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MarkusEngelStudio

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1

Sonntag, 18. September 2011, 12:37

Wie heißt der Beruf?

Vielleicht hat der ein oder andere den "Lego-Filmer" Post gesehen, das ich gerne Kameramann werden möchte. Die Leute vom WDR, als die da waren, haben mir das auch vorgeschlagen. Ich bin nun dabei meine Bewerbung für ein Schülerpraktikum zu schreiben. Nun, wenn man Kameramann werden will, muss man doch studieren, oder? Oder gibt es da auch ein Ausbildungsberuf? Heißt der Mediengestalter in Bild und Ton?
Ist das denn auch Kameramann? Der Kameramann der da war war glaube ich sehr jung, könnte also auch "nur" eine Ausbildung gemacht haben. Hat jemand vielleicht hier auch den Beruf?

Viele Grüße
Markus

2

Sonntag, 18. September 2011, 12:44

schau mal hier. hier sind ja einige infos

http://de.wikipedia.org/wiki/Kameramann

NO!R

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3

Sonntag, 18. September 2011, 13:02

Also die meisten Kameramänner in deutschland gehen einen recht langen steinigen Weg. Der beginnt bei einem Verleih (Arri, Panther, ...) dann Materialassistent (Der mit der Klappe und der das Filmmaterial wechselt), dann kameraassistent (u.a. verantwortlich für die schärfe) und dann kameramann (wenn alles gut läuft ;) )

Wie immer im Filmbereich ist das nur einer von vielen. Andere Wege sind Filmschulen, Ausbildung (z.b. beim Fotografen und dann zum Fernsehen wie Ballhaus) oder Autodidakten.

Viel Glück :)

<<<ThE SpEZi>>>

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4

Dienstag, 20. September 2011, 00:28

Mediengestallter Bild und Ton sind auf jeden Fall mit für die Kamera verantwortlich. Ihr Aufgabengebiet kann so einiges umfassen, wobei auch die Planung und der anschließende Schnitt dazuagehören.

Kameraführung zu studieren hat bestimmt auch einige Vorteil. Vorallem die Kontakte die man im Studium knüpft.

Im Idealfall hat der Kameramann schließlich einiges mitzuentscheiden und arbeitet am engsten mit dem Regisseur zusammen. Im englischsprachigen Raum wird er daher auch so passend direcotr of photography also Regisseur der Bilder genannt.

Birkholz

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5

Dienstag, 20. September 2011, 01:37

Kommt auch drauf an, ob du Film oder Fernsehen machen willst! Also als Mediengestallter in Bild und Ton wirste eher im Studio stehen, von der Regie Anweisungen durchkriegen und stur die Studiogäste filmen. Für mich wär das nix!
Willst du szenisch arbeiten, kreativ an der Bildgestaltung beteiligt sein usw... Dann sieh zu dass du Kamera studieren kannst oder über Praktika reinkommst! Ist aber wie immer ein harter und steiniger Weg...

Vielleicht wär auch Drehbuch/Regie eher was für dich? Na... Bist ja noch sehr, sehr jung und hast noch ein paar Jahre um dich da festzulegen. Vielleicht drehste bald auch mal mit echten Menschen. Das ist schon ein ganz anderes Gefühl und vielleicht verändern sich deine Vorlieben noch.

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rick1000

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6

Dienstag, 20. September 2011, 04:56

Zitat

Im englischsprachigen Raum wird er daher auch so passend direcotr of photography also Regisseur der Bilder genannt.


Also eigentlich ist ein Kameraman ein Camera Operator (C.O) oder schlicht ein Cameraman. Es kann auch auf einer höheren Stufe der Cinematographer sein. Alle drei erhalten ihre Anweisungen vom Director of Photography (sofern der Produzent sich diesen Luxus leisten kann).

Der Director of Photography (DoP) muß nicht zwangsläufig ein Kameraman sein - er ist wie von <<TheSpezi>> gesagt, ein Bild und Licht Regisseur (also ein Supervisor am Set) und hat weitaus mehr Einfluß (bis hin zur Postproduction) als ein "gewöhnlicher" Kameraman.

Es hat sich irgendwann eingebürgert dem Hauptkamermann bei Produktionen mit mehreren Units (wenn ein DoP zu teuer ist) diesen Titel zu geben. Im Deutschen gibt es meines Wissens nach (leider) kein wirkliches Equivalent zum DoP (nur im Studio entfernt vergleichbar mit der Bildregie). Aus Kostengründen werden die Aufgaben des DoP leider häufig auf den Regiesseur, den Director of Light und auf den Kameramann "abgewälzt".

Weiterführende Links

Director of Photography?

Cinematographer

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NO!R

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Dienstag, 20. September 2011, 11:43

Naja die deutschen Kameramänner kann man schon als DoPs bezeichnen. Gerade beim Lichtsetzen, sind sie ja Entscheidungsträger (director of light kenn ich gar nicht, solltest du den Oberberleuchter meinen, muss man dazu sagen, dass dem seine Aufgaben mehr ins technische als ins kreative gehen). Auch bei der Bildgestaltung übernehmen sie weit mehr einfluss als der amerikanische operator. Sie haben vielleicht nicht ganz den Stellenwert eines amerikanischen DoPs aber sie sind auch nicht so weit davon entfernt.

rick1000

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8

Dienstag, 20. September 2011, 12:35

Zitat

...director of light kenn ich gar nicht...

Entschuldigung das war mein Fehler, es heißt nicht Director of Light (außer man ist Chef bei Osram), sondern lighting director, das wäre dann wohl der Oberbeleuchter.

joey23

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9

Dienstag, 20. September 2011, 13:50

Zitat

Also die meisten Kameramänner in deutschland gehen einen recht langen steinigen Weg.


.. und verdienen anschließen zum Großteil extrem schlecht. Sowohl ÖR als auch Private drücken die Preise der "Feld-, Wald- und Wiesenkameramänner" immer weiter - das reicht oft ohne 400€-Job nicht mehr zu Leben. Besonders schlimm ist es bei den Freien.

Überleg dir das gut! WENN würde für mich nur ein Studium in Frage kommen, als Mediengestalter Bild und Ton hat man leider keine rosigen Aussichten ...

Birkholz

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Dienstag, 20. September 2011, 14:27

Leider siehts bei vielen Berufen in der Branche so aus...

NO!R

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Dienstag, 20. September 2011, 19:42

Also man muss dabei schon etwas differenzieren. Es gibt viele unterbezahlte Fachkräfte in der Medienwelt, vor allem im Fernsehcontent und Doku Berreich.
Aber man kann in der Branche auch wahnsinnig gut verdienen. Dabei meine ich übrigens nicht nur eine kleine Minderheit, oder im Ausland arbeitende. Es gibt Leute die mitte zwanzig sind und als set-aufnahmeleiter weit über tausend euro die woche verdienen. Auch Beleuchter verdienen sehr sehr gut (dank einer starken gewerkschaft verdient der einfache beleuchter (nicht best boy oder oberbeleuchter) minimum 1200 € in der woche). Was Kamera und Regie verdienen kann man nie genau sagen, aber es ist deutlich mehr.

Natürlich sind die Zahlen nicht bei allen Produktionen so. Es gibt viel Ausbeutung in dieser Branche, aber man sollte nicht gleich jeden neuling damit verschrecken.

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