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burnhard90

unregistriert

1

Montag, 12. März 2012, 23:47

Mit welchen Grundlagen fange ich an?

Hallo Freunde des Films,

ihr lest den Titel und denkt wahrscheinlich "...Nicht schon wieder..."!
Wenn dem so sein sollte, dann entschuldige ich mich jetzt schon ;) Wer sich nicht für meine Geschichte interessiert, kann den ersten Teil getrost überspringen!

Ich versuche euch trotzdem mal meine Situation zu schildern. Und zwar fing alles zum Ende meiner Schulzeit an! Was mache ich nach dem Abi? Bis dahin ließ ich eigentlich nur meine Eier schaukeln, hab ein bisschen gelernt und mit meiner Band Musik gemacht. Musik ist eine meiner Leidenschaften, allerdings ist meine eigentliche Liebe der Film bzw auch alles was dahintersteckt. Nur damals hat das mit der Musik einfach besser gepasst und einen Film zu drehen oder auch nur eine Kamera zu kaufen erschien mir utopisch (eigentlich total dämlich, wenn man bedenkt was ich an (teurem) musikalischem Equipment bis heute besitze).
Ich habe mich dann einfach mal auf gut Glück in der Cutting-Abteilung eines großen TV-Senders für ein Praktikum beworben, wurde verwunderlicherweise zum Gespräch eingeladen und noch viel unterständlicherweise genommen. Unverständlicherweise, weil ich GAR keine Vorkenntnisse hatte...wahrscheinlich wurden sie von meinem wirklich starken Lernwillen überzeugt!
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habs nicht gemacht, weil ich irgendwie Panik bekommen habe, ich wollte vorher, auch auf Drängen meiner Eltern, mich doch irgendwie absichern, bevor ich mich 2 Jahre von Praktikum zu Praktikum hangel und dann eventuell doch nichts bekomme... Ich befinde mich grade in einem Biologiestudium, was ich wahrscheinlich Ende nächsten Jahres mit 23 beende.

Es gefällt mir auch relativ, allerdings ist es einfach nicht meine Leidenschaft, weshalb ich mir vorgenommen habe, nach dem Studium doch noch was anderes zu probieren. Ich will dafür auch wegziehen, momentan wohne ich in einer Großstadt in NRW (kein Vergleich zu meinem Heimatdorf), aber bin ein starker Freund der Veränderung. Ich dachte für Praktika etc. würden sich Berlin oder Hamburg anbieten. Mein Drang irgendwelche Sachen mit Film zu machen, ist natürlich nicht gebrochen!

Hier geht es richtig los:

Während meines Studiums will ich mich jetzt mit Schnittechnik und Kamera befassen, mit dem Schwerpunkt allerdings auf dem Schnitt. Dieser übt einen besonderen Reiz auf mich aus, gerade weil ich immernoch viel Musik mache und das Zusammenspiel von schnellen und langsamen Schnitten und Musik bei zB Trailern, einigen Filmszenen oder Werbung bewundernswert finde.
Ist es sinnvoll also mit dem Schneiden zu beginnen? Ich stelle mir halt vor, dass selbst wenn ich Ideen für kleinere Szenen und Videos habe, diese ohne die Technik im Schnitt eh nicht umsetzen kann.

Worauf ich am Anfang am meisten Lust habe, ist das Verändern von vorhandenem Material, also zB das Erstellen von eigenen Film-Fan-Trailern und das Drehen von "Musik-Videos" meiner eigenen Band, da wir bald Aufnahmen haben und ich Proberaumvideos aus verschiedenen Perspektiven drehen und mit Live-Videos zusammenschneiden wollte. Auch will ich Aufnahmen aus dem Studio zusammenschneiden blablabla, wie man das halt kennt ;) Nur von Anfang an etwas besser, als die Total-Amateur-Zusammenschnitte!

Naja und irgendwann will ich dann auch eigene kleine Ideen mit einer Kamera umsetzen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.
Das soll alles für was gut sein, zwar natürlich nur Hobby-mäßig, ich studier ja noch das "Wissenschaftler werden" :D
Im Endeffekt will ich aber auch schon Erfahrungen sammeln, um daraus dann später VIELLEICHT was zu machen!

Jetzt ist die Frage: Welche Programme soll ich denn am besten benutzen? Sony Vegas oder irgendwas von Adobe? Wo liegen Vorteile und Nachteile? Soll ich mir Lektüre dazuholen oder ist es nicht sooo abgespaced, dass ich trotzdem auch am Anfang schon was hinkriege?

Und die zweite Frage, die sich mir stellt: Wie gut soll mein Camcorder sein? Oder soll ich mir eine Spiegelreflex kaufen? Sportevents werde ich bestimmt nicht aufnehmen und zu 80% ein Stativ verwenden. Neben den Bandsachen mache ich sicherlich auch Natur- und Menschenaufnahmen, aber ich werde da wohl eher ruhige Sachen aufnehmen und eher in Räumen drehen! Hochwertiges Bild sollte vorhanden sein. Der Sound kann extrem schlecht sein, da ich auch ein mobiles Aufnahmegerät (wegen der Band) besitze, welches wirklich hochwertig klingt!

Dass der Text so lang geworden ist, verdankt ihr euch selber. Ich hab hier im Forum etwas quergelesen und es laufen echt verhältnismäßig wenig Dummschwätzer rum und viele scheinen sehr nett zu sein! Deshalb ist das gleichzeitig auch ein Begrüßungsschreiben und ich freue mich auf eure Antworten!

Danke euch :)

rick

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2

Dienstag, 13. März 2012, 00:35

Also erstmal finde ich es sehr erfrischend, daß Deine Fragen nicht aus einem einzeiligen Satz bestehen und Du relativ konkret Deine Wünsche darlegst.

Ich lese raus, daß Videoschnitt momentan den größten Reiz für Dich ausübt wobei Du nicht explizit Effekte erwähnt hast. Daher tendiere ich im Moment zu dem Ratschlag, eine günstige Version (also nicht die aller Neuste) von Vegas Studio oder Magix zu erwerben und damit erstmal loszulegen - alternativ eine Trial der neusten Versionen ausprobieren. Für maximal 40,- Euro kannst Du dann die ersten Schritte machen, was auch ohne Lektüre geht, da einige erklärende Videos dabei sind und weitere Tutorials im Internet zu finden sind.

Nach ein bißchen Erfahrung kannst Du zum Vergleich z.B. eine Adobe Creative Suite in der Trial Version ausprobieren und für Dich selber entscheiden ob der deutlich höhere Preis (Studentversion liegt wohl bei 400,- Euro) für Dich Sinn macht.

Als gute Übung habe ich es z.B. empfunden eigne Musikvideos aus Szenen von diversen Filmen zusammen zuschneiden. Wenn Du eignes Band Material hast, umso besser. Vorerst würde ich die Frage nach einer Kamera zurückstellen und mich erstmal auf eine Sache konzentrieren, derweil empfehle ich als Lektüre [Übersicht] Die DSLR als Videokamera - Vor- und Nachteile (Kaufhilfe)

Es hat bereits 1 Gast diesen Beitrag als hilfreich eingestuft.

burnhard90

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3

Dienstag, 13. März 2012, 08:55

Guten Morgen rick,

erstmal vielen Dank für deine Antwort.
Genau, das hast du richtig rausgelesen! Effekte finde ich zwar auch wichtig, aber häufig wird damit schwer übertrieben und das Handwerk an sich fängt ja mit dem Schneiden der Szenen an!
Was genau meinst du mit Effekten überhaupt? Spezielle Übergänge und "Filter" oder eine richtige Manipulierung des Filmmaterials?

Gibt es bei der Wahl der Software denn eine Richtlinie mit welchem Programm ich anfangen soll oder kann ich das ganze mit einer Software erlernen und es dann auf andere Programme recht einfach übertragen?

Adobe Creative Suite hast du ja genannt, ich bin jetzt beim Einlesen auf Adobe Premiere gestolpert, welches häufig mit Sony Vegas verglichen wird!

Du hast recht, so hatte ich es auch vor! Erst Schneiden und dann später eine Kamera kaufen, aber da informiere ich mich besser nochmal, wenn es soweit ist ;)

rick

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4

Dienstag, 13. März 2012, 09:52

Guten Morgen burnhard,

Mit Effekten meine ich die gesamte Bandbreite von Übergängen über Fabkorrektur bis hin zu Motion Tracking, künstlichen Lichtquellen etc... Also alles was über einfache harte und weiche Schnitte hinausgeht. Viele dieser Effekte sind sowohl in Vegas, als auch in Magix vorhanden. Aber für eine wirklich umfassende Bandbreite, würde man dann auf z.B. auf After Effects zurück greifen.

Alles was Du in Sachen klassische Schnittfolgen mit einer Software erlernst kannst Du auch auf eine andere Software übertragen, allerdings verfolgen die unterschiedlichen Programme teilweise unterschiedliche Herangehensweisen. Sony Vegas (in den kleinen Versionen) stellt z.B. nur einige Spuren zur Verfügung, die nur bestimmte Inhalte aufnehmen. Bsp. 1 Spur für Ton eine für Text eine für Video eine weitere für Videoüberlagerungen etc... Ich mag da eher Programme wie Premiere oder Magix, die erstens sehr viele Spuren ermöglichen (finde ich für strukturiertes Arbeiten sehr hilfreich) und zweitens können die Spuren frei belegt werden. Es ist also egal ob Du Ton, Musik, Effekt Blende oder Video in eine Spur legst, Du hast völlig freie Hand wie Du Dein Material anordnest (lediglich die Reihenfolge bei Chroma Key/Greenscreen oder Überlagerungen ist vorgegeben).

Premiere ist Bestandteil der Creative Suite und das Schnittprogramm von Adobe, welches bereits viele Effekt-Möglichkeiten bietet. Das bereits erwähnte After Effects, ist allerdings besser darauf spezialisiert und ist im Prinzip der Ort wo Du komplexe Dinge machen kannst. Bildstabilisierung, Einfügen oder Freistellen von Objekten usw... Die beiden Programme können intern die Daten austauschen, so dass man eigentlich mit beiden parallel arbeiten kann.

Es ist wie bei jeder Software eine Gewöhnungssache und eine Frage der persönlichen Vorlieben. Harte Schnitte werden immer gleich ausgeführt, aber bei weichen Schnitten gibt es unterschiedliche Konzepte. Entweder lässt man Ende und Anfang von zwei "Filmstreifen" überlappen, woraus sich dann die Kreuzblende definiert, oder in anderen Programmen, muß der Überhang ("Blenden-Fleisch") zuvor zeitlich festgelegt werden. Das gilt im Prinzip für den gesamten Workflow, von der Namensgebung einzelner Befehle, bis hin zu der Art wie das Ein und Ausblenden gelöst ist. Bei Magix zieht man quasi wie an Gummibändern am Anfang oder am Ende und definiert so eine abfallende Linie, die den db-Wert darstellt. Bei Premiere gibt es dafür eine Kurve in einem extra Fenster, wo man anhand von Punkten die man setzt, das Gleiche definiert. Magix ist intuitiver, Premiere ist präziser, erlaubt dadurch sehr genaue Eingaben, "nervt" dafür aber bei einfachen Dingen durch unnötig viele Schritte (nur eine persönliche Meinung).

Was natürlich in jedem Fall wichtig ist, egal welche Software bevorzugt wird - leistungsfähige Hardware. Full HD Schnitt mit Effekten benötigt viel Rechenleistung, Arbeitsspeicher und Festplattenspeicher und in vielen Fällen wird das Ganze nicht in Echtzeit laufen, spätestens dann wenn mehrere Videospuren übereinander liegen oder mehrere Effekt wie Farbkorrektur, Weichzeichner etc. eingerechnet werden. Zu jeder Software gibt es die Hinweise für die empfohlene Hardwarekonfiguration (den Hinweis auf die minimalen Hardwarevorraussetzung kannst Du ignorieren). Es schadet in keinem Fall, wenn man leistungsmäsig über der empfohlenen Hardware liegt.

Erste einfache Versuche kannst Du auch mit dem Windows Movie Maker machen (ab Vista dabei), allerdings ist das in keiner Weise Vergleichbar mit den Möglichkeiten, die bereits günstige Programme bieten.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »rick« (13. März 2012, 10:07)


burnhard90

unregistriert

5

Mittwoch, 14. März 2012, 10:46

Hallo Rick,

also es ist nicht so, dass ich der totale Nichtswisser bin in der Theorie und Praxis. Über den Movie Maker bin ich hinaus, da hatten wir damals mit 11 Jahren schon die bescheuertsten Filme gedreht :D
In der Schule war ich 2 Jahre im Literaturkurs und hab meine Noten auch durch Filme bekommen zB das dokumentarische Begleiten der Entstehung eines Theaterstücks. Das entstand auch mit einer Trial von Magix! Die Theorie hatten wir damals in Bezug auf die Schnitttechnik auch durchgenommen: Also bin ich zwar ein Neuling, aber nicht ganz unwissend.

Mal eine Frage zum Schneiden von Trailern zu vorhandenen Filmen: Wie kann ich meine DVDs denn auf den Rechner ziehen? Die Sachen aus dem Internet zu ziehen, missfällt mir ziemlich...

Liebe Grüße

burnhard

rick

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6

Mittwoch, 14. März 2012, 11:11


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