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Halbarad

unregistriert

1

Samstag, 14. Juli 2012, 18:00

Grundsätzliche Fragen

Guten Abend Amateurfilmer,

nun habe ich mich extra hier angemeldet, um euch einige grundsätzliche Fragen zu stellen.
Tja, wo fange ich an?
Naja, sagen wirs so:
Ich war schon immer begeisterter Amateurschriftsteller. Ich habe zahllose Kurzgeschichten und Essays verfasst, immer wieder auch an einem großen Werk geschrieben, einem Fantasyroman, der allerdings aktuell auf Eis liegt. Und vor einiger Zeit - ich schaue leidenschaftlich gern Filme und entwickle dabei immer wieder eigene, neue Geschichten oder Uminterpretationen des verwendeten Stoffes - kam mir die Idee zu einer No-Budget-Produktion im Bereich Drama, der Erzählung einer Familientragödie. Und in diesem Moment begannen meine Probleme:

Erstes Problem: Ich habe vielleicht die Idee und die Erfahrung um ein Drehbuch zu schreiben, aber leider keinerlei Ahnung vom Filmemachen an sich, keine Ahnung von der Technik...ist es überhaupt sinnvoll, ein Drehbuch (oder einen Script) zu Papier zu bringen, wenn ich selbst nicht die geringste Ahnung habe, wie ich diesen umsetzen sollte?

Zweites Problem: Falls ihr auf Frage eins mit ja geantwortet habt...naja, ich lebe nicht gerade in einer Metropole. Wie um alles in der Welt sollte ich hier einen Hobbyfilmer finden?

Drittes Problem: Naja, ich bin recht ehrgeizig. Daher stehen Teile des Scripts bereits. Die ersten zweienhalb Akte, um genau zu sein. Und wie - würde ich behaupten wollen - viele Andere auch zweifle ich an dessen Qualität. Ich zweifle daran, dass jemand, der einen Film, der auf diesem Script basiert, weiterschauen würde - ohne dass ich ihn irgendjemandem außer mir gezeigt hätte. Naja, ich dachte mir...vielleicht findet sich ja hier jemand, der eventuell mal einen Blick darauf werfen würde? :) :?:

Sollte ich mich an irgendeiner Stelle unklar ausgedrückt haben oder sollten weitere Fragen aufkommen - bitte, fragt!

In gespannter Erwartung eurer Antworten
Halbarad

7River

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2

Samstag, 14. Juli 2012, 18:13

Hallo, erst mal,

wenn Du viele Ideen hast und sie in
Drehbücher/Kurzfilmdrehbücher „umwandelst“, kannst Du sie jemanden auch
zeigen/anbieten usw. Sicher macht es Sinn, Ideen aufzuschreiben (als
Drehbücher). Und definitiv sind Ideen/Geschichten gut, die sich leicht umsetzen
lassen.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“

Halbarad

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3

Samstag, 14. Juli 2012, 18:20

Hi,

danke erstmal für die schnelle Antwort.
Hm, allerdings sollte ich vielleicht noch anmerken, dass die Komplexität der von mir entwickelten Geschichten durch meine Erwartungen an mich selbst recht hoch ist.

Hm, sicher, ich kann mich umhören, die Schwierigkeit ist nur, jemanden zu finden, dessen Konzept mit meinen Vorstellungen von einer Umsetzung in etwa übereinstimmen. Wobei die Gegend (Nähe zu Karlsruhe und Stuttgart) sicher nicht die schlechteste ist. Die Stadt an sich hingegen schon. Hast du dazu vielleicht noch irgendwelche Ideen?

pikk

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4

Samstag, 14. Juli 2012, 18:20

Hallihallo,



Zitat

Ich habe vielleicht die Idee und die Erfahrung um ein Drehbuch zu schreiben, aber leider keinerlei Ahnung vom Filmemachen an sich




Ich will absolut nicht deine Fähigkeiten als Autor in Zweifel ziehen, aber ein wesentlicher Unterschied zwischen Drehbüchern und Romanen ist der, dass du bei Romanen nur vom Wort lebst (daher so viele wie möglich verwenden musst) und das beim Drehbuch genau umgekehrt ist. Hier kommt es viel mehr darauf an, auf präzise Art dem Leser bzw. Regisseur zu vermitteln, was in sich ereignen soll, damit er sich wiederum seine eigegen Gedanken macht, wie das in Bildern aussehen soll.



Mag gut sein, dass du das bereits sehr gut machst, aber ohne Leseproben lässt sich da halt nur ein allgemeiner Hinweis geben.



Ich (und bestimmt auch andere User hier) würde mir dein Script gerne mal ansehen und dir dann konkret etwas dazu sagen.

Halbarad

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5

Samstag, 14. Juli 2012, 18:28

Klar, kein Ding, war ja ein sinnvoller Hinweis.

Dazu muss ich allerdings anmerken, dass ich ja - wie bereits erwähnt - auch Kurzgeschichten geschrieben habe - und in diesen eben jene knappen Beschreibungen zu verwenden gezwungen war.
Mir ist klar, was du meinst, aber da ich es ohnehin eher schätze, wenn dem Regisseur ein gewisser Freiraum in Absprache mit dem Drehbuchautor gelassen wird - schließlich handelt es sich nicht um die filmische Adaption einer literarischen Vorlage - hoffe ich, dieser Falle entgehen zu können.

Aber wenn du daran interessiert bist, mal einen Blick darauf zu werfen - gern.

pikk

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6

Samstag, 14. Juli 2012, 18:33

Abgesehen von der Art der Beschreibungen, gibt es beim Drehbuch auch eine spezielle Form, die zwar nicht "gesetzlich" verordnet, aber dennoch etabliert ist. Dazu gibt es meiner Meinung nach hier eine sehr schöne Erklärung. Wenn du dein Script (oder Teile davon) hier postest oder als Datei anhängst, wirst du sicher einige Meinungen dazu bekommen.

Halbarad

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7

Samstag, 14. Juli 2012, 18:46

Der Link ist wirklich schön übersichtlich, habe die Unterpunkte überflogen. Dabei habe ich festgestellt, dass hauptsächlich Layout und einige wichtige Anmerkungen fehlen, was aber (Stand jetzt) nicht weiter schlimm ist. Es handelt sich nur um einen Erstentwurf noch ohne jeglichen Feinschliff. Des Weiteren habe ich mehr Freiraum gelassen, als nötig gewesen wäre. Was aber wiederum durchaus bewusst war, da ich einige Stellen im Rahmen einer Adaption ohnehin lieber mit dem Regisseur absprechen möchte. Was du mir aber deutlich gemacht hast, ist, dass das, was ich bisher habe...noch nicht ausreicht. Nicht aufgrund des Links, sondern schlicht und ergreifend aufgrund dessen, dass meine Zweifel mich mitten in der dritten Szene des dritten Aktes ergriffen haben. Dementsprechend werde ich vermutlich weiterschreiben müssen, bevor ich etwas vorlegen kann. Naja, gut, wenn jemand jetzt drüberschauen will, kann er mir eine PN schreiben, aber kritikreif (für die breite Masse) ist das Wenige sicher noch nicht. Aber danke - immerhin weiß ich jetzt, dass ich weiterschreiben muss und soll. Und sei es nur, um mich einer Kritik stellen zu können.

maximus63

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8

Sonntag, 15. Juli 2012, 17:07

Hallo Halbarad,

wenn du ein Drehbuch schreiben willst, musst du wissen, wie deine Geschichte ausgeht. Soll das Drehbuch 90 Minuten haben?
Musst du, oder solltest du 90 Seiten schreiben. 1 Minute entspricht etwa einer Seite. Ein Drehbuch beschreibt immer nur, was man sieht und hört. Wenn du meinst, du musst Gedanken sichtbar machen, dann passiert das mit Voice Over.

Halbarad

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9

Sonntag, 15. Juli 2012, 17:43

Hi,

ja, das ist klar. Das Ende stand übrigens witzigerweise schon vor dem Anfang fest, über den ich lange nachgedacht habe und der etwas experimentell ausgefallen ist, wenn ich Meinungen Anderer Glauben schenken darf.

Die Faustregel ist sehr gut, die werde ich mir merken, danke. Müsste ich schätzen, würde ich eine Filmdauer von circa 45-50 Minuten planen.
Der letzte Punkt war mir klar, trotzdem danke für den Hinweis.

maximus63

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10

Sonntag, 15. Juli 2012, 18:21

Wenn du viele Nachtszenen hast, überlege dir, ob die wirklich nötig sind. Nachtdrehs sind teuer. Innenszenen kann man auch mit der abgehängten Nacht drehen. Künstliche Nacht. Fliegen Häuser in die Luft? Teuer! Verfolgung in der Innenstadt? Teuer.
Szenen mit vielen Statisten? Teuer! Also, schreib los, aber denk dran : Ein Produzent hat immer Euro Zeichen in den Augen, sofern er das Drehbuch ließt. Kamerafahrten von oben nach unten? Teuer! Zumal du eh keine Kameraanweisungen ins Drehbuch schreiben solltest. Auch keine Regieanweisungen. Höchsten unter den Sprechenden seine Emotionale Verfassung.
( Wütend, Aggressiv, Traurig, Lustvoll, Süfisant, Geheimnisvoll, Beherrschend, Schrof, Forsch ) Und laß dein Buch auf Korrektur lesen. nichts ist unprofessioneller, als 1000 Fehler im Script. Mach ein Deckblatt für dein Drehbuch. Da steht drauf, was für ein Genre, wie Lange, Gewaltfrei, Jugendfrei. Und Charakterisiere deine Hauptfiguren deutlich und einprägsam. Die ersten Seiten müssen den Leser umhauen! Dialoge vermitteln entweder etwas über die Figur, die Story oder Infos für den Leser. Keine Leerlauf gequatsche.

Halbarad

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11

Sonntag, 15. Juli 2012, 18:31

Holla, jetzt wirds aber komplex. Vieles von dem, was du gerade geschrieben hast, war mir ohnehin klar. No-Budget hat keine Jacksonschen Milliarden.

No-Budget hat keine 200 hochprofessionellen Kameras. Klar.
Ich habe, darf ich Meinungen anderer User Glauben schenken, ohnehin bereits zu viel Freiraum gelassen. Aber das wird sich mit der fälligen Überarbeitung ändern.

Na, Korrektur lesen dürfte nicht unbedingt notwendig sein. Ein anderes Korrektur lesen hingegen schon. Auf Inhalt, Dialoge und Inhalt nämlich - da findet man die eigenen "Fehler" nie.

Leerlauf? Gibts was Schlimmeres? NIEMALS. Abgesehen davon, dass ich ein Freund intensiver Dialoge und exzessiven Schweigens bin. ;)

maximus63

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12

Sonntag, 15. Juli 2012, 18:43

Schweigen ist gut. In Bildern erzählen, in Bildern. Viel Erfolg, Halbarad.

Halbarad

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13

Sonntag, 15. Juli 2012, 21:28

Danke. Vielleicht findet sich ja sogar ein Regisseur, mal sehen. Erstmal weitertexten. Aber ich hoffe sehr auf eine tatsächliche Verfilmung, ich investiere gerade sehr viel Zeit und viele Ideen in dieses Drehbuch. Naja, mal sehen.

Halbarad

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14

Montag, 16. Juli 2012, 15:13

Sorry für den Doppelpost, eines möchte ich aber noch anmerken: Nach wie vor steht das Angebot: PN an mich und ich verschicke jederzeit gerne den bisherigen Stand des Drehbuches an Interessenten. Das kann jeder sein: Vom einfachen Interessierten bis zum Hobbyregisseur auf der Suche nach einem neuen Projekt. Mich freut jede konstruktive Kritik und je mehr Feedback ich bekomme, desto besser. Allen verspreche ich ein paar frische Ideen und eine interessante Storyline - meiner persönlichen Meinung nach. Allerdings bevorzuge ich den persönlichen Weg, so kann man sich einfach besser austauschen.

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