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21

Dienstag, 11. Oktober 2011, 18:37

Wo drehst du eigentlich wenn ich mal fragen darf? Weil Wüstenatmosphäre etc. findet man ja hierzulande auch nicht überall =)

RonnyCash

unregistriert

22

Dienstag, 11. Oktober 2011, 20:20

Zitat

Wo drehst du eigentlich wenn ich mal fragen darf? Weil Wüstenatmosphäre
etc. findet man ja hierzulande auch nicht überall =)
Eben, von dem Gedanken einer Wüstenlathmosphäre hab ich mich schon lang verabschiedet. :P Es wird sich daher auch geschichtlich weniger um Südstaaten handeln können. Eher die "wäldlicheren" Staaten. Man denke da an das Flair und die Landschaften in "True Grit" oder "Erbarmunglos". :)

http://www.reiserat.de/img/reiserat/lueneburger-heide.jpg

http://www.minibild.de/images/data/media…urger_Heide.jpg

http://www.lueneburg.de/portaldata/1/Mod…/sv_770_1_1.jpg

http://www.google.de/search?hl=de&q=pull…=og&sa=N&tab=wi

http://www.raymond-faure.com/Harzer_Wand…ersleben_16.JPG

http://www.blankenburg.de/images/12_DSCF3320.JPG

23

Dienstag, 11. Oktober 2011, 20:29

hey das sieht cool aus =)

Ich hätte jetzt gedacht die Ideallösung wär ein Film vorm "Grünen" ;) so ein wenig SinCity-like... Würd ich als Western mal für ne gute Idee halten.

Aber deine Idee... also die verfolge ich mit Spannung, und das Genre der Germano-Western ist ja noch unentdecktes Gebiet =) ...

Knieriem

unregistriert

24

Dienstag, 11. Oktober 2011, 20:56

also im ernst:

wenn die zeit gekommen ist, in der 5000-10000 euro nicht ausreichen, um einen film zu verwirklichen, der mir und den leuten, für die er gedacht ist, zu gefallen, dann ist es für mich an der zeit dem hobby(!)film adieu zu sagen.

einige der hier befindlichen user denken ja sehr gross und wollen grosses bewirken. schön für sie und ich will ihnen auch nix drein reden.

aber mir (und ganz offensichtlich auch dem threadersteller) vormachen bzw. einreden zu wollen, man benötige ein budget von 10000€ aufwärts, um einen halbwegs annehmbaren amateurstreifen zu realisieren, halte ich schon für sehr frech.

ich träume nicht von hollywood oder davon, mit irgendeinem meiner ergüsse, die ich in meiner freizeit zum ausgleich und zur persönlichen weiterentwicklung und zum ausgleich, ablasse, entdeckt zu werden.

ich realisiere meine projekte mit einem aufwand von maximal 1000€ (das ist schon ein grosser film) und sowohl ich, als auch der kreis jener, denen ich meine werke präsentiere, sind durchaus zufrieden mit den ergebnissen.

ich wiederhole mich: selbst wenn man 10.000€ in ein amateurfilmprojekt steckt, das ergebnis wird entweder wie ein technisch gut gelungener amateurfilm oder wie eine sehr unterdurchschnittliche semiprofessionelle produktion aussehen.
und nur, um sagen zu können "hö, ich kann in meinen amateurfilmen das schlechter nachmachen, was in hollywood mit seinen millionen-blockbustern lichtjahre besser aussieht", verblute ich mich nicht finanziell.

ich seh es ja immer wieder hier im forum (ohne bewusst jemanden anzusprechen): zum einen werden tausende von euros in technik, catering, licht, ton, blafasel investiert, zum anderen spart man bei den darstellern. dann sieht ein 5000€ projekt optisch einigermassen passabel aus, wirkt aber trotzdem unglaublich lächerlich, weil die dialoge aber sowas von unglaubwürdig rüber kommen.

daher gehe ich meine projekte immer so an:

anstatt mir einen plan davon zu erstellen, wie viel es mich kostet, meine unmotivierten schauspieler, die ich per schwarzes brett oder ich-und-du-müllers-kuh-auswahlverfahren selektiert habe, halte ich ausschau nach leuten, die genau so darauf brennen, etwas einmaliges und kreatives zu schaffen.

ich schreib kein drehbuch, das vorsieht, auf der spitze des mount everests zu drehen oder das auf explodierende pyramiden und einstürzende eiffeltürme setzt. schon beim schreiben denke ich daran, dass meine idee einfach und günstig umgesetzt werden kann.
ohne wochenlange alltägliche 200km-autofahrten, mit drehorten gleich um die ecke.

auf catering verzichte ich völlig. meine leute sind es gewohnt, sich selbst zu versorgen und erwarten kein drei-gänge-filmset menü; was wieder mit mitarbeiter-motivation und -eigeninitiative zusammen hängt.

wenn ich mal vor dem problem einer gewaltigen investition stehe, überlege ich mir lieber fünfzig mal, ob diese zwingend notwendig ist, oder ob man, mit einer entsprechend witzig-kreativen lösung in sachen inszenierung oder textvorlage, nicht anders an die ganze sache heran gehen kann.

das ganze ist auch die frage von geistiger und kreativer flexibilität. ich hab schon des öfteren ganze konzepte geschmissen und im endeffekt etwas ganz anderes produziert, als dies eigentlich ursprünglich geplant war. nur, um kosten zu sparen. und - das möchte ich nicht verheimlichen - oft waren die neuen konzepte deutlich besser als der grundgedanke, der mich kreativ eigentlich nur eingeengt hatte.

egal auch im prinzip. im grunde gibt es zwei möglichkeiten, einen film zu realisieren - entweder meine variante oder so lange geld in die eigene idee zu pumpen, bis der gewünschte effekt erreicht ist.

im zweiten fall gebe ich all denen recht, die hier immer wieder behaupten, dass amateurfilm ein grosses budget voraussetzt. das will ich gar nicht bestreiten.

aber es bringt mich auf die palme, mir verklickern zu wollen, dass kunst im allgemeinen bzw. amateurfilm im speziellen teuer sein muss, um gut oder zumindest brauchbar zu sein. und dass daran überhaupt kein weg vorbei führt. ich mache es anders und offenbar möchte der ersteller dieses threads ebenfalls diesen weg gehen.

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Finn Glink

25

Dienstag, 11. Oktober 2011, 21:10

Hm teils kann ich dir Recht geben. Ich liebe diese Herausforderung einen kleinen Rahmen zu haben um sich zu bewegen, der aber einem blinden Raum ähnelt, und man kann dort viel entdecken wenn man nur richtig sucht =)

Aber wenn ich eine Vision von etwas hätte, und am Ende kommt was vollkommen anderes bei raus, oder wenn es sogar aussieht wie "billig gegen Ende Kosten sparen", verwerf ich das Projekt lieber =(

Ist jemandem mal aufgefallen, dass bei ZurückInDieZukunft der Hoverboard-Schwebe-Trick im zweiten Teil von Laufzeit zu Laufzeit immer billiger wurde, und man später (im Jahr 1955: Marti Mcfly schmeißt das Hoverboard auf den Boden) sieht dass es ein Skateboard ist bei dem die Räder weg retuschiert wurden?

tomatentheo

unregistriert

26

Dienstag, 11. Oktober 2011, 21:10

Manche Probleme erledigen sich durch liegenlassen. Freezer hat schon vile von dem geschrieben, was ich noch schreiben wollte.
Ich meine Ne Freundin die eine der Fahrerinnen ist, hält gleichzeitig ne Kamera. Kumpels die als Darsteller dienen, können auch abwechselnd ne Klappe schlagen wenn sie nicht grad in der Szene sind.. und und und.
Ich weiß echt nich ob ich noch einige Leute mehr allein für die Produktionshelfer-Positionen auftreiben kann. Erst recht nich welche die bezahlt werden wollen.

Ach erstmal wollen die Leute essen und trinken und wenn sie von weiter weg kommen, ihre Anfahrt und Unterkunft bezahlt kriegen. Bezahlung ist da dein kleinstes Problem.
Das gibts eh bei den wenigsten Amateurprojekten.

aber mir (und ganz offensichtlich auch dem threadersteller) vormachen bzw. einreden zu wollen, man benötige ein budget von 10000€ aufwärts, um einen halbwegs annehmbaren amateurstreifen zu realisieren, halte ich schon für sehr frech.

Die einen nennen es "frech", die anderen "Erfahrungswerte" Ich kann mich noch an den Plan erinnern, ein Fantasyprojekt für 5000 Tacken durchzuziehen..... Wir haben dann mal kalkuliert und es gelassen.
Je mehr wir wussten um so länger wurden unsere Gesichter.
und sowohl ich, als auch der kreis jener, denen ich meine werke präsentiere, sind durchaus zufrieden mit den ergebnissen.

Dann ist doch alles prima. Aber erst, wenn dich dein Publikum nicht kennt, wird die Kritik gehaltvoll.
daher gehe ich meine projekte immer so an:
.
.
.

Guter Plan. Bis auf das Catering. Wenn ich drehe, kriegen meine Leute was zu essen. Von mir bezahlt. Und wenns nur ein Kurzfilm ist. Irgendwas müssen sie wiederkriegen. Schließlich opfern die ihre Zeit für mich.
aber es bringt mich auf die palme, mir verklickern zu wollen, dass kunst im allgemeinen bzw. amateurfilm im speziellen teuer sein muss, um gut oder zumindest brauchbar zu sein. und dass daran überhaupt kein weg vorbei führt. ich mache es anders und offenbar möchte der ersteller dieses threads ebenfalls diesen weg gehen.

Ehrlich? Entweder mache ich einen Spielfilm richtig, oder ich lasse es sein.

@Threadersteller: Es wurde schonmal erwähnt: Der beste Weg ist: Szene aus dem Drehbuch nehmen und probeweise verfilmen. Dann weißt du, wo du stehst.

RonnyCash

unregistriert

27

Dienstag, 11. Oktober 2011, 22:24

hehe Geck-O, das mit dem Hoverboard hab ich auch schonmal gehört. :D

Zitat

Guter Plan. Bis auf das Catering. Wenn ich drehe, kriegen meine Leute
was zu essen. Von mir bezahlt. Und wenns nur ein Kurzfilm ist. Irgendwas
müssen sie wiederkriegen. Schließlich opfern die ihre Zeit für mich.
Also ich stell meinen Jungs da 2-3 Kisten Bier hin und die drehen dann mit mir den coolsten Western aller Zeiten. :D


was haltet ihr denn eigentlich hier von ?...

http://www.amazon.de/Rebel-without-Crew-…18364359&sr=8-1

Ich hoffe mal das einige diese netten Herren kennen werden. :P

Und noch was, kennt den jemand von euch noch den Film "Reservoir Dogs" ? Was sagt ihr denn da zum Thema "Einfachheit" ? :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »RonnyCash« (11. Oktober 2011, 22:30)


Birkholz

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28

Mittwoch, 12. Oktober 2011, 00:43

Da werden die meisten hier nur zu sagen können, dass die beiden Filme weitaus mehr gekostet haben, als das was du ausgeben möchtest. Freezer hat auch mal vor einiger Zeit einen sehr guten Beitrag zu den eigentlichen Kosten von "El Mariachi" geschrieben, die aufkamen als ein Studio den Film gekauft hat.

29

Mittwoch, 12. Oktober 2011, 05:31

Und
"da hält mal eben ein/e Freund/in, (der/die auch Fahrer/in ist) die die Kamera....",
geht gar nicht, weil gerade Kamera das Bild einfängt, kontinuierlich gleich sein sollte und viel Erfahrung vorraussetzt.
Und wundere Dich nicht, wieviele Deiner "Freunde" abspringen werden.
Ich hätte besseres zu tun, als Dir 30 Tage lang jeden Tag von früh bis spät zur Verfügung zu stehen und
mein Essen auch noch selbst mitzubringen. Freundschaft hin oder her. Zumal Du scheinbar noch keinen Film gedreht hast.
Dazu kommen noch jede Menge Nachdreh´s, lass mal das Wetter nicht passen, etc.
Oder glaubst Du, Du hast 30 Tage dasselbe Wetter? Und wenn Du sagst, dann dreh ich halt die Saloon-Szene...
dafür brauchst Du ganz andere Leute/Kostüme, vielleicht stehen die an dem Regentag auch gar nicht zur Verfügung...?
Und wieviele Saloonszenen hast Du denn? Hättest Du genug Innendrehs?
Hättest Du genug Licht von aussen, um einen hellen Sonnentag vorzugaukeln?
Ist nur ein klitzekleines Problem und davon wirst Du zig andere haben!

Denk mal an all die Unwägbarkeiten, die hier schon genenannt wurden... ;)

30

Mittwoch, 12. Oktober 2011, 08:11


Also ich stell meinen Jungs da 2-3 Kisten Bier hin und die drehen dann mit mir den coolsten Western aller Zeiten. :D


Beste xD

tomatentheo

unregistriert

31

Mittwoch, 12. Oktober 2011, 20:27

Also ich stell meinen Jungs da 2-3 Kisten Bier hin und die drehen dann mit mir den coolsten Western aller Zeiten.


:D "New Kids turbo im Wilden Westen".
Und Rodriguez ist bekannt. One Shot Opportunity..... Aber Koller, Hacker und Eich waren auch nicht schlecht. Nur das mit berühmt hat nicht gefunzt.

freezer

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32

Donnerstag, 13. Oktober 2011, 03:39

wenn die zeit gekommen ist, in der 5000-10000 euro nicht ausreichen, um einen film zu verwirklichen, der mir und den leuten, für die er gedacht ist, zu gefallen, dann ist es für mich an der zeit dem hobby(!)film adieu zu sagen.

Hat niemand behauptet.
Du kannst auch einen Western ohne Waffen, Kostümen und Kulissen vor einer weißen Wand für 0 Euro drehen und er gefällt Dir und Deinem Team. Das heißt aber noch lange nicht, dass er einem größerem Publikum, welches euch nicht kennt, auch gefallen wird.
Daher hängt der monetäre Einsatz auch primär von der späteren Verwertung des Films ab.

aber mir (und ganz offensichtlich auch dem threadersteller) vormachen bzw. einreden zu wollen, man benötige ein budget von 10000€ aufwärts, um einen halbwegs annehmbaren amateurstreifen zu realisieren, halte ich schon für sehr frech.

Wo redet jemand dem Threadersteller ein, dass er ein Budget von 10k benötigt?
Ich habe ihm lediglich gezeigt, wo er mit Kosten rechnen muss. Kosten, von denen ich aufgrund meiner Erfahrung weiß, dass und wie sie entstehen.
Wenn ich meine potenziellen Kosten nicht kenne, dann weiß ich auch nicht, wo ich den Sparstift am effizientesten ansetzen muss.

ich träume nicht von hollywood oder davon, mit irgendeinem meiner ergüsse, die ich in meiner freizeit zum ausgleich und zur persönlichen weiterentwicklung und zum ausgleich, ablasse, entdeckt zu werden.

Davon träumt hier ja auch keiner.

ich realisiere meine projekte mit einem aufwand von maximal 1000€ (das ist schon ein grosser film) und sowohl ich, als auch der kreis jener, denen ich meine werke präsentiere, sind durchaus zufrieden mit den ergebnissen.

Dann kannst Du doch mit dem Erreichten für Dich zufrieden sein. Aber warum sollte jeder das so wie Du sehen? Was ist, wenn jemand so sehr an sein Drehbuch glaubt, dass er 10.000 Euro reinsteckt um den Film danach im Kino laufen lassen zu können? Darf er das nicht machen, um eine bessere Qualität zu erreichen und somit die Chancen im Kino zu verbessern?

ich wiederhole mich: selbst wenn man 10.000€ in ein amateurfilmprojekt steckt, das ergebnis wird entweder wie ein technisch gut gelungener amateurfilm oder wie eine sehr unterdurchschnittliche semiprofessionelle produktion aussehen. und nur, um sagen zu können "hö, ich kann in meinen amateurfilmen das schlechter nachmachen, was in hollywood mit seinen millionen-blockbustern lichtjahre besser aussieht", verblute ich mich nicht finanziell.

Warum vergleichst Du mit einem Blockbuster? Und wenn jemand mehr Geld in seinen Film steckt, warum genau soll er das nicht machen?


ich seh es ja immer wieder hier im forum (ohne bewusst jemanden anzusprechen): zum einen werden tausende von euros in technik, catering, licht, ton, blafasel investiert, zum anderen spart man bei den darstellern. dann sieht ein 5000€ projekt optisch einigermassen passabel aus, wirkt aber trotzdem unglaublich lächerlich, weil die dialoge aber sowas von unglaubwürdig rüber kommen.

Werde mal konkret - wer hier im Forum steckt 5.000 Euro in sein Projekt und bringt dann miese Dialoge?


daher gehe ich meine projekte immer so an:

anstatt mir einen plan davon zu erstellen, wie viel es mich kostet, meine unmotivierten schauspieler, die ich per schwarzes brett oder ich-und-du-müllers-kuh-auswahlverfahren selektiert habe, halte ich ausschau nach leuten, die genau so darauf brennen, etwas einmaliges und kreatives zu schaffen.

Du arbeitest also nach dem Motto: Augen zu und durch und kein Plan ist auch ein Plan.
Und Du denkst, Du bist der einzige, der mit Leuten arbeitet, die auch mit Leidenschaft am Werk sind?

ich schreib kein drehbuch, das vorsieht, auf der spitze des mount everests zu drehen oder das auf explodierende pyramiden und einstürzende eiffeltürme setzt. schon beim schreiben denke ich daran, dass meine idee einfach und günstig umgesetzt werden kann. ohne wochenlange alltägliche 200km-autofahrten, mit drehorten gleich um die ecke.

Du neigst sehr zu völlig sinnlosen, dramatischen Übertreibungen. Niemand hier schreibt so etwas in sein Drehbuch. Und Du wirst es nicht glauben - aber auch mit einem 10x größeren Budget als Deinem, muss man unzählige Kompromisse beim Drehen eingehen und Unrealisierbares streichen.

auf catering verzichte ich völlig. meine leute sind es gewohnt, sich selbst zu versorgen und erwarten kein drei-gänge-filmset menü; was wieder mit mitarbeiter-motivation und -eigeninitiative zusammen hängt.

5 Euro reichen bei Dir für ein 3-Gänge-Menü? Bei mir reichts für Brot mit Aufstrichen, Wurst und Käse, etwas Obst und ein paar Getränke.
Und davon sollen sich Leute über Wochen Tag für Tag bei 10 und mehr Stunden am Set ernähren?
Du bist echt ein Meister der Motivation.

Darf ich fragen, wie viele Tage Du bisher für Deinen längsten Film gedreht hast und wieviele Stunden so ein Drehtag hatte und wieviele Leute am Set waren?


wenn ich mal vor dem problem einer gewaltigen investition stehe, überlege ich mir lieber fünfzig mal, ob diese zwingend notwendig ist, oder ob man, mit einer entsprechend witzig-kreativen lösung in sachen inszenierung oder textvorlage, nicht anders an die ganze sache heran gehen kann.

Das macht jeder, der ein bisschen Grips beim Drehen hat.

das ganze ist auch die frage von geistiger und kreativer flexibilität. ich hab schon des öfteren ganze konzepte geschmissen und im endeffekt etwas ganz anderes produziert, als dies eigentlich ursprünglich geplant war. nur, um kosten zu sparen. und - das möchte ich nicht verheimlichen - oft waren die neuen konzepte deutlich besser als der grundgedanke, der mich kreativ eigentlich nur eingeengt hatte.

Du bist nicht der erste, dem es so geht.
Ich frage mich nur, woher Du gewusst hast, dass Deine Konzepte zu teuer werden würden, da Du ja laut Deiner Aussage keinerlei Pläne erstellst, sondern Dir eine Handvoll motivierter Leute schnappst und drauflosdrehst.

egal auch im prinzip. im grunde gibt es zwei möglichkeiten, einen film zu realisieren - entweder meine variante oder so lange geld in die eigene idee zu pumpen, bis der gewünschte effekt erreicht ist.

Du bist ganz schön arrogant.

aber es bringt mich auf die palme, mir verklickern zu wollen, dass kunst im allgemeinen bzw. amateurfilm im speziellen teuer sein muss, um gut oder zumindest brauchbar zu sein. und dass daran überhaupt kein weg vorbei führt. ich mache es anders und offenbar möchte der ersteller dieses threads ebenfalls diesen weg gehen.

Was der Ersteller des Threads möchte, muss er selbst herausfinden. Und nur davon wird es abhängen, welchen Aufwand er in sein Projekt stecken kann und möchte. Möchte er seinen Film über seinen Bekanntenkreis hinaus zeigen, dann wird auch mehr Aufwand - sowohl zeitlicher als finanzieller Art - hineinfließen müssen. Und dann ist jeder gut beraten, wenn er sich nicht blindlings in ein Projekt stürzt, sondern mittels einer Vorkalkulation eine Abschätzung der zu erwartenden Ausgaben erstellt. Dann kann man nämlich immer noch das Projekt abbrechen und/oder an die vorhandenen Finanzen adaptieren.
Robert Niessner - Planung / Kamera / Licht / Postproduktion
8010 Graz - Austria
Blackmagic Cinema Camera Blog

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MrMansionIV, joey23

RonnyCash

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33

Donnerstag, 13. Oktober 2011, 12:27

Beeft ihr euch hier grad an !? :P Also ich wollte hier eigentlich mit meinem Thema keine Spannung erzeugen. Die einzige Spannung die ich erzeugen will liegt im Film, also bewahrt bitte einen kühlen Kopf :P
Ich finde das Freezer sagt ganz ok, er zeigte mir auf jedenfall mal so ein bischen auf, mit was für sachen ich rechnen muss mit denen ich vorher nicht so gerechnet habe. Andererseit hat Knieriem auch irgendwo recht, ich hatte zeitweise auch das Gefühl, das manche mir hier weiß machen wollten das man auf jedenfall sehr viel geld braucht. Nix für ungut, is halt n Forum und nicht jeder liest immer ganz genau und nicht jeder versteht immer alles richtig, man sieht ja schließlich keine Gestiken und Mimiken des anderen :P

Und ich will hier nicht klugscheißen, um Gottes Willen :P ich möchte nur nochmal klarstellen warum das bitte niciht möglich sein kann!?

Zitat

Und,

"da hält mal eben ein/e Freund/in, (der/die auch Fahrer/in ist) die die Kamera....",

geht gar nicht, weil gerade Kamera das Bild einfängt, kontinuierlich gleich sein sollte und viel Erfahrung vorraussetzt.


Sry, aber Originalzitat wäre: "..Ne Freundin die eine der Fahrerinnen ist, hält gleichzeitig
ne Kamera." Auch wenns jetz als fiktives Beispiel rüberkam, aber genau so wirds sein, warum auch nich ?! :P
Und "Kumpels die als Darsteller dienen, können auch abwechselnd ne
Klappe schlagen wenn sie nicht grad in der Szene sind" oder seh ich da was falsch ?! :)

Zitat

Und wundere Dich nicht, wieviele Deiner "Freunde" abspringen werden.



Sicherlich habe ich einkalkuliert, das jetzt viele sagen: "oh ja klingt super" und nächstes Jahr kein Bock mehr habe, aber dennoch habe ich einen festen Kern auf den ich mich verlassen kann, das weiß ich einfach. Aber trotzdem brauch ich noch einige Leute mehr, is vollkommen klar.

Zitat

Ich hätte besseres zu tun, als Dir 30 Tage lang jeden Tag von früh bis spät zur Verfügung zu stehen und



mein Essen auch noch selbst mitzubringen. Freundschaft hin oder her. Zumal Du scheinbar noch keinen Film gedreht hast.



Dazu kommen noch jede Menge Nachdreh´s, lass mal das Wetter nicht passen, etc.



Oder glaubst Du, Du hast 30 Tage dasselbe Wetter?
Wie gesagt viele meiner wichtigen Rollen sind gute Freunde und gedreht wird wenn in den Semesterferien nächsten Sommer. Und jedes Jahr treffen wir uns für 1-2 Monate in der Heimat im Harz wieder, manche besuchen Familien, manche wie ich wohnen hier noch weiterhin usw. Warum also nicht die Zeit nutzen in der wir sonst eh nur feiern gehen etc. um mal in der Zeit einen Streifen zu drehen !?:P Muss doch wohl möglich sein ? Und wenn wir tatsächlich mal wieder n halbwegs vernünftigen Sommer haben sollten, dann dürfte auch das Wetter zumindest ne Weile relativ gleich sein. Außerdem muss man ja nich jeden Tag von Mo-So. drehen gehen. ^^

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »RonnyCash« (13. Oktober 2011, 12:37)


joey23

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34

Donnerstag, 13. Oktober 2011, 12:53

Zitat

Sry, aber Originalzitat wäre: "..Ne Freundin die eine der Fahrerinnen ist, hält gleichzeitig
ne Kamera." Auch wenns jetz als fiktives Beispiel rüberkam, aber genau so wirds sein, warum auch nich ?! :P


Das Bild ist so ziemlich das offensichtlichste Element des Films. Ein Gefühl für das richtige Bild zu entwickeln, dauert sehr lange und braucht viel Erfahrung. Dieses richtige Bild dann einzufangen außerdem eine große Portion technisches KnowHow der Kamera, Belcihtungssteuerung, man muss um die Vorteile und Nachteile der jeweiligen Kameras wissen, etc. Außerdem spielt das Zusammenspiel von Kameramann und Assistent eine große Rolle. Nur wenn die beiden ein eingespieltes Team sind, ist das Bild nachher scharf, alle Dateien haben ein Backup, alle Objektive sind noch heile, alles liegt an seinem Platz und es gibt keinen Stress am Set. Jeder weiß was seine Aufgabe ist, kümmert sich darum, und hat in seinem Bereich den Überblick.

Dass ein durchgängiger Look im normalfall wichtig ist, brauche ich nicht zu erwähnen. Ebensowenig, dass der Kameramann sehr genau wissen muss, welchen Effekt und Zweck eine bestimmte Szene im Gesamtwerk hat, welche Stimmung gerade zu erzeugen ist, welches Gesicht wichtig ist, welches Detail scharf sein muss, was man hier als Zuschauer vll schon ahnen soll etc. Aber das sind wirklich Basics, die man mit ein wenig Nachdenken auch selbst rausfindet. In wie weit jetzt eine Fahrerin, die mal eben die Kamera hält, dies alles erfüllen kann, hängt von deiner Fahrerin ab. Meine Fahrer kriegen eine Kamera höchstens in die Hand, wenn sie verpackt ist und zum nächsten Drehort transportiert werden muss. Denn das ist ihr Job.

Zitat

Und "Kumpels die als Darsteller dienen, können auch abwechselnd ne
Klappe schlagen wenn sie nicht grad in der Szene sind" oder seh ich da was falsch ?! :)


Hier gilt im Grunde das gleiche wie oben. Auch zum Klappe schlagen braucht es, wenn man es richtig machen will, ziemlich viel Überblick. Der Darsteller soll sich bitte auf seine Rolle konzentrieren, und nicht im Augen haben müssen ob die Szene gerade mit oder ohne Ton aufgezeichnet wird, nicht wissen müssen, die wievielte das ist und so weiter.

Du gibst mit deinen Aussagen aber einen deutlichen Einblick in deine Produktionsweise und damit meines Achtens nach auch in das Ergebnis - auch wenn du das vll anders sehen möchtest. Wir haben alle mal so gedreht wie du. Und mit der Zeit gelernt, dass eine gewisse Rollenverteilung, Catering, eine klare Teamstruktur etc einfach Sinn machen, wenn man mehr möchte, als einen nettes Spaß-Projekt, mit dem außer Familie und Freunden niemand etwas anfängt. Und das beste: Das alles kostet keinen einzigen Cent - trägt aber deutlich zur Qualität des Ergebnisses bei.

Niemand sagt, dass DU so drehen musst! Das wichtigste ist, dass es euch allen Spaß macht und das Ergebnis für euch passt. Wenn das erfüllt ist, ist alles okay. Uns macht es eben mit ein bisschen mehr Ernsthaftigkeit und Struktur noch mehr Spaß, weil das Ergebnis unseren Ansprüchen genügt.

Birkholz

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35

Donnerstag, 13. Oktober 2011, 13:51

Du gibst mit deinen Aussagen aber einen deutlichen Einblick in deine Produktionsweise und damit meines Achtens nach auch in das Ergebnis - auch wenn du das vll anders sehen möchtest. Wir haben alle mal so gedreht wie du. Und mit der Zeit gelernt, dass eine gewisse Rollenverteilung, Catering, eine klare Teamstruktur etc einfach Sinn machen, wenn man mehr möchte, als einen nettes Spaß-Projekt, mit dem außer Familie und Freunden niemand etwas anfängt. Und das beste: Das alles kostet keinen einzigen Cent - trägt aber deutlich zur Qualität des Ergebnisses bei.

Niemand sagt, dass DU so drehen musst! Das wichtigste ist, dass es euch allen Spaß macht und das Ergebnis für euch passt. Wenn das erfüllt ist, ist alles okay. Uns macht es eben mit ein bisschen mehr Ernsthaftigkeit und Struktur noch mehr Spaß, weil das Ergebnis unseren Ansprüchen genügt.


Genau das möchte ich auch mal meinen! :) Es ist nicht nötig tausende von Euro zu investieren und man braucht auch nicht für jede Aufgabe am Set eine Hilfskraft, aber dennoch wird die Qualität unter solchen Aspekten leiden. Man kann das jetzt alles noch totdiskutieren und sich mit Gegenargumenten bombadieren, aber letztendlich kommt es doch ganz klar darauf an, was man mit seinem Film erreichen will. Will man für wenig Geld mit ein paar Freunden unter Bierkonsum ein "Filmchen" drehen, dann ist das möglich. Umso professioneller das Endprodukt aussehen soll, umso mehr Aufwand muss man betreiben. Ganz einfach eigentlich!?! ;)
Obwohl wir hier ja immer mal wieder Einzelbeispiele haben, dass man mit wenig Leuten und wenig Geld auch VIEL machen kann. ;)

RonnyCash

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36

Donnerstag, 13. Oktober 2011, 13:58

Zitat

Niemand sagt, dass DU so drehen musst! Das wichtigste ist, dass es euch
allen Spaß macht und das Ergebnis für euch passt. Wenn das erfüllt ist,
ist alles okay. Uns macht es eben mit ein bisschen mehr Ernsthaftigkeit
und Struktur noch mehr Spaß, weil das Ergebnis unseren Ansprüchen
genügt.
Amen. :) Dann ist doch alles gut. Trotzdem finde ich das man hier super Hilfe bekommt, sowohl Erfahrungswerte als auch Fachwissen. Und um das alles mit der gleichen Ernsthaftigkeit machen zu können, fehlen mir glaub ich einfach die Mittel dazu. Was ich nicht habe sind haufenweise Leute und Geld, was ich habe ist ein lediglich ein ausgeprägtes Filmwissen, ein sehr gutes musikalisches Gehör und Talent in der Musikproduktion, ein guter Blick für Detail, Bildwirkung und eine stark pulsierende kreative Ader. :P Ich hoffe auch weiterhin auf eure Unterstützung hier im Forum wenn mal wieder ein neues Thema von mir erscheint. :)
Ich werde gucken wie weit ich gehen kann und versuchen das bestmögliche zu erreichen, denn ich bin ein Typ der einfach nicht in der Lage dazu ist Bullshit abzuliefern. :)

JoeFX

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37

Donnerstag, 13. Oktober 2011, 14:16

Also zuerst einmal: Die Fotos der geplanten Sets sind eigentlich richtig gut! Mir gefallen die Schauplätze, sind sicher ein guter Ansatz!

Zum Thema Kosten und Management, will ich auch noch was verlieren. Mein aktuelles Projekt wurde nicht wirklich durchgeplant. Eigentlich schon, aber es gab viele viele Komplikationen, mit denen man nicht rechnet. Hätte ich mehr Zeit in die Vorbereitung investiert, würde ich nicht schon über 3 Jahre an dem Ding arbeiten. Weil

1) Ungeplante Drehtage gehen (meistens) schief (oder man bringt nichts ordentliches Zustande) und lassen sich nur realisieren, wenn du nur sehr wenige Leute am Set brauchst (haben schonmal zu zweit gedreht und das war besch...). Ein Drehplan würde helfen das ganze so glatt wie möglich durchzuziehen.
2) Wenn ijemand die Kamera macht, wird der auch nicht immer Zeit haben. Schon mal eine Actionszene ohne Kameramann gedreht? Ist umständlich und die Bilder werden ohne erfahreneren Kameramann überlichtet und falsch fokussiert. Das beschert dir entweder einen weiteren Drehtag oder viel Postpro- Arbeit
3) Der Ton wurde nicht am Set aufgenommen sondern derzeit synchronisiert. Sehr zeitaufwendig, aber dafür schneller abgedreht und du sparst dir Leute am Set. Bei einem Spielfilm kannst du dich aber auf viel viel Zeit für die Synchronisation vorbereiten
4) Viele Leute wirst du nicht lange begeistern können, und auch dein "fester Kern" wird spätestens am 10. Tag keinen Bock mehr haben. Zum Glück hatte ich eine andere motivierte Person (Hauptdarsteller) und mich selbst als Darsteller, sonst wär das ganze schön in die Hose gegangen. Daher rechne ich immer max 3 Drehtage für Interessierte, nämlich danach werden sie abspringen und dann hast du das Problem das dir ein Darsteller fehlt :P


Die Arbeit die ich am Set nicht habe, muss ich mit Postpro ausgleichen:

Positiv: Film ist schneller abgedreht (aber weit unter den Erwartungen (falsch fokussierte Bilder, unter/überbelichtung)) und du sparst Geld (Ausgabe bei 60min Film und 35 Drehtage lag bei uns bei 1300€)

Negativ: Der Film wird nicht fertig! :D Du wirst eine Ewigkeit an der Postpro hocken, weil du dir zwar am Set Zeit sparst. Diese Zeit musst du aber später aufbringen. Leider kann sich das sehr ziehen und die Motivation ist auch iwann dahin.

In diesem Punkt muss ich freezer also Recht geben, mit einer guten Organisation und einer realistischen Durchrechnung lassen sich viele Unangenehme Überraschungen vermeiden. Denn ehrlich gesagt glaube ich, dass du mit der "Einfachdrauflosfilmerei" dein Projekt leider nicht fertigstellen wirst.

Mein Vorschlag: Mehr investieren in Planung und Vorproduktion. Es muss ja nicht immer ein Spielfilm sein, ein Kurzfilm würde schon für eine interessante Geschichte ausreichen. In diesem Forum gibt es dafür Beweise genug.

Hoffe das war jetzt nicht zu viel "Nähkästchenplauderei", wollt nur ein bisschen was Praktisches beitragen :thumbsup:

Wünsch dir noch viel Glück beim Projekt! :)

lg

tomatentheo

unregistriert

38

Donnerstag, 13. Oktober 2011, 18:29

Im Grunde musst du für dich selber entscheiden, was du mit deinem fertigen Film anfangen willst.
Um Dir und deinen Kumpels ein wohliges Gefühl in der Magengegend zu bescheren, reicht das Bier und die Kohle.
Aber wenn du ernst genommen werden willst und auch den monetären Aspekt der Vermarktung im Hinterkopf hast, musst du mehr investieren.
Sowohl ins Budget, als auch in Manpower.

Noch als letzer Tip aus leidvoller Erfahrung: Mach keine Projekte, die über Jahre gehen. Da wirst du nicht glücklich.

dödeli117

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39

Samstag, 29. Oktober 2011, 16:18

Falls du meine nachricht nicht gesehen hast, hier nochmals meine Infos:
Ich hab einen kleinen Western gedreht, eigentlich schon unseren zweiten, aber mit dem Schnitt noch nicht begonnen. Ich bin auch kein Profi, wir machen das Budget- und Technikmässig auch auf eher tiefem Niveau. Wenn du so nach Tipps fragst:
- Externer Ton ist wie gesagt wirklich Gold wert, hab mit ein AUfnahmegerät und ein Mic für ca 500 Euro gekauft, das Geld ist definitiv gut investiert.
- Gedreht haben wir mit einer Sony Fx1000 und einer DSLR, namentlich der Canon 60D. Das Problem bei DSLRs ist tatsächlich, das der Look mit der vielen Tiefenunschärfe nicht zum Western passt.
- Requisiten hatten wir nicht wirklich viele, ein paar Hüte, Hemden, Westen, ein paar Waffen
- Gedreht haben wir in einem Bergdorf in der Schweiz, das passte einigermassen. Wenn man wie du eine Westernstadt hat, umso besser.
- Problem kann die Sonneneinstrahlung sein, die alles überbelichtet -> Reflektoren verwenden
- Ausserdem haben wir über 20 Holzkreuze gebastelt und auf einem Acker aufgestellt um einen Friedhof a la Django zu bekommen
- Das Wichtigste: Schau dir Italowestern an, dann schau dir noch mehr Western an und noch mehr. Empfehlenswerte Regisseure sind Corbucci, Leone, Sollima, Peckinpah und ein paar andere, vor allem Eastwoods Western sind sehr gut (Unforgiven, High Plains Drifter)

Hab gesehen du machst Musik. Das ist natürlich sehr nützlich für den Western, da dies etwas vom wichtigsten ist für einen Western. Und es ist etwas das mir momentan noch fehlt. Falls bei dir also Stücke anfallen sollten, die du nicht brauchst, ich nehm die schon :D
Gruss,
Andi

RonnyCash

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40

Mittwoch, 5. September 2012, 22:25

Hi Leute ! Lang ists her ! :P

Es hat sich viel verändert - viel getan, aber ich möchte euch dennoch mitteilen, dass meine idee einen western zu drehen noch lange nicht gestorben ist! :-P
Aus beruflichen und privaten Gründen hat sich das Projekt leider zusätzlich sehr verzögert. Hinzukommt das ich nun um einiges schlauer bin, was das weite Thema "Film-Produktion" angeht. :) Vieles was hier von den erfahreneren Leuten gesagt wurde, hat sich aus meiner Sicht als richtig erwiesen. Dennoch ist die Situation nun anders und ich bin bereit und in der Lage mehr zu investieren, als es letztes Jahr noch der Fall war. Nach einigen Lern DVD´s von V2b bezüglich Film bzw. Filmpraxis, einigen Kameratests und Lich & Ton - Theorie bin ich nun um einiges schlauer. Was einerseits zwar immer noch heisst das ich was Filme machen angeht ein "Noob" bin und nach wie vor nix in diesem Gebiet vorzuweisen habe, aber andererseit bedeutet, das mein Wille, mein Ehrgeiz sich noch mehr gesteigert hat! :)

Was mir fehlt ist Zeit und eventuell sogar Leute. Ich habe eine handvoll Leute die das Ding mit mir durchziehen werden. Koste es was es wolle. Ich weiß auch das eine "handvoll" nicht genug sein werden, worüber ich mir aber momentan keine Sorgen mache. :)

"Gedacht" war das wir diesen Sommer, bereits drehen werden und den Film im Kasten haben. Ich sage bewusst "gedacht", weil von konkreter Planung hier nicht unbedingt geredet werden kann. -.- Ich habe mir viel vorgenommen, ich habe einige Hebel in Bewegung gesetzt, aber die Zeit war gegen mich. :/

Der aktuelle Stand ist, das zumindest die Story und die Charaktere stehen und bereits am Drehbuch gebaut wird. Wann gedreht werden kann weiß der Geier. Angepeilt wäre dann halt der nächste Sommer und / oder evtl auch Herbst. Bis dahin brauchen wir noch viel mehr Praxis, Praxis und... ein vollständiges Drehbuch.

Ich werde in Zukunft wieder mehr posten, und vielleicht auch einige technische Fragen stellen etc., in der Hoffnung das ihr interessierten Filmemacher mir helfen könnt. Vielleicht findet sich sogar noch der ein oder andere, der evtl. nicht gaaanz so weit weg vom schönen Harz wohnt und Bock hat involviert zu werden. ;)

Die Leute die von Anfang an Interesse an meinem Projekt hatten, möchte ich wissen lassen, das sich das ganze halt nicht einfach in Luft aufgelöst hat, sondern immernoch lebendig ist und weiter dran gearbeitet wird und das in jeglicher Form.
Und den Leuten die mir von Anfang gesagt haben, was für ein kostspieliges und anstrengendes Unternehmen ich hier vor habe, denen möchte ich folgendes sagen:

Ihr hattet immer recht. :) Ich weiß nun das ich mir vieles zu einfach vorgestellt habe. Ich weiß das ich die Kosten für Requisiten, Equipment und vor allem die Zeit.. deutlich unterschätzt habe. Aber... ich bleibe am Ball ! Früher oder später werde ich mein Ziel erreichen.

Ich glaube an Tarantinos Worte: "If you just love movies enough, you can make a good one"
God bless America! :D

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