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The Inventor

unregistriert

1

Mittwoch, 24. September 2008, 16:34

Was haltet ihr von Wackelkamera ?

Hallo Leute,

wie ihr vielleicht schon gelesen habt, drehe ich in den nächsten Wochen einen Film. Zur Zeit ist alles noch in der Vorbereitungsphase.

Jetzt bin ich mir, was die Kameraführung angeht, nicht ganz sicher, welche ich nehmen soll.

Was meint ihr ? Lieber Wackelkamera oder alles mit Stativ ? Zur Info: Der Film hat viel Action und Weglauf-Szenen.



Danke schonmal im vorraus.

lg, the Inventor

2

Mittwoch, 24. September 2008, 16:44

Also ich würde für die ruhigen Dialog-Szenen (falls es solche gibt ^^ ) eher eine ruhige Kamera -> Stativ empfehlen und für die schnellen Phasen, sprich Verfolgungsjagden etc. die Wackelkamera per Handführung, doch darfst du dabei auch nicht übertreiben. Die Kamera muss sich am besten immer der Atmosphäre der Szene anpassen. ;)

niGGo

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3

Mittwoch, 24. September 2008, 16:48

Also ich bin absoluter "Wackelkamera"-Fan. So in Richtung Bourne, das gefällt mir.

Allerdings kommt es halt drauf an wie man's einsetzt. Auch heißt es nicht, dass du nur Wackelkamera-Aufnahmen machen musst. Ich persönlich würde einen dezenten Zwischenweg wählen, wenn's um 'nen Actionstreifen geht.

Es kommt ja auch größtenteils darauf an, wie die Kamerawinkel und -positionen gewählt sind. Denn so 'ne 30 Sekunden lange, langweilige Totale von der Seite direkt auf die Darsteller ist in beiden Fällen langweilig, ob mit oder ohne Stativ.

The Inventor

unregistriert

4

Mittwoch, 24. September 2008, 16:57

ok, da ihr ja beide sozusagen dasselbe sagt, werde ich das glaube ich auch so machen. Ein Mix aus Wackelkamera und Stativ.

Danke für eure Hilfe...

23frames

unregistriert

5

Mittwoch, 24. September 2008, 21:29

Ich mag auch wenn die ganzen Aufnahmen wackeln, kommt jetzt nur drauf an wie ;), nimmt ihr die Kamera in die Hand und rennt müsst ihr schon echt drauf aufpassen das es nicht so schlimm und unrealistisch wird, ich würde euch eine Steadycam empfehlen das kommt sigar dann noch professionell rüber. Ist aber wohlgemerkt immer ein Kosten-Faktor.

Stiffler

unregistriert

6

Mittwoch, 24. September 2008, 21:48

Es ging mir in Miami Vice ganz schön auf die Nerven,
war da komplett unnötig. Aber wie die vorposter schon schreiben,
es kommt auf die Situation an, den ganzen Film über ist unnötig.

MichaMedia

unregistriert

7

Donnerstag, 25. September 2008, 04:06

Wackelcam nur dann, wenn der Zuschauer im Bann des Geschehens als Selbst gezogen werden soll, als aussen stehender Betrachter nicht.

Also wenn der Zuschauer das Gefühl haben soll, der zu sein, der den Darsteller verfolg (Situation), dann ja, soll der Zuschauer der Beobachter sein, dann nicht, oder er ist ein Beobachter in bewegung.

Du mußt den Zuschauer ins Geschehen binden, und an seiner Position entscheiden.

Gruß Micha.

23frames

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8

Donnerstag, 25. September 2008, 04:12

Stimmt, aber das untercheidet sich von meinen Vorstellungen mit Steadycam zu arbeiten.

MichaMedia

unregistriert

9

Donnerstag, 25. September 2008, 04:27

Stimmt, aber das untercheidet sich von meinen Vorstellungen mit Steadycam zu arbeiten.


Nein, denn nur wenige nicken 8 mal pro Sekunde mit dem Kopf beim Laufen, leichtes Wackeln halt, starkes nur, wenn der Zuschauer die Cam halten soll.

Selon Fischer

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10

Donnerstag, 25. September 2008, 11:00

eben.^^
aber noch was anderes: bei der wackelcam is der zuschauer ein beteiligter, beim stativ ein tatsächlicher zuschauer...sprich: auch wenn du eine wackelcam beim dialog einigermaßen ruhig hälst, wird dir der zuschauer nie so an den lippen der schauspieler kleben, wie beim stativ, weil er sich sozusagen seinen eigenen standpunkt (wörtlich zu nehmen^^) im gedrehten raum suchen muss...oder du willst von einem schlechten dialog/miesen schauspieleren ablenken, dann nimm die wackelcam (ich mag das wort)

wackelcamwackelcamwackelcam<-- bin dafür, scheiß aufs stativ ;)

Stiffler

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11

Donnerstag, 25. September 2008, 12:03

Naja, dann muss man das vllt ein bisschen trennen.
Die Kamera bei einem Dialog kann ja leicht schwingen, gefällt mir auch ganz gut.
Bei Actionreichen Szenen dafür ein heftigeres Schwenken. Ist ja nicht so, dass wenn du kein
Stativ nimmst, dass alle Aufnahmen gleich richtig wackeln müssen. Muss wohl eine Steadycam her (;

freezer

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12

Donnerstag, 25. September 2008, 13:43

Ich kann dazu nur sagen:
mach mal ein paar Probeaufnahme mit Wackelkamera, dann schaust Du sie Dir am Fernseher an, wobei Du möglichst nah (Blickfeldfüllend) am Bildschirm sitzt - dann weißt Du wie sich sowas im Kino anfühlt...
Robert Niessner - Planung / Kamera / Licht / Postproduktion
8010 Graz - Austria
Blackmagic Cinema Camera Blog

23frames

unregistriert

13

Donnerstag, 25. September 2008, 13:45

Deswegen bevorzuge ich ne Steadycam ;). Wie Heiko sagte ein paar Schritte okay, aber weitere Aufnahmen würde ich so machen. Goggel mal und du siehst den Unterschied.

SWFANFILMER

unregistriert

14

Donnerstag, 25. September 2008, 14:39

Ich weiß ja nicht welche Cam du hast nur ich gehe mal davon aus das es keine F23 oder Red ist und ich denke wir wissen alle, dass es immer sehr Video-like aussieht wenn man mit Konsumer Kameras wackelt (außer du möchtest genau diesen Effekt haben).
Handheld würde ich soeine Cam nie führen. Mit Schulterstativ ist immer eine günstige Variante (vernünftige Steadycam > 1000€; Schulterstütze 200-300€).

@ Selon Fischer
"aber noch was anderes: bei der wackelcam is der zuschauer ein beteiligter, beim stativ ein tatsächlicher zuschauer..."

Das kann man so nicht veralgemeinern. Filmst du eine Verfolgungsjagd mit Stativ und machst einen schnellen Schwenk mit den vorbeiflitzenden Autos fühlt sich der Zuschauer wie ein am Straßenrand stehender der den Autos hinterher sieht.
Um den Zuschauer (nicht) in die Handlung mit einzubeziehen erfordert es etwas mehr als: Stativ-oder-nicht.
Die Frage ob du wakelig filmst oder nicht hängt mehr davon ab was du im Film ausdrücken willst, sprich z.B. Hektik dann filmst du Handheld/Schulter oder eine ruhige dynamische Situation dann bedient man sich Hilfsmittel wie Stativ/Dolly/Kran.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »SWFANFILMER« (25. September 2008, 14:52)


Der Unaussprechliche

unregistriert

15

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 17:07

Es ging mir in Miami Vice ganz schön auf die Nerven,
war da komplett unnötig. Aber wie die vorposter schon schreiben,
es kommt auf die Situation an, den ganzen Film über ist unnötig.
Miami Vice war für mich ein Beispiel wie man eine Wackelkamera perfekt einsetzt, grandiose Bilder meiner Meinung nach. Bei den Bourne Filmen war es für mich grenzwertig, es hat zwar dort gut funktioniert, aber in jedem Film würde ich so eine Kameraführung nicht ertragen. Generell ist Wackelkamera auch leichter gesagt als getan, man kann bei sowas ganz schnell über das Ziel hinausschießen. Trotzdem würde ich persönlich lieber Wackler in Kauf nehmen, als einen ganzen Film nur vom Stativ zu drehen, das hätte mir zuwenig Dynamik.

Ich war auch neulich bei einem Dreh von HFF-Studenten, die haben den kompletten Film über die Kamera in der Hand gehabt und kein Stativ verwendet, und wirklich grandiose Aufnahmen hinbekommen.

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