehen... Kriegsfilme sind wirklich schwer und anspruchsvoll.
Ich denke, dass wenn Du erstmal versuchst kleine Actionsequenzen zu drehen, Du schnell an Deine Grenze kommst und die Waffen streckst.
Nicht dass es gegen Dich geht, es ist nur sooo normal.

Camutante

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5

Sonntag, 7. September 2014, 15:10

Ein kleiner Tipp: authentisch aussehende Waffen können Großeinsätze der Polizei auslösen. Die Rechnung gibts dann per Post.

joey23

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6

Dienstag, 9. September 2014, 14:25

Zitat

Wie mach ich Explosionen ohne Pc-Bearbeitung?


Gar nicht.

Jack1943

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7

Dienstag, 9. September 2014, 18:07

bevor Du Dich an ein so schwieriges Thema wagst, rate ich Dir, Dich zuerst mal mit dem Filmen im allgemeinen zu beschäftigen! Dramaturgie, Kameraführung Bildgestaltung usw. Gehe raus und drehe ein paar "Wald-und-Wiesen-Filme" und lerne mit einer Kamera umzugehen...Und wenn Du das mal im Griff hast kannst Du Dich eventuell mal an ein schwierigeres Thema wagen! Ohne Fleiß kein Preis... :rolleyes: Und es ist noch nie - oder nur sehr selten- ein Meister von Himmel gefallen!

Gruß, Paul

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soapbubble

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8

Dienstag, 9. September 2014, 18:12

Zitat

Wie mach ich Explosionen ohne Pc-Bearbeitung?


Gar nicht.
Du meinst wohl lieber nicht. 8o

Ganz generell würde ich mich meinen Vorrednern anschließen und raten, dass du es erstmal mit kleineren Szenen versucht. Der nächste Blockbuster wird dein Erstling nicht werden. Eine zu große Vorbereitung kann wirklich schnell frustrieren, wenn man am Ende stundenlanges Material hat und im Schnitt merkt, dass da aber auch gar nichts zusammenpasst, das Material langweilig ist und der Ton nicht stimmt.

Oder du entscheidest dich dazu einfach mal alles zu riskieren und ein bisschen "Quatsch mit Freunden in Form eines Kriegsfilms" zu machen, ohne die Sache zu ernst zu nehmen. Sowieso, schnapp dir ein paar Leute. Gemeinsam lernen und jedem eine Funktion am Set und in der Postproduktion zu geben macht meistens mehr Spaß.

Tyler Durden

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9

Mittwoch, 22. Oktober 2014, 23:09

@Pilotvonwesten
Nach dem du tendenziell eher entmutigen Antworten bekommen hast, von mir vielleicht eine die dir Mut macht. Ich hab auch erst mal einen Kriegsfilm gedreht. Der war zwar nicht so dolle, aber ganz okay. Das mit dem Waffen ist aber ein Aspekt den du nicht auf die leichte Schulter nehmen darfst, dass kann richtig schnell zu Problemen führen.
Aber mal zurück zum Thema. Ausstattung ist wichtig. Du verkaufst dem Zuschauer eine Illusion. Die muss funktionieren, sonst wird dein Zuschauer herausgerissen und er kauft dir die Welt nicht ab. Das gilt für fast alle Genre die nicht im hier und jetzt spielen. Sprich du brauchst Uniformen, Requisiten und Dreck(Krieg ist Dreckig. ;-))


Schau dir mal ein paar Kriegsfilme an. "Saving Private Ryan" und "The thin red line" sind im gleichen Jahr erschienen und spielen beide im WW2 und beide Filme sind sehr gut und völlig unterschiedlich. (Beide etliche Oscarnomminierungen). Paul Greengrass arbeitet in "Green Zone" mit vielen Schwenks und Zooms. Das erzeugt Hektik. Ridley Scott hat in "Black Hawk Down" eher eine ruhige Kamera und setzt auf Farbgestaltung(Gibt es interessante Artikel drüber.) Es gibt unterschiedliche Wege, die funktionieren und schau sie dir ein.


Eins haben aber alle Kriegsfilme gemeinsam. Es geht um eine Gruppe von Männern in einer Extremsituation in der sie entweder wachsen oder brechen oder beides. Wichtig ist die Gruppendynamik. Du brauchst unterschiedliche Figuren die unterschiedliche Ansichten haben um Konflikte innerhalb des Teams zu erzeugen. Ohne Konflikt keine Handlung. Bei "die Verdammten des Kriegs" haben Michael J. Fox und Sean Penn unterschiedliche Ansichten wie man mit Gefangen umzugehen hat.


"The Hurtlocker" von Kathryn Biglow erzählt die Geschichte um drei Soldaten, die für drei Typen stehen. Eldridge ist der Typ der in den Krieg geht und merkt, das Krieg ist schieße und so schnell wie möglich nach Hause möchte und daran zu zerbrechen droht. Sanborn ist der Typ der in den Krieg geht und merkt, dass Krieg scheiße ist, aber denkt er wäre stärker und versucht sich dagegen zu behaupten. Und James ist der Typ der schon so lange im Krieg ist, dass erschon so kaputt ist und er keinen Bezug mehr zu Realität und Gefahr hat. Die drei Typen sind so unterschiedliche, weil sie alle unterschiedliche Ziele haben und somit ausreichen Konfliktpotenzial herrscht. Eldirge will nach Hause, Sanborn will den Krieg bezwingen und wachsen und James ist alles völlig egal, er will nur noch Adrenalin.


Noch ein Tipp zu den Explosionen, etc. Alles was du siehst kostet richtig Geld, was du vermutlich nicht hast. Alles was man hört gibt es für kleines Geld oder lau in Tondatenbanken. Explosion und vor allem Schüsse kommen zu 80% über den Ton. Wenn es bumst und kracht und deine Soldaten schmutzige sind und schreien und die Kamera wackelt und am besten noch etwas Dreck rieselt funktioniert das schon sehr gut. ;-)


Und zum Schluss noch ein Goodie. Vermutlich hast du viele Kriegsfilme gesehen und findest diese gut und willst deswegen auch einen Kriegsfilm drehen. Aber Kriegsfilme sind teuer, wie viele meiner Vorredner schon gesagt haben. Aber nimm mal die Startszene von "Saving Private Ryan". Die ist ziemlich fett und jeder der einen Kriegsfilm dreht muss sich an ihr messen. Aber schau dir das man an. Die Jungs waren zu dritt und hatten nur die finanziellen Mittel von einem ambitionierten Filmemacher (und etwas Postpower)
Sei kreativ! Dann ist vieles möglich!

Selon Fischer

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10

Mittwoch, 22. Oktober 2014, 23:53

Ich weise nur der Form halber darauf hin, dass das Thema bereits über ein Jahr alt ist ;)

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