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Tofuhuehnchen

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1

Mittwoch, 1. Juni 2016, 21:46

Entscheidungshilfe für DLSR

Hallo Leute,

ich will mir endlich eine neue Kamera zulegen um meinen alten Consumer DV-Camcorder von Sony zu ersetzen.
Anfangs wollte ich mir den Legria HF G30 von Canon zulegen, aber nach dem lesen von Joeys Kaufhilfe-Thread habe ich mich entschlossen mit einer DLSR zu beginnen.

Das Problem ist nun, ich weiß nicht so recht welche DLSR für meine Zwecke geeignet ist.
Was will ich überhaupt mit meiner neuen Kamera erreichen / umsetzen:

- ich will szenisch Filmen
- ich möchte auch mit Greenscreen arbeiten können (dafür sollen Camcorder besser geeignet sein)
- ich möchte Erfahrung im Umgang mit einer DLSR und Ihrem Gebrauch für filmische Zwecke sammeln

Soviel ich weiß(unter anderem aus Joeys Thread) haben DLSRs den Vorteil eines größeres Sensors (nennt man Vollformat glaub ich) und daher entsprechend Tiefenunschärfen möglich sind.

Da ich von DLSRs und den zugehörigen Objektiven ehrlich gesagt keine Ahnung habe, wollte ich euch daher fragen welche Kamera und welches Objektiv Ihr mir für meine Zwecke empfehlen würdet?


Lg
Euer Tofuhuehnchen

joey23

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2

Mittwoch, 1. Juni 2016, 22:08

Wie stehts denn um dein Budget? Ist dir Fotografie auch wichtig?
So grundsätzlich wäre zB eine Eos 700D geeignet, oder eine Nikon D5300.

Tofuhuehnchen

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3

Mittwoch, 1. Juni 2016, 22:12

Grüß dich Joey,

danke für deine Antwort.
Naja, Fotografie ist mir eigentlich nicht wirklich wichtig.
Das Budget liegt bei max. 2000€ inkl. Objektiv.


Lg
Tofuhuehnchen

Tofuhuehnchen

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4

Dienstag, 7. Juni 2016, 19:35

Gäbe es noch andere Kameras die Ihr mir empfehlen könnt?
Eventuell mit Vollformat-Sensor? Oder sind solche Kameras für Einsteiger doch zu "overweighted"?

lg
Euer Tofuhuehnchen

joey23

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5

Dienstag, 7. Juni 2016, 19:39

Ton ist vorhanden? Bei 2000€ wäre auch schon eine BlackMagic im Budget, die bei Greenscreen massiv im Vorteil ist, weil sie in RAW aufzeichnen kann.

Was willst du denn damit drehen? Szenisches? Aus der Hand? Dokumentarisch? Alleine? Team?

Tofuhuehnchen

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6

Dienstag, 7. Juni 2016, 19:47

Hallo joey,

Ton ist noch nicht vorhanden, es ist aber geplant mit einem externen Recorder zu arbeiten.
Das mit der Blackmagic klingt verlockend, aber soviel ich weiß mit den notwendigen Objektiven dann wohl nicht in meinem Budget.

Drehen will ich damit szenisch(wirklich kurze Kurz- bzw. experimentalfilme zum probieren und Erfahrungen sammeln) und teils Broadcasting(hauptsächlich Nachrichtensendungen und eventuell Talkrunden), sprich statisch vorm Greenscreen.
Gearbeitet werden würde vorerst mal alleine, maximal zu zweit sobald Ton vorhanden ist.

ERGÄNZUNG (07.06.2016, 19:54 Uhr):
Habe grade auf Amazon gesucht, die Blackmagic Design Cinema Camera kommt auf gut 1000€, mit Objektiven (ich rechne mal mit 500-700€) geht sich das mit 2000€ aus.
Daher ist meine Ausssage, oben zur Blackmagic widerlegt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tofuhuehnchen« (7. Juni 2016, 19:55)


Tofuhuehnchen

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Mittwoch, 8. Juni 2016, 18:17

Ich habe etwas gestöbert und mir mal folgende vorläufige Einkaufsliste zusammengestellt und würde um eure Meinungen & Verbesserungsvorschläge bitten:

Starter-Kit:

Blackmagic Design Pocket Cinema Camera (Angebot von Amazon ) für 979€
2x Speicherkarte SDXC 64GB (Angebot von Amazon ) für 81,98€
1x Zusatzakku EN-EL20 (Angebot von Amazon ) für 22,30€

In Summe 1083,28 €.

Was mir noch fehlt sind ein Akkuladegerät und ein Objektiv.

Dazu stellen sich mir noch folgende Fragen:

- Kann ich zum Laden der Akkus einfach ein Ladegerät für EN-EL20-Akkus verwenden oder muss es ein Blackmagic-eigenes Gerät sein?
- Welches Objektiv ist zu empfehlen und benötige ich eventuell einen Adapterring für Objektive?


Lg
Euer Tofuhuehnchen

Cobrez

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8

Mittwoch, 8. Juni 2016, 23:04

Also von einer Blackmagic kann ich dir als Einsteiger abraten. Ich habe selber schon eineiges an Erfahrungen mit unterschiedlichen Kameras gesammelt, und bin der Meinung, dass man zu einigen Basic-ColorCorrection Vorwissen auch noch jede Menge Equipment braucht, wenn man damit ordentlich arbeiten möchte. Du bräuchtest eben noch ein Rig o.Ä..
Für einen Einsteiger finde ich die Canon 700D/70D ziemlich geeignet, ansonsten schau dir mal die Sony Alpha Reihe an (a7, a7s, etc...)
Ich persönlich finde auch die GH3/GH4 (bald auch GH5) sehr gut, was das Preis/Leisungs-Verhältniss betrifft.

Von der BMPCC kann ich ebenfalls abraten, da man für das Geld zu vielen Einschränkungen hat und noch einiges an Equipment dafür kaufen muss. Ich hatte mir auch überlegt eine BMPCC zu kaufen, aber bei meiner Recherche ist mir ziemlich viel aufgefallen, was mich gestört hat.
Meine Argumente gegen die BMCC:
- sehr geringe Akkulaufzeit von 15-max.20 Minuten (800mAh)
- vorgegebene Whitebalance Werte, die teilweise zu große Sprünge haben
- schnlechte ISO Werte (gegenüber anderen Kameras)
- sehr leichtes Gehäuse, was es sehr schwierig macht aus der Hand ruhige Aufnahmen zu machen
- kleiner MFT-Bild Sensor mit einem Crop-Faktor von 2,88 (ein normales 50mm Objektiv hätte also eine effektive Abblidung einer 144mm Optik)
- um z.B. EOS Objektive zu verwenden und den Crop-Faktor zu verringern, wäre ein Speedbooster sinnvoll (ca. 800€)
- ein Ellgemeines Problem von BlackMagic Kameras ist das Pixel-Raster das sichtbar wird bei Sonneneinstrahlung und
- Das BlackSun Problem, bei dem die Kamera bei einem extrem überbelichtetem Bild die betroffenen Stellen anstelle von weiß in schwarz darstellt und auch in die Datei schreibt

Das sind ein paar der Gründe warum ich mich Persönlich gegen diese Kamera entschieden habe, dass ist aber natürlich für jeden anders. Ich fande die Review Videos von Philip Bloom sehr hilfreich zur BMPCC.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Cobrez« (8. Juni 2016, 23:21)


Tofuhuehnchen

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9

Donnerstag, 9. Juni 2016, 21:55

Servus Cobrez,

vielen lieben Dank für deinen ausführlichen Beitrag.
Ich habe mir die EOS 700D und die GH4 angesehen - die Canon hat einen größeren Sensor als die GH4.
Ansonsten scheinen soviel ich aus den techn. Daten rauslesen konnte, beide Kameras gleich gut zu sein was die Funktionalität betrifft.

Präferieren würde ich daher auch wegen des größeren Sensors die EOS 700D.
Gibt es eine Art Leitfaden für die Wahl eines geeigneten Objektives?

Lg
Euer Tofuhuehnchen

EvilMonkey

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10

Donnerstag, 9. Juni 2016, 22:45

Ja, die 700D hat einen etwas größeren Sensor als die GH4. Allerdings ist die GH4 videotechnisch extrem weit überlegen.
Gutes, aber sehr sparsam komprimiertes 4K, 4-fache Slow-Motion und viele, viele, viele, Einstellungsmöglichkeiten was Bildprofile, Formate, Gammakurven, und so ziemlich alles andere angeht. Nenne mir eine obskure Option die man nur einmal im Jahr braucht, die GH4 hat sie. Somit ist sie ideal zum Lernen und sehr flexibel.

Bei Fotos spielen sie in einer ähnlichen Liga, da würde ich die 700D präferieren.

tevauloser

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11

Freitag, 10. Juni 2016, 00:49

Wer jemals die Ergebnisse eines engagierten BMPCC Users gesehen hat, vergisst all die zuvor erwähnten Beschränkungen. Diese zu umschiffen ist ja gerade die Herausforderung, die über der eines AF/Automatic DSLR Users steht. Irgendwann ist jeder hier reif für die wahre Königsklasse 8-) Nur meine bescheidene 5 cents.

Cobrez

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12

Freitag, 10. Juni 2016, 00:51

Da stimme ich EvilMonkey zu, die GH4 ist sehr stark auf ihre Video Funktionen ausgelegt.

Was die Wahl deiner Objektive angeht, musst du dir überlegen, was du vor hast. Möchtest du Weitwinklige- oder eher Makro-/Großaufnahmen machen. Und natülich die wichtigste Frage ist dein Budget.
Wenn dein Budget niedriger ausfällt, dann solltest du auf gebrauchte Objektive setzen, da die Optik so ziemlich das wichtigste in deinem Setup ist. Die GH4 benötigt MFT (micro-four-thirds) Objektive, die meiner Erfahrung nach etwas teuerer sind als z.B. EF-Objetive. Man kann allerdings, wie in meinem letzten Post schon erwähnt, mit einem Aufsatz (z.B. Metabones Speedbooster) so ziemlich jedes Objektiv an der GH4 nutzen.
Letztendlich gibt es viele Merkmale um fest zu stellen, wie hochwertig ein Objektiv ist.
Die Kit-Objektive von Canon Kameras haben mich nie richtig zufriedenstellen können, jedoch sind die Kit-Objektive von Lumix (GH4) um einiges hochwertiger.
Egal für welche Kamera du dich entscheidest, rate ich dir die Kamera vorher zu testen. Denn wenn man eine Kamera gerne in die Hand nimmt, macht man bessere Bilder.
Dabei solltest du auf die Handlichkeit und auf die Menüführung und Bedienung achten. Auch bei den Objektiven.
Die MFT-Objektive sind größtenteils ein ganzes Stück kleiner als ein EF- oder E-Objektiv.

Ich denke die GH4 würde sich auf lange Zeit hin gesehen mehr lohnen, wegen ihrer starken Video-Funktionen.
Die Canon kannst du aber mit der inoffiziellen Firmware MagicLantern erweitern und bekommst somit noch einen Haufen an zusätzlichen Funktionen, besonders wenn es um die Video-Funktion geht. Die Software beschädigt die Kamera auch nicht und somit würdest du auch keine Garantie verlieren.

Um noch ein Mal auf das Thema Objektive zurück zu kommen: Da gibt es sowohl hier im Forum, als auch auf YouTube eine Menge an Ratschlägen und hilfreichen Tipps. Generell rate ich dazu sich verschiedene Meinungen an zu hören und sich dann daraus eine eigene zu bilden. Doch Probieren geht über studieren und sobald du mit der Kamera los legst wirst du wahrscheinlich schnell merken in welche Richtung du noch Objektive benötigst.

Edit:
Um nochmal auf die BMPCC ein zu gehen - Mein vorheriger Post ist nur meine eigene Meinung. Ich selbst finde die Bilder, die diese Kamera abliefert wirklich unheimlich stark, jedoch kam ich bei meiner Zusammenstellung auf Kosten von knappen 3.000€ für ein Setup - wo mir dabei ein ähnliches Setup mit einer Sony A7sII als wesentlich sinnvoller erschien. Letztendlich muss jeder selbst wissen, was für einen die richtige Kamera ist.

joey23

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13

Freitag, 10. Juni 2016, 12:04

Die GH4 ist eine tolle Kamera.

Noch zu Black Magic: Klar, man braucht Zubehör um damit sauber arbeiten zu können. Das braucht man aber bei einer DSLR oder GH4 genauso. Ohne Follow Fokus, Rig, Stativ etc werden auch da die Aufnahmen nicht besonders hübsch.

Tofuhuehnchen

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14

Samstag, 11. Juni 2016, 17:21

So, ich melde mich zurück, danke für die vielen ausführlichen und hilfreichen Beiträge. :)

War grade beim Fachhändler meines Vertrauens und habe mir die GH4 und die EOS 80D zeigen lassen. Die Blackmagic werde ich mir noch ansehen, jedoch nur aus interesse halber, da mir eine BMPCC für den Anfang doch etwas zu viel des Guten erscheint. Vorallem, da ich mich noch Nüsse auskenne mit dem manuellen Arbeiten an einer DLSR bzw. Kamera im allgemeinen.

Beides, die GH4 und die 80D, sind gute Geräte, es gibt jedoch einige Unterschiede zwischen den Beiden.

- Zum einen ist es das Gewicht, die GH4 ist recht leicht, die 80D ist merkbar schwerer (was in Bezug auf die Handhabung mittels Rig, Dolly,etc.. vielleicht kein Fehler ist).
- Die GH4 hat keinen Spiegel was eine sehr kompakte bauweise erlaubt, die 80D hat einen Spiegel und ist entsprechend größer.
- Standardmäßig kommt die GH4 mit einem Universal-Objektiv 14-140 (ich hoff ich hab mir das richtig gemerkt), welches 10fach optischen Zoom erlaubt. Das Standard-Universalobjektiv der 80D schafft nur 7fach optischen Zoom.
- Beide Geräte sind robust und spritzwasser-geschützt
- Wenn ich es richtig verstanden habe passt sich der Fokus beim Zoomen bei der GH4 automatisch an bzw. bleibt er fixiert. Bei der 80D ist das nicht der Fall und man muss manuell nachzoomen.
- Die GH4 nimmt in 4k auf, die 80D schafft "nur" normales Full HD
- Beide Geräte bieten ein schwenkbares Display, jedoch bietet nur die 80D einen "richtigen" Sucher wo man quasi direkt durch den Spiegel schaut. Bei der GH4 ist der "Sucher" ein digital-Display.

Beide Geräte liegen gut in der Hand, ich konnte mit beiden recht gut Arbeiten, auch die Menüführung kam mir recht verständlich vor.
Die Geräte verfügen über ein genormtes Gewindeloch und sind damit auch geeignet für Schulterrigs, Schwebestative,etc..
Preislich liegen beide inkl. Universalobjektiv nur 100€ auseinander und somit bei max. 1700€.

Ich werde mich in den kommenden Tagen noch bezgl. der Objektive schlau machen und mir weitere Meinungen einholen (es hat Vorteile 2 Berufsfotografen in der Familie zu haben :D ) und dann eine endgültige entscheidung treffen.

Aktuell liegt die GH4 jedoch vorne.


lg
Euer Tofuhuehnchen

rick

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15

Samstag, 11. Juni 2016, 18:51

- Wenn ich es richtig verstanden habe passt sich der Fokus beim Zoomen bei der GH4 automatisch an bzw. bleibt er fixiert. Bei der 80D ist das nicht der Fall und man muss manuell nachzoomen.

Nachzoomen hat nichts mit fokusieren zu tun. Die 80D kann mit STM Objektiven ebenfalls automatisch die Schärfe nachführen (kontinuierlicher Autofokus), das geht mittlerweile mit dem Dual Pixel Sensor auch ganz gut und zügig und ist seit der 650D als Feature vorhanden und wurde ständig verbessert. Da aber außer bei Gesichtserkennung, keine Kamera der Welt weiß, was Du eigentlich fokusieren möchtest, wirst Du bei kritischen Motiven auch nicht um das manuelle Fokusieren herrum kommen.

Zitat

- Standardmäßig kommt die GH4 mit einem Universal-Objektiv 14-140 (ich hoff ich hab mir das richtig gemerkt), welches 10fach optischen Zoom erlaubt. Das Standard-Universalobjektiv der 80D schafft nur 7fach optischen Zoom.

Das neu Canon 18-135mm ist ein 7,5 Fach Zoom. Wichtiger als das lange Ende ist eher der Weitwinkelbereich und da sind beide bei einem 28mm Vollformat Equivalent. Beide Kitobjektive sind nicht besonders Lichtstark und haben keine durchgehende Blende (je stärker Du zoomst umso weiter schließt sich die Blende bis sie bei F5.6 angekommen ist).

Zitat

Aktuell liegt die GH4 jedoch vorne.

Sehe ich auch so, wenn fotografieren keine primäre Rolle spielt. Mit halbwegs günstigen, lichtstarken Festbrennweiten halte ich Panasonic bzw. den MFT Mount allerdings für etwas teurer. Plus Punkt für die GH4 ist die optionale DMW-YAGH Interface Einheit mit XLR und SDI.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »rick« (11. Juni 2016, 19:01)


Tofuhuehnchen

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Mittwoch, 15. Juni 2016, 19:56

Grüß euch!

Ich muss mich entschuldigen, es ist etwas drunter und drüber gegangen bei mir, sodass ich nicht posten konnte.
Der aktuelle Stand sieht nun wie folgt aus, ich werde mir mit Juli die GH4 inkl. Speicherkarten und 2. Akku kaufen sowie in ein Stativ investieren.

Was das Objektiv betrifft, so werde ich mich noch etwas schlau machen aber wohl vorerst beim 14-140mm Universalobjektiv bleiben, da ich sowieso erstmal lernen muss mit der Kamera umzugehen und beim Arbeiten mit Ihr werde ich dann wohl eh merken ob und welche Objektive wohl noch nötig wären.

Mein Setup für meine erste halbwegs professionelle Ausrüstung wäre nun die folgende:

1x Panasonic GH4 inkl. 14-140mm Universalobjektiv (ca. 1600€ beim Fachhändler)
2x passende 64GB SDXC Speicherkarten
1x Zusatzakku

Dass wird in Summe wohl ca. 1800€ kommen, da ich noch nicht weiß was der Zusatzakku und die beiden Speicherkarten beim Händler kosten.
Mit den verbleibenden 200€ werde ich mir ein Dreibein-Stativ mit dreh- & schwenkbarem Kopf besorgen.
Licht und Ton werde ich vorläufig mal leihen, bis wieder Geld in der Filmkasse ist.


Danke allen für die sehr hilfreichen und auch sehr ausführlichen Kommentare und Postings. :)

EDIT:

Rick schulde ich noch Antworten auf seine Erklärungen :D :

Zitat

Nachzoomen hat nichts mit fokusieren zu tun. Die 80D kann mit STM
Objektiven ebenfalls automatisch die Schärfe nachführen
(kontinuierlicher Autofokus), das geht mittlerweile mit dem Dual Pixel
Sensor auch ganz gut und zügig und ist seit der 650D als Feature
vorhanden und wurde ständig verbessert. Da aber außer bei
Gesichtserkennung, keine Kamera der Welt weiß, was Du eigentlich
fokusieren möchtest, wirst Du bei kritischen Motiven auch nicht um das
manuelle Fokusieren herrum kommen.
Da habe ich wohl Zoom und Fokus verwechselt, dass ich grad bei einer DLSR manuell Fokussieren muss ist natürlich klar.
Ich muss da nochmal beim Verkäufer nachfragen, da scheine ich dann diese Funktion missverstanden zu haben - da gibts dann ein Update von mir.


Zitat

Das neu Canon 18-135mm ist ein 7,5 Fach Zoom. Wichtiger als das lange
Ende ist eher der Weitwinkelbereich und da sind beide bei einem 28mm
Vollformat Equivalent. Beide Kitobjektive sind nicht besonders
Lichtstark und haben keine durchgehende Blende (je stärker Du zoomst
umso weiter schließt sich die Blende bis sie bei F5.6 angekommen ist).
Ok, wie gesagt in Sachen Objektive bin ich noch am lernen ^^ Wollte damit keinesfalls das Canon-Objektiv schlecht reden, der Verkäufer meinte es sind beides Universalobjektive auf den Kameras (also jeweils auf der GH4 und der 80D die er mir gezeigt hat). Er wollte wohl darauf hinaus, dass das Canon Objektiv größer ist als das GH4-Objektiv aber nicht soviel Zoom bietet (lt. seiner Aussage eben die erwähnten 7fach) als das kleinere der GH4 mit 10fach Zoom.

Zitat

Sehe ich auch so, wenn fotografieren keine primäre Rolle spielt. Mit
halbwegs günstigen, lichtstarken Festbrennweiten halte ich Panasonic
bzw. den MFT Mount allerdings für etwas teurer. Plus Punkt für die GH4
ist die optionale DMW-YAGH Interface Einheit mit XLR und SDI.
XLR Optional? Das ist gut zu wissen!




lg
Euer Tofuhuehnchen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tofuhuehnchen« (15. Juni 2016, 20:04)


Tanko

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Mittwoch, 15. Juni 2016, 21:12

Die GH4 sieht meist sehr video-mäßig aus. 10bit kostet natürlich noch einiges extra für den Recorder. Deswegen habe ich mich für die BMPCC entschieden.
Viele Nachteile kann man nämlich im preislich vertretbaren Rahmen beheben!

Also ich habe mir jetzt meine gebraucht BMPCC zusammengekauft mit folgendem Zubehör:
BMPCC + 5 Akkus + kleiner Cage + Koffer= 530€
Metabones Speedbooster Nikon = 300€ Der Adapter verringert den Crop-Factor um 0.58x und erhöht die Lichtstärke um 1 2/3 Blendenstufen.
Sigma 18-35mm 1.8 = 500€
Genus Eclipse ND Filter 77m = 140€ Dieser lässt Licht absorbiere. Einen gescheiten ND-Filter zu besitzen ist sowieso ein Muss für jeden Kameramann.
Hoya IR Cut Filter 77m = 75€ Der ist für die Kameras von Blackmagic notwendig, da ihre Sensoren durch Infrarot-Strahlung eine bräunlich-magenta-artige Kontamination erfahren.
Stepup-Ring 72-77mm = 10€ Damit die Filter auf das 72mm-Gewinde des Sigma-Objektivs passen.
Als Rig würde ich das Fotga DP500 mit zugehörigen Followfokus empfehlen: 440€
Macht insgesamt knapp 2000€.
Dazu würden für dich noch zwei 128GB SanDisks Extreme Pro (2x 75€ = 150€) und ein ordentliches Dreibein-Stativ (~80€) kommen und du hast ein Festival-Kurzfilm-reifes Setup, wenn du dich noch um Licht und Ton kümmerst.


Für die GH4 würde ich das Panasonic Lumix G X Vario 12-35mm 2.8 OIS empfehlen. Der Zoombereich entspricht durch den Crop 24-70mm, was für die meisten Szenen (vor allem am Anfang) vollkommen reicht. Der gute Bildstabilisator hilft dir dabei, ohne zusätzliches Equipment bereits aus der Hand relativ ruhige Aufnahmen festzuhalten.Die Lumix-Objektive erlauben aber wegen ihrer Focus-By-Wire-Funktion nach meiner Information nur logarithmiertes Fokussieren, weswegen präzises Arbeiten deutlich erschwert wird.
Jedoch willst du ja (wie ich auch) szenisch filmen, weswegen du doch einerseits zum Sigma und andererseits zur BMPCC greifen solltest. Die 12bit im RAW-Modus erlauben dir eine cineastische Farbbearbeitung, wo du durch den größeren Spielraum "leicht" Bilder wie im Folgenden drehen kannst.



ERGÄNZUNG:
Auch Hauttöne kommen bei der BMPCC besser als bei GH4. Die BMPCC kannst du auch an ARRIs angleichen. Ich habe noch einen normalen Nikon-MFT-Adapter, womit ich mit dem Sigma 18-35mm insgesamt eine Brennweite von 31.3mm (8*3*0,58 durch den Speedbooster) bis 105mm (35mm * 3 ohne Adapter) abdecken kann. Und das bei der Schärfe und Lichtstärke!

EDIT2: Ad Nachteile)
Die Akkulaufzeit kann man übrigens mit einem 20€-12V-DC-Akku bis auf mehrere Stunden erhöhen (erhöht das Gewicht um ca. 200g und macht das ganze natürlich "klobiger").
Ein Weißabgleich ist bei RAW-Aufnahmen redundant. Die ProRes-Werte reichen beim szenischen Filmen völlig, da das Licht dort zumindest bei Innen-Aufnahmen beherrschbar ist.
Direkte Sonneneinstrahlung und das BlackSun-Problem wird mit ND- und IR-Cut-Filtern bekämpft.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Tanko« (15. Juni 2016, 21:49)


Tofuhuehnchen

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18

Mittwoch, 15. Juni 2016, 21:43

Servus Tanko,

vielen lieben Dank für deinen Beitrag.
Ich habe mir deine Liste mal etwas angesehen, jedoch muss ich zugeben bei vielen der von dir gekauften Dinge nicht zu wissen wozu man diese braucht.
Unteranderem das ist auch der Grund warum ich vorerst mal mit einer GH4 und quasi "0815"-Objektiven loslegen möchte um mich mal ranzuarbeiten und zu lernen was ich brauche und was ich womit machen kann.
Daher denk ich auch ist eine BMPCC für mich aktuell noch zu "hardcore", da ich sie einerseits nicht Ihr volles Potential ausschöpfen könnte und auch keine Ahnung im Umgang mit alle diesem Equipment habe.

Das X Vario 12-35mm ist mit knapp 869€ (neu) bzw. 720€ (gebraucht) dann doch stark außerhalb meines Budgets. Das wäre eine Anschaffung für die Zukunft.
Als Schulterrig würde ich das K1101 Socom von Kamerar ins Auge fassen (Angebot von Amazon ).

Tanko

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19

Mittwoch, 15. Juni 2016, 21:54

Ich habe meinen Beitrag nochmals ergänzt, da ich doch etwas überfordernd geantwortet habe.
Mit der BMPCC kannst du auch getrost in ProRes aufnehmen, einem hochwertigen Video-Codec, mit dem du auch notfalls einen LUT (quasi eine erleichterte Farbbearbeitung) applizieren kannst.
Das Sigma-Objektiv ist auch kein Profi-Objektiv und ohnehin billiger. Du wirst sonst am vieleicht Anfang unnötig enttäuscht sein, wenn du unscharfe Video-Bilder bekommst.
Schau nicht nur bei Amazon, dem Steuersünder ;)
Hier gibt es das Objektiv für 600€ und das ist sogar noch Verhandlungsbasis!
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze…331431-245-3522
oder ein billiges Komplett-Kit mit GH4 hier:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze…068791-245-3480

Tofuhuehnchen

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20

Sonntag, 10. Juli 2016, 21:30

Soooo, habe mir gestern meine neue GH4 geholt, mit 2x 64GB Speicherkarten und einem zweiten Akku.
Nach dem ersten Probe-"Fotoshooting" und einigen Testvideos muss ich sagen, dass die Qualität mir zusagt - was mir noch fehlt ist der korrekte Umgang mit den manuellen Einstellungen.
Bisher habe ich mich nur mit den ISO- & den Helligkeitseinstellungen gespielt, den manuellen Weißabgleich muss ich noch ausprobieren.

Ich denke nach etwas gründlicherer Einarbeitung steht wohl den ersten kleinen Projekten nichts mehr im Wege. :)
Die nächsten Anschaffungen sind ein Stativ (da schwanke ich noch zwischen Vanguard und Manfrotto), eventuell ein Slider, gescheiter Beleuchtung und natürlich einem ext. Recorder inkl. Mikrofon und Tonangel.

Ein dickes Danke an alle die sich hier mit Tipps und Infos an dem Thread beteiligt haben. :)


lg
Euer Tofuhuehnchen

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