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Yggdrasil

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1

Dienstag, 17. November 2009, 02:58

Alles eine Frage des Seitenverhältnis

Moin,

habe mal so eine allgemeine Frage. Was ist euer bevorzugtes Seitenverhältnis bei euren Filmen? Viele präsentieren ihre Filme im 16:9 Format, andere wiederum wollen ihren Filmen nochmal einen zusätzlichen Kino-Touch verpassen, und verwenden das gängige Kinoformat von 1:2,39, also rund 21-22:9, oder auch ganz schmal in rund 25:9. Ich persönlich finde 16:9 schon irgendwie zu "normal". Es gibt natürlich sehr viele Nachteile bei allem was schmaler ist als 16:9. Da man ja oben und unten Bild wegnehmen muss, verliert man oft wichtige Stellen im Bild. Man muss sich also vorher schon ganz genau Gedanken machen, was später im Bild zu sehen ist. Ich habe mir mal eine Schablone gebastelt, einmal 21:9 und einmal 25:9, die ich auf mein Display am Camcorder festmachen kann, so kann ich immer wieder genau sehen, was jetzt später auch auf dem Film zu sehen ist.

Wo seht ihr die Vor- und Nachteile der diversen Seitenverhältnisse, und in welchem präsentiert ihr eure Filme?

Lg

Marcus Gräfe

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2

Dienstag, 17. November 2009, 17:07

Da ich vermeiden möchte, dass in der Postproduktion plötzlich wichtige Bildinhalte verschwinden, wenn ich z.B. auf 21:9 croppe, belasse ich es fast immer auf dem Originalformat, d.h. 16:9. Nur in Ausnahmefällen beschneide ich das Bild. Ich finde, für meine Art von Filmen oder die Art und Weise, wie ich filme, ist 21:9 viel zu breit. Man muss auch das richtige Motiv dafür haben.

Mr Dude

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3

Dienstag, 17. November 2009, 17:18

Das extreme Breitbildformat ist was für weite Aufnahmen mit viel Inhalt und Panaorama. Bei den normalen Action- SciFi- und Comedyfilmen die hier die meisten machen ist sowas meiner Meinung nach Fehl am Platz. Große Landschaftsaufnahmen oder ein Schiff am Horizont, das kommt in so einem Format geil rüber, aber ein Dialog zeigt mir dann doch zu viel unnützes meistens.

Ich bevorzuge auch 16:9, würde aber bei einem passenden Thema auch mal 21:9 nutzen. Ich hab auch nichts gegen Leute die die klassische 4:3 nutzen. Stanley Kubrick hat das auch sein Leben lang durchgezogen. Sowas hat mittlerer Weile seltenheitswert.

Marcus Gräfe

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4

Dienstag, 17. November 2009, 17:48

4:3 ist aber auf Grund der heute sehr stark verbreiteten Breitbildmonitore eher schlecht. Allerdings ist heute nichts so schlecht wie 4:3-Letterbox. Das ist so richtig nervig.

Marcus Laubner

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5

Dienstag, 17. November 2009, 17:56

Kommt darauf an. Ich entscheide mich vorher, welches Format ich bevorzuge und kalkuliere das im Bildaufbau ein. Ein Film wie Eagle Eye könnte ich mir nur im Cinemascope vorstellen, Schweigen der Lämmer wirkt am besten im Academy Format.

Ich nehme 16:9 jedenfalls nie, sondern wenn dann 1,85:1.

Marcus Gräfe

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6

Dienstag, 17. November 2009, 18:12

Richtig einkalkulieren kann man das aber nur, wenn man sich Tape vor die Linse klebt.

Birkholz Productions

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7

Dienstag, 17. November 2009, 18:14

"Normale" Videos, also meine Sinnlos-Clips, Dokus oder was auch immer belasse ich im 16:9 Format. Meine richtigen Filme habe ich dann doch lieber in Cinemascope, weil es einfach viel kinomäßiger rüberkommt. Außerdem gefällts mir einfach! :)

Marcus Laubner

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8

Dienstag, 17. November 2009, 18:52

Richtig einkalkulieren kann man das aber nur, wenn man sich Tape vor die Linse klebt.

Vor die Linse? Ich würde mir höchstens den Monitor abkleben, aber ist selten der Fall, ich hab eigentlich ein gutes Auge für Cinemascope ;)

Marcus Gräfe

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9

Dienstag, 17. November 2009, 21:32

Wenn man einen externen Monitor hat, OK. Zur Not geht natürlich auch das LCD. Aber ich benutze meistens den Sucher und möchte das Display nicht ständig ausklappen.

hjkoenig

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10

Dienstag, 17. November 2009, 23:45

Ich benutze 4:3, bin etwas großzügiger im Bildausschnitt und lege hinterher schwarze Balken auf das Bild, um ein Seitenverhältnis von 3:2 zu erreichen. Das entspricht dem Goldenen Schnitt und gefällt mir besser als 4:3 oder 16:9. Der Informationsverlust hält sich in zumutbaren Grenzen. Beim Arbeiten mit dem Sucher wird es in der Tat etwas knifflig.
Für ein echtes Breitbild sind die Bildsensoren meiner Kameras zu klein.

Hajo König
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Yggdrasil

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Mittwoch, 18. November 2009, 00:15

Ich finde es sieht einfach "professioneller" aus, wenn man ein Verhältnis von rund 21:9 benutzt im Vergleich zu 16:9 oder gar zu 4:3. Eine Dokumentation über das Meer möchte ich natürlich lieber in 16:9 sehen, einen Spielfilm in 21:9. Ich habe mir eine Schablone gebastelt, die ich über das Display lege, und oben und unten mit einem kleinen streifen klebeband auf der rückseite festklebe.

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Mittwoch, 18. November 2009, 02:22

16:9 benutze ich immer.
Habe mir nie Gedanken gemacht das mal im 21:9 zu probieren.

Wenn dann nur wenn die Kamera das Format auch kann. Ich schneide ungern Bildteile raus.

mp-cw

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13

Mittwoch, 18. November 2009, 09:49

Ich wiederhole hier erst mal, was ich vor einem halben Jahr schon dazu gesagt habe:

Zitat

[Off-Topic]: Kleine Richtigstellung zum alten 4:3-Thema:
Zum 16:9: Es wirkt einfach Kinohafter, das ist alles... Stanley Kubrick hat selbst noch Eyes Wide Shut 1999 in 4:3 in die Kinos gebarcht, weil er es bevorzugte, das kann ja jedem seine sache sein und wenn ihr 4:3 wollt, dann nehmt das einfach PUNKT
Erst mal hat nicht Kubrick den Film ins Kino gebracht sondern Warner Bros.; bei allen Rechten, die er sich sonst so ausgehandelt hat ;) . Des weiteren ist es so, dass viele 35mm-Filme auch noch heutzutage als sogenanntes "Open Matte" in die Kinos kommen, das heißt, auf dem Negativ wäre durchaus 4:3 sichtbar. Aber dem Zuschauer wird durch Abkaschierung dann trotzdem ein 1:1,66 oder 1:1,85 Breitwand-Format gezeigt bzw. durch Anamorphot dann eben auf 1:2,35 Cinemascope gestreckt. Abgesehen davon hatten geschätzte 95% aller Kinos auch schon 1999 sicher keine 4:3-Masken mehr, so dass "Eyes Wide Shut" sicher nicht in 4:3 zu sehen war...

Open Matte kennt ihr übrigens sicher: das sind die Filme, bei denen man im Kino ständig Mikros im Bild hat, wenn der Vorführer nicht gerade der Beste ist :D .

Das letzte vom Ausschnitt echte 4:3, das ich auf der Leinwand gesehen habe, war der Anfang von "Galaxy Quest". Und da war der Wechsel der Bildformate von 4:3 über 1:85 zu 1:2,35 ein gewolltes Stilmittel, das sogar im Versandkarton durch einen Handzettel für die Filmvorführer angekündigt wurde, damit diese bei der Bildkontrolle keinen Schreck bekommen. Insgesamt war der Film aber eine Cinemascope-Kopie...[/Off]


[...]

Wer seine in welchem Format präsentiert, ist ein Kritikpunkt, an dem ihr euch meiner Meinung nach nicht reiben solltet. Wenn man es genau nimmt, dürften dann diese Leute mit Blockbuster-Mentalität in den Action-, SciFi- und Fantasylastigen Genren auch nicht 16:9 drehen sondern müssten 21:9 vorziehen und spätestens dann geht die gleiche Diskussion in die nächste Runde... :D Aber hierzu gibt es vermutlich so viele Meinungen wie User. Genesis kann da sicherlich ein Lied davon singen ;)

[...]

Mich würde es einfach mal freuen, wenn sich die Leute, die sich so viele Gedanken allein um das Bildformat machen, dieses inhaltlich (das heißt unter anderem auch bildkompositorisch) so füllen, dass man von einem gelungenen Film – ob Spielfilm, Dokumentation oder whatever – sprechen kann. Denn erst dann ist die Diskussion um das "richtige" Format sinnvoll. Ein 21:9 allein macht den "Look" noch lange nicht "professioneller", geschweige denn ist er für jede Geschichte passend, denn das Format sollte doch vom Film und seiner Handlung abhängig sein und nicht umgekehrt. Nicht umsonst werden viele der großen Produktionen unserer professioneller Brüder auch heute noch im BW-Format gezeigt.

TATORT CALW: HEXENSABBAT mit Vorfilm "Die Rotkäppchen und der Wolf"
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freezer

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Mittwoch, 18. November 2009, 10:59

Richtig einkalkulieren kann man das aber nur, wenn man sich Tape vor die Linse klebt.


Ich bevorzuge es, bei der Canon XH-A1 die Aspect Guides im Display als Overlay einzublenden - man kann bequem zwischen 4:3, 13:9, 14:9, 1.66:1, 1.75:1, 1.85:1 und 2.35:1 wählen.
Robert Niessner - Planung / Kamera / Licht / Postproduktion
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Marcus Laubner

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Mittwoch, 18. November 2009, 11:38

Ich bevorzuge es, bei der Canon XH-A1 die Aspect Guides im Display als Overlay einzublenden - man kann bequem zwischen 4:3, 13:9, 14:9, 1.66:1, 1.75:1, 1.85:1 und 2.35:1 wählen.

Cool, warum hat Canon das nicht bei allen Kameras eingebaut, so bissl Software wär doch kein Problem gewesen. Klingt auf jeden Fall nach nem sinnigen Feature.

joey23

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16

Mittwoch, 18. November 2009, 12:40

Richtig einkalkulieren kann man das aber nur, wenn man sich Tape vor die Linse klebt.


Ich bevorzuge es, bei der Canon XH-A1 die Aspect Guides im Display als Overlay einzublenden - man kann bequem zwischen 4:3, 13:9, 14:9, 1.66:1, 1.75:1, 1.85:1 und 2.35:1 wählen.


Genau das mache ich auch. Wobei ich aber oft in der Post das Bild noch vertikal verschiebe, und so dort den Auschnitt noch mal feintune.

Yggdrasil

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17

Mittwoch, 18. November 2009, 15:21

Richtig einkalkulieren kann man das aber nur, wenn man sich Tape vor die Linse klebt.


Ich bevorzuge es, bei der Canon XH-A1 die Aspect Guides im Display als Overlay einzublenden - man kann bequem zwischen 4:3, 13:9, 14:9, 1.66:1, 1.75:1, 1.85:1 und 2.35:1 wählen.


Genau das mache ich auch. Wobei ich aber oft in der Post das Bild noch vertikal verschiebe, und so dort den Auschnitt noch mal feintune.
Gut, dass ich mir eine XH-A1 kaufen werde, da kann ich dann meine Schablone in den Müll werden :)

Bezogen auf das "professionell" meinte ich natürlich Genre-Abhängig, aber bei Action, Horror und Sci-Fi finde ich ein 2.35:1 Aspect Ratio schon wesentlich geiler :D

Marcus Gräfe

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18

Mittwoch, 18. November 2009, 17:03

Ich wusste gar nicht, dass die XH-A1 das kann. Muss ich direkt mal ausprobieren.

Mr Dude

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19

Donnerstag, 19. November 2009, 15:17

Abgesehen davon hatten geschätzte 95% aller Kinos auch schon 1999 sicher keine 4:3-Masken mehr, so dass "Eyes Wide Shut" sicher nicht in 4:3 zu sehen war...


Auf jedem Fall ist er auf der DVD in 4:3 zu sehen mit der Begründung, dass Kubrick das so wollte und nicht WB ;)

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