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Tea

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1

Sonntag, 13. August 2017, 19:33

Einsteigerin (in die Kurzfilme) braucht Rat bezüglich Camera!

Liebe Kommunity,

Als absolute Anfängerin, möchte ich meine "Skizzen" zu den Kurzfilmen/-Video Art umsetzen. Nun, habe ich keine Ahnung, mit welcher Camera sich es am besten realisieren lässt. Kenne mich in der Sache überhaupt nicht aus. Weiss nur, dass nicht alle Cameras zum Filmdreh taugen und eher z.B. für TV-Sendungen (oder derartige Aufnahmen) geeignet sind; also, kein "künstlerisches" Bild erzeugen.

Bekomme ich was im Preisrahmen von 400-450 Euro?

Worauf muss bei einer Camera geachtet warden?

LG : *

Tiger

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2

Sonntag, 13. August 2017, 22:39

In dem Preisrahmen bekommst du nichts Gescheites, wird immer ein Kompromiss. Vergiss einfach die Materialdiskussion und fange mit deinem Smartphone (falls vorhanden) oder sonst irgend einer Kamera an, der du habhaft werden kannst. Kunst macht nicht die Kamera sondern die Person dahinter. Wenn die ersten Filme im Kasten sind und dir die Sache Spaß macht, kannst du mit neuen Budgetvorstellungen in die nächste Runde gehen.

Patrick96

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3

Sonntag, 13. August 2017, 22:47

Bezogen auf deinen Preisspielraum, kann ich nur eins sagen: Profi-Videokameras kann man da natürlich vergessen.

Ich habe damals für 600€ (das war so um 2008 rum) einen kleine FHD-Camcorder gekauft. Generell gilt, dass ein Camcorder für's Filmen (gerade bei Anfängern) eigentlich besser geeignet ist. So hast Du z.B. nicht das Problem, dass Du ständig den Fokus nachziehen musst. Das regelt die Cam für dich. Und auch, wenn es mittlerweile schon genügend DSLRs gibt, die den AF einigermaßen gut beherrschen, wirst Du dennoch nicht 100% auf den AF Verlass haben können. Ich habe eine DSLR und spreche nur aus Erfahrung.
Man kann bei einer guten Mittelklasse DSLR aber im Gegenzug schon sehr viel mehr Einstellen, als bei einem Camcorder der unteren Preisklasse. Das heißt, Du bist freier in deiner Gestaltung. Und was eine DSLR beim Filmen auch besonders macht, ist die Tiefenschärfe. Da hast Du dann den bekannten Kinoeffekt.

Jeder Kameratyp hat so seine Vor- und Nachteile... aber eine typische Filmkamera, wie eine RED ist natürlich für den Preis und für Einsteiger nicht geeignet.

Also ich habe Erfahrung mit beiden Typen und kann dir raten: Wenn Du noch nicht 100% sicher bist, dass du oft Filmst und aber gerne Fotos schießt, dann nimm eine DSLR. Wenn dir heute jemand erzählt, dass eine DSLR nicht für's Filmen geht, genauso wie ein Camcorder nicht für Fotos, dann hat er nur bedingt Recht. ;) Denn mit einem Camcorder Fotos zu machen... naja. ^^

Falls Du aber wirklich Full-Time filmst... dann steck vielleicht noch ein wenig mehr Geld rein und nimm dir für den Anfang einen Camcorder, an den man auch externe Devices, wie z.B. ein Mikrofon anschließen kann.

Bezüglich der Eignung: Eignen tun sich mittlerweile eigentlich alle Kameras. Ich würde allerdings wirklich nur Camcorder u. DSLRs empfehlen. Keinesfalls eine Digicam... und das Handy ist auch eher suboptimal.

Hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen. :)

Kurzum nochmal die Vorzüge/Nachteile v. DSLR u. Camcorder:

Camcorder: besserer AF, aber weniger Einstellmöglichkeiten
DSLR: Bildqualität eher cinematisch, dafür meines Erachtens weniger "real" (also nicht ganz scharf & die Farben sind eher künstlich), ebenso meist schlechterer AF, dafür mehr Flexibilität, da Du mehr Einstellen kannst

Letztendlich musst Du wissen, was Du wirklich willst...

Für den Anfang reicht es jedoch aus, dass Du eher klein anfängst. Eventuell kannst Du dir ja mal eine Kamera leihen, damit Du dich ratasten kannst. Ich würde jedoch nicht sofort ein teures Gerät anschaffen, wenn Du dir nicht 100% sicher bist. Kannst ja auch mal beide Typen austesten und dann entscheiden.

Mit freundlichen Grüßen,
Patrick

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Tea

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Montag, 14. August 2017, 12:34

Tiger,
Danke für den Beitrag!
Du hast ein Kernthema angesprochen. Da stimme ich vollkommen zu: Selbst die beste Camera bringt nichts, wenn du "es" nicht drauf hast, klar... (Oh! und gleich kam ein Gedanke auf: Was, wenn ich sofort eine Camera bekommen würde?? Zöge mein Umsetzungsdrang etwa nicht ein Bisschen Zurück?! hm... wer weiss : )

"mit deinem Smartphone (falls vorhanden) oder sonst irgend einer Kamera"... gerade darum geht es. Meine Smartphonecamera (Gerät mittlerweile schon 6 Jahre alt) geht, leider, nicht mehr und ich leihe mir ungern Geräte von anderen aus : ( Ausserdem, (kennst es vielleicht auch): Camera für Paar Tage holen-den Plan ausführen-zurückgeben-basta ist eher für Fortgeschrittene, die den Vorgang schon gut beherrschen, aber nichts für Anfänger. Ein Einsteiger muss sich erst daran gewöhnen, "Szenarien", die in seiner Vorstellung, sowie vor blossen Augen auftauchen, auch durch das Gerät zu sehen, denn oft weicht das Erste von dem Anderen ab. Um sich diese, Inhalt und Bild kombinierende Sichtweise anzueignen, (was eigentlich einen Film auch ausmacht ) braucht man schon eine eigene Cam, nach der je nach Muse/Zeit uneingeschränkt gegriffen werden kann; die einfach dein begleiter ist und manchmal sie dir zeigt, was sie sieht, nicht nur umgekehrt...



Patrick96,

Danke für deine sorgfältige, informative Antwort!

Eine Profi-Videokamera ziehe ich nicht in Betracht. Bräuchte etwas, was dem im obigen Antwort beschriebenen Zwecke dienen, also womit ich die ersten Kurzfilme (7-15 Min.), als Übung wagen könnte.

"Camcorder: besserer AF, aber weniger Einstellmöglichkeiten
DSLR: Bildqualität eher cinematisch, dafür meines Erachtens weniger "real" (also nicht ganz scharf & die Farben sind eher künstlich), ebenso meist schlechterer AF, dafür mehr Flexibilität, da Du mehr Einstellen kannst."

Anhand dieses Vergleiches würde ich eher zum Camcorder neigen, wie du auch empfiehlst, aber das ---> "dann steck vielleicht noch ein wenig mehr Geld rein..." könnte mir im Moment eher nicht leisten : (

Vielleicht muss ich am besten nach einem gebrauchten Camcorder sehen, der ursprünglich nicht "der unteren Preisklasse" ist.

Gäbe so was zum angegebenen Preis?

Kann man da konkrete Marken/Modelle empfehlen?

Mit dankbaren Grüßen!

T

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Tiger

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5

Montag, 14. August 2017, 18:19

Da du von "künstlerischem" Bild sprichst, würde ich nicht unbedingt einen Camcorder empfehlen. Damit erreichst du durch den winzigen Sensor eher den klassischen Urlaubsvideo-Look. Schau dir mal die Canon EOS700D an, liegt mit 18-55 Objektiv im genannten Preisbereich und ist für den Anfang auf jeden Fall brauchbar (zumindest mit Magic Lantern -> siehe google). Wenn dich die Filmerei packt, wirst du allerdings bald was anderes wollen, siehen oben, in der Preislage geht es nicht ohne große Kompromisse. Bedenke auch bei der Finanzplanung, daß die Kamera alleine nicht ausreicht. Stativ, Licht, Mikrofon oder Audio-Recorder, ggf. ein Schulterrig usw. wirst du auch noch brauchen.

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Patrick96

Patrick96

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6

Montag, 14. August 2017, 18:51

Da du von "künstlerischem" Bild sprichst, würde ich nicht unbedingt einen Camcorder empfehlen. Damit erreichst du durch den winzigen Sensor eher den klassischen Urlaubsvideo-Look. Schau dir mal die Canon EOS700D an, liegt mit 18-55 Objektiv im genannten Preisbereich und ist für den Anfang auf jeden Fall brauchbar (zumindest mit Magic Lantern -> siehe google). Wenn dich die Filmerei packt, wirst du allerdings bald was anderes wollen, siehen oben, in der Preislage geht es nicht ohne große Kompromisse. Bedenke auch bei der Finanzplanung, daß die Kamera alleine nicht ausreicht. Stativ, Licht, Mikrofon oder Audio-Recorder, ggf. ein Schulterrig usw. wirst du auch noch brauchen.


Ich kann Tiger da nur Recht geben. Eine DSLR hat halt ein "lebhafteres" Bild, allerdings muss eben mehr an Einstellungen vorgenommen werden, was gewisse Vorkenntnisse voraussetzt, damit man auch ein gutes Ergebnis bekommt. Auch müssen eben das Zubehör u. andere Dinge mit eingeplant werden.
Ich selber besitze die Canon EOS 700D und kann sie für deine Zwecke wärmstens empfehlen!

Falls Du richtig durchstarten willst, empfehle ich Dir das so:

-Kamera: Canon EOS 700D 18-55 Kit
-Stativ m. schwenkbarem Kopf
-Mikrofon: Hier empfehle ich das preisgünstige Rode Videomic Set bzw. falls es vom Budget her reicht ein Rode NTG 2 (da das interne wirklich schlecht klingt u. Ton ist teilweise fast noch wichtiger als das Bild im Filmbereich)
-bei dem Rode NTG 2 auf jeden Fall einen externen Audiorecorder (Ich besitze den Tascam DR-60 MkII)
-AUF JEDEN FALL: einen 2. Akku
-mind. 32GB SDXC-Speicherkarte

Später würde ich dann zuerst einmal einen Schulterrig u. ggf. noch eine externe Lichtquelle sowie weitere Objektive einplanen.
Mit dem 18-55 fährst Du zunächst gut, aber ich würde dann später noch das 55-250 Objektiv dazu kaufen. Damit kannst Du dann weiter enfernte Sachen filmen und das Objektiv ist echt preiswert. Schau aber auf jeden Fall, dass die Objektive STM-Objektive sind, falls Du dich für eine Canon EOS entscheiden solltest. :)

vobe49

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Sonntag, 10. September 2017, 07:09

Ich habe jahrelang zum Filmen ausschließlich mit Camcordern der Preisklasse bis 1700 Euro gearbeitet - fand das Filmen mit DSLR-/Systemkameras viel zu umständlich. Bin vor Kurzem aber auf eine Sony RX10 Mark 3 umgestiegen, weil diese durch ihr hochwertiges 24....600 mm Zeissobjektiv, das hervorragende Menü nebst Benutzermenü über die Fn-Taste und den butterweichen manuellen und automatischen Zoom allerbeste Möglichkeiten bietet. Allein die Gestaltungsmöglichkeiten durch die sehr deutliche Schärfentiefe bietet ungemein gute Bildgestaltungsmöglichkeiten und auch die Qualität der 4k-Aufnahmen ist deutlich besser als die meiner vorher benutzten Sony AX 100. All diese Eigenschaften und auch die Möglichkeit, dass man sich das Benutzermenü (Fn-Taste) völlig frei selbst gestalten kann, heben die Unterschiede zwischen Filmen mit Camcorder oder mit Fotoapparat zwischenzeitlich m. E. völlig auf. Ein weiterer Vorteil: durch die programmierbaren Tasten kann man u. a. sofort zwischen Foto machen und Videoclip aufnahmen wechseln. Ich habe zwischenzeitlich intensiv getestet, ob beim Filmen die Umstellung von einer Fotoeinstellung der Kamera auf die Videofunktion bessere Videoqualitäten bring und habe festgestellt, dass das bei meiner Art Videos, die ich mache, i. d. R. keine sichtbaren Unterschiede bringt. Da ich von der Fotografie her komme, immer auch Fotos mache und da beste Erfahrungen habe, kann ich so blitzschnell zwischen Foto und Video wechseln und ich kann auf ND-Filter verzichten, die man erst aufwändig auf- und abschrauben müsste.

Ein Anfänger wird in keinem Fall um eine intensive Beschäftigung mit der Materie herumkommen was für Viele wohl auch der Grund ist, weshalb auf deren DSLR-/Systemkameras und Camcordern die Vollautomatikfunktion aktiviert ist. Schade, weil man dadurch in vielen Situationen Qualität verschenkt.

vobe49
»vobe49« hat folgendes Bild angehängt:
  • Biene.jpg

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Majestic

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8

Dienstag, 19. September 2017, 08:46

Ich bin selber Künstler und habe die Sony HDR-CX 900E benutzt, die kann ich dir auch sehr empfehlen. ich verkaufe diese auch gerade hier im Forum, falls du interesse hast :)

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