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JBax&Herrlich

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1

Donnerstag, 29. August 2013, 21:46

Kaufberatung Camcorder

Hi Leute :)
Vor etwa 2 Monaten haben 2 Kumpels von mir ein Rap-Duo gegründet & wollten ihre Tracks, natürlich mit Video, auf Youtube hochladen. Da ich mich schon länger für das Filmen interessierte habe ich meine Chance genutzt, meine alte Nikon D3100 ausgegraben & bin in die Crew eingestiegen.Nachdem wir schon ein paar Videos gedreht haben, sind mir ein etliche Kritikpunkte im Bezug auf die Nikon D3100 aufgefallen, so dass ich mich entschieden habe auf ein Camcorder umzusteigen. Nun meine Frage an euch, ich suche einen Camcorder der die Farben schön wiedergibt, man gut mit Tiefenschärfe abeiten kann & wo natürlich die Qualität passt :D Mein Budget wäre etwa 400 - 500 Euro.


Um nochmal die "schlechtere" Videoquali, der Nikon D3100 zu veranschaulichen hier der Link unseres aktuellen Videos:
http://www.youtube.com/watch?v=inPPVFkAY…rgLX7Tj-BRKRHeQ

CanonCamer (MB-Film)

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2

Freitag, 30. August 2013, 06:55

Also ich denke mal (man darf mich wieder gern korrigieren), schöne Farbwiedergabe hast du heutzutage bei jeder Kamera mehr oder weniger. Es kommt nur darauf an, dass du richtig den Weißabgleich setzt. Dann kannst du in der Nachbearbeitung noch etwas Kontrast aufdrehen und etwas Sättigung raus, dann sieht das schonmal schön aus.
Ich würde mal wieder, wie in einem ähnlichen Thread in den letzten Tagen, sagen Canon Legria, die gibts in etlichen Preisstufen, musst dir halt eine aussuchen. Die Quali wird auch stimmen, eben so wie man es für 500€ erwarten kann.

Dein dritter Wunsch wird allerdings nicht so leicht umzusetzen sein: Die Tiefenschärfe! Grob gesagt: Ein Camcorder macht alles scharf! Diese schönen Unschärfen kriegst du (in deinem Preissegment und auch die nächsten Tausender höher) nur mit einer DSLR hin, weil sie einen viel größeren Sensor hat, das können andere besser erklären. Bei der Filmkamera musst du für Schärfentiefe die Blende verstellen, aber das bringt bei Consumerkamras meistens nicht viel (wenn man sie überhaupt verstellen kann)

pikk

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Freitag, 30. August 2013, 09:40

Nach deinem Video würde ich nicht von zu bescheidener Videoqualität deiner D3100 sprechen. Bzw. wirst du mit einer Camcorderneuanschaffung um die 500 € keine besseren Ergebnisse zu bekommen. Wie schon gesagt, mit Camcordern (dazu zählt jetzt einfach ausgedrückt so ziemlich alles, was du noch ohne Mühe in der Hand halten kannst), hast du nur minimale Möglichkeiten, um mit der Schärfe zu arbeiten.

Ich würde an deiner Stelle das Budget in Objektive, Licht und vor allem ein vernünftiges Rig stecken, damit du nicht mehr so wackelig aus der Hand filmen musst. Außerdem immer schön die Finger von den Automatiken lassen (gilt für DSLR und für Camcorder). Der Rest ist dann nur noch eine Frage der Qualität deiner Arbeit bei den Aufnahmen und der Nachbearbeitung. Außerdem hättest du dann bereits Zubehör, wenn du irgendwann mal die Möglichkeit bekommst, dir eine bessere Nikon-DSLR zu kaufen.

Wenn du dir den Camcorder nicht ausreden lassen willst, würde ich dem Tipp mit der Legria in dem Preissegment auch zustimmen. Die schwächeln allerdings oft im Low-Light. Besser wäre da eine Panasonic der 900er-Serie, die aber auch ein wenig teurer sind.

JBax&Herrlich

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4

Samstag, 31. August 2013, 09:52

@Pikk:

Das Ding ist halt, dass ich mich schon mal in einem DSLR Forum anmeldete & gefragt habe, ob es nützlicher sei neue Objektive, statt ein Camcorder zu kaufen & die Leute dort haben mir alle, wirklich alle gesagt, dass eine Spiegelreflexkamera nicht zum Filme machen gedacht ist & haben mir alle zum Camcorder geraten.

Maaaan, gerade bin ich voll verwirrt :D Also wäre es nun besser für's Amateurfilmen einen Camcorder zu nehmen, oder wäre es Schwachsinn, weil ich in Zukunft eh eine DSLR kaufen muss um professionell zu Filmen ?

pikk

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Samstag, 31. August 2013, 11:54

Also es ist schon wahr, dass DSLRs vornehmlich fürs Fotografieren konstruiert werden, aber seit einigen Jahren sind sie mit ein Bisschen mehr Mühe und Hintergrundwissen fast alle auch gut zum Filmen geeignet. Keine Ahnung, wieso man dir da einen so unvollständigen Rat gegeben hat. Vielleicht haben die Leute es so verstanden, dass du qualitativ sehr einfach gestrickte Videos machen möchtest und dir deshalb zum Camcorder geraten, weil die einfacher zu handhaben sind. Vielleicht ist aber auch einfach die Videofunktion im DSLR Forum für viele User dort einfach nicht so interessant, dass du an welche geraten bist, die sich einfach nicht damit befassen wollten. Die potentiell besseren Ergebnisse (für deine Art von Video) bekommst du aber definitiv mit der DSLR.

Ein Großteil der User hier benutzt DSLRs zum Filmen und vieles davon sieht wirklich sehr sehr gut aus. Eine Einführung zum Thema findest du hier. Außerdem gibt es auch über die Suchfunktion reichlich Informationen zu finden.

Da du jedenfalls nicht gesagt hast, dass du unfähig oder unwillig bist, mit den Nachteilen einer DSLR zu leben, rate ich dir ganz klar weiter zur Anschaffung von Zubehör, als zu Anschaffung eines Camcorders.

Urthona

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Samstag, 31. August 2013, 12:01

Die Frage ist, was möchte man erreichen?
Mit einem Camcorder kann man schnell mal drauf halten, braucht sich über die Schärfe wegen der mehr oder weniger guten Automatiken keine großen Gedanken zu machen, hat eine gute Stabilisierung mit an Board, und kann auch einigermaßen Ton aufnehmen. Aber man erkauft sich diese Vorteile eben dadurch, dass man damit eben keinen "Film-Look" hin bekommt.

Im Deinem Fall, also bei der Erstellung von Musikvideos, spielen die Vorteile eines Camcorders eigentlich keine Rolle, da Ihr Euch ja über die Aufnahmesituationen (hoffentlich ;)) vorher Gedanken macht - sprich geplant dreht. Onboard-Ton ist auch nicht erforderlich.

Will man Film-Look erreichen, sind dafür lichtstarke Objektive unbedingt erforderlich. Ganz allgemein spielen die Objektive eine wesentlich größere Rolle als die verwendete Kamera. Du solltest Dir darüber im klaren sein, dass manuelles Drehen, also der Verzicht auf alle Automatiken und das manuelle Einstellen vor allem der Blende (neben ISO/Gain, Verschlußzeit oder Focus), Voraussetzung ist.

In Anbetracht des Budgets würde ich zu einer Systemkamera raten, beispielsweise zu einer gebrauchten Sony NEX 5R. Durch das geringe Auflagemaß des bei den NEX verwendeten Bajonettverschlusses (E-Mount) ist es bei diesem System sehr einfach und vor allem kostengünstig, Objektive anderer Hersteller zu adaptieren, so beispielsweise Deine eventuell vorhandenen NIKON-Objektive.
Für Filmer mit schmalen Geldbeutel sehr interessant sind auch die alten Canon FD Festbrennweiten, da es sie gebraucht auch in relativ hoher Lichtstärke günstig gibt (ab etwa 30€ ). Jeweilige Adapter gibt es für die NEXen ab 30 €.

Interessante NEX-Objektive für den ersten Einstieg sind das SELP-1650, dass es manchmal mit der Kamera gebraucht zu kaufen gibt, ansonsten separat ab etwa 150 €. Es ist zwar nicht besonders lichtstark, aber bildstabilisiert (bei Sony OSS genannt). Die zweite empfehlenswerte Einsteiger-Linse wäre das SEL50F18, ein 50mm mit sehr hoher Lichtstärke, ebenfalls mit OSS.

Zum Informieren hier ein paar Videos bzw. Kanäle zur NEX-5 / NEX 5R, ansonsten mal danach googeln.

https://vimeo.com/68554665

https://vimeo.com/31349130

https://vimeo.com/channels/314980

https://vimeo.com/groups/nex5

https://vimeo.com/tag:nex-5r

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Samstag, 31. August 2013, 12:02

hi,

da wurden dir ja schon gute Tipps gegeben, besser sich mit einer DSLR zu beschäftigen als mit nem kleinen Camcorder.. ich würde an deiner Stelle einfach mich ein wenig in die Materie einlesen.
Geld für Licht und Rig würde ich an deiner Stelle erst mal sein lassen und in 1-2 knackige Festbrennweiten investieren und ein Stativ mit Kopf.
Man kann sehr viel auch aus der Hand mit der DSLR schießen, ich bin z.B. ein Freund davon nicht alles mit Rigs und Stativen zu machen so bekommt man ein dynamischeres Bild hin.
Auch auf die Gefahr hin das mich alle steinigen :-D, für mich ist das wichtigste das die Cam leicht und tragbar bleibt und das man alles aus der Hand machen kann.
Sieh dir z.B. mal den Film Act of Valor an, der ist zu einem sehr großen Teil nur mit 5D Mark 2 geschossen worden und sehr viel auch aus der hand raus, da sieht man zu was die DSLR fähig ist wenn
jemand der fähig ist es in der Hand hält.

Die Leute die immer rummeckern das die nicht zum Filmen da ist und nur Fotos machen soll haben sich m.E. nicht mit dem Thema befasst.
Wenn du einfach nur Filmen willst ohne großartig nachzudenken und die Quali nicht so doll sein muss- musst du einen Camcorder mit Autofokus nehmen.

JBax&Herrlich

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Samstag, 31. August 2013, 15:01

Ok, angenommen ich würde mich dazu entscheiden mit einer DSLR zu drehen, würde ich aber bei meiner Nikon D3100 bleiben, sprich nur Objektive & alles aufrüsten. Hättet ihr da Tipps welche Objektive zum Filmen gut geeignet sind ? Auf was ich achten sollte & was man noch zum Filmen brauch ?

Urthona

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9

Samstag, 31. August 2013, 16:12

Meines Wissens nach bietet die D3100 keine Möglichkeiten zur manuellen Kontrolle im Video-Modus...

joey23

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Montag, 2. September 2013, 18:15

In meiner Signatur findest du noch ein paar ganz hilfreiche Infos zum Drehen mit der DSLR.

Potentiell gelten fürs Filmen eigentlich ähnliche Regeln. Möglichst lichtstark sollte es sein. Allerdings ist die Schärfe beim Filmen nicht so kritisch, weil man ja in wesentlich geringerer Auflösung aufzeichnet. Interessanter ist da eigentlich, dass die Objektive möglichst einen langen manuellen Fokussierring haben sollten, der möglichst "wie in Butter" zu bewegen ist. Das hilft ungemein beim manuellen Scharfstellen.

An Zubehör ist ein Rig typisch, mit FollowFokus und Schulterauflage. Ansonsten Stativ, vll eine Steadcam, eine entsprechende Audiolösung (siehe Signatur)

Joey

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