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Space_Marine

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1

Freitag, 1. April 2011, 12:14

Vorbereitung für mein erstes 10min-Projekt

Hallo liebe Community,

ich bin total neu hier sowie auch auf dem Gebiet des Filme machens. Nicht destrotrotz bin ich gerade dabei, in ein neues Hobby einzusteigen, weil mich das Drehen schon seit längerem fasziniert. Erst als ich mein erstes Kurzfilm erstellt hab, habe ich gemerkt, wie sehr es mir Spaß macht und bereue schon dass ich nicht schon viel früher damit angefanen habe.

Naja back to topic: ich habe vor, im kommenden Semester (Maschinenbau) ein Konstruktionsprojekt zu filmen (so ne Art Doku), wo ich abwechselnd Einzelinterviews der Gruppenmitglieder (wir sind 6 Leute in der Gruppe) und Animation der Bauteile zeigen möchte. Mit Interview meine ich halt, die typische Kameraeinstellung bei Dokus, wenn ein Mensch sich zu einem Thema äußert (heißt leicht seitlich versetzte Stellung, nicht in die Kamera blickend, sowie bei Germanys Next Topmodel den ganzen Zwischen-Interview-Sequenzen); Das ganze in gestaffelter Reihenfolge wird im Drehbuch festgehalten (wenn mans Drehbuch nennen darf ^^) und filmtechnisch umgesetzt.

Nun zur Technik: meinen ersten Kurzfilm habe ich mit Windows Moviemaker gemacht und war mit der Software durchaus zufrieden, ich denke für das aktuelle Projekt (was in 2 Wochen starten wird) reicht es auch noch... Was meint ihr? Brauche ich ne andere Software von Anfang an weil WMM nix taugt?

Ja Kamera: da wollte ich mir sowieso schon nen guten Camcorder zulegen, darf auch ruhig etwas mehr kosten, weil ich damit möglichst lange arbeiten will. Hab mich so ein bisschen umgeschaut, das z.B.(?) : http://www.ciao.de/Sony_HDR_CX115EB__8450278

Stativ wird auch dazu gekauft, für unter 50€ habe ich schon paar gute gesehen;

Nun weiß ich nicht, ob die Tonqualität bei den Nahaufnahmen ausreicht, um nicht von der Hintergrundmusik übertönt zu werden. Bei den "Interviews" ist die Entfernung ziemlich gering zum Sprecher (ca 30-50cm), von daher müsste es doch ausreichen ohne Zusatz-Mikro oder? Wenns nicht ausreicht, welche Maßnahmen kann man da ergreifen?

Letzte Frage gilt der Beleuchtung: reicht die normale Raumbeleuchtung aus? Eigentlich will ich es nicht so sehr hell haben, bisschen abgedunkelt ist auch ok, aber hauptsache das Gesicht des Redner im Bildmittelpunkt ist gut zu erkennen.

Das wärs erstmal, ich würde mich freuen paar Ratschläge zu hören/lesen! Ich hab einige Filme von euch hier angeschaut, dazu sag ich nur WOW :thumbsup: Es möge der Tag kommen wo ich auch in der Lage bin solche Filme zu machen :rolleyes:

Achja noch ne dumme Frage: wie kann ich Filme vom PC ins Unterforum laden?

Danke im voraus!

Olli

Free Tibet!

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2

Freitag, 1. April 2011, 12:25


Nun zur Technik: meinen ersten Kurzfilm habe ich mit Windows Moviemaker gemacht und war mit der Software durchaus zufrieden, ich denke für das aktuelle Projekt (was in 2 Wochen starten wird) reicht es auch noch... Was meint ihr? Brauche ich ne andere Software von Anfang an weil WMM nix taugt?


Wenn du damit klarkommst und es dir ausreicht ist nichts dagegen zu sagen, wenn du weiter mit dem MM abeitest. Aber wenn du dann einen Schritt weiter gehen willst und mehr Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten haben willst, dann empfehle ich dir Magix Video Deluxe, gibts auch gebraucht bei ebay von etwas älteren Versionen sehr günstig.



Ja Kamera: da wollte ich mir sowieso schon nen guten Camcorder zulegen, darf auch ruhig etwas mehr kosten, weil ich damit möglichst lange arbeiten will. Hab mich so ein bisschen umgeschaut, das z.B.(?) : http://www.ciao.de/Sony_HDR_CX115EB__8450278


Kamera hab ich nicht soviel Ahnung, aber ich denke die von dir ausgewählte ist sicherlich nicht die schlechteste Wahl. Vielleich wäre zu überlegen, wenn du noch etwas Geld drauflegst und gleich auf die Canon EOS 550D steigst. Damit hast du wenigstens eine Top Einsteigerkamera, mit der du sowohl Videos als auch super Fotots machen kannst.



Stativ wird auch dazu gekauft, für unter 50€ habe ich schon paar gute gesehen;


Für reine Standaufnahmen ohne Schwenks und alles reichen solche unter 50 Euro Stative vielleicht aus, aber echt nicht für mehr. Da solltest du dann schon 70-100 für ein Velbron Stativ oder so investieren.



Letzte Frage gilt der Beleuchtung: reicht die normale Raumbeleuchtung aus? Eigentlich will ich es nicht so sehr hell haben, bisschen abgedunkelt ist auch ok, aber hauptsache das Gesicht des Redner im Bildmittelpunkt ist gut zu erkennen.


Normale Raumbeleuchtung reicht eigentlich NICHT aus. Besonders bei Interviews sollte man schon auf eine gute ausleuchtung achten. Da reichen zu Beginn auch Bauscheinwerfer aus.
:thumbsup:

Space_Marine

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3

Freitag, 1. April 2011, 12:31

Hi!

Danke für deine schnelle Antwort.

Ok bei kamera und Stativ schau ich mich einwenig weiter um, zumal ich nicht nur Standaufnahmen plane.

Hm.. Bauscheinwerfer sagt mir jetzt nichts, was sind das für Dinger und noch viel wichtiger: wie kommt man an sie ran? Was sagst du zum Ton?

Mfg

Space_Marine

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4

Freitag, 1. April 2011, 18:32

So ich hab noch einwenig recherchiert, also die EOS 550D scheint wohl ziemlich "in" zu sein, werde mal drüber nachdenken und in Betracht ziehen. Wegen Ton, da würde ich denke ich, wenn ich die EOS habe, nen Rode Videomic raufstecken, die Qualität war schon ziemlich überzeugend. Wegen Beleuchtung, da habe ich nen Bekannten der in der Kirche für Beleuchtung bei Veranstaltungen zuständig ist, werde mal nachfragen ob paar Stehleuchten zu borgen sind.

Ich habe mit Moviemaker jedoch folgendes Problem:

ich versuche folgendes hinzubekommen: der Redner wird eingeblendet, fängt an zu reden (über die Konstruktion oder den Entwurf beispielsweise); ich möchte während er redet, Bauteilanimationsvideo bzw Bilder einblenden, jedoch soll seine Stimme kontinuerlich im Hintergrund bei gleicher Lautstärke zu hören sein; nach der kurzen Animation wird wieder zum Gesicht des Redners zurückgeswitcht, wobei er immernoch weiterredet, versteht ihr was ich meinen tue? Da Moviemaker nur einzelne Videopakete importiert, ist es nicht möglich (zumindest hab ich noch nicht rausgefunden), wie ich ein "Interview" mit einer Zwischensequenz überlagere, ohne dass der Ton unterbrochen wird.

Hat jemand vllt mit Moviemaker mehr Erfahrung und weiß ob es da doch geht? Gibt es ne kostenlose Alternative die das beschriebene kann?

Grüße!

Manhunter

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5

Freitag, 1. April 2011, 18:48

Learning by Doing

Im Prinzip Vorbereitungen: Wichtig sind sicherlich rechtliche Aspekte, zum Beispiel Produktwerbung auch ungewollt kann zu Problemen führen und dergleichen.



Beleuchtung: in Baumärten findest du für den Anfang sicher ausreichend Material, von Bauscheinwerfen bis zu den Stativen usw. Weiters zur Beleuchtung. Versuch besonders bei Interviews eine Übermäßige Beleuchtung zu vermeiden. So wenig wie möglich Schatten. Versuch die Personen gleichmäßig Auszuleuchten. Zb Keinen Kinnschatten und sowas.



Weniger ist oft mehr. An das sollte man sich auch halten. Oft reichen zwei einfache Sessel, wenn der Dialog gut geführt wird. Versuch auf geschwollene Redensarten zu vermeiden, sachlich bleiben. Und bitte vermeide Dialekte, das kommt ganz schlecht rüber.

Aufnahmen: Mach am Anfang erst mal ihrgendwelche Einstellungen mit der Kamera um zu schauen wie du drauf bist. Schau dir das dann am Fernseher an und denk nach was du besser machen kannst, ob das Bild überladen wirkt und dergleichen.

ein guter Tipp um ins Filmen hineinzu kommen sind Musikvideos. Man nehme einfache Songs her und spiele selber den Sänger vor der Kamera.

Space_Marine

unregistriert

6

Freitag, 1. April 2011, 19:08

Hi!

danke für deine Antwort, das mit dem Musikvideo ist interessant, werde ich mal ausprobieren :)

Bezüglich Kameraeinstellungen etc muss wohl vorort ausprobiert werden, was am besten ausschaut, ich habe zwar ungefähre Vorstellungen, aber ob die sich bewahrheiten ist ne andere Sache.

Wegen rechtlichem mache ich mir wenig Gedanken, zumal es kein Werbefilm wird, sondern darin wird unsere Projektphase beschrieben und erzählt, nicht das Produkt. Außerdem habe ich nicht vor irgendwelche Firmennamen oder Produktreferenzen zu nennen, die auf Schleichwerbung hindeuten würden. Ich mach das nur aus Spaß am Filmen (und schnibbeln ^^)

Was sagst du aber zu meinem Moviemaker-Problem? Vllt jmd anders der ähnliches schon mal gemacht hat und was zu meinem obigen Problem was sagen kann?

Gruß

Manhunter

unregistriert

7

Freitag, 1. April 2011, 19:26

das mit der Werbung meine ich so: zb wenn du was für eine Schule drehst oder für was auch immer und darin gibt es eine Szene wo jemand zb ein Wasser trinkt und man sieht im Bild zb die Flasche mit der Aufschrift Römerquelle, kann das schon zu Problemen führen zwecks Schleichwerbung.

freezer

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8

Samstag, 2. April 2011, 14:20

Im Prinzip Vorbereitungen: Wichtig sind sicherlich rechtliche Aspekte, zum Beispiel Produktwerbung auch ungewollt kann zu Problemen führen und dergleichen.


Bitte gib hier keine "rechtliche" Beratung ab, wenn Du die Aspekte der Schleichwerbung gar nicht verstanden hast!
Das Thema Schleichwerbung kommt ausschließlich in Rundfunk und Presse zum Tragen, aber nicht bei privaten Produktionen.

Beleuchtung: in Baumärten findest du für den Anfang sicher ausreichend Material, von Bauscheinwerfen bis zu den Stativen usw. Weiters zur Beleuchtung. Versuch besonders bei Interviews eine Übermäßige Beleuchtung zu vermeiden. So wenig wie möglich Schatten. Versuch die Personen gleichmäßig Auszuleuchten. Zb Keinen Kinnschatten und sowas.


Übermäßige Beleuchtung und so wenig wie möglich Schatten? Was soll das für ein Ratschlag sein? ;-)
Gerade das Arbeiten mit Licht bedeutet das Modellieren mit Schatten. Also wenn Du schon etwas zum Thema Licht schreibst, dann sollte es schon etwas konkreter sein.

Nehmen wir an, der Gesprächspartner wird rechts in einer Halbnahen platziert und blickt links an der Kamera vorbei.
1. Stelle das (am besten durch eine Frostfolie weiche) Führungslicht in einem Winkel von 40-60° links von der Kamera auf.
2. Stelle das Aufhelllicht rechts von der Kamera auf (sollte schwächer sein als das Führungslicht, zB mit einem Dimmer)
3. Stelle ein kleines, gerichtetes Spitzlicht direkt hinter dem Gesprächspartner so auf, dass ein feiner Lichtschimmer auf Haaren und Schultern zu sehen ist
4. Nun würde man noch ein schwaches Licht für den Hintergrund einsetzen, mit dem man eine interessante Struktur auf den Hintergrund bringen kann.

Das oben beschriebene Setup benötigt leider schon etwas mehr als einfache Bauscheinwerfer, Ausleihen eines Lichtsets wäre da wohl am vernünftigsten.

Achte darauf, dass der Hintergrund nicht zu sehr vom Vordergrund ablenkt, Stühle mit hohen Lehnen, Sofas und Bücherwände sind da weniger geeignet. Ein Sessel mit niedriger Lehne ist am besten.

Und bitte vermeide Dialekte, das kommt ganz schlecht rüber.


Finde ich nicht. Gerade wenn jemand, der im Hochdeutschen nicht sattelfest ist versucht den Dialekt zu unterdrücken, so klingt das sehr schnell unfreiwillig komisch.

ein guter Tipp um ins Filmen hineinzu kommen sind Musikvideos. Man nehme einfache Songs her und spiele selber den Sänger vor der Kamera.

Ich kann irgendwie nicht nachvollziehen, wie ihm das helfen soll, bessere Interviews zu filmen?
Sinnvoll wäre für mich, vorher ein paar Leute probe zu interviewen - vielleicht jemanden aus der Familie oder Freundeskreis zu einem Thema über das sich gut reden lässt.

das mit der Werbung meine ich so: zb wenn du was für eine Schule drehst oder für was auch immer und darin gibt es eine Szene wo jemand zb ein Wasser trinkt und man sieht im Bild zb die Flasche mit der Aufschrift Römerquelle, kann das schon zu Problemen führen zwecks Schleichwerbung.


Das ist einfach vollkommen falsch. Siehe oben.
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Manhunter

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9

Samstag, 2. April 2011, 15:00

1tens: Man will etwas seriös erklären. Wie kommt das dann rüber, wenn der, der erklärt im ärgsten Dialekt daherredet. Dann muss man halt das Gesprochene solang lernen, bis mans ohne Dialekt rüberbringt. Bei Referaten/Vorträgen etc ist es ja auch besser man redet nicht im Dialekt. Oder nur als Beispiel, in welchen Nachrichten oder Dokus redet denn der Sprecher im Dialekt, sicher nicht in denen, wo etwas präsentiert werden soll.

2tens: Licht: Das mit Schatten vermeiden steht im Buch "die chinesische Sonne scheint von unten". Und ich glaub kaum dass das gut ausschaut wenn zb ein Vortragender in einer Sendung einen überdimensionalen Schatten im Kinnbereich hat nur so als Beispiel.

3tens: Bei Musikvideos lernt man zb die Mundbewegungen und Gestiken ganz gut, zumindest es hilft mir dabei.

freezer

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10

Samstag, 2. April 2011, 17:25

1tens: Man will etwas seriös erklären. Wie kommt das dann rüber, wenn der, der erklärt im ärgsten Dialekt daherredet. Dann muss man halt das Gesprochene solang lernen, bis mans ohne Dialekt rüberbringt.


Das hängt zum einen ganz vom Zielpublikum ab und zum anderen von der Stärke des Dialekts. Und der Einsatz von Dialekt per se hat noch keinen seriösen Inhalt weniger seriös gemacht.

Bei Referaten/Vorträgen etc ist es ja auch besser man redet nicht im Dialekt. Oder nur als Beispiel, in welchen Nachrichten oder Dokus redet denn der Sprecher im Dialekt, sicher nicht in denen, wo etwas präsentiert werden soll.


In Nachrichten und Dokus reden aber Sprecher mit professioneller Sprachausbildung. Wie gesagt, es hängt vom Einsatzzweck ab.

2tens: Licht: Das mit Schatten vermeiden steht im Buch "die chinesische Sonne scheint von unten". Und ich glaub kaum dass das gut ausschaut wenn zb ein Vortragender in einer Sendung einen überdimensionalen Schatten im Kinnbereich hat nur so als Beispiel.


Da muss er aber schon absichtlich ziemlich ungeschickt ausleuchten. :D
Das von Dir angeführte Buch ist übrigens ein netter Einstieg ins Ausleuchten, aber eine Referenz ist es nicht. Zudem gibt es genügend Beispiele für eine gelungene Ausleuchtung mit Schatten zB in einer Gesichtshälfte. Es ist nett von Dir, dass Du versuchst zu helfen, aber anhand Deiner Texte kann ich herauslesen, dass Du selbst noch wenig Erfahrung in dem Bereich hast - ich empfand Deine obige Anleitung eher als verwirrend und stark verallgemeinert für den Threadersteller.

3tens: Bei Musikvideos lernt man zb die Mundbewegungen und Gestiken ganz gut, zumindest es hilft mir dabei.

Wozu sollte er Mundbewegungen lernen? Und die typischen Musikvideogesten werden auch nicht viel weiterhelfen. Abgesehen davon, wirkt sowas dann bei einem Interview aufgesetzt.
Nochmals: Er möchte Interviews mit seinen Kollegen filmen und dabei werden ihm Musikvideos m.M.n. in keinster Weise weiterhelfen - und ich habe doch schon viele professionelle Interviews gefilmt.
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Space_Marine

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11

Sonntag, 3. April 2011, 12:25

Danke für eure Antworten!
Nehmen wir an, der Gesprächspartner wird rechts in einer Halbnahen platziert und blickt links an der Kamera vorbei.
1. Stelle das (am besten durch eine Frostfolie weiche) Führungslicht in einem Winkel von 40-60° links von der Kamera auf.
2. Stelle das Aufhelllicht rechts von der Kamera auf (sollte schwächer sein als das Führungslicht, zB mit einem Dimmer)
3. Stelle ein kleines, gerichtetes Spitzlicht direkt hinter dem Gesprächspartner so auf, dass ein feiner Lichtschimmer auf Haaren und Schultern zu sehen ist
4. Nun würde man noch ein schwaches Licht für den Hintergrund einsetzen, mit dem man eine interessante Struktur auf den Hintergrund bringen kann.

Das oben beschriebene Setup benötigt leider schon etwas mehr als einfache Bauscheinwerfer, Ausleihen eines Lichtsets wäre da wohl am vernünftigsten.

Achte darauf, dass der Hintergrund nicht zu sehr vom Vordergrund ablenkt, Stühle mit hohen Lehnen, Sofas und Bücherwände sind da weniger geeignet. Ein Sessel mit niedriger Lehne ist am besten.
Zu den Lichtern ein paar Fragen:

1) das Aufhelllicht im gleichen Winkel zur Kamera aufstellen wie das Führungslicht?

2) reicht für das Spitzlich hinter der Person eine Schreibtischlampe aus?

3) ich habe vor ein großes Plakat von einem Maschinengetriebe als Hintergrund zu wählen, brauch ich dafür noch eine extra-Beleuchtung? Ich habe doch schon 2 Frontscheinwerfer die nach hinten leuchten?

Ich hab mal gesucht und denke das ist so in etwa was ich mir vorstelle:

http://www.youtube.com/watch?v=l9IAIgilfXg

Nur eben ohne den Interviewer, sondern die ganze Zeit gleiche Kameraeinstellung mit dem Redner (in diesem Falle Christian Bale). Ich weiß nicht, aber mir scheint so als wären da nur 2 Scheinwerfer vorne vorhanden, weil von hinten kein Licht zu kommen scheint.. Ist das mit Bauscheinwerfern und Frostfolie annähernd hinzukriegen?

Und kann mir niemand bei meinem Moviemaker prob helfen? ;(

Gruß und schönen Sonntag!

freezer

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Sonntag, 3. April 2011, 13:03

1) das Aufhelllicht im gleichen Winkel zur Kamera aufstellen wie das Führungslicht?


Das Aufhellicht muss natürlich auf der anderen Seite der Kamera stehen, den genauen Winkel musst Du probieren, der ist von der Situation und der Person abhängig. Statt dem Aufhelllicht ließe sich auch ein Reflektor einsetzen, der das Führungslicht reflektiert. Dazu brauchst Du aber auch eine Halterung für den Reflektor.

2) reicht für das Spitzlich hinter der Person eine Schreibtischlampe aus?
Das wäre einen Versuch wert. Um das Ausprobieren und Testen wirst Du sowieso nicht herumkommen.

3) ich habe vor ein großes Plakat von einem Maschinengetriebe als Hintergrund zu wählen, brauch ich dafür noch eine extra-Beleuchtung? Ich habe doch schon 2 Frontscheinwerfer die nach hinten leuchten?


Das Führungslicht sollte von leicht oben auf den Gesprächspartner leuchten und möglichst wenig auf den Hintergrund, sonst ist die Lichtsituation schwer kontrollierbar. Für den Hintergrund verwendet man einen eigenen Scheinwerfer, ja.

Ich hab mal gesucht und denke das ist so in etwa was ich mir vorstelle:

http://www.youtube.com/watch?v=l9IAIgilfXg

Nur eben ohne den Interviewer, sondern die ganze Zeit gleiche Kameraeinstellung mit dem Redner (in diesem Falle Christian Bale). Ich weiß nicht, aber mir scheint so als wären da nur 2 Scheinwerfer vorne vorhanden, weil von hinten kein Licht zu kommen scheint.. Ist das mit Bauscheinwerfern und Frostfolie annähernd hinzukriegen?


Man sieht doch ganz deutlich den Lichtkranz in den Haaren und auf der Schulter von Bale - bei diesem Interview kam genau die Technik zum Einsatz, die ich beschrieben habe.

Bauscheinwerfer haben leider das Problem, dass man den Lichtaustritt nur schwer kontrollieren kann und die Stative sind auch nicht das Wahre - ich würde an Deiner Stelle nach Möglichkeit ein Lichtset mieten.
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13

Sonntag, 3. April 2011, 14:38

erstmal vielen Dank für die hilfreiche Antwort.

Leider muss ich mich heute komplett für die morgige Prüfung vorbereiten, danach werde ich mir Gedanken drum machen und mich zurückmelden.

Schönen Tag!

Manhunter

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14

Montag, 4. April 2011, 15:25

villeicht könnte er drauf achten, dass das bild nicht altzu rechts oder links lastig ist. also das die sprechenden personen nicht immer auf der gleichen seite im bild sind. oder ist daran ihrgendetwas verbesserungswürdig?

bei den anderen sachen bei näherer betrachtung lag ich wohl falsch. hab das ganze auch von einem anderen standpunkt aus gesehen. nämlich von der überschrift erstes 10 minuten projekt, aber egal.;)

und stimmt auf diesen gebieten bin ich genauso relativ neu)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Manhunter« (4. April 2011, 17:31)


freezer

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15

Montag, 4. April 2011, 20:08

villeicht könnte er drauf achten, dass das bild nicht altzu rechts oder links lastig ist. also das die sprechenden personen nicht immer auf der gleichen seite im bild sind. oder ist daran ihrgendetwas verbesserungswürdig?


Ich denke, es sieht besser aus und ist für den Zuschauer auch weniger verwirrend, wenn die gleiche Person immer auf der gleichen Seite positioniert wird und nicht die Seiten wechselt. Um trotzdem Abwechslung reinzubringen, kann man mit den Einstellungsgrößen variieren (Halbnahe, Großaufnahme, Detailaufnahme) und unterschiedliche Personen unterschiedlich platzieren.
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Manhunter

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16

Montag, 4. April 2011, 21:22

stimmt allerdings

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Manhunter« (5. April 2011, 07:35)


Space_Marine

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17

Dienstag, 5. April 2011, 14:09



Hi!

ich hab mir nach euren Ratschlägen obiges Konzept überlegt, zunächst mit 3 Scheinwerfern (die Lichtstärke erkennt man anhand der Größe der Kreise bei den Lichtpfeilen), und mögliche Winkeln schon mal eingezeichnet. Der vierte Scheinwerfer wäre für den Hintergrund, allerdings weiß ich nicht wo dieser zu platzieren ist (vllt rechts neben der Kamera und sehr hochgestellt und auf den Hintergrund herunter leuchtend?).

Sind da grobe Fehler zu erkennen? Notfalls würde es auch ohne Hintergrundbeleuchtung gehen.

Equipment:

Lichtset (3 Scheinwerfer)

Frostfolie zur Abschwächung (Führungslicht, für Aufhelllicht vllt doppelte Folie)

evtl. Schreibtischlampe als Spitzlicht

Kamera, evtl. die Canon EOS 550d

Rode Videomic

Stativ (Höhe variierbar)

Hintergrundplackat

Stuhl mit niedriger Lehne


Frage: das ganze im abgedunkelten Raum stattfinden lassen (zumindest Gardinen zu)?


Viele Grüße!

freezer

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Dienstag, 5. April 2011, 14:16

Das Aufhelllicht gehört rechts von der Kamera (nicht links hinter die Person) platziert.
Das Spitzlicht muss direkt hinter der Person platziert sein.
Das Hintergrundlicht kann zB vorne weit links an der Person vorbei auf den Hintergrund leuchten.
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Dienstag, 5. April 2011, 19:46

Alles klar, vielen Dank für die Hilfe!

freezer

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Dienstag, 5. April 2011, 19:51

Du kannst gerne den Bedanken Button drücken wenn Du möchtest ;-)
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