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fagus

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1

Sonntag, 10. April 2016, 21:38

Brennweite und Lichtstärke bei Vollformat bzw. Aps-c sorgt für verwirrung

Hallo,

mir ist grundsätzlich bewusst, dass man, wenn man ein FF-Objektiv an einem Aps-c Sensor verwendet, die Brennweite/Blende generell mit dem Cropfaktor (je nach Kameramarke unterschiedlich) 1,6 multiplizieren muss...


Mal abgesehen davon, dass das Objektiv nun nicht mehr so scharf ist, "verschlechtern" sich die Werte...






Wie erfolgt dann die Benennung bei Optiken, die extra für kleine Sensoren gebaut wurden, z.B. Sigma 18-35 f/1.8.
Sind diese Zahlen schon "umgerechnet" auf das Aps-c Format?

EvilMonkey

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2

Sonntag, 10. April 2016, 22:17

Nein, sind sie nicht?

Warum? Weil sich die Brennweite (eine physische Eigenschaft des Objektivs) nicht ändert, nur unsere Assoziation wie diese Brennweite aussieht.

An Vollformat ist 50mm die "Normalbrennweite", an einer APS-C Kamera eher 30mm.

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wabu

tevauloser

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3

Sonntag, 10. April 2016, 23:21

Und ein FF an APS-C hat noch den Vorteil, dass man quasi das "Filetstück" nutzt, also den inneren Teil des Glases, so dass z.B. die oft vorhandenen Randverzerrungen bei Einsatz am FF Sensor minimiert werden oder ganz weg gehen. Und im Telebereich statt ein 400er ein 600er zu haben ist ja auch nicht ohne.
Und man kann mit einem FF beide Sensorgrössen nutzen, mit einem APS-C aber meistens nicht.

joey23

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4

Sonntag, 10. April 2016, 23:42

So pauschal stimmt das nicht ganz: Bei Kompaktkameras ist es durchaus üblich Werte anzugeben, die als "kleinbildäquivalent" angegeben werden, die also schon so umgerechnet sind, dass der Laile nicht mehr drüber nachdenken muss, was der kleine Sensor aus dem Objektiv macht.

sley43

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5

Montag, 11. April 2016, 02:36

Zitat

fagus:" ...die Brennweite/Blende generell mit dem Cropfaktor (je nach Kameramarke unterschiedlich) 1,6 multiplizieren muss..."
Die Blende solltest du nicht mit dem Cropfaktor multiplizieren, da die Lichtmenge sich nicht verändert. Das multiplizieren der Brennweite besagt nur wie sich der Bildwinkel verändert auf Vollformat bezogen. Also ein 50 mm Vollformat Objektiv bildet einen ca. 47 Grad Winkel ab auf einem Vollformat Sensor, durch einen kleineren Sensor verkleinert sich der Winkel entsprechend sonst nichts.

Zitat

fagus:"... Mal abgesehen davon, dass das Objektiv nun nicht mehr so scharf ist, "verschlechtern" sich die Werte..."
Das Objektiv verliert keine Schärfe durch einen kleineren Sensor und wird somit auch nicht schlechter. Ein tolles Objektiv bleibt also ein tolles Objektiv unabhängig vom Sensor :)
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wabu

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6

Montag, 11. April 2016, 08:14

Was ich als uralter Hase nicht verstehe ist die "Umrechnung" in KB-Äquivalent.

In meiner (beruflichen) Fotografenlaufbahn habe ich mit Großformat (13x18cm), Mittelformat (6x7cm) und KB gearbeitet.

Die Faustregel war da simpel: Diagonale des Formates entspricht der "Normalbrennweite", Diese halbiert oder verdoppelt ist dann Ww oder Tele.

Die Umrechnung verstehe ich u.a. auch deswegen nicht da doch die heute 20jährigen KB nicht kennen.....

Als ich 2002 die erste digitale in der Hand hatte war diese "Umrechnung" für mich vielleicht noch sinnvoll. :D

Nur hat ein "umgerechnetes" 200mm mit seinen 45mm eine ganz andere Schärfentiefe als ein "echtes" 200! :thumbup:

Das mit dem Filetstück ist auch ganz nett - letztlich aber ein Überbleibsel der Diskussion aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. :thumbsup:

joey23

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7

Montag, 11. April 2016, 08:34

Zitat

Nur hat ein "umgerechnetes" 200mm mit seinen 45mm eine ganz andere Schärfentiefe als ein "echtes" 200! :thumbup:


Genau richtig. Dieser Vergleich berücksichtigt nur die Brennweite, nicht die Blende. Selbstverständlich habe ich mit einem 30mm Weitwinkel (kb-equi) eines Smartphones wesentlich weniger Freistellungsmöglichkeiten, es ist einfach alles scharf. Den 30mm-Wert kann ich nur in Bezug auf den Bildwinkel vergleichen.

rick

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8

Montag, 11. April 2016, 10:08

Mal abgesehen davon, dass das Objektiv nun nicht mehr so scharf ist, "verschlechtern" sich die Werte...

Randunschärfen von VF Objektiven würden an einer Cropkamera zum großen Teil entfallen. Wenn es hier ums Fotografieren geht, dann hätte noch die Sensorauflösung einen Einfluß auf die Schärfe. Die Objektive skalieren bis zu einem gewissen Punkt mit steigender Auflösung in der Schärfe mit, allerdings muß da genau sehen welches Objektiv man an welchen Kameras vergleicht in wie weit sich die höhere Schärfe bemerkbar macht. Beim Filmen ist dieser Einfluß jedoch relativ gering, da man entweder nicht die native Sensorauflösung im Video hat (das Bild wird auf die gewählte Videoauflösung runterskaliert), oder man nimmt einen Cropausschnitt in genau der Videoauflösung pixelgenau vom Sensor, da wäre es auch wieder relativ egal wie groß die einzelnen Pixel sind.

Zum Thema Blende kann man als Faustformel sagen, das die Schärfentiefe bei gleicher Brennweite und einer flächenmässigen Verdopplung um ca. 1 Blendenstufe geringer wird, allerdings nur wenn man den gleichen Bildausschnitt wählt, den man bei einer Kamera mit kleinerem Sensor nur erhält, wenn man weiter vom Motiv weggeht.

Wichtig bei den Brennweiten, unabhängig vom Cropfaktor ist, das man sich der Unterschiedlichen Bildwirkung bewußt ist und das man oft durch die Räumlichen gegebenheiten in der Auswahl der Brennweiten eingeschränkt ist (Stichwort: zu wenig Platz/Abstand, der einen zu kürzeren Brennweiten zwingen kann)

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