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Christoph_S8

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Samstag, 25. Februar 2012, 15:02

Canon XA10 oder drauflegen und XF100?

Hallo Comm!

Also ich möchte mir einen guten camcorder mit guter low-light fähigkeit, sowie guter Bildqualität zulegen. Ich habe mich jetzt eigentlich schon in den Canon XA10 bzw XF100 verliebt und versteift. Nur ist die Frage ob sich der Aufpreis für den XF, wegen des Codecs und der manuellen Bedienbarkeit (am body) für mich lohnt. Ich würde damit Sport (skateboarding, bmx, trial, snowboard) und events (festivals, konzerte...) filmen und das dann gerne auch freiberuflich während meiner Studienzeit. Könnt ihr mir die Entscheidung etwas erleichtern?

DundSMedia

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Samstag, 25. Februar 2012, 18:09

Hast du das Geld für die XF denn locker?

Christoph_S8

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Sonntag, 26. Februar 2012, 01:11

ich bin noch am sparen, würde es aber denke ich zusammenkriegen. nur, für den aufpreis könnt ich mir schönes zubehör für den xa10 kaufen, aber darauf könnte ich auch verzichten wenn die xf100 wirklich die bessere wahl für meine zwecke wäre. das versuche ich aber noch herauszufinden^^

vobe49

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Dienstag, 28. Februar 2012, 07:52

Hallo Christoph S8,

hier meine Bewertung nach recht intensiver Nutzung der XA 10, die seit ca. 6 Monaten besitze:

Nachdem ich anlässlich einer kürzlichen Fernreise meine Canon XA 10 einem richtigen Härtetest unterziehen konnte, möchte ich nochmals über die aus meiner Sicht Vor- und vor allem Nachteile informieren.

Bestätigt hat sich auf jeden Fall, dass sich mit der Kamera qualitativ exzellente Aufnahmen realisieren lassen, und das vor allem auch in schwierigen Lichtsituationen (Lowlight, Dämmerung, Sonnenuntergänge u.s.w.). In punkto Sensor, sehr lichtstarkes Objektiv, Software, Stabilisator, Weißabgleichsfunktionen, Belichtungsprogramme, Lowlightqualität und Bildrauschen setzt die XA10 m.E. sehr hohe Maßstäbe. Günstig für bestimmte Einsatzfälle ist auch die sehr kleine Baugröße und das geringe Gewicht.

Dagegen muss ich beurteilen, dass einige Ausstattungsmerkmale und die manuelle Bedienbarkeit diese sehr positive Beurteilung leider wieder ziemlich schmälern.

1. Vor allem bei Aufnahmen im hellen Sonnenlicht macht sich sehr negativ bemerkbar, dass der optische Sucher a) zu klein, b) leider nicht klappbar und c) mit einer viel zu kleinen Augenmuschel ausgerüstet ist.

2. Als ungünstig ist anzusehen, dass auf die Sucher-/Bildschirm-Einblendung einer Unter-/ Überbelichtungsscala (ähnlich wie die bei der XM2) verzichtet worden ist. Diese ist gerade bei manueller Belichtung eine unverzichtbare Hilfe. Die realisierte Blinkfunktion der Blende ist da viel zu grob und in der Praxis eher verwirrend, als hilfreich.

3. Als sehr schlecht gelöst ist auch die Anordnung des internen Mikrofons anzusehen, weil es nicht möglich ist, einen Pop-/Windschutz anzubringen. Dies führt beim Einsatz viel zu oft zu sehr hässlichen Windgeräuschen, die auch durch die Einstellmöglichkeiten nicht zu kompensieren sind. Aus meiner Sicht war auch hier die Lösung bei der XM2 - Unterbringung des Mikros vorn im Henkel - wesentlich sinnvoller. In vielen Einsatzfällen kann deshalb auf den Einsatz eines externen Mikros nicht verzichtet werden.

4. Es wäre auch günstiger gewesen, wenn die Zoomwippe am Kameragehäuse längs zur Kamera, und nicht quer zu bedienen wäre, weil die jetzige Funktion zu ungewollten Verkantungen der Kamera führt und man sehr aufmerksam auch darauf achten muss.

5. Auch lässt sich für große Hände die Handschlaufe nicht genügend weit einstellen. Bei mir befindet sich das Schlaufenband nur einen Zentimeter im Klettverschluss !

6. Das Plastik-Kameragehäuse macht gleichfalls keinen besonders guten Eindruck; ich habe des öfteren mal das Gefühl, etwas zu zerbrechen (z.B. beim Ausklappen des Spiegels, der auch nicht dicht schließt.

7. Größter Nachteil für mich: sehr unglücklich und unlogisch gelöst ist die Funktion von Custom-Taste /-Wählrad. Nachdem ich die Kamera nun im längeren Einsatz hatte kann ich Canon nur dringend anraten, über das Konzept nochmals nachzudenken und im Rahmen eines Firmware-Updates nachzubessern. Die Taste-/ Wählradkombination macht m.E. einfach nur dann Sinn, wenn man die Belichtungsfunktionen ohne vorher notwendige Einstellung im Hauptmenü nur „von außen“ her (also nur über das „kleine Menü“) anwählen kann. Die jetzt erforderliche Zuweisung einer Funktion für das Wählrad über den Touchscreen und die danach zusätzlich notwendige Auswahl der Funktion über des „kleine Menü“ (Custom-Taste/Wählrad) kostet im Praxiseinsatz viel zu viel Zeit und verhindert so die optimale Bedienung der Kamera. Es ist auch völlig unverständlich, weshalb ich eine Einstellung erst im großen Menü vornehmen muss und im kleinen Menü danach noch einmal, um die Parameter einstellen zu können. Das war bei der Canon XM2 absolut sinnvoll (wenn auch mechanisch nicht besonders gut) gelöst.

Da die Kamera von der Aufnahmequalität her wirklich Maßstäbe setzt, wäre es sehr schade, wenn solche Schwachstellen nicht behoben würden. M. E. sollte die Custom-Funktion mit einer neuen Firmware schnell nachzubessern sein.

Fazit: wer oft in Situationen filmt, bei denen die Kamera schnell auf völlig unterschiedliche Lichtsituationen eingestellt werden muss, sollte m.E. zur XF100 greifen. Leider verfügt diese, soweit mir bekannt ist, nicht über den großen eingebauten Flashspeicher wie die XA10 (64 GB), so dass zum Kameramehrpreis von knapp 1000,00 Euro weitere recht erhebliche Kosten für die gegenüber SDHC teureren Compactflash-Speicherkarten hinzu kommen.

Gruß vobe49

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Christoph_S8, Scarface

Christoph_S8

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Dienstag, 28. Februar 2012, 19:09

hey vielen dank für diesen umfangreichen erfahrungsbericht!
hat mir sehr geholfen :)

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