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sphifanpro

achad, schtaim, shalosh

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Freitag, 17. September 2010, 23:11

Hobby - Amateurfilmer, ja wo denn?

Hi, ich hoffe ich kann mich verständlich rüber bringen... ich habe ein paar Fragen und Gedanken die ich loswerden möchte.

Im Bezug auf Amateur und Hobbyfilmer. Hier im Forum und im ganzen Internetsch :-) sind wirklich viele User unterwegs. Die einen sind Professionelle Filmer, die anderen einfach nur welche, dennen es spaß macht, mal hier, mal da ein Laserschwert oder ein Dino zu Animieren. Aber wo sind denn alle Filmer die das aus überzeugung machen?!

Wo sind die, die einen Film drehen möchten? Ich meine nicht die, die eine Impression einer Sommerblume filmen. Wo sind die, die das einfach nur machen, weil es ihnen spaß macht und nicht weil sie es zum Beruf (gemacht) haben oder es machen weils Kohle bringt? Ich als sehr junges BDFA Memberlein, mit meinen 31 Jahren, bin vollkommen alleine. Alle Mitglieder in meinem Stättischen FilmClub sind weit über 60... und hören bei 95 auf. Wo sind denn die jungen Wilden, die Filme / Kurzfilme oder Animierte Filme machen, weil sie es können? Nicht weil sie es Berfulich machen?!

Sind euch denn die 50 Euro im Jahr zu viel für eine Mitgliedschaft in einem Filmclub (der nicht von der BDFA sein muss), oder in einem Verein der Filme macht?

Wo seit ihr denn? Wisst ihr was ich versuche zu fragen? Ich weis nicht wie ich mich anders ausdrücken soll.

Wieso stirbt das Amateurfilmen / Hobbyfilmen aus???

Ja, wie so stirbt es aus? Klar ich sehe hier viele, die was auf dem Kasten haben. Aber warum macht denn keiner mit? Warum macht keiner was größeres? Warum schließst sich niemand zusammen? Warum?

Ja, SUUUPER... wieder ein Youtube mist den einer zeigen will. Warum? ... Das stimmt mich sehr traurig. ;(

*Topic verschoben*


Ich bin Pragmatiker. Wenn es paßt, der Kunde es nicht sieht, es zeitlich vertretbar ist, dann mach ich es so.

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Birkholz Productions

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Freitag, 17. September 2010, 23:31

Ich glaube nicht dass junge Amateurfilmer aussterben. Eigentlich sind die doch erst so im Kommen, oder? Kann gut sein, dass vor fünf, sechs Jahren in der Amateurfilmszene noch etwas mehr los war, doch dafür (ich sags mal grob) haben wir ein paar Lichtschwert-Filme weniger und dafür mehr ernsthafte Produktionen.

Das sich junge Leute in Filmclubs oder Vereinen nicht auffinden lassen, liegt wohl daran (wie du schon sagst), dass diese zum großen Teil von Rentnern besetzt sind.
Die Amateurfilmszene ist in Deutschland breit gefächert. Natürlich gibt es Ballungsgebiete und man sieht auch immer wieder Coproduktionen von verschienen Leuten aus diesem Forum, doch meistens sieht es so aus, dass es irgendwo in einem Teil von Deutschland einen jungen Filmer gibt, der einfach seine Freunde mit ins Boot holt und fertig.

Es gibt ein Mal immer die, die gerne sinnlose Youtubevideos machen und dann wieder die, die sich gerne an ernsthaften, arbeitsintensiven Projekten versuchen. Ich mache beides gerne und versuche nun beides zu verbinden! ;)

Woran liegts bei dir persönlich? Will keiner deiner Freunde mitmachen? Ich dachte du drehst gerade einen Krimi!?!

sphifanpro

achad, schtaim, shalosh

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Freitag, 17. September 2010, 23:39

@Birkholz... ich hatte vorhin eine unterhaltung mit einem aus meinem Filmclub. Wir stellten einfach fest, dass - egal ob jungendlich oder älter - kaum mehr einer Amateurfilmer ist. Jedenfalls nicht in unserer näheren umgebung. Und das ist aber nicht nur hier so, auch Deutschlandweit. ... es muss ja nicht die BDFA sein, aber die FilmClubs sind wirklich vor dem aussterben. Das ist sehr schade. Denn auch hier sind viele Talente die mit sicherheit weit kommen würden, würden sie sich auch mal Pushen lassen von älteren.

Also ich habe die erfahrung gemacht, dass es sehr sehr schwer ist, jemanden zu animieren der dann mal wiederwillig mitspielt, geschweige denn mal als Tonmann fungieren möchte. Schade einfach. Und das beschäftigt mich.

- ja ich bin ja gerade dran am FALL1 - Das Schwert der Atlanter, aber da könnte es auch schneller gehen wären mehr leute beteiligt. Wie es eben so ist. Du kennst das bestimmt.


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Birkholz Productions

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Freitag, 17. September 2010, 23:49

Wie siehts denn bei den älteren hier aus? Gab es "früher" mehr Amateurfilmer? Ich weiß es nicht... Wie gesagt... Also im AFM war früher viel mehr los, sowie in anderen Foren. Entweder alles hat sich auf das AFF und ein paar andere Foren konzentriert, oder viele haben die Lust an dem Hobby verloren, bzw. führen es mittlerweile professionell aus ODER veröffentlichen Videos ausschließlich auf Youtube für den privaten Freundeskreis.

Wie wars denn noch in den 80ern/90ern? Kann mir kaum vorstellen, dass es damals mehr Amateurfilmer gab als heute! Das Internet und die billigere Technik hat es doch erst möglich gemacht.

Blubberfisch

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Samstag, 18. September 2010, 01:02

Also ich kann das geschilderte Problem auch nicht ganz nachvollziehen. Meiner Meinung nach gibt es mehr Amateurfilmer denn je. Klar, viele streben danach, professionell zu werden. Viele betreiben es aber auch einfach neben ihrem normalen Beruf oder der Schule. Und viele sind dabei äußerst gut. Man schaue sich doch nur mal die Produktionen hier aus dem Forum an. Die professionellen, bzw. studentischen Projekte scheinen mir hier klar in der Unterzahl - das meiste sind ambitionierte Hobbyprojekte. Alternativ muss man auch nur mal auf eins der zahlreichen Nachwuchsfilmfestivals gehen, die es im ganzen Lande gibt. Von der Film-AG der Dorfgemeinde, bis zum teuren Spielfilm leidenschaftlicher Freaks ist da in der Regel alles dabei.

Insofern - mein Eindruck entspricht dem genauen Gegenteil. Es gibt viele Amateurfilmer. Der Punkt ist nur, dass diese natürlich immer besser werden. Und auch die Technik lässt heute so manch gescheit aufgezogenes Amateurprojekt in einem höchst professionellen Licht erstrahlen. Wie es in Filmclubs aussieht, weiß ich leider nicht. Ich kenne eigentlich keinen und hatte auch nie das Verlangen, micht damit genauer auseinanderzusetzen, da das Thema Film in meinem sozialen und studentischen Umfeld schon präsent genug ist. Das mit den Rentnern kann ich mir allerdings vorstellen, doch ich glaube, dass es sich hier um eine ganz andere Art von Amateurfilmern handelt. Und es fällt mir schwer, mir vorzustellen, dass diese ein richtiges Spielfilmprojekt auf die Beine stellen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Blubberfisch« (18. September 2010, 01:08)


Birkholz Productions

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Samstag, 18. September 2010, 01:18

Das mit den Rentnern kann ich mir allerdings vorstellen, doch ich glaube, dass es sich hier um eine ganz andere Art von Amateurfilmern handelt.


Lol!^^ Da musste ich jetzt stark schmunzeln! :D:D:D

Zu den Filmclubs: Ich habe mich damit auch noch nie beschäftigt. Habe am Anfang natürlich mal gegoogelt und bin auch nur auf diese "Renterclubs" gestoßen. Wenn du deine Freunde nicht begeistern kannst, musst du Wohl oder Übel auch mal längere Strecken in Kauf nehmen und andere Amateurfilmer besuchen! :) ... Oder es wie Jörg machen!

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Samstag, 18. September 2010, 02:21

Im AFM gibt es den Thread Parallelwelten, der sich mit den – ich sag mal – unterschiedlich sozialisierten Gruppen wie Internetplattformen/-Communities auf der einen und Verbänden wie speziell dem BDFA auf der anderen Seite auseinandersetzt und viele wichtige Punkte andiskutiert.

Mal unabhängig davon, dass der BDFA seeehr viel falsch macht, wenn es um Außenwirkung geht (zumindest meine nichtinterne Sicht der Dinge) ist meiner Meinung nach nur eines sicher: Aussterben werden die Hobby- und Amateurfilmer im allgemeinen ganz bestimmt nicht.

Diejenigen, die das ganze "freizeittechnisch ernst- und dauerhaft in (verbands)organisierter Form" betreiben, sind aber sicher in der Minderheit. Klar ist es auf dem schmalen Land schwerer als in Ballungsräumen, sich vor Ort mit Gleichgesinnten zu organisieren und diese Gemeinschaft projektunabhängig aufrecht zu erhalten. Wobei für mich zu dem Thema allerdings nicht die Frage der Organisation sondern die der Qualität und des Eigenanspruchs an erster Stelle stehen würde.

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Samstag, 18. September 2010, 09:00

die das ganze "freizeittechnisch ernst- und dauerhaft in (verbands)organisierter Form" betreiben, sind aber sicher in der Minderheit.


... genau das meine ich. Jetzt weis ich wie mans ausdrücken kann :thumbsup:


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Frederik Braun

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Samstag, 18. September 2010, 11:27

Ich als sehr junges BDFA Memberlein, mit meinen 31 Jahren, bin vollkommen alleine. Alle Mitglieder in meinem Stättischen FilmClub sind weit über 60... und hören bei 95 auf. Wo sind denn die jungen Wilden, die Filme / Kurzfilme oder Animierte Filme machen, weil sie es können? Nicht weil sie es Berfulich machen?!


Ich war ebenfalls lange Zeit in einem städtischen FilmClub und habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Irgendwann habe ich aufgrund von unterschiedlichen Interessen und Vorstellungen vom Filmemachen den Club verlassen.
Ich denke das Hauptproblem ist die Art wie die FilmClubs oder die BDFA für ihr Angebot werben, nämlich so gut wie gar nicht. Meistens sind es Rentner, die sich ihr Leben lang hobbymäßig mit Filmen auseinander gesetzt haben und dann in der örtlichen Freizeit-Broschüre entdecken, dass es einen FilmClub gibt. Die jungen Filmemacher wissen oft nämlich gar nicht, dass solche Clubs existieren. Man muss innovativer herangehen und diese Clubs attraktiver machen/verkaufen, dann wird auch das Mitgliedsalter unterschiedlicher.

Warum macht keiner was größeres? Warum schließst sich niemand zusammen? Warum?


Ein wirklich interessanter Aspekt, an den ich in der letzten Zeit auch des Öfteren gedacht habe. Das AFF ist eine Gemeinschaft von ambitionierten und teilweise gut fortgeschrittenen Filmern - eine Art Gemeinschaftsprojekt, bei dem sich jeder finanziell ein wenig beteiligt, wäre eigentlich eine tolle Idee. Nur muss man sich vorhinein über Story und Konzept im Klaren sein, sodass es nicht während der Produktionsphase zu Meinungsverschiedenheiten kommt. Ich denke das ganze wäre sehr aufwendig, aber machbar.

<<<ThE SpEZi>>>

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Samstag, 18. September 2010, 16:34

Warum heißt es denn, dass neimand "etwas größeres" anpackt oder sich nicht mit Mehreren zusammenschließt, nur weil derjenige nicht in einem sogenannten FilmClub ist? Mal ehrlich, muss man da Mitglied sein um was Vernünftiges auf die Beine zustellen? Ich kenne jemanden der ist genauso alt wie ich - spricht 16 - und macht bereits seid 8 Jahren bei Kurzfilmwettbewerben mit und ich selbst habe auch ein Projekt laufen das sich nun über mehrer Monate hinziehen wird und daher schon als groß einzustufen ist. Ich will damit sagen nur weil nicht so viele in einem Club rumhocken, heißt das noch lange nicht das die Szene ausstirbt. Ich kenne da genug Leute, die sowas aus Überzeugung machen.

MP-Digital

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Samstag, 18. September 2010, 17:19

Ja und nein !?

Ja, in den BDFA-Filmclubs sind oft nur Filmer ab 50 nach oben. Nein, mit nur schreiben was schief gelaufen sein soll u.a. ist nicht viel geholfen. Packt es an, geht in die Filmclubs und zeigt dort, wie man Amateurfilme machen kann. Ändert was in der engen Sicht der alten Filmer. Arbeitet mit und verändert was. Nur gemeinsam "jung und alt" kann ein Club "leben". Wenn's beim BDFA nicht rund läuft, dann muss man den Verband etwas aufmischen und den Mund aufmachen und zeigen was Sache ist, so dass die alten Zöpfe abgelegt werden und neue Idee von Filmer, neue Sichtweise der Filmer eingebracht werden können.

Ach ja, wer dem BDFA beitreten kann und gute Filme macht, der es kann sogar auf die DAF oder auf die UNICA (Weltmeisterschaft) es schaffen. Ach ja noch was, wenn einer Filme macht und GEMA geschütze Musik in seinen Film einbaut, können die auf den Wettbewerber des BDFA gezeigt werden, denn der BDAF zahlt die GEMA-Gebühren (gilt aber nur für Wettbewerbe die vom BDFA oder deren Filmclubs ausgerichtet werden). Nun, dass ist doch mal was, oder.

Aber so, wurschtelt jeder vor sich hin.

tomatentheo

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12

Samstag, 18. September 2010, 18:26

Mein Verhältnis zum BDFA ist gespalten. Irgendwie gehen da Anspruch und Wirklichkeit auseinander. Als ich noch aktiv mit dem Casablanca gearbeitet habe und zu Macro Systems Hausmessen gefahren bin, war auch immer der BDFA mit einem Stand vertreten. Deren Zeitschriften lasen sich immer ganz angenehm, allerdings waren die Standbetreuer keine Werbung für eine Mitgliedschaft. Sobald man von den erwähnten Reiseberichten (ich nenne das gepimte Urlaubsvideos) und irgendwelchen Städteansichten nicht beeindruckt war und die Rede auf (Kurz-)Filmproduktionen oder szenischen Drehs allgemein kam, machten die durchweg älteren Herren dicht.

Ich denke auch, das die Zeit des BDFA in seiner alten Form durch ist. Das Internet ist DIE Präsentationsplattform für (Amateur-)Filme geworden und somit haben sich Abende in einem Hinterzimmer einer Gaststätte mit Super8 Filmen oder Fernsehern überlebt.

Die zentrale Frage, die sich jeder erstmal (un)bewusst stellt ist: Was bringt mir das? Habe ich keinen Mehrwert aus einer Mitgliedschaft im BDFA, macht es eine Mitgliedschaft obsolet, solange ich nicht eine Bilderstürmerei oder Palastrevolution um ihrer selbst willen anstrebe.

P.S. Mir fehlt in der Diskussion noch Jörg, der ein flammendes Plädoyer aus Textbausteinen hält, wie doof doch die Studenten und Profis sind und man Amateure ausgrenzt. Dabei wäre er als filmender "Pufferküsser" doch DIE Bereicherung für die Filmabende des BDFA in Köln.

Sketch

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13

Samstag, 18. September 2010, 20:52

P.S. Mir fehlt in der Diskussion noch Jörg, der ein flammendes Plädoyer aus Textbausteinen hält, wie doof doch die Studenten und Profis sind und man Amateure ausgrenzt. Dabei wäre er als filmender "Pufferküsser" doch DIE Bereicherung für die Filmabende des BDFA in Köln.


Made my day .... :D :D :D :D :D :thumbsup:
"Viele Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken dies mit leerem Kopf zu tun."

tomatentheo

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14

Samstag, 18. September 2010, 23:44

You're welcome... :D

Das Wort "Pufferküsser" beschreibt übrigens Leute, die ein gewisses Faible für seltene Fahrzeuge der Eisenbahn haben, das über das übliche Maß an Interesse hinausgeht und ab und an pathologische Züge annehmen kann.

15

Sonntag, 19. September 2010, 00:15

Zitat

You're welcome... :D

Das Wort "Pufferküsser" beschreibt übrigens Leute, die ein gewisses Faible für seltene Fahrzeuge der Eisenbahn haben, das über das übliche Maß an Interesse hinausgeht und ab und an pathologische Züge annehmen kann.
Die auffallende Similarität dieser Aussage plus die vorhergegangene komische Auseinandersetzung, ließ mich lachend über den Boden rollen.

(Hätte ich nur "lol" geschrieben, wäre es Spam und gelöscht worden ^^)

EDIT: Um auch noch etwas zum Thema beizutragen:

Ich sehe es nicht ganz so wie der Threadersteller. Sicher wird ganz viel Potenzial verschwendet und man könnte bei einem Zusammenschluss deutlich mehr erreichen. Aber vielleicht ist momentan die überwältigende technische Veränderung (sagen wir mal die letzten fünf Jahre) ein Faktor, der die Amateurfilmszene belastet, weil jeder immer das Neueste möchte und nicht mit scheinbar altem Equipment drehen will. Aber, wie oft erwähnt, kann man auch mit einer guten Digitalkamera anständige Filme machen, solange man Lust hat und es einfach tut.

Ich finde, die Zeit des Analysierens und den-Grund-herausfindens ist vorbei und jeder, der sich mit dem Eingangspost angesprochen fühlt (ich persönlich übrigens auch), macht einfach mal einen Kurzfilm beispielsweise. Die Filmclubs schau ich mir mal an, hatte da noch nie etwas von gehört.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »madLEy« (19. September 2010, 00:26)


freezer

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Montag, 20. September 2010, 13:38

Ich habe eine zeitlang die Treffen des steirischen Filmclubs in Graz als außerordentliches Mitglied besucht. Auch dort trifft man das Problem der Überalterung, wobei die Leute doch erstaunlich offen für Neues waren. Für mich stellte sich aber ebenfalls die Frage nach dem Nutzen für mich. Die angebotenen Kurse waren für mich uninteressant und viele Themenabende ebenso. Durch das Internet als Präsentationsplattform sind auch Clubveranstaltungen obsolet.
An Spielfilme hat sich dort auch kaum jemand getraut - hauptsächlich werden Dokus und Reisefilme gemacht.
Was also fehlt, ist ein oder mehrere erfahrene Mentoren, die ein Spielfilmprojekt unterstützen könnten und somit den Filmclub für junge Filmemacher attraktiver macht. Ist irgendwie ein Henne / Ei Problem.
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Montag, 20. September 2010, 17:58

"... Klar ist es auf dem schmalen Land schwerer..."
Also das muss man mal richtigstellen: abgesehen von Gegenden, in denen die Landschaft eher hochkant steht (mit Bergen oder so) ist "das Land" flach, allerhöchstens noch platt. Schmal ist es nicht, nicht mal in Schleswig-Holstein. Dies ist festzuhalten - da sind wir im Norden, wo man den Besuch schon zwei Tage vorher kommen sieht, ziehmlich eigen!

Ansonsten stimmt es schon: es gibt ja viele, die mindestens ein "film"-fähiges Handy, eine entsprechende Knipskiste oder sogar ein leistungsfähigeres Gerät haben. Aber die Zahl derjenigen, die damit etwas Originelles anfangen, scheint wirklich klein zu sein. Ich glaube allerdings nicht, dass das zur Schmalfilmzeit anders war, selbst wenn man da einrechnet, dass es weder Handys noch Digitalkameras gegeben hat.

Im übrigen wird vieles, was früher nur die Clubs und Vereine boten, heute z.B. durch Foren abgedeckt (wobei ich nicht behaupten will, dass durch diese Medien die gemeinsame Arbeit ersetzt werden kann).
Gruß, Hajo König
hans joachim könig

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »hjkoenig« (20. September 2010, 18:51)


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Montag, 20. September 2010, 18:55

[OT]

Zitat

"... Klar ist es auf dem schmalen Land schwerer..."
Also das muss man mal richtigstellen: abgesehen von Gegenden, in denen die Landschaft eher hochkant steht (mit Bergen oder so) ist "das Land" flach, allerhöchstens noch platt. Schmal ist es nicht, nicht mal in Schleswig-Holstein. Dies ist festzuhalten - da sind wir im Norden, wo man den Besuch schon zwei Tage vorher kommen sieht, ziehmlich eigen!
Wie eigen, flach oder platt "ihr im Norden" auch seid: sollte es witzig gemeint sein, fehlt das Grinsgesicht; sollte es sprachlich belehrend sein, können wir uns gerne mal mit den geolinguistischen Feinheiten der Pragmatik auseinandersetzen – aber vermutlich an anderer Stelle, weil das hier sonst ausartet. War schon so gemeint, wie es geschrieben war. Soweit meine "Richtigstellung". [/OT]

==


Die Mehrwert-Frage ist denke ich heutzutage bestimmt entscheidend. Wobei man auch sagen muss, dass es bei der ganzen Vereinsmeierei ja selten nur um das eigentlich festgeschriebene Vereinsziel geht sondern auch um Geselligkeit. Deren unterschiedliche Formen eben je nach Generation anders ausgeprägt sind. Ein sicherlich interessantes Gedankenexperiment wäre die Überlegung, wie es aussehen würde, wenn sich die ganzen Forenuser hier mal wöchentlich treffen würden und was dabei rauskommt. Oder auch nicht ;)

Zu Henne/Ei: Ich denke auch, es ist schon sehr komisch, dass in solchen Clubs/Verbänden Spielfilme nahezu überhaupt nicht zu existieren scheinen. Vielleicht liegt das, zumindest auch, in der historischen Entwicklung der Technik begründet (z.B. schneidet sich mit der Von-Videorekorder-zu-Videorekorder-Methode eine Doku wesentlich einfacher als ein Spielfilm, um nur ein Beispiel zu nennen...), dem eigenen Erlebnishorizont (für viele ältere ist Urlaub oder sogar schon die Fahrt in die nächstgrößere Stadt schon eine mittlere Sensation, womit für sie ein Reisebericht wesentlich spannender ist als für die jungen Wilden) sowie darin, dass viele Menschen einfach zu bequem sind, was neues auszuprobieren, wenn sie für sich eine funktionierende Nische gefunden haben? Wobei das ganze hier keine Silver Surfer- oder Best Ager-Diskussion werden soll... :D

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Montag, 20. September 2010, 19:19

Hallo,
also, belehrt werden sollte keiner ...
Gruß, Hajo König
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20

Montag, 20. September 2010, 19:50

Interessante Diskussion. Wobei... Es sind ja schon mehrere Diskussionen.
Bis jetzt haben wir:
Wo stecken die Amateurfilmer bzw. sind Amateurfilmer ausgestorben?
Junge vs alte Amateurfilmer (bzw. Youtubegeneration vs Rentner-Filmclubs)
und Amateurfilm heute und früher.

Ich möchte nur mal einwerfen, was ich sehr interessant finde:
Vor ca. 10 bis 12 Jahren habe ich öfters mal den Spruch (auch in den Medien) gehört, dass in "10 Jahren" jeder selbst Hollywoodfilme am PC erstellen könne. Interessant zusehen, dass das heutzutage theoretisch schon fast möglich geworden und eingetroffen ist. Ich meine... Ich bring mal wieder "Quiqueck und Hämat" als Beispiel. Da sehen wir mal wieder was heutzutage alles möglich SEIN KANN!

Ob in Eigenregie, mit Freunden oder in einem Verein... Man braucht eine Idee, viel Arbeitseifer, ein bisschen Technik und natürlich Talent. Das ist eigentlich der Schlüssel zum Amateurfilm. Denke das sieht bei vielen anderen Hobbys sogar ganz ähnlich aus.

Ob es so sinnvoll ist diese Vereine voller älteren Herren zu "bereichern" und aufzumischen wage ich zu bezweifeln. Natürlich könnte es sein, dass diese sich über neue Anstößte freuen. Denke aber eher, dass man mit hier üblichen Zielen und Haltungen dort auf wenig Befürwortung stoßen wird.

Ich persönlich habe 1999 mit neun Jahren meinen ersten Camcorder gekauft und seitdem fleißig gefilmt. Anfangs natürlich eher Urlaube oder irgendwelche "Events" gefilmt. Mit neun oder zehn hab ich dann allerdings meinen ersten szenischen Kurzfilm mit ein paar Freunden gedreht. Danach gabs immer wieder mal angefangene Filme, die höchstens immer auf ein paar Spielminuten kamen und erst mit 14 habe ich mich an einen längeren Film gewagt und diesen auch fertig bekommen. Früher wurde noch gar nicht geschnitten. Da lief alles per Stopp und Start "In Camera" und musste schon direkt am Drehort passend "geschnitten" werden. Später kamen einfache Schnittprogramme und mit Effekten habe ich mir immer durch SFX oder Photoshop (Bild für Bild Effekte einzeichnen) beholfen. Ich bin jedoch immer dran geblieben und habe mich natürlich mit jedem Projekt gesteigert.

Hätte es damals schon schnelles Internet und Youtube gegeben, hätte ich wohl auch ne Menge Quatsch hochgeladen, was ich jetzt bereuen würde! :D

Nun ja... Es gibt halt mehrere Lager... Die Hobbyfilmer die viel Arbeit und Zeit ins Hobby stecken, die aus Lust und Laune zum Zeitvertreib mit Freunden - Youtubefilmer uuund... die alten Herren die in ihren Filmclubs versauern! :D

Bin gespannt was hier noch so geschrieben wird.

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