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SR-Pictures

Schmidbauer-Film

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1

Montag, 17. Dezember 2012, 22:03

Higher Frame Rate (HFR) - Erfahrungen, Eindrücke, Kritik

Ich vermute mal so gut wie jeder hier wird sich den ersten Teil der Hobbit-Trilogie "eine unerwartete Reise" ansehen oder schon angesehen haben. Manch einer sogar in 48p.

Die Technik steht ja sehr in der Kritik und leider lassen sich viele Menschen von Vorurteilen leiten und finden es schon ohne Gesehen zu haben "scheiße". Ich wäre sehr an euren Eindrücken und Erfahrungen interessiert. Spart euch bitte mir mitzuteilen, dass ihr euren Fernseher auf 100Hz umgestellt habt und dies euch nicht gefallen hat, oder dass ihr gelesen habt, dass die Filme nach Soap aussehen würden.

Mich interessieren nur subjektiv erlebte Meinung zu wirklichem HFR (vor allem jetzt beim Hobbit, da es bis jetzt der einzige Kinofilm ist).

Rein technisch gesehen braucht keiner gegen HFR diskutieren. Das ist mehr wie nötig. Je mehr ich mich damit beschäftige, fallen mir immer mehr Momente auf, wo eine erhöhte Bildfrequenz rein technisch gesehen dringend von Vorteil ist. Ästhetisch muss das jeder selber entscheiden, und genau das interessiert mich. Da wird es ziemlich verschiedene Meinungen und Eindrücke geben, die helfen könnten HFR später einmal am Markt zu etablieren, wenn man die Nebenwirkungen mal verhindern kann (oder sich die Menschheit daran gewöhnt hat).

Meine ästhetische Sicht auf HFR schildere ich vorerst nicht. Möchte euch nicht im ersten Post schon beeinflussen und ich bin mir selbst auch noch nicht schlüssig, wie ich dazu stehe. Ich sage nur soviel: Im Hobbit ist es mir nicht negativ aufgefallen. Und wenn mich am Look was gestört hat, dann kann ich das nicht einfach so auf die Bildfrequenz schieben. Das fiel mir gar nicht mal so auf (vielleicht aber auch, weil ich versuchte drauf zu achten).

Aber ich bin mir sehr sicher, dass HFR früher oder später Standard wird (wohl aber nicht 48p sondern eine noch erhöhtere Bildfrequenz).



Im Sinne Kaiser Wilhelm II. ""Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist nur eine vorübergehende Erscheinung."

*Topic verschoben*




Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Marcus Gräfe« (18. Dezember 2012, 19:33)


raoulmike

unregistriert

2

Dienstag, 18. Dezember 2012, 00:30

Ich hatte mich ja schonmal kurz im Hobbit thread über die technik ausgelassen, unmittelbar nach der Uraufführung in Düsseldorf.

Also meine subjektive Meinung zum Erlebniss. Am Anfang des Filmes hatte ich den Eindruck der Film hätte en leichten Speed Up. Die Kamerafahrten und Bewegungen der Schauspieler schienen schneller als gewöhnlich zu sein, eben leicht *vorgespult*. Nach 20 min etwa hatte ich mich aber dadran gewöhnt und es fiel mir gar nicht mehr auf. Es fiel mir nur noch auf das das Bild äußerst flüßig und klar war.
In Verbindung mit dem 3D war es wirklich als würde man durch ein Fenster gucken. Ein ganz neues Kino Erlebniss! Wirklich beeindruckend. Ich finde jeder hier sollte es mal gesehen haben in naher Zukunft.

Mir hat das vor allem gezeigt wie , ich nenne es absichtlich böswillig mal "geschädigt" unser Auge in Bezug auf das übliche Kino/Fernsehen Bild ist. Ich hatte nämlich anfangs wirklich sorge das dieser vermeindliche speed up effekt nicht weg geht und mir den ganzen Film versaut. Was ja zum Glück nicht der Fall war. :rolleyes:

Interessant finde ich auch noch das wenn ich mit meiner Canon 50fps Filme und mir am PC angucke, fällt mir bewusst kaum ein unterschied zu normaler 25fps Footage auf. Im Kino jetzt hingegen hatte es allerdings einen so starken Einfluss, das der Unterschied sofort ins Auge stach.

Ich denke auch das es sich durchsetzen wird. Allerdings wird es Zeit brauchen. Ich habe mich im Netz auch mal bisle durch Kritiken gelesen, und viele viele Kommentare gelesen in denen sich aufgeregt wurde das diese hohe Framerate den ganzen Cinematographischen Flare zerstören würde. Allerdings finde ich das törricht. Dann dürfte sich das Kino ja gar nicht mehr weiter entwickeln und wir sollten zurück zu Schwarz-Weiß Filmen.

Ich möchte eigentlich noch den kleinen Hobbit ohne 3D und mit 24 fps im Kino gucken um einen konkreten vergleich ziehen zu können. Allerdings war es solch ein tolles Erlebniss für mich, dass ich kaum wiederstehen kann und mir ihn lieber nochmal in HFR angucke :D

Schattenlord

unregistriert

3

Dienstag, 18. Dezember 2012, 18:09

Ich kopier mal meine Meinung von Facebook:

Die 48fps sind wirklich...sehr gewöhnungsbedürftig. Grade in der ersten Hälfte hats mich öfters mal raus gerissen und ich hab ne ganze Weile gebraucht um in den Film rein zu kommen. Aber wenn man sich dran gewöhnt hat, will mans auch nicht mehr missen: Es kam den grandiosen Landschaftsaufnahmen und vor allem den Kämpfen richtig zu Gute!! Aber auch sonst konnte HFR auf ganzer Linie bei mir punkten: Lange Dialogsequenzen wirkten jetzt, als würde man direkt vor den Leuten stehen während sie sprechen. Eine sehr spannende Sache! Grade für 3D auch super: Es wirkt einfach besser. Also da gebe ich auch in Zukunft Filmen eine Chance. :) Einziger Minuspunkt: An manchen Stellen hätte ich mir doch schon mal gern ein bisschen Bewegungsunschärfe gewünscht. Die ganze Zeit glasklares Bild muss auch nicht sein. Aber ich glaub, das wird sich in zukünftigen Filmen relativieren.
In sofern bin ich äußerst positiv überrascht und auch eingestellt für die Zukunft. :)

Schattenlord

HornkleeTV

Hell van Sing

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4

Dienstag, 18. Dezember 2012, 18:57

Ich persönlich störe mich an 48p nun wirklich gar nicht und sehe, ausser dass die Bilder wirklich klarer und weniger verschwommen bei Bewegungen sind, was aber auch nur minimal auffällt.
Ich denke es wird mehr in die Technik hineininterpretiert als wirklich da ist, wenn es keiner gewusst hätte wäre es sicher auch keinem aufgefallen, zumindest in einem 2D Film, bei 3D kann ich mir wirklich schon vorstellen dass man Unterschiede sieht.

Ich persönlich denke wirklich dass das alles überbewertet wird - Ich filme mit 50p, und sehe (ausser der herabgesetzen Auflösung von 1080 auf 720) bei dem fertig geschnittenen Clips mit "nur" 30 FPS keinen wirklichen Unterschied zu dem, was passiert, wenn ich mit 50FPS exportieren würde.

Fazit: Mir ist zu viel Placebo im Thema.
"Zeit ist Geld." - "Warum bin ich dann immer pleite?"
Quelle: Lyrialia (Werk: Er, Ich und das Irgendwann)

5

Montag, 24. Dezember 2012, 16:09

Mein Auge scheint zu sehr an 25P bzw. 24P im Kino gewöhnt zu sein.
Meine Meinung zur 48P Technik ist ähnlich zu der 3D Technik im Kino – mit Vorsicht zu geniessen.
Ich habe mich im Hobbit vor allem an Szenen gestört wo Kamerabewegungen (Schwenke, Fahrten) vorkamen und gleichzeitig sich Personen durch das Bild bewegten. Auf mich wirken die Bewegungen sehr unnatürlich.
Auch Elemente, die offensichtlich in der Post entstanden sind, wie Feuer (Nachtlichter) sehen durch HFR für mich noch irrealer aus. Genau wie die Schlittenfahrt durch den Wald. Die Technik verzeiht keine Fehler, was z.B. die animierte Bewegungen angeht; sie wirken viel zu rund und perfekt. Das Leben ist aber nicht perfekt und es ruckelt immer irgendwo.
Ich nahm an, dass das True Motion aus der TV Welt nur schlecht umgesetzt ist, aber ich habe keinen Unterschied zu der Technik von meinem Philips TV bemerkt.
An manchen Stellen hat mich das 48P nicht gestört. Die Frage ist, ob es an diesen Stellen auch nötig ist.
Die Blickführung ist bei mir schon leicht durch das 3D gestört 48P verschlimmert das ganze noch. Ich habe dafür aber leider auch noch keine Lösung.


Ich werde mir den Film noch einpaar Mal anschauen und die verschiedenen Techniken (2D 24P/3D 24P/3D 48P) vergleichen.
Schön wäre mal Hobit in 2D 48P; gibt es aber glaube ich nicht, oder?

Mein bisheriges Fazit: Sehr sehr vorsichtig einsetzen. Ich würde die Technik nie auf einen ganzen Film anwenden. Shuttering ist möglicher Weise Gewohnheit, jedoch für mich ein Stilmittel, das ich nicht missen werde. Genau wie 3D sollte man genau wissen wo man es einsetzt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »iSven« (27. Dezember 2012, 14:08)


raoulmike

unregistriert

6

Montag, 31. Dezember 2012, 22:59

Also ich war jetzt das zweite mal im Hobbit mit 3D und HFR. Diesmal war mein Auge fast sofort an die 48fps gewöhnt und ich habe den Film gar nicht mehr schneller empfunden. Für mich persönlich ist jedes *misstrauen* jetzt weg und ich hab kaum bock den jetzt nochmal ohne HFR und 3D zu gucken, aber da ich es einer Freundin versprochen habe und im Dienste der wissenschaft :D werde ich es tun und dann nochmal schreiben.

Interessant fande ich das mein Vater sowie meine Stiefmum und Schwester den Unterschied gar nicht wahrgenommen haben, wieso auch immer.. Wenigstens meiner Schwester hätte ich es zugetraut das sie den Unterschied sieht.

Wie dem auch sei.. das letzte mal ist mir aufgefallen das wenn ich von der Leinwand weg gucke und dann wieder auf den Bildschirm musste brauchte mein Auge wieder einen Moment um sich um zu gewöhnen, das hatte ich jetzt gar nicht mehr. Nichtmal als (wieso auch immer) 15 minuten VOR Ende des Filmes im ganzen Saal die Lichter angingen. (wirklich eine frechheit am rande bemerkt.)

Allerdings muss ich isven recht geben das bei manchen Szenen mit schnellen Bewegungen und Schwenks gleichzeitig es einem noch irgendwie einen kleinen ticken zu schnell vor kommt. Aber das empfinden hatte ich jetzt nur noch bei sehr wenigen Stellen und nur sehr kurz.
Und unterm Strich entschädigt jede unglaublich ästhetische Panorama Aufnahme für diese minimalen ungereimtheiten in der Wahrnehmung.

Unterm Strich kann ich dem ganzen immer noch nichts wirklich schlechtes abgewöhnen. Im Gegenteil. Ich finde es wirklich ein wahnsinnig tolles Kino Erlebnis :)

Bis zum nächsten Kinobesuch ;) :D

Mac Mave

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7

Dienstag, 1. Januar 2013, 10:55

Da ich mit meinem Camcorder eigentlich immer (automatisch) mit 50p aufnehme, kenn ich natürlich die "komischen" Bewegungen die so gar nicht kinolike rüberkommen. Und ich kann mich auch null damit anfreunden - genutzt wird diese Funktion von mir eigentlich nur für SlowMo. Alles sonstige wird als 25p Material behandelt.

Inekai

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8

Dienstag, 1. Januar 2013, 12:01

Also ich habe mir jetzt den Hobbit in allen drei Varianten angesehen, zuerst in 2D, dann in 3D und zuletzt in 3D HFR. Hier mal meine Rangliste:

1. Platz: 3D 24p - Für mich noch das beste Kinoerlebnis. Hier hatte ich noch das Kinofeeling.
2. Platz: 3D HFR 48p - Ist noch nicht so meine Welt. Da muss wohl erst noch ein persönlicher Umerziehungsprozess stattfinden.
3. Platz: 2D 24p - Ich finde, das geht gar nicht mehr, zumindest im Kino.

Ich denke, es kommt wohl immer auf den Film an. Beim Hobbit mit all seinem Ambiente wirkt HFR aufgesetzt. Bei einem HI-TECH-Thriller oder SIFI kann ich mir die Technik eher als Bereicherung vorstellen.