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Tschuldigung

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Mittwoch, 2. November 2016, 13:19

Wiedereinstieg in die Welt des Films nach 20 Jahren

Hallo in die Runde!

Ich vermute, mein Film- und Kamerawissen ist inzwischen nicht nur stark veraltet, sondern quasi nicht mehr zu gebrauchen. ;)

Hintergrund: Ich hatte früher in der Schule bei der "Video & Technik AG" meistens eine der Kameras geführt, ab und zu auch mal den Livemix gemacht.
Wir hatten dazu von einem offen Kanal (das gab es ja damals noch vereinzelt) zwei richtig gute broadcasttaugliche Kameras geschenkt bekommen, auf die wir mächtig stolz waren. Ich meine, es waren Sony, aber das genaue Modell weiß ich nicht mehr. Das Bild wurde schon damals voll digital über Kabel an die Regie gegeben und erst dort aufgezeichnet, damals noch auf SVHS.

Wenn ich nun daran denke, wie gut die Ergebnisse damals waren, und wie groß die Objektive waren, ist es für meinen Verstand sehr schwer zu fassen, dass eine GoPro (und Derengleichen) mit ihren doch sehr kleinen Objektiven eine bessere Leistung bringen können.

Da ich nun wieder etwas in die Welt des Films einsteigen will, stehe ich natürlich wie ein Ochse vorm Berg und habe keinen Durchblick, welche Kamera bei der heutigen Auswahl die passende für mich wäre.

Mein Ziel sind zumeist Aufnahmen unter "schwierigen" Lichtverhältnissen (also Livekonzerte, Feierlichkeiten am Abend) und sehr selten mal ein Motorsportevent (nur Außenaufnahmen, kein Onboard).

Die Größe der Kamera ist mir ziemlich egal. Ich habe nicht den Anspruch, mir eine Kamera an den Helm zu schrauben oder ähnliches. Ein sehr gutes Stativ habe ich noch hier, sogar noch eines mit weichen gefederten Rollen.

Mein Gedanke ist daher: Warum nicht einen Full-HD Camcorder kaufen (Full-HD reicht mir völlig), gerne gebraucht, der ein schönes Objektiv hat, sehr lichtstark und z.B. vor 10 Jahren die absolute Referenzklasse war, heute aber fast vergessen ist.

Hat man bei einem solchen Ansatz eine Chance, was zu finden?

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tschuldigung« (2. November 2016, 13:24)


Matthes

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2

Mittwoch, 2. November 2016, 14:04

Finden wirst Du da sicherlich was, vermutlich auch zu einem passablen Preis - heute wird ja allemale der Pixelwahn gepuscht...

Etwas zum Mit-Dran-Denken:
- Pauschal kann man sagen: je größer der Sensor, desdo besser ist das Lowlight-Verhalten, das Rauschen ist geringer - aber: der Bereich der Schärfentiefe wird immer geringer, das Fokussieren damit schwieriger.
- Bei Camcordern mit Wechseloptik hast du die Chance, lichtstarke Objektive zu verwenden, was sich auch bei den Aufnahmen in schwierigen Lichtverhältnissen vorteilhaft auswirkt.

Ich selbst nutze eine Sony Nex VG 20, ist vor 5 oder 6 Jahren auf den Markt gekommen, war vielleicht nicht die absolute Referenzklasse, aber ist für mich die eierlegende Wollmilchsau, da ich zum einen alle Vorteile eines Camcorders genießen kann (im Vergleich zu einer DSLR bessere Handlichkeit, Aufnahme stoppt nicht nach 30 Minuten, deutlich besserer Ton als die filmenden Photoapparate) und das mit Wechseloptiken, und einem großen Sensor (APSC).

Den Vorgänger (VG 10) wollte ich mir nicht kaufen, da dieser den Ton nur in Stereo aufnimmt und ich schon länger in 5.1 arbeite.
Aktuell sind die Modelle VG 30 (einige Codecs mehr als die VG 20, besserer Sucher und Monitor, Zoomwippe) und die VG 900 (Vollformatsensor, daher für meine Leica-Objektive beim manuellen Scharfstellen für mich persönlich nicht mehr so gut zu händeln).

Viel Erfolg bei der Suche!

tevauloser

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3

Mittwoch, 2. November 2016, 17:39

Sony EX-1 oder EX-1r, das Arbeitspferd par excellence.

Tschuldigung

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Freitag, 4. November 2016, 18:26

Lieben Dank schon mal für die Antworten. Konnte noch nicht darauf reagieren, hatte viel Arbeit auf dem Schreibtisch.
Sony EX-1 oder EX-1r, das Arbeitspferd par excellence.
Ich denke, es ist nicht falsch zu sagen: Ja, das ist eine Kamera. Ohne Zweifel. :)

Sind auf dem uns allen bekannten Autionshaus sogar recht viele Angebote, teilweise mit sehr umfangreichem Zubehör. Mit einem Zweitausend-Euro-Schein muss man da schon rechnen. Das sprengt schon meinen Rahmen, den ich mir selber gesetzt hatte.

Die Sony Nex VG 10 gefällt mir ganz gut. Kameraton ist zumeist egal, da bei den Livekonzerten der Ton übers Mischpult aufgezeichnet und später gesynct wird.

Vielleicht recherchiere ich mal in Fachzeitschriften, was vor etwa 10 Jahren die Referenzklasse war. Mein Gehirn weigert sich zu akzeptieren, dass eine Kamera, die vor 10 Jahren das Maß aller Dinge war, heute schlecht sein soll. :P

Tschuldigung

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Freitag, 4. November 2016, 19:03

Achso, und dem allgemeinen Pixelwahn bin ich auch nicht verfallen. Habe heute noch meine treue Kodak Kamera mit "nur" 7.1 Megapixel - aber eine Farbtreue und Schärfe, die kein Smartphone erreicht. Immer witzig, wenn man nach einem Kindergartenfest die Bilder mit den anderen Eltern teilen muss, weil es eben doch ein großer Unterschied ist. :D

pikk

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Samstag, 5. November 2016, 00:55

Mein Gehirn weigert sich zu akzeptieren, dass eine Kamera, die vor 10 Jahren das Maß aller Dinge war, heute schlecht sein soll.

Um das Jahr 2000 herum fiel mir mal ein bestens erhaltener Schwarz-Weiß-Fernseher in die Hand. Der war auch nicht schlecht, stand aber trotzdem nur im Keller und wurde dann entsorgt. :D Nein, schlecht ist so ein Gerät deswegen natürlich nicht, aber alt bzw. veraltet. Was sich heute eigentlich niemand mehr neu anschafft, sind Kameras mit Bandlaufwerken (oder gar DVD). Danach solltest du auf jeden Fall schonmal filtern, denn mit sowas wird man heute nicht mehr glücklich.
Ich persönlich rate immer gern zu SLRs oder Systemkameras. Wollte anfangs auch nicht einsehen, meine Videos mit einem Fotoapparat zu machen, aber nun habe ich seit einigen Jahren eine (auch schon wieder recht betagte) Eos 600D und noch immer nicht das Gefühl, ihr Potential völlig ausgereizt zu haben. Ich mag auch die vollständige Bedienung über Knöpfe lieber, aber das nur am Rande. Wichtiger ist, dass die im Gegensatz zu Camcordern idR. mindestens einen APS-C Sensor verbaut haben, was wie schon gesagt meistens Vorteile bei schlechten Lichtsituationen bringt. Das manuelle ziehen der Schärfe ist mit etwas Erfahrung schnell erledigt, kommt aber auch auf das Obejktiv an und gelingt natürlich nicht immer auf Anhieb. Allerdings sind die Leute heute den "Freistellungseffekt" (unterschedliche Schärfeebenen) stark gewohnt und da wirst du mit einem handelsüblichen Camcorder kaum jemanden vom Hocker reißen können.
Für Liveeinsätze sind diese Kameras zwar weniger praktisch, aber auch das ist mit der richtigen Herangehensweise und genug Erfahrung auch machbar. Nachteile sind hier die fummeligen manuellen Einstellungen, die einen Anfänger schon mal überfordern können, das Aufnahmelimit von 20 Minuten am Stück und dass (zumindest ältere Modelle) nicht für Hochleistungsvideobetrieb konstruiert wurden.
Wenn man den Trend beobachtet, kann man jedenfalls zweifelsfrei sagen, dass die klassischen Camcorder (unterhalb der Profiklasse) mehr und mehr an Bedeutung verlieren.

Kommt alles immer ein Bisschen drauf an, was genau du machen willst, aber ich hoffe, ich konnte 20 Jahre etwas für dich verkürzen. :)

Atti29362

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Samstag, 5. November 2016, 22:01

Videobearbeitung kann sehr komplex sein

Es ist ja nicht damit getan eine Kamera zu haben und Videos aufzunehmen. Die Hauptarbeit ist die Nachbearbeitung der Videos. Wer da keine Erfahrung hat verliert schnell die Lust.
Als Aufnahmegerät eignen sich bereits Smartphones, Kompaktkameras oder Tabletts. Ich bin immer wieder über die gute Bildqualität (Full HD) erstaunt. Ein 10 Jahre alter Camcorder hat da keine Chance.
Wenn es ein gebrauchter Camcorder sein soll, würde ich auf folgende Eigenschaften achten:
Aufnahmemedium SD Karte
Bildqualität Full HD (1920x1080)
Zoombereich mindestens 8x
Ich empfehle immer einen optischen Sucher (wird wenig angeboten). Damit hat man bei Sonne keine Probleme und beim freihändigen Filmen stabilisiert man die Kamera zusätzlich.
Eine Schnittsoftware ist in Windows enthalten. Allerdings sind die Möglichkeiten sehr beschränkt. Sonst sind weitere 100,-€ für ein Schnittprogramm fällig.

Also am besten erstmal mit dem Smartphone Videos machen und probieren ob man mit der Nachbearbeitung klar kommt.

Tschuldigung

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Sonntag, 6. November 2016, 11:31

Smartphones / Tablets fallen raus, da ich zu 99% mit Stativ arbeiten werde und von früher her auch "direkte Knöpfchen" gewohnt bin.

Natürlich habe ich schon diverse Familienfilme mit Smartphones gemacht; als Bearbeitungsprogramm habe ich Adobe Premiere. War alles neu für mich, da wir damals in der Schule ja analogen Bildschnitt gemacht hatten. Trotzdem hat das nach einer kurzen Umgewöhnungsphase gut geklappt. Für meinen jetzigen Anspruch ist aber Smartphone/Tablet keine Option.

Vielen Dank für die zahlreichen Ansätze und Hinweise in diesem Strang, darauf basierend werde ich das finden, was zu mir passt.

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