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FerhatBeyaz

unregistriert

1

Samstag, 15. Januar 2011, 13:15

Eure Meinung zum Cinemascope Format

Hallo Leute,

Ich habe bereits ein bisschen die Suchfunktion genutzt und habe zum Thema Seitenverhältnis bereits einiges gelesen. Ich nehme in letzter Zeit gerne im Seitenverhältnis 2.35:1 auf, was dem Cinescope (oder auch Panavision) Format entspricht. Ein Beispielbild für die, die damit jetzt nichts anfangen können:



Das Bild habe ich direkt aus Wikipedia. Wir reden hier also über extremen Weitwinkel. Leute, die Landschaftsaufnahmen machen, wird das sicherlich interessieren. Aber nicht ohne Grund wurde dieses Seitenverhältnis auch im Kino genutzt. Da heutzutage vermehrt Breitbild-Monitore im Einsatz sind, ist das Format auch zu Hause praktisch nutzbar. Die in diesem Format geschossenen Filme sehen oft bereits wegen des Seitenverhältnisses kinoreif aus. Ich sehe hier aber wenig Filme, die in diesem Format geschossen sind? Warum? Oder übersehe ich etwas?

Grüße
Ferhat

*Topic verschoben*

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Marcus Gräfe« (15. Januar 2011, 20:07)


magicdv

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2

Samstag, 15. Januar 2011, 13:47

Ich arbeite gerne mal mit einer Letterbox im Cinemascopeformat oder auch mal im 16:9 .
Magic DV
Wir machen den Film
www.magicdv.de

3

Samstag, 15. Januar 2011, 13:49

Das dürfte zum einen daran liegen, dass die meisten Kameras die hier im Forum genutzt werden im Format 16:9 aufnehmen, und man somit Teile des Bilds wegschneiden müsste, und zum anderen daran das hier kaum jemand einen Film dreht bei welchem man dieses extreme Breitbild sinnvoll einbauen könnte...

FerhatBeyaz

unregistriert

4

Samstag, 15. Januar 2011, 13:55

Zitat

[...] werden im Format 16:9 aufnehmen, und man somit Teile des Bilds wegschneiden müsste [...]
Und? Dann beschneidet man es eben. Ich meine, im Endeffekt geht es ja nicht darum einen möglichst großen Bildausschnitt zu generieren, sondern eine tolle und vllt sogar Kinoreife Präsentation zu liefern. Das kann auch auf Kosten von einem insgesamt kleineren Bildausschnitt gehen.

Zitat

[...] und zum anderen daran das hier kaum jemand einen Film dreht bei welchem man dieses extreme Breitbild sinnvoll einbauen könnte... [...]
Warum kann man in die vielen Kurzfilme keinen Breitbild einbauen? Da sind zum Teil richtige Actionstreifen dabei, die im Breitbild eine tolle Präsentation ergeben würden.

Schattenlord

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5

Samstag, 15. Januar 2011, 13:58

Hier ein paar Filme in Cinemascope aus dem Forum:

REASONS (Mystery-Thriller)
Footlosers - Die Kurvenkrieger (Film online!)
Man of Conspiracy (Neuer Tent Graphix Streifen)
Epic Vision Pictures - "Die Porzellanpuppe" - FILM ONLINE! (auch Stream) => DVD ERHÄLTLICH!
...

Ich könnte jetzt noch einige Beispiele nennen. ;)

Fakt ist: Ich glaube, nicht einer der genannten Filme wurde tatsächlich in dem Format gefilmt. Ich nutze es aber sehr gerne, einfach, weil man, meiner Meinung nach (!!!!) einen spannenderen Bildaufbau erzeugen kann. Nicht immer ist es aber erforderlich. 16:9 kann, genauso wie 4:3, manchmal richtig gute Wirkung zeigen! (Ich denke da vor allem an "Nach Hause" von Rambowski, der mich, trotz 4:3, einfach umgehauen hat. Das Bildformat hat den Film unglaublich unterstützt, ich glaub, sogar besser wie 16:9. Ich konnte mich gut in diese Klaustrophe Atmosphäre einfühlen)

Die Wahl des Formats ist ein wichtiger Schritt in der Vorbereitung des Films. Das muss aber jeder für sich selbst entscheiden, was das richtige ist. Ob irgendwas mehr oder weniger "kinoreif" aussieht, das liegt allein im Auge des Betrachters. ;) Auch mit normalen 16:9 Filmen kann man kinoreif aussehen. Außerdem kommt es immernoch auf die Geschichte und die Inszenierung des Films an. :)

Schattenlord

6

Samstag, 15. Januar 2011, 14:10

Zitat

Warum kann man in die vielen Kurzfilme keinen Breitbild einbauen? Da sind zum Teil richtige Actionstreifen dabei, die im Breitbild eine tolle Präsentation ergeben würden.


Ist natürlich auch eine Geschmacksfrage.
Ich denke halt das es bei den Filmen die ich hier im Forum sehe keinen Mehrwert dadurch gibt wenn sie in besonders starkem Breitbild zu sehen sind.
Actionszenen funktionieren wunderbar in 4:3 oder 16:9, wie man in so ziemlich jeder Fernseh-Serie sehen kann.
2:35:1 finde ich sinnvoll in Filmen wie "Der Herr der Ringe" wo es weite Landschaftsaufnahmen und Szenen mit sehr vielen Schauspielern gibt...
Aber wie schon gesagt, das ist natürlich Geschmacksfrage, und jeder Filmemacher sollte für sich selbst entscheiden wie er seinen Film haben möchte.

Yggdrasil

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7

Samstag, 15. Januar 2011, 14:17

Ich persönlich finde 2,35:1 optisch ansprechender als sagen wir mal 16:9, 4:3 lasse ich mal ganz aus dem Spiel, find ich schrecklich :-) Das einzig schwierige ist halt, dass man meistens nicht weiß, wie das Bild später aussehen wird, da keine Kamera in unseren Budgetpshären nativ in dem Format aufzeichnet. Man kann halt nur Cropmarken einblenden lassen, oder sich die Teile am LCD abkleben. Sieht aber einfach "kinoreifer" aus und wenn es das ist, was man erzielen möchte, wieso auch nicht.

Mac Mave

Filmzombie

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8

Samstag, 15. Januar 2011, 14:19

Dieses Cinemscope aus unseren Amateurfilmen: einfach Balken drauf.

Aber das hat letzendlich nichts mit Cinemascope zu tun. Ich weis nicht mit was du filmst, aber mit einer anamorphen Vorsatzlinse bekommst echtes Cinemascope, extremen Weitwinkel:
http://www.dvxuser.com/V6/showthread.php…ion-and-Footage



Die benutzen an ihren Video DSLRS teilweise Linsen aus Russland (lomo?), ich glaube auch bis auf die 800 Euro teure Panasonic Linse wird da auch kaum noch was für normalsterbliche hergestellt. Letztere soll aber auch nicht ganz so gut sein.

Ich habs auch aufgegeben mir so eine Vorsatzlinse kaufen zu wollen und kasche halt auch mit Balken. Die geniale Optik solcher Linsen scheitert an den nicht erhältlichen Linsen, die scheinbar schon lange nicht mehr hergestellt werden.
Hier sieht man auch wie das dann aussieht gegenüber 16:9:



Und: mit so einem Adapter gibt es ECHTE anamorphe Lansflares!

FerhatBeyaz

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9

Samstag, 15. Januar 2011, 14:22

Zitat

Hmm, die habe ich übersehen. :P Nee, danke für die Links. Offensichtlich gibt es doch einige. Habe im Forum viele Filme gesehen, die in einem solchen Format aufgenommen wurden.

Zitat

Die Wahl des Formats ist ein wichtiger Schritt in der Vorbereitung des Films.
Das ist mir klar. Hast du das gerade aus einem Lehrbuch zitiert? Das hört sich zumindest danach an. :P Kubrick hat nahezu sein Leben lang auf 4:3 gesetzt und das hatte auch seinen Grund. Und wenn ich sage, dass es vielen Filmen einen besonderen Touch gibt, dann denke ich auch an den Gesamteindruck. Selbstverständlich kann man Filme auch in einem 4:3 aufnehmen, oder 16:9. Mir gings darum, warum so selten hier 2.35:1 eingesetzt wird, aber du hast ja Beispielfilme, in denen das gerade gemacht wird.

Zitat

Aber das hat letzendlich nichts mit Cinemascope zu tun.
Prinzipiell hast du natürlich Recht! Balken rauf bzw. einfach Croppen ist KEIN Cinemascope, zumal Cinemascope eigentlich eine Objektivserie ist. :P Mir gehts in diesem Thema nicht darum, ob man mit wirklichen anamorphotischen Linsen arbeitet, sondern warum hier selten das für diese Linsen so charakteristische Seitenverhältnis eingesetzt (und das kann man erzeugen). Ich denke Schattenlords Videolinks haben mir gezeigt, dass es doch einige Beispiele gibt. Damit ist eigentlich alles geklärt.

@Mac Mave: Hey, das ist ein super Video. Leider sprengt so ein wirkliches Cinemascope Objektiv auch mein Budget.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »FerhatBeyaz« (15. Januar 2011, 14:29)


SR-Pictures

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10

Samstag, 15. Januar 2011, 14:31

Ich habe es auch schon das eine oder andere mal verwendet. Auf DVD stört es mich ein wenig, da am Ferneher dann doch soviel schwarz bleibt.
Aber "Herrschaft Zeit'n" habe ich zu 2,35:1 beschnitten, da der Film für die Kinoleinwand gedacht war. Da sieht es einfach besser aus, wenn die gesamte Leinwand ausgefüllt ist.

Für alle die das Thema 2,35:1 interessiert und es "echt" haben wollen, d.h. nicht einfach Balken drüber hauen und damit Bildinformation verlieren, gibt es eine Freeware: Seam Carving
(dabei wird das aufgenommene Footage in ein anderes Verhältnis gesetzt, ohne verzerrt zu werden. Das Programm rechnet sich Kurven aus dem Bild heraus mit wenig Information und löscht dies dann)





sollthar

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Samstag, 15. Januar 2011, 15:00

Wir haben "Art" und "Wild" ebenfalls in einem breiten Format gedreht:
http://www.nightcast.net/permanent/Art.mov

Bzw in 16:9 und dann per letterboxing weiter beschnitten.

Ich bevorzuge ein breiteres Format als 16:9 , weil ichs sehr angenehm zum anschauen finde und ich ebenfalls finde, dass sich damit schönere Kadragen machen lassen als mit 16:9 oder gar 4:3. Ebenfalls nutze ich (wie viele Hollywoodfilme ja auch) ein weniger breites Format und letterboxe dann, weil ich so in der Post noch etwas Material habe, um ein Bild nachher nochmal etwas anders zu kadrieren - nach oben und nach unten bleibt so viel Spielraum, den ich auch gerne mal mit künstlichen Kamerabewegungen ausnutze.

Zum anschauen find ich Breitbild definitiv spannender und interessanter. Meisten spielen sich Dinge ja auch eher in der Breite als in der Höhe ab, daher macht das total Sinn.

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Epicon

12

Samstag, 15. Januar 2011, 15:11

ich glaube auch bis auf die 800 Euro teure Panasonic Linse wird da auch kaum noch was für normalsterbliche hergestellt. Letztere soll aber auch nicht ganz so gut sein.
Was ist an so einem vorsatz den nicht so gut? Gibs die vorsätze eigentlich noch irgendwo zu kaufen ?

hjkoenig

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13

Samstag, 15. Januar 2011, 15:13

Hallo,
dass für Action-Filme das starke Breitbild weniger benutzt wird, ist wohl nicht nur Geschmackssache, sondern auch eine Frage der Bilddiagonalen.
4:3 hat eine steile Diagonale, die nicht nur beim Drehen eine eigene Bildregie erfordert, sondern auch dem Zuschauer das konzentrierte Sehen erleichtert. Er kann ja mit den Augen kaum woanders hin. Schnelle Veränderungen und Wechsel sind so leichter zu verfolgen. Das breite Bild lädt zum längeren Betrachten und Verweilen ein. Wenn´s da mit Geschwindigkeit zur Sache geht, ist man als Zuschauer leichter überfordert und überanstrengt.

Es gibt sicherlich Gegenbeispiele in jedem Format. Aber ich glaube, ein bestimmtes Format erleichtert die eine oder andere Art der Bildgestaltung und Szenenregie.

Wurde eigentlich ein Wechsel der Bildbreite mitten im Film angewandt? (Also Veränderung der Breite mit Hilfe von schwarzen Masken?)
Gruß, Hajo König
hans joachim könig

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niGGo

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Samstag, 15. Januar 2011, 15:25

Stimme sollthar zu 100% zu. Da ja eigentlich alle oder die meisten hier eh versuchen, möglichst cineastische Bilder einzufangen, ist Letterboxing auf 2,35:1 die wohl schlüssigste Wahl. Auf der anderen Seite, abseits der Tatsache dass Cinemascope auch für mich schöner zum Angucken ist und sich nutzvolle Möglichkeiten in der Post bieten, muss ich aber auch sagen, dass ich jetzt 16:9 nicht zwingend "billiger" oder schlechter finde. Also vom Optischen her, es gibt ja viele professionelle Beispiele im Film und Fernsehen die das Gegenteil beweisen. Allerdings finde ich, dass es mit 16:9 als Amateurfilmer viel schwerer ist ein kinoreifes Bild zu "zaubern", weiß nicht genau wie ich das beschreiben soll. Liegt vielleicht daran, dass sich bei mir Cinemascope schon zu sehr als Definiton "Kino" eingebrannt hat, und wenn diese Komponente wegfällt, muss das für mich irgendwie durch ein noch besseres Bild kompensiert werden.

Ein Glück dass wir bei Cold in der Regel nur mit Cinemascope arbeiten! :D

Birkholz Productions

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15

Samstag, 15. Januar 2011, 15:30

Kann Sollthar und Niggo nur zustimmen. Ich seh das genauso. :)

mello

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16

Samstag, 15. Januar 2011, 18:00

Wurde eigentlich ein Wechsel der Bildbreite mitten im Film angewandt? (Also Veränderung der Breite mit Hilfe von schwarzen Masken?)
Bei "The Dark Knight" war das der Fall. Da gabs die Szenen mit diesen Imax (?) Kameras, da wurde das Bild dann immer größer.
kostenlos, aber nicht umsonst: www.kindheitstrauma.com

Birkholz Productions

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17

Samstag, 15. Januar 2011, 19:57

In Galaxy Quest war das auch der Fall! ;)

Marcus Laubner

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18

Samstag, 15. Januar 2011, 20:04

Auf der anderen Seite, abseits der Tatsache dass Cinemascope auch für mich schöner zum Angucken ist und sich nutzvolle Möglichkeiten in der Post bieten, muss ich aber auch sagen, dass ich jetzt 16:9 nicht zwingend "billiger" oder schlechter finde. Also vom Optischen her, es gibt ja viele professionelle Beispiele im Film und Fernsehen die das Gegenteil beweisen.

16:9 sehe ich so gut wie nie, meistens 1,85:1. Ich bevorzuge (neben Cinemascope) ganz klar letzteres, zum einen weil es eben doch einen Tick breiter als 16:9 ist und weil es analoges 35mm Material suggeriert statt des digitalen Standards.

mp-cw

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19

Samstag, 15. Januar 2011, 20:54

Ich bin so frei und zitiere mich mal selbst. Scheint so, als hätte ich da was vorhergesehen... :P

Ich wiederhole hier erst mal, was ich vor einem halben Jahr schon dazu gesagt habe:

Zitat

[Off-Topic]: Kleine Richtigstellung zum alten 4:3-Thema:
Zum 16:9: Es wirkt einfach Kinohafter, das ist alles... Stanley Kubrick hat selbst noch Eyes Wide Shut 1999 in 4:3 in die Kinos gebarcht, weil er es bevorzugte, das kann ja jedem seine sache sein und wenn ihr 4:3 wollt, dann nehmt das einfach PUNKT
Erst mal hat nicht Kubrick den Film ins Kino gebracht sondern Warner Bros.; bei allen Rechten, die er sich sonst so ausgehandelt hat ;) . Des weiteren ist es so, dass viele 35mm-Filme auch noch heutzutage als sogenanntes "Open Matte" in die Kinos kommen, das heißt, auf dem Negativ wäre durchaus 4:3 sichtbar. Aber dem Zuschauer wird durch Abkaschierung dann trotzdem ein 1:1,66 oder 1:1,85 Breitwand-Format gezeigt bzw. durch Anamorphot dann eben auf 1:2,35 Cinemascope gestreckt. Abgesehen davon hatten geschätzte 95% aller Kinos auch schon 1999 sicher keine 4:3-Masken mehr, so dass "Eyes Wide Shut" sicher nicht in 4:3 zu sehen war...

Open Matte kennt ihr übrigens sicher: das sind die Filme, bei denen man im Kino ständig Mikros im Bild hat, wenn der Vorführer nicht gerade der Beste ist :D .

Das letzte vom Ausschnitt echte 4:3, das ich auf der Leinwand gesehen habe, war der Anfang von "Galaxy Quest". Und da war der Wechsel der Bildformate von 4:3 über 1:85 zu 1:2,35 ein gewolltes Stilmittel, das sogar im Versandkarton durch einen Handzettel für die Filmvorführer angekündigt wurde, damit diese bei der Bildkontrolle keinen Schreck bekommen. Insgesamt war der Film aber eine Cinemascope-Kopie...[/Off]

[...]
Wer seine in welchem Format präsentiert, ist ein Kritikpunkt, an dem ihr euch meiner Meinung nach nicht reiben solltet. Wenn man es genau nimmt, dürften dann diese Leute mit Blockbuster-Mentalität in den Action-, SciFi- und Fantasylastigen Genren auch nicht 16:9 drehen sondern müssten 21:9 vorziehen und spätestens dann geht die gleiche Diskussion in die nächste Runde... :D Aber hierzu gibt es vermutlich so viele Meinungen wie User. Genesis kann da sicherlich ein Lied davon singen ;) [...]
Mich würde es einfach mal freuen, wenn sich die Leute, die sich so viele Gedanken allein um das Bildformat machen, dieses inhaltlich (das heißt unter anderem auch bildkompositorisch) so füllen, dass man von einem gelungenen Film – ob Spielfilm, Dokumentation oder whatever – sprechen kann. Denn erst dann ist die Diskussion um das "richtige" Format sinnvoll. Ein 21:9 allein macht den "Look" noch lange nicht "professioneller", geschweige denn ist er für jede Geschichte passend, denn das Format sollte doch vom Film und seiner Handlung abhängig sein und nicht umgekehrt. Nicht umsonst werden viele der großen Produktionen unserer professioneller Brüder auch heute noch im BW-Format gezeigt.
[Thread: Alles eine Frage des Seitenverhältnis, 18.11.09]
Zu Kubrick hatte mich Mr Dude noch ergänzt, zum Rest steh ich nach wie vor so.


Außerdem ist noch die Diskussion im "Sakura"-Thread (z.B. niGGos dortiger Beitrag) lesenswert, die sich damals um 4:3 oder 16:9 drehte; wenn sie auch nicht hundertprozentig schlüssig war, da eben die fehlende Stimmigkeit der Bildkomposition im entsprechenden Format vernachlässigt wurde, was ein Anpassen wegen der "schlechten" Kadrierung relativ leicht machte. Ein gutes Gegenbeispiel gibt es bei movie-college. Da sieht der Bildausschnitt vier Mal gut aus – egal in welchem Format (oder ist sogar der 2,35er am schlechtesten?).

Was das "Abschneiden" bzw. die schwarzen Balken angeht: es gibt auch viele Kinos, bei denen die CS-Projektionsbreite der Breitwand-Bildbreite entspricht; dort wird dann eben eine "kleinere" Optik genommen und die Leinwand oben/unten abkaschiert. Das war eigentlich ursprünglich sicher auch nicht der Sinn der Sache, aber aus Kostengründen wird es trotzdem oft gemacht.

Außerdem würde mich mal das aktuelle Mengenverhältnis zwischen 1:1,85-Kinofilmen und 1:2,35-Kinofilmen interessieren. Ich bezweifele nämlich, dass letzteres wirklich das "cineastischere" Format ist. Alle sechs bisher genannten AFF-Filme im CS hätten für mich rein gar keine Einbußen gehabt, wenn sie "nur" in entsprechendem 16:9 produziert worden wären. Die CS-Diskussion ist – für mich – wirklich einfach fast wieder die 4:3-Frage; eben nur eine Runde später...

TATORT CALW: HEXENSABBAT mit Vorfilm "Die Rotkäppchen und der Wolf"
SEIT 08.03. IM KINO UND AUF DVD | CU @ www.mania-pictures.de
| fb/mania-pictures

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »mp-cw« (17. Januar 2011, 01:48) aus folgendem Grund: Schreib- und Ausdrucksfehler korrigiert


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20

Sonntag, 16. Januar 2011, 16:10

Ich hab nochmal eine Frage .
Wie muss ich den wenn ich 21:9 haben will ,die Kompositionseinstellungen machen .(Auflösung...)


thx H_P

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