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AlexT.

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1

Samstag, 26. Februar 2011, 19:46

Wo bleiben die Geschichten (aus dem Leben)?

Hallo zusammen,

ich bin hier ganz neu, allerdings verfolge ich dieses Forum schon seit geraumer Zeit als "stiller Leser". Solch ein Forum wie dieses finde ich für einen Hobbyfilmer ideal, ich habe schon viele Tipps und Tricks diesem Forum entnehmen dürfen.

Auch staune ich sehr über die technische Qualität vieler Filme oder Clips hier im Forum, Respekt ... :thumbsup:

Allerdings fällt mir auf, dass viele Stories sich fast ausschließlich um die an und für sich tollen Effekte "aufbauen" (After Effekts ... so heißt das wohl ...): da wird schon fast realistisch "geschossen", Blut fließt, es knallt an allen Ecken und Enden, Dinge explodieren usw. usw. Weil man/frau diese Effekte auch als Amateur verwenden und einsetzen kann, wird nach meinem Eindruck oft die Geschichte um diese Effekte aufgebaut (Kampfszenen, "Schlachtszenen", Schießereien ...).

Was ich vermisse als einer, der dieses Forum wie gesagt als Neuling schon seit längerem mitverfolgt, sind die Geschichten aus dem Leben ohne viele "Zaubereffekte"; - oder habe ich sie nicht gefunden oder übersehen? Geschichten filmisch umgesetzt, die das Leben fast schon ohne Drehbuch täglich schreibt. Beispielsweise wenn ich eine Stunde lang in der Fußgängerzone mich aufhalte und die Menschen "einfach" beobachte, da erlebe ich so viele Szenen als Anregung, aus denen man/frau eine interessante Geschichte schreiben und filmisch umsetzen könnte.

Damit ich nicht missverstanden werde, ich habe nichts gegen tolle Effekte in einem Film, auch nichts dagegen, wenn es in einer Szene "knallt" und "scheppert" und "Blut spritzt" ... Aber sind solche Szenen ausschließlich die Geschichten, die das Leben schreibt? Wo bleiben die Geschichten, die sich um das Alltägliche "drehen", die aber deshalb nicht weniger interessant sein müssen. Geschichten auch, die sich mit den Grunderfahrungen unseres Lebens beschäftigen: wer bin ich, wo komme ich her, wo gehe ich hin? Geschichten, die mit unseren Gefühlen zu tun haben: Angst, Neid, Freude, Enttäuschung, Liebe, Gerechtigkeit, Anerkennung, Bestätigung ...

So, jetzt bin auf die Diskussion gespannt ... Ich weiß, als Neuling hier aufzutreten und dann gleich solch eine Diskussion anzuschneiden, kann "zweischneidig" sein, dennoch ich wage es ...

Liebe Grüße

AlexT.
Alles hat seine Zeit. ;)

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mello

L Lawliet

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2

Samstag, 26. Februar 2011, 19:57

Ohne mich groß an der Diskussion zu beteiligen, nur eine kurze Frage:

Zitat

Beispielsweise wenn ich eine Stunde lang in der Fußgängerzone mich aufhalte und die Menschen "einfach" beobachte, da erlebe ich so viele Szenen als Anregung, aus denen man/frau eine interessante Geschichte schreiben und filmisch umsetzen könnte.

Warum tust du es dann nicht? :thumbup:
Gebt mir bitte in folgendem Thread Bescheid, wenn ihr eine wie dort beschriebene Kritik von mir zu eurem Film haben wollt:
L Lawliet verreißt eure Filme

Drehbuchkritik nach Absprache per PN und nur wenn eine Verfilmung wahrscheinlich ist.

kein Moviemaker, doch wie Blender ein Tool
#HSis

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Birkholz Productions

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3

Samstag, 26. Februar 2011, 20:04

Wir haben hier einige solche Filme! Nur so! ;)

Die einen toben sich gerne mit dem Medium Film aus und versuchen ihren Vorbildern nachzueifern, mit viel Bämbäm. Es gibt allerdings auch richtige Geschichtenerzähler in diesem Forum.

Ich mache beides gerne! :) Gut ist auch immer, wenn man A und B erfolgreich vermischen kann.

whysoserious

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4

Samstag, 26. Februar 2011, 20:07

Das liegt daran das solche Sachen am schwersten zumachen (besonders schreiben) sind, ich arbeite grade an sowas und einfach ist es nicht!

Sonst: Grade im Amateurbereich will man sich ausprobieren und zwar möglichst viel auf einmal! "Große" Actionträchtige Filme sind am anfang wohl auch einfach viel interessanter sich auszudenken und zu realisieren.

:)

AlexT.

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5

Samstag, 26. Februar 2011, 20:37

Warum tust du es dann nicht?

Äh, versuche ich ja zu machen ... ;)
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Borgory

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Samstag, 26. Februar 2011, 21:09

Ich möchte wenn ich was filme lieber etwas erzählen was ich nicht im Alltag habe. Für mich sind Filme einfach was um aus dem Alltag zuflüchten. Wozu etwas ansehen/drehen was man schon den ganzen Tag sieht? Mich persönlich sprechen auch keine Filme an die von den Problemen der anderer Erzählen. Mich interessiert es einfach irgendwie nicht. Darum schau ich vielleicht auch kein "Deutschland sucht den Superstar" oder irgendwelche Doku-Soap´s (Assi-TV) an, weil mich nicht interessiert wie dumm manche Leute sind^^ Erstens ist das meiste nur gespielt und 2. finde ich es unschön wenn die Menschen in den Sendungen noch schlechter gemacht werden als sie sind und die Sender damit noch Geld verdienen.

AlexT.

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7

Samstag, 26. Februar 2011, 21:33

Darum schau ich vielleicht auch kein "Deutschland sucht den Superstar" oder irgendwelche Doku-Soap´s (Assi-TV) an, weil mich nicht interessiert wie dumm manche Leute sind
Da hast Du Recht, leider ...
Ich möchte wenn ich was filme lieber etwas erzählen was ich nicht im Alltag habe. Für mich sind Filme einfach was um aus dem Alltag zuflüchten.


Ok., das ist eine Grundsatzentscheidung, die ich absolut nachvollziehen kann. Das Leben ist erfahrungsgemäß nicht lustig, - ich persönlich möchte auch lieber lachen als weinen ... ;)

Lieben Gruss

AlexT.
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8

Samstag, 26. Februar 2011, 21:45

Zitat

Ich weiß, als Neuling hier aufzutreten und dann gleich solch eine Diskussion anzuschneiden,

Das ist aber durchaus berechtigt!
Warum denn auch nicht, das hier ist ja ein Forum und keine Diktatur...!

FLO-Films

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9

Sonntag, 27. Februar 2011, 00:05

Kann meinen Vorrednern da nur zustimmen.

Das "Problem" ist mMn hauptsächlich, dass heutzutage mit Hilfe eines Tutorials und der benötigten Programme jeder gute Effekte erzielen kann und dies auch tut. Einen Film mit Effekten auszustatten ist nicht mehr so schwer wie früher, eine gute Story schreiben schon. Während ich mir früher überlegt habe, ob meine Story wirklich gut genug ist, um so viel Zeit und Geld zu investieren, kann ich nun einfach mal drauflosdrehen und motze das Material hinterher grafisch auf. Das ist nun mal ein falscher Ansatz, auch wenn es viele noch nicht kapiert haben.

So habe auch ich mich erstmal an kleinen Effektvideos probiert, weniger um einen Film draus zu machen, sondern eher, um eine Einführung ins Programm zu erhalten. Diese eignen sich halt ziemlich gut, um "einfach mal rumzuprobieren" und seine ersten Schritte zu machen. Man darf nur nicht auf diesem Niveau stehen bleiben.
Ich arbeite jetzt seit ca. 1,5 Jahren an einem Film, der bis auf ein paar Kleinigkeiten völlig effektfrei ist - nicht umsonst hat das Drehbuch unzählige Versionen und Änderungen hinter sich. Und "trotzdem" oder gerade deshalb packt mich der Film um einiges mehr, als wenn ich ein mehrminütiges stupides Effektensemble aufgefahren hätte.

Somit bleibt es dann letztlich den Zuschauern überlassen, zwischen Trash und Film auszusortieren. Aber bei der großen Masse an Youtube-geprägten Unterhaltungsfanatikern bekommen leider auch schlechte Filme genug positive Resonanz, um deren Produzenten zu weiterem Nonsens anzustiften.

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AlexT.

sollthar

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10

Montag, 28. Februar 2011, 11:38

Zitat

Das Leben ist erfahrungsgemäß nicht lustig


Also meine Erfahrung ist da anders. Ich finde das Leben lustig, grossartig, liebens- und lebenswert und total unterhaltsam. :)

Ich denke, es hat auch damit zu tun, dass man all das technische Gedöns einfacher lernen kann. Gerade heutzutage, wo das Internet voller Tutorials ist wie man visuelle Effekte macht, wie man gute Bilder produziert, wie man schneidet, Make-Up produziert und so weiter. All das sind Fähigkeiten, die man "leicht" trainieren kann und in denen man auch schnelle Erfolge erzielen kann. Es gibt zig Kurzfilme und Amateurfilme im Internet, die toll aussehen! Aber nur sehr sehr wenige, die auch eine gute Geschichte erzählen.

Und bedauerlicherweise ist die Wahrnehmung für das Geschichtenerzählen halt auch nicht so gut entwickelt. Das merkt man, wie mein Vorposter schon sagte, auch den Kommentaren an. Die Leute schreiben auch bei totalem Schrott, wie toll sie's fanden und so entsteht schnell der falsche Eindruck - gerade in Amateurfilmkreisen - dass nicht mehr nötig wäre und man so weitermachen kann. Ich würde sogar behaupten, das Geschichten erzählen und die Wahrnehmung zwischenmenschlicher Vorgänge und Emotionen, das kann man schlecht bis gar nicht lernen. Das ist zu einem grossen Teil Talent. Und zwar ein spärlich gesähtes.

Merk ich auch als Lehrer im Fach Deutsch zum Beispiel. Grammatikregeln büffeln und Vokabular auswendig lernen kann nahezu jeder Schüler, wenn er genug arbeitet. Dann damit wirklich gute Texte schreiben, die Bewegen, Einblick in die Seele oder interessante Gedanken eröffnen, kriegen nur die wenigsten hin. Es ist wie eine ganze Ebene der Wahrnehmung, die die einen haben, die anderen einfach nicht. Und da helfen auch alle Tricks und Mechanismen des Geschichtenerzählens nur wenig.

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AlexT.

AlexT.

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11

Montag, 28. Februar 2011, 13:30

Also meine Erfahrung ist da anders. Ich finde das Leben lustig, grossartig, liebens- und lebenswert und total unterhaltsam.

Das freut mich für Dich, ehrlich und bewahre Dir diese Deine Lebenseinstellung ... Ich könnte Deinen Satz auch unterschreiben, und gleichzeitig habe ich auch andere Erfahrungen machen "dürfen oder müssen". Ich denke, beides gilt: das Leben ist lustig und es ist ebenso nicht lustig ... Es gibt Zeiten, da kann man nur lachen, und solche, die sind zum Heulen da ... Vielleicht ist es auch eine Frage des Alters, um diese beiden Seiten mit all den Zwischentönen in aller Tiefe zu "erfahren" (aber so alt bin ich jetzt auch noch nicht ;) ) ...

Wahrscheinlich hast Du Recht, dass das "Geschichten erzählen" etwas mit Talent und Wahrnehmung zu tun hat, ja, vor allem auch mit Wahrnehmung. Es ist vielleicht auch schwierig mit dieser Wahrnehmung angesichts der Reizüberflutung bei uns durch die Medien ... Mir fällt zum Beispiel spontan ein, wie ich Abende lang mit Menschen in Zentralostafrika am Lagerfeuer zusammen saß, um gemeinsam Geschichten zu erzählen und auf Geschichten zu hören. Das waren teilweise sehr spannende Erzählungen, skurile wie auch unheimliche, lustige und traurige ... Aber ich stelle fest, dass diese Menschen ohne "Medien-Reizüberflutung" sehr wohl eine "natürliche" Wahrnehmung - noch - haben. Und es war dann das jeweilige und unterschiedliche Talent, wie einer seine Geschichte auch "fesselnd" oder etwas weniger "fesselnd" erzählt hat.
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sollthar

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Montag, 28. Februar 2011, 14:18

Ach, ich gaube, es ist Einstellungssache, wie man eine Situation erlebt. Es ist ja nicht so, dass ich nicht auch meinen Teil an Schwierigkeiten und Downs durchlaufen hätte - aber die gehören halt dazu.

Zitat

Es ist vielleicht auch schwierig mit dieser Wahrnehmung angesichts der Reizüberflutung bei uns durch die Medien ...


Das ist gut möglich, ja. Die heutige Schnelllebigkeit vernebelt schon ab und an die tiefergreifenderen Momente, weil die Zeit halt nicht da ist. Und die Wertschätzung dafür ist auch nicht immer sonderlich gross.

Ich persönlich habe gerade im Theater sehr viel Spass daran, verschiedene Lebenswelten zu erforschen. Ich inszeniere gerade ein Stück von 10 Menschen, die sich auf einem Campingplatz treffen, dort gemeinsam den 1. August (der schweizer Nationalfeiertag) feiern und dann wieder gehen. Alle bringen ihre persönlichen Geschichten, ihre persönliche Vergangenheit mit. Manches lustig, manches tragisch, manches spannend, manches eigenartig. Man trifft sich, mag sich, mag sich nicht, verliebt sich, trennt sich, streitet und kommt wieder zusammen. Sowas find ich interessant.

Und das meinte ich auch mit "Das Leben ist grossartig". Es bietet all das. Positiv, Negativ, des gesamte Paket. Das eine wäre ohne das andere leer und fad. Ich bin froh, gibt es Traurigkeit, bin froh, gibt es Leid. Nur so kann die Freude und das Glück wirken.

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Epicon

AlexT.

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13

Montag, 28. Februar 2011, 14:36

Und das meinte ich auch mit "Das Leben ist grossartig". Es bietet all das. Positiv, Negativ, des gesamte Paket. Das eine wäre ohne das andere leer und fad. Ich bin froh, gibt es Traurigkeit, bin froh, gibt es Leid. Nur so kann die Freude und das Glück wirken.

So ist es wohl ...

Ich finde spannend, was Du über Dein "Theaterprojekt" erzählt, klingt echt interessant :thumbsup:
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Schattenlord

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14

Montag, 28. Februar 2011, 15:12

Geschichten aus dem Alltag erleben wir jeden Tag.
Ich kann eure Standpunkte, vor allem sollthars, nachvollziehen, aber nicht ganz verstehen.

Jede einzelne Geschichte, jeder Film, erzählt uns etwas, dass wir erleben können, erlebt haben, Erfahrungen aus dem wahren Leben. Es ist völlig gleich, wie sinnvoll die Geschichte ist, das Prinzip gleicht sich in jedem Fall. Selbst wenn du aus dem Bereich Fantasy etwas hinaus pickst, was weiß ich…Herr der Ringe, dann suggeriert uns der Film vielleicht eine andere Welt, fantastische Fabelwesen und ähnliches. Aber der Kern der Geschichte spielt um Frodo und die Gefährten, um Freundschaft, Liebe, Hass, Eifersucht, die ganze Palette, die das Leben zu bieten hat.

Nehmen wir mal ein weiteres Beispiel: Transformers. Einen Film, den ich als absolut scheiße (man verzeihe mir) empfinde, weil „die Story einfach schlecht ist.“ Effektüberladen, es wird mit unseren Reizen gespielt. Die Sache ist – nicht der Film, oder die Geschichte sind unbedingt das Schlechte dran (mal von den Schauspielerischen Qualitäten und dem Rest abgesehen), sondern einfach die Geschichte ist viel zu kurz für den Film. Nicht umsonst sagt man manchmal, man kann die Geschichte in zwei Sätzen wiedergeben. Es hängt also ganz von unseren Erwartungen, unseren persönlichen Erwartungen ab, was wir einem Film, oder einer Geschichte abverlangen. Wäre Transformers ein zwei Minuten Film gewesen, hätten sich alle daran erfreut.

Alltagsgeschichten schreibt jeder Film, es kommt nur immer darauf an, in welche Welt sie transportiert werden. Eine Geschichte kann weder gut noch schlecht sein, sie kann nur mehr erzählen, oder weniger. Den Alltag, der um uns herum herrscht, vergessen wir dabei aber niemals. Um noch mal auf das Beispiel Herr der Ringe einzugehen: Der Film beschreibt das von mir genannte Phänomen lustigerweise selbst.

Zitat von »Herr der Ringe«

„Aber wir sind hier.
Das ist wie in den großen Geschichten Herr Frodo, in denen die wirklich wichtig waren.
Voller Dunkelheit und Gefahren waren sie, manchmal wollte man das Ende gar nicht wissen. Denn wie könnnte so eine Geschichte gut ausgehen? Wie könnte die Welt so wie vorher werden wenn so viel Schlimmes passiert ist?
Aber letzten Endes geht auch er vorüber, dieser Schatten, selbst die Dunkelheit muss weichen. Ein neuer Tag wird kommen und wenn die Sonne scheint, wird sie umso heller scheinen!
Das waren die Geschichten die einem im Gedächtnis bleiben, die irgendwas zu bedeuten hatten, selbst wenn man zu klein war sie zu verstehen!
Aber ich glaube Herr Frodo ich verstehe jetzt, ich weiß jetzt - die Menschen in diesen Geschichten hatten stets die Gelegenheit umzukehren, aber sie taten es nicht, sie gingen weiter, weil sie immer an etwas geglaubt haben!“
Frodo: „Woran sollen wir glauben Sam?“
Sam: Es gibt etwas Gutes in dieser Welt Herr Frodo, und dafür lohnt es sich zu kämpfen!“

Ich hoffe, es ist verständlich, was ich meine. :)

Das Leben hat viele Geschichten zu erzählen. Ob nun lustige, oder traurige, Geschichten, die uns tief im Inneren Bewegen, die uns als Person verändern und uns formen, es sind die Erfahrungen, die wir jeden Tag machen. Und dabei ist es egal, in welcher Welt sie spielen. Ob nun die großen antiken Dramen von Homer und der Götterwelt, die Novellen von Fontane, die Exilwerke von Brecht, oder halt die Filme von Michael Bay, Peter Jackson, James Cameroon und Christopher Nolan – sie alle haben irgendetwas zu erzählen, was uns als Mensch mal mehr oder weniger bewegt. Ob tiefgründig oder nicht, oder ob besonders ausgefeilt in ihrer dramatischen Gestaltung – keine Geschichte ist schlecht.

Wer aber diese oder jene Geschichten mag, das entscheidet vor allem aber noch unser persönlicher Geschmack. ;)

Schattenlord

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Birkholz, Epicon

sollthar

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15

Montag, 28. Februar 2011, 16:39

Zitat

Eine Geschichte kann weder gut noch schlecht sein (...)


Ich habe keine Zweifel, dass du da von den üblichen Verdächtigen regen Zuspruch erhalten wirst, obwohl die Aussage einfach schlicht nicht stimmt. :)

Aber mir ist klar wie vielseitig populär und gnadenlos missverstanden die "Alles ist relativ" Philosophie ist und gerade in Bezug auf meinen Standpunkt der Wahrnehmung macht es Sinn, dass eben ein Grossteil den Unterschied zwischen einer "guten" und einer "schlechten" Geschichte nicht wirklich erkennen, geschweige denn benennen kann, sobald es über das persönliche "gefällt mir" oder "gefällt mir nicht" hinaus geht.

Dann kommt noch hinzu, dass es zwei Ebenen gibt. Die der eigentlichen Geschichte und die der art und weise, wie die Geschichte erzählt wird. Das macht es noch undurchsichtiger da diese beiden Ebenen die Wahrnehmung stark beeinflussen.

Ich glaube aber, das war nicht unbedingt, was gemeint war. Ich empfand den Originalpost eher als "Kritik" an all diesen Filmen, die eben noch nicht mal eine Geschichte erzählen. Geschweige denn eine gute.


Du hast aber völlig Recht, dass auch Fantasy "Alltagsgeschichten" erzählen kann. Lord of the rings ist das perfekte Beispiel dafür!

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joey23

Schattenlord

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16

Montag, 28. Februar 2011, 17:03

Ich habe keine Zweifel, dass du da von den üblichen Verdächtigen regen Zuspruch erhalten wirst, obwohl die Aussage einfach schlicht nicht stimmt. :)

Sorry, ich verstehe dich nicht. ^^ Wieso stimmt meine Aussage nicht?

Aber mir ist klar wie vielseitig populär und gnadenlos missverstanden die "Alles ist relativ" Philosophie ist

Missverstanden? Wieso missverstanden?

Dann kommt noch hinzu, dass es zwei Ebenen gibt. Die der eigentlichen Geschichte und die der art und weise, wie die Geschichte erzählt wird. Das macht es noch undurchsichtiger da diese beiden Ebenen die Wahrnehmung stark beeinflussen.

Habe ich erwähnt in meinem Text. Darum ging es sogar im Kontext.

Also bisher konnte ich deinen Standpunkt gut nachvollziehen, nach diesem Post leider nicht mehr. Jetzt kommt es so rüber, als ob du deinen Standpunkt als den einzig richtigen ansiehst, aber das glaube ich irgendwie nicht. Bitte erklär nochmal genauer, was du damit jetzt sagen wolltest.

Was macht denn eine gute oder eine schlechte Geschichte aus? Da sind wir bei ganz elementären Fragen. Auch eine sehr kurze Geschichte kann gut sein, ebenso wie richtig lange. Aber es gibt keinen Vergleich, keinen Maßstab, an dem man sich messen kann, außer unserem eigenen Geschmack. Oder sind wir wieder auf dem Stand wie im Barock, als Martin Opitz die Regeln festlegte und wer sich nicht dran hielt, war kein guter Dichter? ^.^

Sieh mal von der Wahrnehmung ab. Hier, im Amateurfilm Forum, ist es doch das Beste Beispiel. Es gibt manchmal richtig richtig gute Filme, die tolle Geschichten erzählen, aber technisch und in der Inszenierung versagen. Im Profi-Bereich ist es dann andersrum: Da ist die Inszenierung stimmig, aber die Geschichte versagt halt im Film, weil man sie einfach in zwei Sätzen wiedergeben kann. (Michael Bay)
Wenn man aber die Faktoren der Wahrnehmung ändert (Der Amateurfilm kriegt eine Profi-Inszenierung der selben Geschichte, Transformers wird zu einem 2-Minuten-Projekt), dann käme in etwa das Selbe Ergebnis heraus: Ein Film, der bestimmte Leute anspricht.

Schattenlord

AlexT.

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Montag, 28. Februar 2011, 17:34

Ich glaube aber, das war nicht unbedingt, was gemeint war. Ich empfand den Originalpost eher als "Kritik" an all diesen Filmen, die eben noch nicht mal eine Geschichte erzählen. Geschweige denn eine gute.

So ist es ... es sei denn wir müssen den Begriff "Geschichte" erst mal definieren, um uns auf etwas zu einigen (oder auch nicht) ... Ich habe den Eindruck, da gibt es unter uns verschiedene Aufassungen ...

Nochmals, ich habe den Eindruck, viele Filme hier sind um die "Effekte herum aufgebaut" ... und meiner Meinung nach kommt da die Geschichte des Films oft "zu kurz" und zu "oberflächlich" rüber. Klar, "Herr der Ringe" hat wahrlich viele Effekte, aber die Geschichte steht hier dennoch im Vordergrund, wenn auch Fantasie, es ist aber grundsätzlich eine tolle Geschichte aus dem Leben ...

Mal die provizierende Frage: Kann ein Film auch eine gute Geschichte erzählen ohne Effekte? Ich meine ja, und wenn dem so ist, dann ist die Handlung in der Regel ganz anders aufgebaut, die Geschichte meist tiefer ... die Erzählung spannender ... auch weil man ohne großartigen Effekte auskommen muss oder will ... Oder anders gefragt: was würden manche hier im Forum erzählen in ihren Filmen, wenn sie z.B. auf grandiose Effekte verzichten würden? Klingt jetzt vielleicht provokativ, ist aber auf keinen Fall bös gemeint ;)
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dödeli117

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Montag, 28. Februar 2011, 17:40

Ich muss sagen, ich hab mir besonders in letzter Zeit auch ziemlich viele Gedanken zu diesen Themen gemacht. Ist der Filmgeschmack oder Geschmack überhaupt relativ? Oder gibt es "gute" und "schlechte" Filme oder Kunst?
Wie bereits gesagt wurde, die "alles ist relativ"-Einstellung ist immer eine verdammt gefährliche, denn dann kann man auch sagen, Moral & Ethik seien Geschmackssache. Umgekehrt ist aber auch die "absolute" Einstellung, dass es also feste Normen unabhängig des ästhethischen Urteil gebe gefährlich, man denke nur mal an die Unterteilung "arische" und "entartete" Kunst.

Trotzdem muss ich dann doch sagen: Warum bezeichnen viele erfolgreiche Filmemacher Regisseure wie Kubrick, Bergman und Fellini als die grössten? Warum zählen so viele Bands die Beatles zu ihren grössten Vorbildern? Und warum sind so viele andere Maler von Künstlern wie Van Gogh oder Rembrandt fasziniert? Wenn ein Künstler es schafft, anderer zur kunst zu inspirieren, dann ist das etwas was ihn positiv vom Rest abhebt. Ein anderes Merkmal wäre die Berührung, die ein Zuschauer bei einem Film empfindet: ohne irgendjemandem irgendetwas zu unterstellen glaube ich nicht, dass ein Fan von Transformers bei den Actionszenen in gleichem Masse berührt und bewegt wird wie beispielsweise ein Verehrer Bergmanns bei der finalen Szene aus "Das siebente Siegel".

Persönlich rege ich mich auf wenn ich Leute sehe, die zum Beispiel Transformers oder die HP-Filme zu ihren Lieblingsfilmen zählen, da diese für mich niemals dasselbe bedeuten und mich bewegen können wie eben z.Bsp. Bergman. Allerdings muss ich den Machern von Filmen wie eben Inception, Transformers u. Ä. handwerkliches Geschick attestieren, doch macht sie das nicht zu Künstlern. Der Künstler bezweckt mit dem Film mehr als der Handwerker, der wohl eher Spass bei der Arbeit hat und den Film als seinen Job, vielleicht auch als Produkt im wirtschaftlichen Sinne sieht.
Künstler haben höhere Ziele und wollen mehr als das Geld der Zuschauer, sie wollen bei ihnen etwas auslösen oder ihnen etwas erklären. Man nehme beispielsweise Tarkowskis Kunstauffassung (Zitat Wikipedia):

" Für ihn [Tarkowski] hat Kunst die hohe Aufgabe, den Sinn und Zweck menschlichen Daseins zu erläutern oder zumindest die Frage danach zu provozieren"

Das zeigt auf wunderbare Weise, welchen anderern Stellenwert die Kunst im Leben eines solchen Regisseurs einnimmt und ich bezweifle das Michael Bay je dieselbe Ambition hatte.

Dass also in diesem Forum sehr viel technisch gut gemachte Filme zu sehen sind, deutet darauf hin, dass viele junge Leute die handwerkliche Herausforderung schätzen und wohl eher diese Perspektive einnehmen. Filme mit Alltagsituationen wollen dem Zuschauer näher treten. Keine dieser Perspektiven ist falsch, die letztere ist vielleicht einfach eine weniger "egoistische", was vielleicht etwas zu negativ klingt.
So, das war mein Beitrag zum Thema, hoffe war nicht allzu wirr.

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Montag, 28. Februar 2011, 17:46

Mal die provizierende Frage: Kann ein Film auch eine gute Geschichte erzählen ohne Effekte?


Provozierend find ich die Frage nicht, und auch ich sage ja! Kommt halt ganz darauf an, was genau du machen/umsetzen willst. Ein Scifi ohne Effekte? Schwer, aber machbar. Effekte dienen doch letztendlich nur dazu, dass zu visualisieren, was auf andere Weise nicht möglich wäre. Warum diese also verteufeln (das unterstelle ich dir hier nicht!)?

Fakt ist nun mal: Wir haben hier viele Effektfreaks, die sich hauptsächlich für Effekte und die technischen Aspekte des Filmes interessieren. Meistens sind diese Leute auch noch recht jung oder einfach Anfänger und denken sich daher recht seichte Geschichten aus, um sich eben in ihren Effektspielereien, Kameratests usw... austoben zu können. Daran sehe ich auch nichts schlechtes, wenn man denn den Grund der Entstehung weiß. Diese Filme haben also durchaus ihre Daseinsberechtigung, denn sie dienen nun mal dem Lernprozess. Warum sonst raten die meisten erfolgreichen Filmemacher den Jungfilmern, dass wenn man solch einen Job anstrebt, einfach rauszugehen und Filme zu machen? Man muss sich ausprobieren und anschließend aus seinen Fehlern lernen.

Andere User drehen wiederum gleich Filme, die von der Story stark sein sollen. Da mangelt es auch gelegentlich an der technischen Umsetzung (natürlich auch an der Story), aber der Lernprozess geht im Nachhinein weiter.

Ich persönlich bin jemand, der Filme wegen der Story dreht. Die Effekte dienen mir dann wirklich nur dazu, um die umsetzbaren Dinge zu visualisieren. Ich bin auch ein totaler Effektenoob und hole mir daher für entsprechende Szenen Hilfe von außen. Heißt nicht, dass meine Story auch entsprechend gut wären... Ich muss genauso wie alle hier ständig dazulernen und mich verbessern. Das gehört einfach dazu! :)

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AlexT.

sollthar

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Montag, 28. Februar 2011, 18:13

Zitat

Wieso stimmt meine Aussage nicht?


Ich glaub, eine solche Grundsatzdiskussion würde das Forum hier sprengen, aber ich versuchs mal (Zumal ich mich da wohlig ein meine Vorbereitung fürs Philosophie-Studium zurückerinnere). :)

Der Satz "eine Geschichte kann weder gut noch schlecht sein" ist eine absolute, allgemeingültig formulierte Aussage, die suggeriert, dass es keinerlei Kriterien gibt oder je geben kann, an der sich Geschichten messen oder vergleichen lassen könnte. Und da sage ich: Das ist falsch, die gibt es. Wenn man sie kennt, erkennt und setzt. Es gibt sehr wohl rein handwerkliche und definitionstechnische Kriterien für eine Geschichte, eine Erzähl-Struktur, ein Aufbau, selbst inhaltliche und bautechnische Kriterien (welche das genau sind, kannst du in diversen Büchern selber nachlesen). Es gibt zahlreiche Modelle, an der man Geschichten und deren Bau sowie deren Erzählung messen kann.

Diese Modelle entwickeln sich immer wieder weiter und sind in steter Veränderung und zeit- und ortabhängig, ebenso gibts es davon mehrere, die sich teils sogar widersprechen - das macht sie definitiv nicht zur exklusiven unumstösslichen, auf ewig gültigen Wahrheit, soweit sind wir uns einig - genauso ist es aber falsch und voreilig, daraus das Gegenteil zu schliessen und zu sagen "es gibt überhaupt nichts". Die Wahrheit, um einen weiteren umstrittenen Begriff zu verwenden, liegt irgendwo dazwischen.

Wenn man Geschichten und deren Erzählungen nicht hinterfragt, dann kann sie auch nicht beurteilen. Und wenige hier im Forum hinterfragen, darum entsteht für sie der Eindruck, dass es auch nichts zu hinterfragen gibt und das alles eben total relativ ist, weil sie auch nicht nachvollziehen können, was die hinterfragen, welche hinterfragen. (Ein Satz zum zweimal lesen, sorry) :)

Gleiches gilt für einen Tisch. Ich übersetze deinen Satz mal: "Ein Tisch kann weder gut noch schlecht sein"

Da würde dir jeder Tischler widersprechen.

"Ein Greenscreenshot kann weder gut noch schlecht sein"

Erklär das mal jemandem von ILM, Weta oder Digital Domain.

"Eine Kameraeinstellung kann weder gut noch schlecht sein"

Argumentier mal so bei Roger Deakins oder Wally Pfister, wenn sie dir nett zu sagen versuchen, dass du für den Job nicht in Frage kommst. :)

Gleiches gilt für Geschichten.

Was nötig ist, um solche Kriterien anzuwenden ist die Definition, von welcher Perspektive ich argumentiere. Sicher kann mir auch ein Tisch gefallen, bei dem jeder Tischler sich im Grabe umdrehen würde genauso wie mir eine Film gefallen kann, der keine gut konstruierte Geschichte besitzt aber mich irgendwie trotzdem zum Lachen bringt. Daraus aber zu schliessen, dass mein persönlicher Geschmack das EINZIGE Kriterium ist, dass es überhaupt geben kann und dass es gar keine Kriterien gibt, ist ein völliger Trugschluss.

Ebenso ist es falsch anzunehmen, nur weils jemand - oder auch zwei - gibt, denen es auch gefällt, dass es deswegen gut ist. Ich habe in meinen Matheprüfungen regelmässig Kinder, die finden, 7x8 gäbe 52, deswegen stimmts trotzdem nicht. Ich habe ganz viele, die nicht verstehen, warum ein Drittel grösser ist als ein Viertel, trotzdem ist es so.

Gerade, wie ich schon oft sagte und du auch angedeutet hast, der Geschmack vom eigenen Wissen stark beeinflusst wird. Wenn ich einen Film mache und meiner Mutter zeige, findet die immer ganz toll was ich mache. Wenn ich meinen Film einem Publikum zeige, das selbst wenig mit Filmen am Hut hat finden die das immer ganz toll. Wenn ich denselben Film an einem Festival zeige, an dem gestandene Filmemacher - Leute mit 30 Jahren berufserfahrung und Welterfolgen in ihrem Resumee - sind, dann siehts anders aus.

Das könnte man nun so interpretieren, dass alles völlig relativ sei. Oder man könnte es so interpretieren, dass es das nicht ist, aber vielen einfach das nötige Wissen und eben die Wahrnehmung fehlt, etwas an mehr als dem persönlichen Empfinden zu messen. Nicht jedesmal, wo zwei Personen zwei unterschiedliche Standpunkte vertreten ist es automatisch so, dass es total subjektiv sein muss. Manchmal liegt auch einfach einer der beiden - oder beide - falsch.

Ich hoffe, mich klarer ausgedrückt zu haben, warum ich mir die Frechheit herausnehme, diesen deinen Satz als "falsch" zu bezeichnen.


Deinen ganzen Abschnitt bezüglich Forum und Amateuren und Profis versteh ich nicht wirklich. Sorry. :(

Wenn Transformers 2 Minuten lang geht, ist es nicht mehr dieselbe Geschichte. Man hat die Geschichte verändert, auch wenn man sie noch in den gleichen 2 Sätzen zusammenfassen kann.

Ne, sorry, ich verstehs nicht.... :S

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joey23

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Alltag, effekte, Geschichte, story

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