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Knippi63

unregistriert

1

Mittwoch, 4. Juli 2012, 08:22

Wie gehe ich professionell damit um.....

Hallo Leute,
ich bräüchte damal ein rat.Ich plane seid Monaten ein Horrormusikvideo der in 2 teilen aufgeteilt wurde der 1.teil ist erledigt und abgedreht und der rohschnitt ist auch fertig.Der 2 teil (tanz und Musik) soll in 14 Tagen gedreht werden jetzt machen die tänzerin theater meinen die vorgeschichte würde nicht so ganz paßen ob wohl das in ein 2 maligen gesprech meine vorstellung zu der story dagestellt worden ist bin ich eigendlich verpflichtet mal professionell gesehen die tänzerinnen über jede einstellung bez.szenen die dazu kommen zu informieren? wie würdet ihr da jetzt reagieren,würdet ihr 2 clips drauß machen um das vorfinazierte nicht zu verschenken oder würdet ihr eure idee doch umsetzten und euch neue darsteller suchen?
Hier mal ein kurzer einblick in worten zur Story
Frau schläft und träumt (klärt sich aber erst im schlußbild auf)
Paar verabschiedet sich von freunden-geht durch ein friedhof und dunklen wald nachhause-mann hat telefon bei freunde vergessen-rennt zurück frau soll am ort bleiben und kurz warten-viel zeit vergeht frau sucht ein telefon-kommt an ein beleuchtetes haus mitten im wald vorbei-frau geht rein und muß fürchterliche dinge mit ansehen-wird gefangen genommen-kann fliehen-sucht nach hilfe-kommt an einer industrie halle vorbei doch dort lauern vapire-wird infiziert-danach beginnt der tanz-schlußszene frau erwacht aus traum geht ins bad und sieht am hals die bisse(schlußszene)
was meint ihr paßt die story zusammen???

Knieriem

unregistriert

2

Mittwoch, 4. Juli 2012, 10:17

meine bescheidene Meinung ist jene, dass du dich nicht fragen solltest, wie du mit so etwas professionell umgehst, sondern den Tänzern mal verklickerst, was Professionalität ist.

im Prinzip ist das so (und das sage ich als professioneller Schauspieler, der selbst schon in werken von filmstudenten mitgewirkt hat), dass der film grundsätzlich dem Regisseur gehört.

klar, dass man als Darsteller oder sonstiger mitwirkender seine 2 Cents mal beisteuern darf, aber das Schlusswort hat immer der Regisseur. sich quer zu legen und meinen, das Projekt boykottieren zu müssen, nur weils nicht der eigenen Vorstellung entspricht ist nicht nur in allerhöchstem maße unprofessionell, es ist auch eine unendliche persönliche Schande.

wer eine derartige divenartige Verhaltensweise an den tag legt, hat es nicht verdient, in irgendeiner form künstlerisch in der Öffentlichkeit zu wirken. das kannst du deinen "Tänzern" mit herzlichen grüssen von mir mal bestellen.

meine Meinung: greif hart durch und zeig diesen stümpern mal, wer auf einem filmset das sagen hat. das ist nämlich IMMER der Regisseur und nicht der Mob. und das sage ich als einer, der bisher stets zum Mob gehört hat.

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L Lawliet

joey23

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3

Mittwoch, 4. Juli 2012, 10:54

Ich bin ja prinzipiell am Set auch Freund einer harten Rollenverteilung. In dem von Knieriem geforderten Maße da den Herrmann zu machen halte ich aber für falsch und entspricht zumindest nicht meiner Art mit Menschen umzugehen, die sich kostenlos an einem Projekt beteiligen, Arbeit und Zeit und letztlich Geld investieren um das Projekt zu wuppen.

"Nicht verdient, in irgendeiner Form künstlerisch in der Öffentlichkeit zu wirken" - das sind harte Worte! Wer bist du, dass es dir zusteht, soetwas entscheiden zu dürfen?! Das ist ein herber Schlag unter die Gürtellinie. Wer so mit seinen Kollegen und Mitstreitern umgeht ist von "professionell" weit entfernt, du selbst nennst es "divenhaft".

Ein freundliches Gespräch einberufen. Du wirst dir dabei ja schon etwas gedacht haben. Erkläre es ihnen. Suche den Dialog. Suche den gleichberechtigten Dialog. Mach deinen Standpunkt höflich deutlich. Erkläre, wie das Projekt gedacht ist, warum es so gedacht ist, und sieh zu, dass sie die Gründe verstehen, warum du es gerade SO machen willst, wie du meinst. Und wenn ihr dann nicht auf einen grünen Zweig kommt, schaust du dich nach neuen Darstellern um. Letztlich bist du natürlich der Cheff (so das ganze keine Produktion FÜR die Tänzer ist?) und entscheidest was gemacht wird. Da aber den großen Künstler raushängen zu lassen ist sicherlich der falsche Weg.

LG. Joey

Zur Story: Ist mir ein bisschen viel hin und her.

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7River

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4

Mittwoch, 4. Juli 2012, 11:43

Ein Paar geht spät abends über einen Friedhof… Also
die typische „Alles-nur-geträumt- Story“? Hört sich doch ganz nett an,
zugegeben. :) Du musst Deine Story gut verpacken und verkaufen. Ich würde mich
auch mit den „Tänzerinnen“ mal in Ruhe an einen Tisch setzen, und mit ihnen
sachlich über Dein Musikvideo reden, und wie Du Dir das so vorstellst. Und
denen auf freundliche Art und Weise klar machen, dass ihre Einwände nett
gemeint sind, aber nicht Deinen Vorstellungen entsprechen würden. Jetzt
irgendwie „mit dem Hammer auf den Tisch zu hauen“, und womöglich ausfallend
werden, das halte ich für einen falschen Weg.

Nachtrag: Natürlich muss die kleine Story einigermaßen
plausibel sein. Warum geht die Frau weiter und läuft ihrem Mann nicht nach? Vielleicht deutet der
Mann an, dass sie nicht warten bräuchte und sie eventuell weiter gehen könnte,
falls es länger dauern sollte usw.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“

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maximus63

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Mittwoch, 4. Juli 2012, 12:34

Knieriem, du bezeichnest Darsteller als Stümper und Mob? Wer bist du?

6

Mittwoch, 4. Juli 2012, 13:36

Knieriem hat im Prinzip recht! Ich glaube nicht, dass er das als Abwertung, sondern eher als krasse Verdeutlichung gemeint hat.)
Nur darf man es so nicht rüberbringen. Jeder darf seine Vorschläge machen, aber der Regisseur sollte die Bedenken anderer ausräumen können.
Entweder schlucken sie´s oder nicht. Was denen dabei klar werden muss: Tänzerinnen sind austauschbar.
Das kann man auch ohne den Larry zu machen rüberbringen.
Ich würde denen sagen, dass Du auch noch Ersatz in der Hinterhand hast (jetzt schon neue Anzeige schalten, die Betreffenden lesen das auch.. ;) )
Wenn sie nicht wollen, lass sie, keiner muss... dann lass den Film zur Not auch ohne.
Ich interpretiere in "das Vorfinanzierte" rein, dass da schon Geld fliesst...
Wer bezahlt schafft auch an, was gemacht wird - Ende der Diskussion!

joey23

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7

Mittwoch, 4. Juli 2012, 13:38

Es gibt aber einen großen Unterschied zwischen "Ich bezahle, also lege ich fest was gemacht wird" und "ich beschimpfe meine Darsteller".

L Lawliet

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8

Mittwoch, 4. Juli 2012, 14:00

Es gibt aber einen großen Unterschied zwischen "Ich bezahle, also lege ich fest was gemacht wird" und "ich beschimpfe meine Darsteller".

Es gibt auch einen großen Unterschied zwischen "Ich bringe als Darsteller meine Meinung ein" und "Ich habe in zwei Gesprächen die Idee vorgestellt bekommen, sage aber erst jetzt, dass ich damit nicht einverstanden bin und verlange dass es so gemacht wird wie ich das will".
Gebt mir bitte in folgendem Thread Bescheid, wenn ihr eine wie dort beschriebene Kritik von mir zu eurem Film haben wollt:
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9

Mittwoch, 4. Juli 2012, 14:46

Sicher, den gibt es. Ein Grund zum ausfallend und beleidigend werden ist das aber meiner Meinung nach trotzdem nicht.

L Lawliet

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10

Mittwoch, 4. Juli 2012, 15:08

Sicher, den gibt es. Ein Grund zum ausfallend und beleidigend werden ist das aber meiner Meinung nach trotzdem nicht.

Wo genau wird eigentlich dazu aufgefordert, ausfallend und beleidigend den Leuten gegenüber zu werden?
Gebt mir bitte in folgendem Thread Bescheid, wenn ihr eine wie dort beschriebene Kritik von mir zu eurem Film haben wollt:
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11

Mittwoch, 4. Juli 2012, 15:28

Zitat

wer eine derartige divenartige Verhaltensweise an den tag legt, hat es nicht verdient, in irgendeiner form künstlerisch in der Öffentlichkeit zu wirken. das kannst du deinen "Tänzern" mit herzlichen grüssen von mir mal bestellen.

meine Meinung: greif hart durch und zeig diesen stümpern mal, wer auf einem filmset das sagen hat. das ist nämlich IMMER der Regisseur und nicht der Mob. und das sage ich als einer, der bisher stets zum Mob gehört hat.


Eine Aufforderung ist das zwar nicht explizit, aber die Formulierung finde ich schon ziemlich eindeutig. Zumindest nach meinem Empfinden ist das alles andere als höflich, und einem gemeinsamen Projekt alles andere als förderlich. Wer mich als Schauspieler als Mob, Stümper oder Diva bezeichnet ist mich definitiv los. Würdest du dir das gefallen lassen?

L Lawliet

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12

Mittwoch, 4. Juli 2012, 16:08

Wer mich als Schauspieler als Mob, Stümper oder Diva bezeichnet ist mich definitiv los. Würdest du dir das gefallen lassen?

So aus dem Kontext gerissen kann man das natürlich leicht fragen.

Wenn ich nach ZWEI Gesprächen eindeutig weiß, was geplant ist und zustimme, und dann plötzlich sage "Nein, jetzt machen wir es aber wie ich will", dann habe ich es mir auch gefallen zu lassen, dass ich als Diva etc. bezeichnet werde.
Den Mob legst du mMn einfach nur negativ aus, sein Nachsatz, dass er selbst dazu gehört, relativiert das doch. Es geht ja nur um die Gegenüberstellung Regisseur<-->Masse.

EDIT:
Um lösungsorientierter zu sein: Ich würde es akzeptieren, dass das Diven/whatever sind und mich nach anderen umsehen. Man muss ihnen natürlich nicht sagen, was man davon hält, eine Absage reicht.
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rick

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13

Donnerstag, 5. Juli 2012, 08:50

@Knippi63

Ich hab nicht so ganz verstanden in welche Richtung bereits Geld geflossen ist.

Wurdest Du engagiert, dann ist der Geldgeber Dein Produzent. Professionell wäre dann auf Deine Bedenken bezüglich eines geänderten Storytellings hinzuweisen und wenn das ignoriert wird, drehst Du nach den Wünschen des Auftraggebers.

Hast Du die Tänzerinnen engagiert, dann wäre es professionell sich ihre Idee anzuhören, sie auf Tauglichkeit zu prüfen und bei negativer Prüfung mit Nachdruck zu erklären, daß du der Profi in Sachen verfilmen/storytelling bist und nicht die Tanztruppe. Du trägst die Verantwortung für den Erfolg des Videos, Dein Name als Regisseur steht im Vor-/Abspann.

Ich bin ein großer Freund von einvernehmlichen Einigungen, aber nicht um jeden Preis und schon gar nicht auf Kosten der Endqualität. Das mußt Du den Damen klar machen und möglichst alle Änderungen vorher vermitteln. Wenn es kurzfristige Änderungen gibt, dann sollten sie nur noch auf grund technischer Gegebenheiten durchgeführt werden, alles andere würde bedeuten, daß Du Dir mit Deinem Drehbuch doch nicht so sicher bist.

Verdeutliche ihnen, daß Du ihnen tänzerische auch keine Verbesserungsvorschläge (wir reden jetzt nicht von Choreographie sonder den Basics) unterbreitest, da sie in diesem Bereich die Profis sind. Dadurch erkennst Du ihren Status an und ihnen fällt es vielleicht leichter sich auf Deine Story einzulassen, wenn sie davon überzeugt sind, daß jeder in seinem Department ein Profi ist und weiß was er tut.

Abschließend stell Dir die Frage wie gut ist die Tanztruppe bzw. wie schon erwähnt, wie gut ersetzbar ist der Verein.

Knieriem

unregistriert

14

Donnerstag, 5. Juli 2012, 12:15

ich arbeite als professioneller Schauspieler an kleinen und grossen Theaterhäusern und in independent-filmen. und auch wenn ihr es nicht wahrhaben wollt: das Brot dort ist sehr hart!

niemand würde dort auf die Idee kommen, sich gegen den Regisseur quer zu legen. wieso? ganz einfach, weils nur zwei alternativen gibt. entweder man frisst oder man stirbt. entweder man fügt sich den Vorstellungen des Regisseurs oder man - wenn man mit dessen Arbeit nicht zufrieden ist - ist raus. und das nicht immer freiwillig und in frieden.

auch, wenn es einige hier nicht wahrhaben wollen, aber das ist echter professioneller Umgang mit schauspielern. ich kann das behaupten, weil das mein täglich Brot ist. hier im forum wird ja andernorts auch immer darauf geschaut, dass man an allen ecken und enden möglichst professionell ist.
ob es sich nun um tonabnahme um hunderte von euro handelt oder um Beleuchtungskörper von mindestens 500,- bis 1000,- euro, weils darunter "unprofessionell" wirkt - überall eifert man den grossen des Kinos nach.

nur in Sachen Schauspiel und Umgang mit den schauspielern macht man es falsch. ich weiss schon, dass es sich um ein Amateurfilm-forum handelt und dass der Stab in den allermeisten fällen kein geld für seine Arbeit erhält.

aber das ändert die Sachlage nicht. fast immer fliesst trotzdem eine nicht unbeträchtliche summe geld auch in ein Amateurfilm-projekt; das natürlich verpufft, wenn sich die Schauspieler plötzlich ausklinken. das kann es einfach nicht sein. wo sich überdies gerade laienschauspieler in hobbyfilmen auch gerne als professionell vermarkten und sich einen Namen machen wollen.

aber zur Professionalität zählt nun auch einmal die Unterordnung. ich sag ja nicht, dass man als Schauspieler nicht auch gerne mal mit dem Chef diskutieren und seine Meinung vorbringen kann. Aber letztendlich passiert IMMER das, was der Regisseur will. wer das nicht akzeptieren kann, hat weder vor der Kamera, noch auf einer Bühne, noch sonst öffentlich irgendwas zu suchen und ist und bleibt ein Stümper.

ich kann euch auch genau sagen, wie lange sich ein junger Schauspieler im professionellen Bereich hält, der meint, sich über die Befugnisse seines Regisseurs hinwegsetzen zu können: er erlebt nicht mal die premiere seines ersten Stückes. das ist nicht meine Meinung, das ist die harte Realität.

ich habe auch niemals davon gesprochen, seine Schauspieler zu beschimpfen. das sind Worte, die mir eurerseits in den Mund gelegt wurden. ich habe davon gesprochen, führungsstärke zu beweisen. ein Regisseur ist nicht nur für die kreative und organisatorische Ausführung seines Werkes verantwortlich, sondern er muss seinen Stab auch führen können. er muss ihn motivieren, ihn inspirieren - aber er muss ihn auch gegebenenfalls zurechtweisen und tadeln können. das macht ihn zu einem guten Regisseur; und nicht allein die Fähigkeit, Ideen gut in Bilder umsetzen zu können.

wie gesagt, ich vertrete hier nicht allein meine Meinung. ich spreche aus Erfahrung. und ich habe schon alle arten von Regisseuren erlebt: den sanften, dem nichts gelingt. den gütigen, der seine Schauspieler mit Sanftmut, aber Bestimmung führt. den Kumpel. den Vater, der alles für seine Kinder tut, aber dabei sehr autoritär ist. den Gott, der seine Meinung durchpeitscht, egal wie gut oder schlecht sie ist.

ich habe auch schon seitens Kollegen von Regisseuren gehört (und Gott sei dank noch nicht selbst erlebt), die ihre Schauspieler physisch misshandeln und terrorisieren, um zum gewünschten erfolg zu gelangen.

insgesamt möchte ich noch konstatieren, dass mein erster Beitrag vielerseits falsch verstanden worden ist. ich habe nicht dazu aufgefordert, seine Mitarbeiter zu beschimpfen, zu demütigen oder zu übervorteilen. ich wollte nur dem threadersteller (dessen aussage zufolge ja auch geld im spiel ist) in Erinnerung rufen, dass ER der boss ist und nicht seine Tänzer. und ja, ich halte deren verhalten immer noch für höchst unprofessionell, verachtungswürdig und stümperhaft. was aber nicht gleichbedeutend damit ist, ihnen das unverblümt an den kopf zu werfen. denn auch Strategie und Diplomatie sind Attribute, die einen guten Regisseur auszeichnen.

dennoch würde ich als Regisseur - gleich ob Amateur oder Profi - eher ein Projekt in den sand setzen, als mit Kollegen arbeiten zu müssen, die meinen, meine eigene Arbeit ständig korrigieren und abfälschen zu müssen.

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L Lawliet

Fischfilet

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Donnerstag, 5. Juli 2012, 12:45

@Knieriem

1.Stümper und Diva sind meiner Meinung nach schon Beleidigungen und wurden dir sicher nicht in den Mund gelegt. Kann sein das du das nciht als Beleidigung empfindest, aber man möchte sich nur mal vorstellen, dass eine der Tänzerinnen durch Zufall deinen Beitrag liest. Die wird sich sicher nicht grade geschmeichelt fühlen.

2.Hast du eine komische Art die Dinge zu sehen. Mag ja sein, dass das Geschäft knallhart ist etc etc, aber muss deswegen gleich jeder handeln wie ein Saulus? Wir sind doch alles vernünftige Menschen, die normal disskutieren und miteinander umgehen müssen.

Das hat auch mit Effektivität der Arbeit zu tun und da spreche ich aus eigener Erfahrung. Ich hatte mal einen völlig unfähigen Chef, der cholerisch und fast diktatorisch über seine Firma "regiert" hat. Das hat schliesslich dazu geführt, dass alle Mitarbeiter hinter seinem Rücken "an ihm vorbei" gearbeitet haben. Schliesslich war nicht die Firma oder das Produkt scheisse, sondern der Obermufti. Jaja, lang ists her.

Was ich eigtl. damit sagen will ist, dass gewisse Führungsansprüche sicher ncih verkehrt sind, aber das es schwachsinn ist so auf Untouchable zu machen. Vllt haben die Tänzerinnen ja bessere Ideen ihre Bewegungen in Szene zu setzen, vllt weiss der Schauspieler ja wie er in welcher Szene vllt noch besser agieren könnte. Schliesslich ist er der Profi in diesem Bereich und nicht der Regisseur.

Jeder der nciht dazu bereit ist in der Gruppe zu disskutieren, sich andere Meinungen anzuhören, eventuelle Vorschläge auch mal anzunehmen, wenn die Mehrheit des kreativen Teams dafür ist etc. etc. ist meiner Meinung nach falsch besetzt.

Ein Regisseur sollte eine kreative Schnittstelle sein und kein Patriach! Ich für meinen Teil, lege Wert auf Austausch und ein freundliches Miteinander und hätte keine Lust mit jemandem zu arbeiten, der solche Ansichten pflegt wie Knieriem.

Mag sein das das Business zurzeit so ist, aber es muss sicher nicht so bleiben.

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Donnerstag, 5. Juli 2012, 13:26

Zitat

aber man möchte sich nur mal vorstellen, dass eine der Tänzerinnen durch Zufall deinen Beitrag liest. Die wird sich sicher nicht grade geschmeichelt fühlen.

Da greift man sich ja echt an den Kopf.
Wenn jemand stümperhaft arbeitet, nennt man ihn Stümper, weil er ein Stümper ist.

Wenn einer jemanden umbringt und dann von jemand anderem in einem Forum Mörder genannt wird, sagst du dann auch "Ey Mann, denk doch mal auch an den, was meinst du wie er sich fühlt wenn er deinen Beitrag liest?"

Zitat

Schliesslich ist er der Profi in diesem Bereich und nicht der Regisseur.

Und jetzt? Am Ende ist es der Film des Regisseurs. Was wird hier für ein Schwachsinn diskutiert, es geht nicht darum, was in einer idealen Welt das Richtige wäre, sondern dass der Regisseur seine Vision durchsetzt. Es ist sein Projekt und danach muss er sich auch der Kritik stellen. Und wenn das, was die Leute vorschlagen zehnmal besser als seine Vision ist, wenn er nicht dahintersteht - Pech für sie.

Zitat

Jeder der nciht dazu bereit ist in der Gruppe zu disskutieren, sich andere Meinungen anzuhören, eventuelle Vorschläge auch mal anzunehmen, wenn die Mehrheit des kreativen Teams dafür ist etc. etc. ist meiner Meinung nach falsch besetzt.

Ich weiß ehrlich nicht, ob ihr einfach dumm seid (oh, Beleidigung Beleidigung!) oder ob ihr absichtlich alles fehlinterpretiert. Es gab ZWEI Gespräche, die WUSSTEN was auf sie zukommt und waren einverstanden. Und JETZT PLÖTZLICH weigern sie sich und wollen es ganz anders haben.

Also ich weiß echt nicht was hier los ist, da wird groß rumgeheult wie gemein das doch alles sei, was Knieriem vorgeschlagen hat, aber ihr setzt es in einen Kontext als hätten die Tänzer da alles absolut richtig gemacht und Knieriem würde aus reiner Boshaftigkeit dazu aufrufen, Darsteller ungerecht zu behandeln.

Ihr könnt euch jetzt natürlich darauf stürzen, dass man einen Schauspieler nicht mit einem Mörder vergleichen soll und dass es ganz arg unverschämt ist, dass ich hier die Worte "Schwachsinn" und "dumm" benutzt habe, und damit könnt ihr wunderbar vom eigentlichen Punkt ablenken. Oder ihr könnt einfach mal über den Inhalt nachdenken.
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17

Donnerstag, 5. Juli 2012, 14:00

wie schon gesagt....komische ansichten hier.

1.
erstmal sind stümper und mörder jawohl 2 paar schuhe!
stümper ist eine blosse behauptung die du erstmal beweisen musst, oder würdest du jemanden mörder nennen, dessen schuld nicht bewiesen wurde? man sehe nur den fall des 17jährigen aus ostfriesland, der via facebook zum lynchmord freigegeben wurde und später doch nicht das kleine mädchen umgebracht hat.

woher willst du wissen wie professionell die tanzgruppe ist und was sie vllt für erfahrungen in anderen projekten haben die sie jetz im nachinein gern noch einbringen würden? klar, vorher war alles abgesprochen, aber es gibt immer gründe (oder auch nciht) irgw vllt doch anders zu machen. wäre in unserer geschichte öfters mal jemand bereit gewesen vom plan
abzurücken, hätte es sicher nicht so viele falsche entscheidungen
gegeben.

man kann nciht von einem amateurfilmprojekt auf die professionalität einer gruppe schliessen! du weisst einfach nicht, was sie bereits geleistet haben und erlaubst dir ein urteil über sie. das ist schlichtweg falsch. vllt haben sie schon 1234 choreographien für lady gaga und co entwickelt und nur weil sie sich bei einem filmprojekt querstellen sind sie gleich stümper und diven? (klingt ein wenig abgedroschen, dient aber nur der verdeutlichung meines beispiels^^)

ich verstehe bei bestem willen nicht, wieso man bei solchen dingen so diktatorisch seien sollte. kreativität ist ein fliessender, wachsender prozess, in den möglichst viele künster/menschen eingebunden sein sollten um ein möglichst großes potential zu entfalten. nicht umsonst sitzen in allen großen kreativagenturen teams die unzählige dinge durchgehen und gegeneinander aufwiegen. wäre es nicht schrecklich wenns da nur einen geben würde der sagt: so machen wir die kampagne und nicht anders?

2.
davon auszugehen das der film dem regisseur gehört finde ich eine bodenlose frechheit! klar trägt er den hauptteil der entscheidungsgewalt und sicher auch die verantwortung, aber irgw ist er doch nur ein, zugegebenermaßen größeres, rädchen im system. der film gehört allen beteiligten, alle werden im abspann genannt und alle sind wichtig für ein gutes gelingen.

oder glaubst du das angela merkel deutschland gehört, nur weil sie ein bisschen mehr zu sagen hat als wir anderen? es wäre schlimm wenn es so wäre und es wäre ncoh schlimmer wenn sie sich so verhalten würde wie eurer Meinung nach "echte" Regisseure und keinen input von anderer stelle zuliesse.

3.
sind wir anderen sicher nicht "dumm". wir haben nur ne andere ansicht auf bestimmte dinge!
gut das du hier nicht der admin bist, sonst könntest du unsere beiträge einfach rausstreichen, es wäre schliesslich "dein" forum und du bist der gottgleiche regisseur der über den dingen steht;-)

immer schön auf dem teppich bleiben!

regie-revoluzionäre Grüße
Robin

L Lawliet

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18

Donnerstag, 5. Juli 2012, 14:07

Zitat

Ihr könnt euch jetzt natürlich darauf stürzen, dass man einen Schauspieler nicht mit einem Mörder vergleichen soll

Zitat

erstmal sind stümper und mörder jawohl 2 paar schuhe!

Nuff said.

Zitat

wäre es nicht schrecklich wenns da nur einen geben würde der sagt: so machen wir die kampagne und nicht anders?

Die Gruppe macht genau das. Wieso kapierst du das nicht?

Meinungen darf natürlich jeder haben, wenn sie allerings begründet sind, sie sie doch etwas fundierter als "is so".

Ich bin draußen, bis es logisch annehmbare Diskussionen gibt.
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19

Donnerstag, 5. Juli 2012, 14:19

Servus

Wie da gleich die Wogen hochgehen, weil der eine hier etwas sagte was bei den anderen partout nicht so ankommen wollte.......Ein klassiker im Forenalltag.... :D
Trotzdem kann man dem Themenersteller kaum eine praktikable Lösung sagen, weil wie ihr ja selbst seht, daß jeder dazu eine andere Meinung hat. Trotzdem sollte er darauf achten, daß er seinen Film fertig kriegt. Nur wie ist halt jetzt die Frage. Letztlich muss er trotz aller guten Tipps hier, entscheiden wie er vor den Tänzern auftritt um doch noch zu einer gütlichen Lösung zu kommen.

Oft hilfts zu dem Problem ein bisschen Abstand zu bekommen und dann fällt die richtige Lösung schon ein.......

Mfg.

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Donnerstag, 5. Juli 2012, 14:21

1.
die gruppe macht eben nicht genau das!
im ersten post steht : " sie meinen die vorgeschichte würde nicht so ganz passen" ... das klingt für mich nicht nach "DAS IS JETZT SO" oder "WIR SIND ÜBERHAUPT NICHT KOMPROMISSBEREIT"
aber wenn du das so interpretieren möchtest, dann bitte....

2.
deinen schlussatz muss ich überlesen haben, ändert aber ncihts an meiner ausführung bezügl. stümper sein / es unterstellt bekommen

3.
von "is so" war doch nie die rede (siehe anfang meines postes), wie fundiert ihre einwände sind können wir natürlich nicht nachvollziehen

4.
schade, ich fand die disskusion durchaus reizvoll und auch absolut logisch nachvollziehbar (aus beiden blickwinkeln gesehen). mich hier so abzuwinken als würde ich nur unsinn erzählen zeugt nicht grade von größe

diplomatische grüße

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