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RonnyCash

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1

Montag, 10. Oktober 2011, 01:08

Bitte um Hilfe für Western-Projekt

Hallo Community! :)

Ich bin ein Neuling auf dem Gebiet des Filmens. ich habe zwar schon hunderte Filme und reichlich Making Of´s gesehen und ein paar kleinere Film Projekte (zu Schulzeiten) mitgemacht, aber das wars auch. :P

Ich habe vor nächsten Sommer einen richtigen Film zu drehen. Einen billigen, Low- bis "No"-Budget "Spaghetti"-Western wie man ihn aus alten Zeiten kennt. Natürlich erfordert dies noch einiges an Wissen und praktischen Übungen. Ich habe vor kurzem die website "http://www.movie-college.de/" gefunden, welche ich klasse fand und wo ich vermutlich in nächstern Zeit noch viel mehr lernen werde.

Es soll zwar ein "billiger" Western werden, dennoch habe ich einen gewissen Anspruch an das Projekt.
Wichtig ist natürlich das Bild und Ton schon anständig, aber trotzdem irgendwie "dreckig" (passend zum Stil des alten Spaghetti-Western-Genres). Für nötiges Equipment etc. will ich, bzw. wollen wir, natürlich so wenig wie möglich ausgeben, wir sind schließlich fast alle arme Studenten. :)

Ich selbst bin sehr vielseitig und kreativ. Ich bin gelernter Mediendesigner, produziere Musik (natürlich auch für den Film), schreibe selber Texte und habe bis vor einigen Jahren einfache und teils komplexe RPG´s "entwurfen" (Storys,Charaktere, Map-Designs etc.). Usw. usw. usw. :)

Zusammen mit einem guten Freund habe ich zunächst eine grobe Story für den Film entwickelt. Dann wurden die Charaktere entwickelt usw. Momentan arbeiten wir noch an den Feinheiten und einem ersten Exposé. Dadurch werden wir uns dann erstmal Feedback aus unserem Freundes- und Bekanntenkreis holen, die ja größtenteil später unsere "Schauspieler" sein werden. :P
Sobald wir dann alle Einzelheiten geklärt haben werden wir dann langsam Anfangen ein kleines Drehbuch zu schreiben, was dann später bis zur Perfektion ausgebaut wird.

Da wir im Harz wohnen haben wir uns bereits einige mögliche Gegenden für den späteren Film angeschaut. Man glaubt gar nicht wieviel gute Locations für einen Western im Harz und auch in der Lüneburger Heide verborgen sind :P Zudem haben wir hier im Harz auch eine Westernstadt (Pullman City Hasselfelde) die durchaus brauchbar ist. :)

Wir haben einen 400 Euro Camcorder zur Verfügung und zwar den Sony DCR-DVD405. Den benutzen wir momentan zum testen, um überhaupt erstmal ein bischen Feeling in die ganze Sache zu bekommen. Hier und da mal ein paar kurze Test-Szenen aufnehmen und anschließend schneiden etc. Momentan habe ich Demos von Adobe After Effects & Adobe Premiere um ein bischen zu experimentieren. Allerdings hat sich bislang noch keine Lösung finden lassen, das alles möglichst gut und vor allem möglichst billig zu vertonen. Nachsynchronisieren sollte wenn es geht auf jedenfall vermieden werden, weil ich denke das geht nur in die Hose oder dauert ca. 10 Jahre bis es perfekt ist. :P In dem Bereich kenn ich mich noch zu wenig aus. Ebenso sieht es mit Belichtung (innen und außen) aus.

Aufgrund meiner wenigen Erfahrung im Bereich Film suche ich hier nun um Ratschläge, Hinweise, Erfahrungswerte, ... kurz, alles was uns helfen würde einen qualitativ "guten" Film zu produzieren. Bedenkt aber bitte immer, es wird sich um einen dreckigen, billigen Italowestern handeln. :) Wir wollen keinen super hochwertigen Film drehen, mit mega hohem Niveau :P Dies ist nur ein Hobbyprojekt und dient keinerlei kommerziellen Zwecken.

Ich habe schon gesehen das es hier tatsächlich User gibt, die schon einige Erfahrungen mit Western gemacht haben. Mich würde auch interessieren ob oder wie uns diese Personen mit ihrem Wissen weiterhelfen können. :) Ich hoffe das alles ist nicht zu lang für euch. Mir liegt wirklich viel dran, in dem Bereich besser zu werden und was gutes zu schaffen.

In der Flut an Informationen die auf mich einprasseln und des umfangreichen Gebietes weiß ich momentan gar nicht so recht wo ich anfangen soll. :P Was für eine Kamera werden wir für unsere Zwecke benötigen ? Wie billig ist es Preis/Leistungstechnisch möglich den Film zu realisieren. Was für ein Mikro brauchen wir dann für die Kamera? Brauchen wir überhaupt eins ? Brauchen wir teueres Lichtequipment oder kann man sich aus Styropor und Alufolie tatsächlich selber irgendwas nützliches basteln !? ^^ All das und noch mehr sind so Fragen die wir uns momentan so stellen. Google is my friend und dieses Forum ist klasse. Aber viele Fragen blieben für mich bislang unbeantwortet. Vielleicht liegt es ja auch daran das hier, wie auch in vielen anderen guten Foren oft einfach nur die falschen Fragen gestellt oder Anliegen nicht genau genug dargelegt werden. Nunja ich hoffe das hier ist "genau" genug. :P

Fakt ist, wir brauchen ein wenig Orientierungshilfe im Bereich Film und ein paar erfahrene Leute, die bereit sind hier ihr Wissen mit uns zu teilen. :)
Ich bedanke mich schonmal im vorraus für die hoffentlich zahlreichen Antworten.

lg
Ronny Cash

sphifanpro

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Montag, 10. Oktober 2011, 06:30

Guten Morgen,

also das freut mich, dass jemand noch einen Western machen will. Ich habe selbst ein 95seitiges Drehbuch hier rumliegen. Aber keine Möglichkeiten es zu verfilmen. Habe mal die erste Seite verfilmt... war ein Schuss in den Ofen.
Jedenfalls finde ich euer vorhaben sehr gut.

Für einen halbwegs guten Dreh braucht ihr auf jeden Fall eine Kamera im externem Ton. Welche Marke die Kamera hat, da kann euch bestimmt jemand anderes weiter helfen. Mikrofone sind auch heute relativ günstig zu bekommen. Damit man einen guten Ton hat.
Also für mich wichtig: Kamera mit externem Ton.

Zum schneiden kann ich euch auch nur Adobe Premiere cs5 vorschlagen. Das nutze ich auch.
Wenn es bei euch ans drehen geht, vergesst nicht, mal bei der örtlichen Polizei oder dem Ordnungsamt nachzufragen, ob ihr auch hier oder da drehen dürft. Nachher steht ein Einsatzwagen der Polizei vor euch und will wissen warum Ihr da mit Pistolen spielt. Also vorher nachfragen. Fragen kostet nix.

Wenns um Fragen geht mit dem Drehbuch steh ich euch gerne bei.

Viel glück und gutes gelingen mit dem Western... ich bleib dran und freu mich auf Ergebnisse. :thumbsup:


Ich bin Pragmatiker. Wenn es paßt, der Kunde es nicht sieht, es zeitlich vertretbar ist, dann mach ich es so.

joey23

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Montag, 10. Oktober 2011, 11:35

Diese Italowestern wurden oft auch nur auf 16mm gedreht, aus Kostengründen. Mit einer normalen Videokamera seid ihr also schon mal gut beraten. Alternative wäre eine DSLR, aber die erzeugt einen Look den Italowestern nicht wirklich haben. Also: Camcorder passt schon.

Ich konnte jetzt eben auf die schnelle nicht per Google klären, ob sie einen Mikrofon-Anschluss hat. Ohne externes Mikrofon geht es nämlich nicht. Hat sie keinen Anschluss, solltet ihr euch nach einer anderen Kamera umschauen. Auch ein Kopfhöreranschluss ist sinnvoll, um den Ton kontrollieren zu können.

Mikrofone: Kauft oder leiht euch entweder ein T.Bone EM9600 (50€) oder ein Røde NTG2 (200€). Alles andere ist Mist. Ihr müsst mit dem Mikrofon möglichst dicht an den Darsteller, ein Auf-Kamera-Mikrofon funktioniert für euch nicht. Normalerweise montiert man das Mikrofon an einer Angel (zB Røde BoomPole, 100€), das kann man aber auch mit einem alten Besenstiel oder einem Stiel für eine Malerrolle, wenn ihr Geld sparen wollt.

Ich würde euch außerdem empfehlen bei Amazon 2 oder 3 billige Reflektoren zu kaufen. Stückpreis liegt bei etwa 15€, aber sie sind deutlich besser als Styroporplatten oder Rettungsdecken. Mehr solltet ihr eigentlich nicht brauchen, wenn ihr keine Nachtdrehs plant. Aber auch dann kommt man mit eingeschaltetem Fernlicht am Auto und den Reflektoren schon relativ weit.

Euer Film steht und fällt aber mit der Geschichte. Wenn die nicht passt, kann technisch alles noch so gut sein. Der Film wird nix. Umgekehrt kann man bei einer guten Geschichte über mangelhafte Technik durchaus hinwegschauen. Also: Ab an die Schreibmaschine, und erst mal eine gute Geschichte entwickeln.

Nebenher würde ich möglichst viel lesen, über Einstellungsgrößen, wie man Szenen auflöst, und so weiter. Literatur gibt es da zu hauf. Und dann alles ausprobieren - mal versuchen einen Dialog mit Schuss/Gegenschuss darzustellen, etc. Das übt ungemein, und ihr könnt dann auch präzisere Fragen stellen.

Viel Spaß bei eurem Projekt.

RonnyCash

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4

Montag, 10. Oktober 2011, 12:36

Vielen Vielen Dank.

Zitat

Diese Italowestern wurden oft auch nur auf 16mm gedreht, aus
Kostengründen.
Jop das hab ich auch gelesen. Da fällt mir direkt noch ne Frage ein in Bezug auf die "16mm". Die schwarzen Balken die man bei den alten Filmen oben und unten im Bild sieht, sind die Formatbedingt ? Wie könnte man nacher diese Balken hinkriegen/einfügen? (Ich denke das es halt noch ein bischen authentischer aussieht wenn diese "frames" da sind. :P) Reichen da einfach zwei schwarze .png´s für z.b. Adobe After Effects / Premiere in bestimmter Größe? Oder gibt es solche "features" gar schon in den besagt oder anderen Programmen!?



Zitat

Ich konnte jetzt eben auf die schnelle nicht per Google klären, ob sie
einen Mikrofon-Anschluss hat.
Nein hat sie leider nicht. Wir benutzten sie momentan auch eher zum testen um wie gesagt ein bischen Gefühl für die Sache zu kriegen. :) Da ich mir nächstes oder dieses Jahr sogar noch eh eine eigene gute Cam kaufen möchte ist das schonmal gut zu wissen das sie aufjedenfall ein Mikroanschluß und Kopfhöreranschluß haben sollte. Finde den Ton kontrollieren zu können nämlich auch recht wichtig.


Zitat

Normalerweise montiert man das Mikrofon an einer Angel
(zB Røde BoomPole, 100€), das kann man aber auch mit einem alten
Besenstiel oder einem Stiel für eine Malerrolle, wenn ihr Geld sparen
wollt.

Da tendiere ich doch glatt mal zur billigen Variante. :D


Zitat

Ich würde euch außerdem empfehlen bei Amazon 2 oder 3 billige
Reflektoren zu kaufen. Stückpreis liegt bei etwa 15€, aber sie sind
deutlich besser als Styroporplatten oder Rettungsdecken.
Danke, werd mich da mal informieren.


Zitat

Euer Film steht und fällt aber mit der Geschichte. Wenn die nicht passt,
kann technisch alles noch so gut sein. Der Film wird nix. Umgekehrt
kann man bei einer guten Geschichte über mangelhafte Technik durchaus
hinwegschauen. Also: Ab an die Schreibmaschine, und erst mal eine gute
Geschichte entwickeln.
Ist in Arbeit.Ich denke es wird auf jedenfall was gutes bei rauskommen. Irgendwie haben mein Kumpel und ich n Händchen für Storys und Charaktere hehe. :) Gute Story ist mir sowieso wichtiger als alles andere. Wenn ich bedenke was für optisch schlecht und billig gemachte Filme ich gesehen hab, deren Story widerum einzigartig und grandios waren. Na gut mit der Einzigartigkeit wird es vielleicht etwas schwer wenn man sich mal die ganze alten Italo-Schinken anschaut :) Aber wir werden durchaus die ein oder andere "Einzigartigkeit" einfließen lassen und darauf achten das wir nicht klauen und somit nur einen billigen Abklatsch einer bereits existierenden Story liefern. :P Sobald wir unser Exposé fertiggestellt haben, werd ich es hier auch mal grob vorstellen denk ich. :)



Zitat

"wie
man Szenen auflöst", "einen Dialog mit
Schuss/Gegenschuss darzustellen"
Sorry aber was genau meinst du damit :)



Vielen Dank nochmal.

joey23

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5

Montag, 10. Oktober 2011, 13:17

Zitat

Jop das hab ich auch gelesen. Da fällt mir direkt noch ne Frage ein in Bezug auf die "16mm". Die schwarzen Balken die man bei den alten Filmen oben und unten im Bild sieht, sind die Formatbedingt ? Wie könnte man nacher diese Balken hinkriegen/einfügen? (Ich denke das es halt noch ein bischen authentischer aussieht wenn diese "frames" da sind. :P) Reichen da einfach zwei schwarze .png´s für z.b. Adobe After Effects / Premiere in bestimmter Größe? Oder gibt es solche "features" gar schon in den besagt oder anderen Programmen!?


Die Balken ergeben sich, wenn du 16zu9 Material in ein 4zu3-Bild einbettest. Im Grunde reichen da schwarze PNGs, du kannst aber eben auch direkt in 16zu9 aufzeichnen. Dann kannst du das Material entweder auch in 16zu9 weiterverarbeiten (dann treten die Balken nur auf, wenn du das Video auf einem 4zu3TV abspielst) oder eben in ein 4zu3Bild einbetten. Bei einem 16zu9TV bleibt dann aber logischerweise rundherum ein schwarzer Rand.
Ich würde dir empfhelen direkt in 16zu9 zu drehen und zu schneiden. Alles andere ist eigentlich nicht zeitgemäß. Kino hat oft auch ein noch breiteres Format, das kann man dann im Schnittprogramm wieder per Balken oder eben dirket per Schnitt im gewünschten Format erreichen.

Ein Beispiel für so einen Reflektor:
http://www.amazon.de/Faltreflektor-Refle…18245298&sr=8-4
Sollte bei keinem Indyfilmer fehlen!

Wenn du ohnehin eine neue Kamera kaufen möchtest, solltest du dir das DSLR-Thema doch auch noch mal anschauen.

Schuss/Gegenschuss ist eine ganz typische Art und Weise einen Dialog darzustellen. Schau mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Schuss-Gegenschuss

Aber da kann ich dir wirklich die einschlägige Literatur empfehlen, da gibt es viel zu lernen! Thema Achsensprung und so weiter. Oft hat da auch die lokale Bücherei einen ersten Grundstock, ansonsten mal bei Unibibliotheken schauen, da gibts auch oft was. Außerdem sind Bücher über Fotografie gut, um ein Gefühl für den richten Bildausschnitt sowie den technischen Hintergrund der richtigen Belichtung zu verstehen.

RonnyCash

unregistriert

6

Montag, 10. Oktober 2011, 15:06

Cool danke. Das hilft mir alles schon viel weiter. Ich habe mich mal über das Prinzip des Schuß/Gegenschuß
informiert. Habe aber nur 1 Erklärung zur praktischen Durchführung
gefunden, sonst meist nur definitionen und Erklärungen auch in Bezug auf Achsensprung etc. Ich glaube ich blicke halbwegs durch. Ich werde das nachher gleich mal mit nem Kumpel in der Praxis testen. :P
Ist es so das man die jeweilige Szene mind. 2 mal aufnimmt und
dann einfach zusammenschneidet? Gibt es andere Möglichkeiten ? Wie
timed man das am besten,dass nachher alles gut zusammenpasst, falls die
Person mal nicht NUR sprechen sollten, sondern auch gestikulieren, sich
bewegen etc. Ich stell mir das recht schwierig vor 2 mal eine
exakte Szene hinzubekommen. Gibt es das Tipps,Tricks !? :)

Stimmt, sorry.. Hab es eben vor 1 Minute erst gesehen :P

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »RonnyCash« (10. Oktober 2011, 15:22)


joey23

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7

Montag, 10. Oktober 2011, 15:17

Das ist aktuell hier Thema:
1 Cam - 3 Scenes : Wie geht das ?

Fazit: Willkommen bei der großen Kunst des Filmemachens.

FipstheKid

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8

Montag, 10. Oktober 2011, 15:52

Da nimmst du dir viel vor ohne Budget. Unser Western der zu 2/3 fertig gedreht ist hat jetzt schon 3000,-- verschlungen.
Vor allem Location und Kostüme und vor allem die Waffen kosten eine Stange Geld. Wir hatten das Problem das an unseren Drehtagen es etwas 36 Grad hatte und keine einzige Wolke am Himmel war. Kurzerhand war es sehr sehr schwierig ein große Fläche zu beschatten.
Deswegen gaben wir den Film dann in Sepia Farben aus. Da wir eine extreme Überbelichtung hatten.

Also persönlich haben wir uns einfach die Ziele für den Anfang zu hoch gesteckt und nicht mit so einem Kostenaufwand gerechnet.


Aber einen Tipp kann ich dir geben. Versuch mit einer Reenactment Gruppe in Kontakt zu kommen. Die haben Kostüme und Waffen. ;-)

Solltest du dir unseren Trailer anschauen wollen hier der Link:

http://www.facebook.com/photo.php?v=1345612530861


mfg
FipstheKid

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »FipstheKid« (10. Oktober 2011, 16:12)


RonnyCash

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9

Montag, 10. Oktober 2011, 16:18

Zitat

Da nimmst du dir viel vor ohne Budget. Unser Western der zu 2/3 fertig gedreht ist hat jetzt schon 3000,-- verschlungen.
Ja in der Tat das tue ich, aber was muss das muss. Mein Kopf und mein Herz wollen es so, ich kann nix dagegen tun :D
Aber 3000,- klingt ziemlich viel. Was für Kosten hat man bitte das man auf 3000 kommt ? :)

Zitat

Vor allem Location und Kostüme und vor allem die Waffen kosten eine
Stange Geld.
Die Location in der besagten Westernstadt ist gratis, habe mich bereits
erkundigt. Das uns noch fehlende Equipment.. hm wenn ich da recht im
Bilde bin, kommen wir da auf wenige hundert Euro.

Kostüme muss ich dir recht geben.. ich hab schon sehr viel rumgesucht, ebay, amazon etc. alles recht teuer. Wir haben jedoch schon ein paar wenige tolle Teile zusammen, die wir mit vieeeel Glück super billig erwerben konnten. Wir haben auch schon einige Westernvereine und ähnliches angeschrieben. Teilweise bekamen wir leider nichtmal Antworten, teilweise negative und teilweise positive.
Was die Waffen angeht, hattet ihr da echte Nachbauten oder so Dekokrams ? Wir bräuchten schon etwas wo man zumindest den Abzug betätigen kann. Uns wurde geraten Spielzeugrevolver zu nehmen und die mit Öl einzuschmieren.. gibt ja in der Tat einige die recht vernünftig aussehen. :) Ich konnte im Trailer leider keine Schußeffekte ausmachen.. kommen die noch drauf oder fallen die einfach weg ?
Also ich möchte unbedingte Rauchende Revolver im Film sehen. :P Ich denke Schreckschußrevolver sind da keine Alternative, da zu teuer und gibt nur Stress mit Behörden etc. Dafür muss dann vermutlich After Effects herhalten.

Zitat

Kurzerhand war es
sehr sehr schwierig ein große Fläche zu beschatten.
Sorry, da kenn ich mich noch nicht aus, wieso beschattet man große Flächen? Ist es nicht gut wenn draussen die Sonne ballert ? In den alten Western war es doch meiner Meinung nach nicht anders. Außerdem habe ich gehört das diesbezüglich (wenn zur Sommerzeit) eher in den Vormittags- oder späten Nachmittagsstunden gedreht wird, auf keinen Fall in der Mittagssonne, kennt sich da einer genauer aus?!
edit: Ok wegen Überbelichtung, sorry.


Zitat

Aber einen Tipp kann ich dir geben. Versuch mit einer Reenactment
Gruppe in Kontakt zu kommen. Die haben Kostüme und Waffen. ;-)
Und die verleihen und / oder verkaufen die ? Wie habt ihr das gemacht ? Einfach bei google solche Gruppen gesucht, angeschrieben, überzeugt, requisiten bekommen ?! :)
Leihen ist immer ein bischen blöd find ich. Man weiß im enteffekt nicht wielange man nun für den Dreh braucht und leihen kostet ja meistens auch, außerdem ist es schöner anschließend noch ein paar Erinnerungen an das Projekt zu haben :P

Edit: Ich habe den Trailer jetzt nochmal gesehen. Tatsächlich keine Schußeffekte. Habt ihr da schon Ideen wie ihr die umsetzt !? Aber ne andere Frage, .. hab ich gestern mal so drüber nachgedacht :D... im Trailer bei 1:10, wie/womit habt ihr das gemacht, das dem Kerl das Blut ins Gesicht spritzt. :P Das sieht ganz gut aus...... ebenso die Waffen, wirklich gut, musste ich direkt noch 2-3 mal zurückspulen als die Herren in der Reihe ihre Eisen gespannt haben. :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »RonnyCash« (10. Oktober 2011, 16:27)


tomatentheo

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10

Montag, 10. Oktober 2011, 18:54

Viele Fragen, viele Sorgen, viel Anfänger......
Ich würde versuchen, weniger zu lesen, sondern mich irgendwo in ein Projekt einzubringen. Als Runner, Best Boy, irgendwas....
Ansonsten würde ich Leute anwerben, die ihr Handwerk verstehen und im Idealfall ihrer Technik mitbringen.
Das lässt dir den Kopf frei für die wichtigen Sachen.
Da lernste am schnellsten.
Was für Kosten hat man bitte das man auf 3000 kommt ?

Catering, Fahrtkosten, Unterkunft..... 30.000 würde ich mal einplanen. Wenn du viel über Sponsoren wieder reinkriegst, also Sachleistungen, kannste es auch für einiges weniger stemmen.

Ein Drittel unseres Filmes spielte im Wilden Westen und das war nicht der billigste Teil. Allerdings waren die Jungs vom Westernverein sehr kooperativ und so hatten wir genug Komparsen und Pferde zur Hand.
Von der der kleinen Westernstadt mal ganz abgesehen.

RonnyCash

unregistriert

11

Montag, 10. Oktober 2011, 20:42

Zitat

Ansonsten würde ich Leute anwerben, die ihr Handwerk verstehen und im Idealfall ihrer Technik mitbringen.
Das lässt dir den Kopf frei für die wichtigen Sachen.
Da lernste am schnellsten.
Ja :P das wär ne tolle Sache, wenn wir das Geld dafür hätten oder Leute aus dem Film Bereich kennen würden, wäre das alles kein Problem.

Zitat

Catering, Fahrtkosten, Unterkunft..... 30.000 würde ich mal einplanen. Wenn du viel über Sponsoren wieder reinkriegst, also Sachleistungen, kannste es auch für einiges weniger stemmen.
Oh wei, ich glaube du denkst da in anderen Spheren als ich :P 30.000 ist einfach "nicht mal der Rede Wert". ^^ Aber danke für deine Antwort. Also wir haben wie gesagt hier im Harz eine Westernstadt die durchaus brauchbar ist.. diese ist 35 Autominuten von hier entfernt. Eine andere Location auch hier im Harz ist 20 min entfernt und die Lüneburger Heide widerum 1 1/2 Std. Es wird sowieso schon schwer die Hauptcharaktere oft alle zusammen an einen Ort zu bekommen, daher planen wir bis nächstes Jahr Sommer (zu den Semesterferien) soweit vorbereitet zu sein das wir alles möglichst in dieser Zeit abdrehen können.

Zitat

Ein Drittel unseres Filmes spielte im Wilden Westen und das war nicht der billigste Teil. Allerdings waren die Jungs vom Westernverein sehr kooperativ und so hatten wir genug Komparsen und Pferde zur Hand.
Von der der kleinen Westernstadt mal ganz abgesehen.
Welcher Film ist das, kann man den mal irgendwo sehen ? Warum genau war das nicht der billigste Teil?
Ja ein Westernverein im Norden hat uns auch Angeboten ihre Location zu benutzen, ich bezweifel aber das die Pferde zur Verfügung haben. Leider bräuchten wir um die 3 1/2 Std. um dahin zu kommen. Und diese Entfernung wäre finanziell und zeitlich für uns leider nicht machbar. : /

tomatentheo

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12

Montag, 10. Oktober 2011, 21:36

Hmmm, viele Sachen sind ein wenig spezifisch, da schreib ich dir nochmal ne ausführliche Mail zu, aber nicht heute.
Ja das wär ne tolle Sache, wenn wir das Geld dafür hätten oder Leute aus dem Film Bereich kennen würden, wäre das alles kein Problem.

Hier haste schonmal ein paar Leute.
Oh wei, ich glaube du denkst da in anderen Spheren als ich 30.000 ist einfach "nicht mal der Rede Wert"

Ach Quark, 20 würden auch reichen, 130 wären besser ;) Nein, Schurz beiseite. Viele Sachen wie Catering kann man sich sponsorn lassen, die rechneste einfach mit rein.
Dazu gibts hier ein ziemlich informatives Topic.
Es wird sowieso schon schwer die Hauptcharaktere oft alle zusammen an einen Ort zu bekommen, daher planen wir bis nächstes Jahr Sommer (zu den Semesterferien) soweit vorbereitet zu sein das wir alles möglichst in dieser Zeit abdrehen können.

Anderer Ansatz meinerseits. Drehtermin festlegen, Profis engagieren und drehen. Gut vorbereitet ist man in drei bis vier Wochen durch.
Ja ein Westernverein im Norden hat uns auch Angeboten ihre Location zu benutzen

Cheyenne? In Zetel? Gute Leute. Und Pferde.
Leider bräuchten wir um die 3 1/2 Std. um dahin zu kommen. Und diese Entfernung wäre finanziell und zeitlich für uns leider nicht machbar. : /

Siehe oben. Alle notwendigen Einstellungen abdrehen und wieder nach Hause. Solange kann man da zelten.
Welcher Film ist das, kann man den mal irgendwo sehen ?

Den kannste sogar kaufen. www.apparatspott.de

freezer

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13

Dienstag, 11. Oktober 2011, 12:10

Ja in der Tat das tue ich, aber was muss das muss. Mein Kopf und mein Herz wollen es so, ich kann nix dagegen tun :D
Aber 3000,- klingt ziemlich viel. Was für Kosten hat man bitte das man auf 3000 kommt ? :)


Ich lege Dir unbedingt ans Herz, Dir eine Kalkulation aufzustellen - sonst wirst Du später von den Kosten böse überrascht.

Wenn zB 10 Leute am Set sind und Du pro Person billige 5 Euro / Tag für die Verpflegung einrechnest,
dann sind das bei 30 Drehtagen bereits 1.500 Euro - nur für Essen und Getränke der billigsten Sorte.

Dazu kommen Fahrtkosten - bei 10 Leuten + Equipment ca. 3 Autos - bei 50 km Entfernung des Drehorts macht das:
9.000 gefahrene Kilometer bis Drehende. Bzw. ca. 720 Liter Treibstoff. Oder eben ca. EUR 1.000 Treibstoffkosten (bei EUR 1,4/l).

Dann brauchst Du Filmblut (selbst hergestellt), Blutkapseln (gekauft), mehrere gleiche Paare Hemden zum Zerstören (Einschusslöcher, Blut, Dreck).
Dazu ev. einen Pyrotechniker, Kosten für die Minisprengladungen, Maske, etc.

Für Szenen in Innenräumen der Westernstadt brauchst Du extra Licht und somit Equipmentmiet- und Stromkosten.

Und dass Dich die Westernstadt Dutzende Tage kostenlos drehen lässt, kann ich mir nicht vorstellen - und wenn doch, dann nur bei durchgehendem Betrieb und damit einhergehenden Störungen durch Touristen und andere Westernfans oder sogar einem anderen Drehteam. Nichts hält einen Dreh mehr auf, als Leute die nicht verstehen können und wollen, dass man nicht im Hintergrund herumlaufen oder sprechen darf, solange gedreht wird.


Solltet Ihr auf miniDV-Band aufzeichnen, dann kommen noch die Kosten dafür dazu - ca. 30 Bänder = 90 - 150 Euro.
Falls auf Speicherkarten, dann plant 3 externe Platten zum Sichern ein, falls eine ausfällt, sollten noch 2 Backups einspringen können.

Plant Geldreserven ein, falls es zu Schäden an Ausrüstung, Auto, Westernstadteinrichtung kommen sollte - ca. 300-500 Euro sind schnell weg.
Robert Niessner - Planung / Kamera / Licht / Postproduktion
8010 Graz - Austria
Blackmagic Cinema Camera Blog

Knieriem

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14

Dienstag, 11. Oktober 2011, 12:30

ich denke, gerade wenn dein projekt - wie du selbst schreibst - vor allem dazu dienen soll, deinen bekanntenkreis zu unterhalten, solltest du wirklich die kosten so gering wie möglich halten.

ich bin hauptberuflich schauspieler, inszeniere stücke, schreibe auch solche und produziere gelegentlich auch (filme drehe ich in meiner freizeit als hobby und ausgleich) und es ist tatsächlich so: die kunst eines projektes liegt darin, mit möglichst wenig geld möglichst viel zu erreichen.

mit einem budget von 5000€ seine vision zu verwirklichen ist einfacher und (meines erachtens) unspektakulärer, als das gleiche mit 500€ zu schaffen. und möglich ist immer alles - mit dem nötigen druck dahinter.

wenn ich jetzt - beispielsweise - in einem kleinen provinztheater am land den sommernachtstraum inszeniere und mit einem konzept um eine million euro herankomme, das fliegende elfen, einen echten zauberwald und pyro-show vorsieht, wird mir der intendant wahrscheinlich sagen, dass ich aufhören solle zu träumen und ich mir ein konzept überlegen soll, dass maximal 10.000€ budgeht vorsieht.
damit hab ich den druck bekommen. und ich muss mein hirn anstrengen. was rauskommt sind sicher keine fliegenden elfen und pyro-show, dafür aber nicht unwahrscheinlicherweise etwas, das mit einfacheren - aber dafür umso kreativeren - mitteln gleich doppelt so gut wirkt.

die kunst liegt im kleinen, nicht im budget. mit budget effekte zu haschen ist einfach. mit kreativität menschen zu verblüffen zwar ungleich schwieriger, dafür aber umso nachhaltiger.

und - ganz ehrlich: was bringt dir ein 5.000 euro hobbyfilm, der letzten endes doch wiederum nur aussieht wie ein hobbyfilm?

ganz zum schluss hätte ich noch einen tipp:

wenn du nicht gleich das geld für eine neue kamera bloss wegen des externen tons ausgeben willst, dann mach folgendes:

check dir eins der mikrofone, die joey vorgeschlagen hat. und dann such dir auf ebay einen günstigen md-recorder mit mic-eingang. kostet in der regel nicht mehr als 30€.

damit kannst du den ton mittels mikrophon und angel auch extern abfangen und auf mini discs speichern. in deinem schnittprogramm legest du video- und audiospur einfach übereinander. das geht ganz einfach und wird auch bei aufnahmen mit filmmaterial so praktiziert.

md ist zwar stellt qualitativ zwar nicht das non-plus-ultra dar, aber du wirst sehen - für deine zwecke wirst du damit gute ergebnisse einfahren.

RonnyCash

unregistriert

15

Dienstag, 11. Oktober 2011, 13:08

Ok eine Kalkulation zu machen ist in der Tat immer wichtig. Aber ich glaube teilweise denkt ihr hier wirklich in anderen Spheren als ich. :D


Zitat

Wenn zB 10 Leute am Set sind und Du pro Person billige 5 Euro / Tag für die Verpflegung einrechnest,


dann sind das bei 30 Drehtagen bereits 1.500 Euro - nur für Essen und Getränke der billigsten Sorte.
Also ich bezweifel das wir mit 10 Leuten 30 Tage, täglich solange an einem Set sind das wir da groß Verpflegung brauchen. Da nimmt sich jeder n paar Brote mit und gut ! :P
Zumal wir denk ich das wir nie 10 Leute gleichzeitig brauchen werden, da nicht immer alle Leute für den Film in jeder Szene vorkommen werden.

Zitat

Dazu kommen Fahrtkosten - bei 10 Leuten + Equipment ca. 3 Autos - bei 50 km Entfernung des Drehorts macht das:


9.000 gefahrene Kilometer bis Drehende. Bzw. ca. 720 Liter Treibstoff. Oder eben ca. EUR 1.000 Treibstoffkosten (bei EUR 1,4/l).
Trifft dann also auch nicht zu. Ich sag mal 80 % aller Drehorte sind quasi um die Ecke. Für die Fahrten rechne ich nich mehr als 2 Autos und wie gesagt auch keine 30 Tage.


Zitat

Dann brauchst Du Filmblut (selbst hergestellt), Blutkapseln (gekauft),
mehrere gleiche Paare Hemden zum Zerstören (Einschusslöcher, Blut,
Dreck).


Dazu ev. einen Pyrotechniker, Kosten für die Minisprengladungen, Maske, etc.
Filmblut ok :), mehrere gleiche Paare Hemden zum zerstören brauchen wir glaub ich auch nichtmal ^^, doch wenn dann wäre das glaub ich noch das geringste Übel. Sollte es Szenen geben in denen Kleidung so stark zerstört wird das man sienicht mehr "retten" könnte, werden die selbstverständlich als allerletztes gedreht :P
Pyrotechnik is ne feine Sache, hab ich noch gar nicht drüber nachgedacht. :) Was man damit wohl alles machen könnte hehe. Aber steht momentan noch nicht wirklich zur Debatte.
Maske? Wir stehen morgens undgeduscht auf, mitn bischen Butter inne Haare, n Klatsch Bräunungspampe ins Gesicht, damit alles auch schön dreckig und ölig aussieht und gut. Authentic pure. :D

Zitat

Für Szenen in Innenräumen der Westernstadt brauchst Du extra Licht und somit Equipmentmiet- und Stromkosten.
Ja das stimmt, daran habe ich noch nicht gedacht. Aber es gibt doch sicher auch günstige Lösungen um Innenräume zu beleuchten oder ?!


Zitat

Und dass Dich die Westernstadt Dutzende Tage kostenlos drehen lässt,
kann ich mir nicht vorstellen - und wenn doch, dann nur bei
durchgehendem Betrieb und damit einhergehenden Störungen durch Touristen
und andere Westernfans oder sogar einem anderen Drehteam. Nichts hält
einen Dreh mehr auf, als Leute die nicht verstehen können und wollen,
dass man nicht im Hintergrund herumlaufen oder sprechen darf, solange
gedreht wird.
Ich verstehe vollkommen was du meinst, aber wir werden definitiv außerhalb der Öffnungszeiten oder bei sehr minimalem Betrieb filmen, denn auf solche Störungen hat keiner Lust, andersrum auch die Betreiber nicht. :) Ich will die Stadt keinesfalls schlecht machen, aber sooviel ist da nicht los. Ne Freundin war vor ein paar Wochen da zum Fotos machen und da standen glaub ich nur 5 Autos aufm Parkplatz und draußen war herrvorragendes Wetter :) Mal davon ab, es wird in der Westernstadt eh nicht viel gedreht, einige wenige Szenen bloß.

Zitat

Solltet Ihr auf miniDV-Band aufzeichnen, dann kommen noch die Kosten dafür dazu - ca. 30 Bänder = 90 - 150 Euro.


Falls auf Speicherkarten, dann plant 3 externe Platten zum Sichern ein,
falls eine ausfällt, sollten noch 2 Backups einspringen können.
Also bei den Kameras kenn ich mich ja wie gesagt noch nicht so aus, aber ich denke mal stark gespeichert wird auf Speicherkarte. Ist doch bei den meisten heutigen "für unsere Zwecke ausreichenden" Kameras der Fall oder ? Also müsste man doch mit zwei 64 gb karten zurecht kommen. Und 3 extern Platten halte ich auch für übertrieben (in unserem Fall) :)

Ich finde es gut das du mir mal so eine kleine detaillierte Aufstellung vorgführt hast, das bringt mir sehr viel, dennoch denke ich das das für unsere Zwecke nicht zutreffen wird. Danke dir.

Ich bin der Meinung wie Knieriem.

Zitat

mit einem budget von 5000€ seine vision zu verwirklichen ist einfacher
und (meines erachtens) unspektakulärer, als das gleiche mit 500€ zu
schaffen. und möglich ist immer alles - mit dem nötigen druck dahinter.

Zitat

die kunst liegt im kleinen, nicht im budget. mit budget effekte zu
haschen ist einfach. mit kreativität menschen zu verblüffen zwar
ungleich schwieriger, dafür aber umso nachhaltiger.

daaamn right!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »RonnyCash« (11. Oktober 2011, 13:15)


freezer

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Dienstag, 11. Oktober 2011, 16:26

ich bin hauptberuflich schauspieler, inszeniere stücke, schreibe auch solche und produziere gelegentlich auch (filme drehe ich in meiner freizeit als hobby und ausgleich) und es ist tatsächlich so: die kunst eines projektes liegt darin, mit möglichst wenig geld möglichst viel zu erreichen.

Das bestreitet auch niemand.

mit einem budget von 5000€ seine vision zu verwirklichen ist einfacher und (meines erachtens) unspektakulärer, als das gleiche mit 500€ zu schaffen. und möglich ist immer alles - mit dem nötigen druck dahinter.

Ich würde sagen, mit einem Budget von 5.000 tust Du Dir immer noch sauschwer. Und einen Spielfilm in gehobener Qualität mit 500 Euro zu verwirklichen - niemals. Ich denke, jeder der schon mal so ein Projekt ernsthaft durchgezogen hat, wird mir zustimmen.

wenn ich jetzt - beispielsweise - in einem kleinen provinztheater am land den sommernachtstraum inszeniere und mit einem konzept um eine million euro herankomme, das fliegende elfen, einen echten zauberwald und pyro-show vorsieht, wird mir der intendant wahrscheinlich sagen, dass ich aufhören solle zu träumen und ich mir ein konzept überlegen soll, dass maximal 10.000€ budgeht vorsieht. damit hab ich den druck bekommen. und ich muss mein hirn anstrengen. was rauskommt sind sicher keine fliegenden elfen und pyro-show, dafür aber nicht unwahrscheinlicherweise etwas, das mit einfacheren - aber dafür umso kreativeren - mitteln gleich doppelt so gut wirkt.

Du vergleichst jetzt aber Budgets mit einem Unterschied von Faktor 100 (1 Mio zu 10.000) vs. einem Budget mit einem Unterschied von Faktor 10 (5000 vs 500). Und bei einem Budget von 1 Mio geht man auch davon aus, dass die Leute die dafür arbeiten, bezahlt werden. Damit relativiert sich aber das vorhandene Budget sehr schnell.

die kunst liegt im kleinen, nicht im budget. mit budget effekte zu haschen ist einfach. mit kreativität menschen zu verblüffen zwar ungleich schwieriger, dafür aber umso nachhaltiger.

Das bestreitet auch niemand.

und - ganz ehrlich: was bringt dir ein 5.000 euro hobbyfilm, der letzten endes doch wiederum nur aussieht wie ein hobbyfilm?

5.000 Euro sind nicht viel, auch nicht für einen Hobbyfilm. Das mag aus der Sicht eines Schülers logischerweise viel Geld sein, aber wenn 5 Leute im Team ihr Geld über den Zeitraum von einem Jahr reinstecken, dann ist das für den einzelnen gar nicht mal so untragbar.

Ok eine Kalkulation zu machen ist in der Tat immer wichtig. Aber ich glaube teilweise denkt ihr hier wirklich in anderen Sphären als ich.

Ganz sicher nicht. Immerhin habe ich schon etliche fertige Projekte hinter mich gebracht und ich denke, ich weiß wovon ich spreche. Ich habe eher das Gefühl, Du versuchst noch ein bisschen die Realität zu verdrängen. Je eher Du Dich mit dem Gedanken anfreundest, dass Filmemachen ein sehr teures Hobby ist, desto weniger werden Dir die Ausgaben später wehtun.


Zitat


Wenn zB 10 Leute am Set sind und Du pro Person billige 5 Euro / Tag für die Verpflegung einrechnest,

dann sind das bei 30 Drehtagen bereits 1.500 Euro - nur für Essen und Getränke der billigsten Sorte.
Also ich bezweifel das wir mit 10 Leuten 30 Tage, täglich solange an einem Set sind das wir da groß Verpflegung brauchen. Da nimmt sich jeder n paar Brote mit und gut !
Zumal wir denk ich das wir nie 10 Leute gleichzeitig brauchen werden, da nicht immer alle Leute für den Film in jeder Szene vorkommen werden.


* Regisseur
* Aufnahmeleiter (kümmert sich um die Logistik & Organisation, hält der Regie den Kopf frei)
* Kameramann
* Kamerassi (schlägt Klappe, hilft Kameramann, ev. Script & Kontinuität)
* Tonangler
* Maske (schminkt Wunden, kümmert sich um das Blut, richtet die Frisuren, etc)
* 1-2 Sethelfer
* 3-5 Darsteller
* x Komparsen

Natürlich könnte man Posten auch mehrfach an eine Person vergeben. Aber Du wirst schnell feststellen, dass dann die Effizienz am Set sehr darunter leidet und man den Kopf nicht freihat für seine Hauptaufgabe.

Weitere Posten am Set (je nach betriebenem Aufwand):
* Oberbeleuchter
* Lichtassi (hilft beim Auf- und Umstellen, verlegt Stromkabel usw.)
* Ausstattung (kümmert sich um die Kostüme der Darsteller, usw)
* Setfahrer (bringt und holt die Leute, mach Besorgungen etc)
* Setassi für Aufnahmeleiter
* Catering (schmiert Brote, macht Tee & Kaffee, heiße Suppe, etc.)

Wenn Du einen Film in Spielfilmlänge drehen willst (wovon ich mal laut Deinem Ausgangsposting ausgehe) - und noch dazu einen Western, wo der Aufwand sehr viel größer ist) - dann wirst Du auch entsprechend viele Leute & Zeit benötigen. Du schreibst ja, dass Dir eine gute Geschichte wichtig ist - daraus schließe ich, dass Dir das Endresultat auch wichtig sein wird. Das kann man dann eben nicht in ein paar Drehtagen abdrehen, schon gar nicht, wenn es die typischen Schießereien und einen Showdown geben soll. 30 Drehtage sind nicht viel, für einen 90 min. Western.

Aber schreib mal, wieviele Stunden Du denkst, dass ihr an einem Drehtag dreht bzw. wieviele Tage insgesamt ihr drehen werdet?

9.000 gefahrene Kilometer bis Drehende. Bzw. ca. 720 Liter Treibstoff. Oder eben ca. EUR 1.000 Treibstoffkosten (bei EUR 1,4/l).
Trifft dann also auch nicht zu. Ich sag mal 80 % aller Drehorte sind quasi um die Ecke. Für die Fahrten rechne ich nich mehr als 2 Autos und wie gesagt auch keine 30 Tage.

Ich habe nur Schätzungen aufgrund Deiner Angaben gemacht. Ich kenne ja weder Dein Drehbuch, noch die Anzahl der Drehorte. Wie Du allerdings all das Zeug + die Leute in 2 Autos bringen willst, ist mir ein Rätsel. Wir waren zeitweise mit 5 Autos unterwegs.

Filmblut ok , mehrere gleiche Paare Hemden zum zerstören brauchen wir glaub ich auch nichtmal , doch wenn dann wäre das glaub ich noch das geringste Übel. Sollte es Szenen geben in denen Kleidung so stark zerstört wird das man sienicht mehr "retten" könnte, werden die selbstverständlich als allerletztes gedreht

Und was machst Du, wenn es beim ersten Versuch nicht hinhaut? Richtig - einen weiteren Versuch - und dafür brauchst Du eine Reserve.
Wir hatten für einen Western einen eigenen Körperschutz unter dem Hemd, präpariert mit kleinen Sprengladungen und Blut - damit gibts dann schöne Einschusslöcher, aber das Hemd ist natürlich hinüber. Das sollte natürlich nur ein ausgebildeter Pyrotechniker machen!


Maske? Wir stehen morgens undgeduscht auf, mitn bischen Butter inne Haare, n Klatsch Bräunungspampe ins Gesicht, damit alles auch schön dreckig und ölig aussieht und gut. Authentic pure.

Ich fürchte, Du stellst Dir das etwas zu einfach vor. Kommt natürlich auch auf Deine Ansprüche drauf an, aber wer zB schminkt dann die Verletzungen? Wer sorgt dafür, dass die Darsteller in jeder Szene gleich verschmutzt aussehen? Nicht viel ist ablenkender im fertigen Film als ein ständig wechselnder Dreckfleck im Gesicht des Darstellers.

Ja das stimmt, daran habe ich noch nicht gedacht. Aber es gibt doch sicher auch günstige Lösungen um Innenräume zu beleuchten oder ?!

Licht ist nie günstig. Licht ist sehr zeitaufwendig. Licht macht aber Film erst filmisch.
Für den Anfang tun es ein paar Baustrahler, besser als die sind günstige PAR-Scheinwerfer + Lichtstative. Dazu ein paar Kabeltrommeln und Verlängerungskabel.

Ich verstehe vollkommen was du meinst, aber wir werden definitiv außerhalb der Öffnungszeiten oder bei sehr minimalem Betrieb filmen, denn auf solche Störungen hat keiner Lust, andersrum auch die Betreiber nicht. Ich will die Stadt keinesfalls schlecht machen, aber sooviel ist da nicht los. Ne Freundin war vor ein paar Wochen da zum Fotos machen und da standen glaub ich nur 5 Autos aufm Parkplatz und draußen war herrvorragendes Wetter Mal davon ab, es wird in der Westernstadt eh nicht viel gedreht, einige wenige Szenen bloß.

Wie gesagt - kann ich nicht genau beurteilen, da ich Dein Drehbuch nicht kenne. Aber Du kannst Dich halt auch nicht darauf verlassen, dass gerade dann, wann Du drehen willst, nichts los ist.

Also bei den Kameras kenn ich mich ja wie gesagt noch nicht so aus, aber ich denke mal stark gespeichert wird auf Speicherkarte. Ist doch bei den meisten heutigen "für unsere Zwecke ausreichenden" Kameras der Fall oder ? Also müsste man doch mit zwei 64 gb karten zurecht kommen. Und 3 extern Platten halte ich auch für übertrieben (in unserem Fall)

Das musst Du wissen, was Dir die Datensicherheit wert ist. Eine Platte ist schnell mal kaputt, dann braucht nur noch die zweite versehentlich fallengelassen werden und das war es dann mit Deinem Film und dem bisher eingesetzten Budget. Warum gerade bei so etwas am falschen Ende sparen?


Ich finde es gut das du mir mal so eine kleine detaillierte Aufstellung vorgführt hast, das bringt mir sehr viel, dennoch denke ich das das für unsere Zwecke nicht zutreffen wird. Danke dir.


Ob das für Deine Zwecke zutrifft, hängt sehr von Deinen Erwartungen an das Endergebnis ab. Was willst Du erreichen? Welche Qualitätsstufe soll er haben? Was möchtest Du mit dem fertigen Film machen?
Robert Niessner - Planung / Kamera / Licht / Postproduktion
8010 Graz - Austria
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17

Dienstag, 11. Oktober 2011, 17:00

Ich mach zurzeit meine ersten Gehversuche bei "größeren" Produktionen und ich kann dir nur einen Ratschlag geben: Hör ganz genau auf die oben geschriebenen Tipps von Freezer. Sie sind alle wahr. Wir haben letztens einen 2 Minuten clip produziert und haben letztlich ausgaben von über 500 Euro gehabt. Dabei haben wir an allen ecken und enden gesparrt,das Licht komplett umsonst bekommen und nur einen Drehtag gehabt.

* Regisseur
* Aufnahmeleiter (kümmert sich um die Logistik & Organisation, hält der Regie den Kopf frei)
* Kameramann
* Kamerassi (schlägt Klappe, hilft Kameramann, ev. Script & Kontinuität)
* Tonangler
* Maske (schminkt Wunden, kümmert sich um das Blut, richtet die Frisuren, etc)

Das ist auch enorm wichtig. Du sagst dir jetzt vielleicht: Für was brauch ich einen Aufnahmeleiter oder einen Kameraassi? Aber gib bei deinem Film soviel wie möglich ab. Je weniger du am Set machen musst, destom mehr kommt der Regie oder der Produktion und letztlich des films zu gute.

joey23

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18

Dienstag, 11. Oktober 2011, 17:23

Zitat

Da nimmt sich jeder n paar Brote mit und gut ! :P


Verflegung ist das absolut wichtigste am Set - und deine Aufgabe! Damit steht und fällt die Laune am Set. Auch wenn du an allem sparst - Catering gehört einfach zum guten Ton!

Sehr produktiver Thread, weiter so!

RonnyCash

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19

Dienstag, 11. Oktober 2011, 17:51

Zitat

Ganz sicher nicht. Immerhin habe ich schon etliche fertige Projekte
hinter mich gebracht und ich denke, ich weiß wovon ich spreche. Ich habe
eher das Gefühl, Du versuchst noch ein bisschen die Realität zu
verdrängen. Je eher Du Dich mit dem Gedanken anfreundest, dass
Filmemachen ein sehr teures Hobby ist, desto weniger werden Dir die
Ausgaben später wehtun.
Natürlich, wenn du mehrere Projekte abgeschloßen hast wirst du wissen wie es in der Realität ist. Es ist bei mir weniger die Sache das ich die Realität verdrängen will, eher wusste ich bislang nicht wirklich wie die Realität aussieht. Ich meine klar, ich habe schon etliche Making Of´s gesehen etc., aber das is halt nicht das gleiche. ^^ Außerdem habe ich stark zwischen professionellen Produktionen und dem was ich vorhabe differenziert. Viele Sachen waren mir wie gesagt vorher gar nicht so bewusst. Damit meine ich alle möglichen Sachen gegen die ich im letzten Post noch mehr oder weniger angegangen bin. Je mehr ich drüber nachdenke, je mehr wird mir klar, das du vollkommen recht hast, auch wenn ich trotzdem immer eher Typ bin der sich denkt: "Ach das klappt schon irgendwie."
Es war halt immer so das alles irgendwie klappt und ich weiß das ich keinen Müll liefern werden, wenn ich ein Projekt angehe. Dafür bin ich viel zu ehrgeizig und sehr perfektionistisch veranlagt.

Klar nun ist es so, das ich ein Projekt angehen will, von einem Bereich der mir bislang fremd war daher versuche ich nun mich viel mit der Materie zu befassen. Ich denke das ich bis nächstes Jahr das nötige Wissen für so ein Projekt haben werde.. ich denke es wird eher daran scheitern, weil wir zu wenig Leute und / oder zu wenig Geld für solch ein Vorhaben haben werden. Ich mein wir haben eh gerade mal genug Leute für die Haupt- und Nebendarsteller, es fehlen eh noch etlich Rollen von Leute die "einfach nur da sind!" , "im Hintergrund rumturnen" etc. :P
Nun wo mir klar wird das wir noch Leute brauche wie:


Zitat

* Regisseur


* Aufnahmeleiter (kümmert sich um die Logistik & Organisation, hält der Regie den Kopf frei)


* Kameramann


* Kamerassi (schlägt Klappe, hilft Kameramann, ev. Script & Kontinuität)


* Tonangler


* Maske (schminkt Wunden, kümmert sich um das Blut, richtet die Frisuren, etc)


* 1-2 Sethelfer


* 3-5 Darsteller


* x Komparsen
.. sieht die Sache schon wieder anders aus. Ich mein klar, n Kameramann, n Tonangler und jemanden fürs Licht war mir schon klar, aber ich dachte nich das es soviel ausmacht Leute mehrfach einzusetzen. Ich meine Ne Freundin die eine der Fahrerinnen ist, hält gleichzeitig ne Kamera. Kumpels die als Darsteller dienen, können auch abwechselnd ne Klappe schlagen wenn sie nicht grad in der Szene sind.. und und und.
Ich weiß echt nich ob ich noch einige Leute mehr allein für die Produktionshelfer-Positionen auftreiben kann. Erst recht nich welche die bezahlt werden wollen.


Zitat

Wenn Du einen Film in Spielfilmlänge drehen willst (wovon ich mal laut
Deinem Ausgangsposting ausgehe) - und noch dazu einen Western, wo der
Aufwand sehr viel größer ist) - dann wirst Du auch entsprechend viele
Leute & Zeit benötigen. Du schreibst ja, dass Dir eine gute
Geschichte wichtig ist - daraus schließe ich, dass Dir das Endresultat
auch wichtig sein wird. Das kann man dann eben nicht in ein paar
Drehtagen abdrehen, schon gar nicht, wenn es die typischen Schießereien
und einen Showdown geben soll. 30 Drehtage sind nicht viel, für einen 90
min. Western.
Du hast wohl recht. : / Sicherlich ist mir ein gutes Endresultat wichtig, aber mal schaun ob oder in wiefern ich bereit bin Kompromisse / ein schlechteres Endresultat in Kauf zu nehmen. -.-


Zitat


Ob das für Deine Zwecke zutrifft, hängt sehr von Deinen Erwartungen an
das Endergebnis ab. Was willst Du erreichen? Welche Qualitätsstufe soll
er haben? Was möchtest Du mit dem fertigen Film machen?
Ich will einfach nur einen guten Film machen. :P Das ist mein Wunsch. :)
Was ich damit machen will ? Da hab ich mir noch keine Gedanken drüber gemacht. Ich will ihn einfach nur Produzieren und den Menschen zeigen. :P Ich verspreche mir davon gar nix. Alles was daraus enstehen könnte wäre nur ein uneigeplanter Zusatz. :)

Birkholz

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20

Dienstag, 11. Oktober 2011, 18:32

Ja, alles was hier genannt wurde brauchst du, wenn du ein gutes (nicht mal professionelles) Endresultat haben willst. Wie schon gesagt wurde, kannst du überall an Hilfskräften einsparen, doch dafür musst du dich dann selbst um die Aufgaben kümmern, hast weniger Zeit dich um Regie zu führen und vernachlässigst zwangsläufig deine Arbeit.
Da du vorher noch nie Filme gedreht hast, wäre es sowieso blödsinnig direkt so ein Großprojekt anzugehen. Um überhaupt eine Vorstellung vom Machbaren zu bekommen, solltest du im Laufe des Jahres dir selbst die Kamera, zwei, drei Leute und ein paar Baustrahler schnappen und innerhalb von zwei, drei Tagen in deiner direkten Nähe nen kleinen Kurzfilm von vielleicht fünf Minuten drehen. Einfach eine einfache Story, die Dialoge beinhaltet und an der du dich schon mal in Spannungsaufbau, sinnvollem Einsatz von Perspektiven usw... erproben kannst. Wenn du das geschafft hast und du dein Endresultat betrachtest, kriegst du schon mal nen ganz anderen Eindruck von der Filmarbeit und deinem angestrebten "guten" Westernfilm.

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