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Savagedog

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1

Donnerstag, 18. April 2013, 11:07

Geschichten aus dem Leben und Verfilmungsrechte?

Kann mir jemand sagen wie es mit dem Verfilmungsrechten ausschaut, wenn man in den Nachrichten, Zeitungen geschichten und schicksale von menschen hört? darf man die hernehmen und daraus einen Film kreeiren, wo die Geschichte die man gelesen, gehört, gesehen hat, als Grundlage dient oder muss man da die Leute fragen denen sowas passiert ist?

Beaverlicious

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2

Donnerstag, 18. April 2013, 11:42

Wenn du ihre Namen, Orte etc. verwenden möchtest und ganz genau IHRE Geschichte erzählen willst, dann sicherlich.

Wenn du jedoch die Geschichte adaptieren möchtest, dürfte dir eigtl niemand einen Strich durch die Rechnung machen.

Ein Beispiel:
Nur weil ich mal ein Tor in der letzten Minute geschossen habe, soll jetzt niemand einen Film darüber drehen können, weil die "Tor in letzter Minute"-Geschichte mir gehört? Klingt komisch oder? ;-)

Wie das mit Geschichten aussieht, die sich klar einer Person zuordnen lassen (Siehe Sat1-Film "der Minister" -> Karl Theo) kann ich dir nicht mit Sicherheit sagen.

Wovon soll die Story denn grob handeln? Wäre es dir nicht möglich vorher mal mit den Leuten , die das erlebt haben zu sprechen? Dann wärest du auf der sicheren Seite.

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3

Freitag, 19. April 2013, 21:40

Wie das mit Geschichten aussieht, die sich klar einer Person zuordnen lassen (Siehe Sat1-Film "der Minister" -> Karl Theo) kann ich dir nicht mit Sicherheit sagen.

Da von und zu und sowieso Guttenberg eine Person des öffentlichen Lebens ist, ist das hier ein Sonderfall. http://de.wikipedia.org/wiki/Person_des_…ntlichen_Lebens

Wenn du, sagen wir, die Geschichte eines Polizisten drehen willst, der in Boston auf der Suche nach dem mutmaßlichen Attentäter des Boston Marathon ist, kannst du dir eine Person (deren Erlaubnis du hast) rauspicken und ihre Geschichte nachverfilmen. Wenn du die Erlaubnis nicht hast, kannst du immer noch, auf ihrer Geschichte mehr oder weniger lose basierend, einen fiktiven Charakter einsetzen. Das ist ein Massenereignis mit Tausenden Polizisten, da eignet sich sowas problemlos - anders im Falle des Attentäters. Ob das Setting dasselbe ist, ist eine Frage der Pietät und des Fingerspitzengefühls - einerseits gibt es ein großes mediales Interesse an Ereignissen, die noch nicht lange zurückliegen, andererseits hängen da (besonders bei Betroffenen) auch viele Emotionen dran, und Leute können sich durch eine Darstellung verprellt fühlen.

Bei der Darstellung solltest du darauf achten, wie weit du dich aus dem Fenster lehnst. Es wurden schon Gerichtsprozesse geführt, wo Menschen meinten, zu negativ oder einfach falsch dargestellt worden zu sein.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »jk86« (19. April 2013, 21:53)


Savagedog

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4

Samstag, 20. April 2013, 14:44

Um mal etwas konkreter zu werden, geht es um die polizeiliche Gewalt an Ausländern, vor allem am beispiel des jungen Algerias der in in der Ubahn von Polizeibeamten verprügelt worden ist. Daraus möchte ich einen Kurzfilm drehen, und die Polizei sowie bahn wird sicher ihr Fett abbekommen, jedoch werde ich keine Namen der Polizisten oder so benutzen auch werd ich die Story nicht 1:1 adaptieren, da ich schließlich etwas mehr dramaturgie und emotionen hineinbauen möchte. aber gern würd ich die Sprüche benutzen die die Polizei/Bahnangestellte von sich gegeben haben.

MFG Dog

7River

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5

Sonntag, 21. April 2013, 14:17

Sicher kannst Du davon einen Film machen. Aber: Läuft Dein Projekt nicht Gefahr, zu pauschalisieren? Sind alle Polizisten und Bahnmitarbeiter so drauf, wie in dem von Dir genannten Fall? Sind alle Arbeitslose faul und haben keine Lust zum Arbeiten? Es mag sich ja um einen drastischen Vorfall handeln, hab' davon nicht gehört, aber ich könnte hier auf Anhieb ähnliche Fälle, Gerichtsurteile und Vorkommnisse auflisten, die nur so zum Himmel schreien. Bei so etwas besteht aber immer die Gefahr, Abneigung gegen irgendjemanden zu schüren.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“

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6

Sonntag, 21. April 2013, 14:57

Bei so etwas besteht aber immer die Gefahr, Abneigung gegen irgendjemanden zu schüren.

Da ist die Polizei/Bahn doch selber dran schuld, wenn sie Menschen so behandeln...

Ich finde es gut und wichtig, dass mit der Gewalt gegen (vermeintliche) Ausländer durch staatliche Stellen umgegangen wird. Gerade in Zeiten von NSU muss nicht nur rechtsradikale Gewalt, sondern auch der Alltagsrassismus in den Fokus rücken. Was längst nicht heißt, dass alle Polizisten so sind, aber die, die es sind, werden durch den Korpsgeist innerhalb der Polizei, durch eine ignorante Politik und durch eine blinde Justiz geschützt. http://www.fr-online.de/meinung/kommenta…2,20831384.html Es geht ja nicht darum, Feindbilder zu schüren, sondern infrage zu stellen, dass bestimmte Menschen bestimmte andere Menschen diese mit dem Segen des Staates wie Scheiße behandeln.

Savagedog: Es ist sicher möglich, das "basierend auf dem Fall..." nachzufilmen und dabei auch zu sagen, was die Beamten gesagt haben sollen.

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Savagedog

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7

Sonntag, 21. April 2013, 16:44

wie bereits gesagt worden ist, wird hier nicht versucht ein Feinbild zu schaffen, es sind jedoch vorkommnisse die real passieren, es ist nicht jeder Türke ein Drogendealer, nicht jeder aus dem Nahen ostern ein Terrorist, usw. es geht hier um einen Konkreten Fall wo was passiert ist, was man (zumindest ich) in der heutigen zeit einfach nicht fassen kann, das aufgrund von vorteilen, angst vor fremden und andersein, gewalt entsteht. Daher find ich das Thema mehr als wichtig und glaube das es auch nicht so rüberkommt das alle so sind. Jedoch das es sowas gibt, auch in deutschland.

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8

Sonntag, 21. April 2013, 16:58

Na ja, wenn Du da mit dem nötigen Feingefühl herangehst, is' es was anderes.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“

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